Über Uns

Eine Welt ohne Hunger – das hat sich die Weltgemeinschaft als nachhaltiges Entwicklungsziel (SDG-2) gesetzt. Bis 2030 soll es keinen Hunger mehr geben, alle Menschen sollen sich ausreichend und ausgewogen ernähren können und die Landwirtschaft nachhaltig aufgestellt sein, um auch zukünftige Generationen zu ernähren. Dieses Ziel ist akut gefährdet.  Seit 2015 steigt die die Zahl der Hungernden sogar wieder: Konflikte, Kriege und durch den Klimawandel ausgelöste Umweltkatastrophen treten in immer höherer Frequenz auf und so wird kein Menschenrecht so häufig verletzt wie das Recht auf Nahrung.

 

Bäuerin Besanesch Saboka und ihre Tochter Asnaketsch Mori auf dem Weg zum Markt nach Katchisi in der Region Ginde Beret; Ähtiopien © Rainer Kwiotek / Menschen für Menschen
Bäuerin Besanesch Saboka und ihre Tochter Asnaketsch Mori auf dem Weg zum Markt nach Katchisi in der Region Ginde Beret; Ähtiopien © Rainer Kwiotek / Menschen für Menschen

Weit mehr als 800 Millionen Menschen leiden an Hunger. Heruntergerechnet schläft jeder neunte Mensch heute Abend hungrig ein. Mehr als eine Milliarde Menschen leidet zudem an „verstecktem Hunger“: Sie sind mangelernährt, weil ihre Ernährung zu einseitig und zu arm an lebenswichtigen Nährstoffen ist. Damit sind es insgesamt fast zwei Milliarden Menschen, die nicht ausreichend ernährt sind, um ein würdevolles, gesundes und leistungsfähiges Leben zu führen. Besonders betroffen: Die ländlichen Räume. Drei Viertel aller Unter- und Mangelernährten leben im ländlichen Raum – dort, wo es an Beschäftigung und Einkommen mangelt und wo die Armut am größten ist. Die Hauptursache von Hunger und Mangelernährung ist nicht die mangelnde Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Vielmehr ist es vor allem die Armut, die Menschen daran hindert ausreichende und gesunde Nahrung zu erwerben.

 

Der Kampf gegen den Hunger kann nur gemeinsam gelingen, wenn Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bereit sind, sich mit ihrer Expertise zu ergänzen und gegenseitig von Erfahrungen zu lernen. Es gibt unterschiedliche Ansätze und Ideen, wie das Ziel der Agenda 2030, den Hunger zu beenden, zu erreichen ist – davon berichten wir.

 

Nigeria: Digitalisierung und Microversicherungen schützen Landwirte gegen klimabedingte Ernteausfälle. (c) Christoph Mohr/GIZ
Nigeria: Digitalisierung und Microversicherungen schützen Landwirte gegen klimabedingte Ernteausfälle. (c) Christoph Mohr/GIZ

Diese Webseite bringt unterschiedliche Akteure zusammen. Es entsteht ein Informationsportal auf dem alle Organisationen und Institutionen transparent über ihre Arbeit vor Ort, ihre weltweiten Programme und Projekte berichten. Ergänzt wird das Informationsangebot zu Projekten, Ländern und Themen durch einen regelmäßig erscheinenden Newsletter und umfangreiche Special Editions zu besonderen Anlässen. Hier diskutieren unterschiedliche Expert*innen praktische Lösungsansätze und informieren zu den Themen Ländliche Entwicklung und Nachhaltige Agrarwirtschaft sowie die Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme.