Starke Knollen: Förderung für Kartoffelbauern

Kartoffeln sind Grundnahrungsmittel in Kenia. Wenn ihr Ertrag steigt, ist das ein wichtiger Beitrag gegen Mangelernährung.

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Bauern säen Kartoffeln auf dem Feld aus. (c) GIZ/Jackson Muchoki

Projektname

Förderung ernährungssensitiver Kartoffelwertschöpfungsketten in Ostafrika

 

Ziel

Kartoffelerträge kenianischer Kleinbauern erhöhen und einen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungslage von mangelernährten Personen in Kenia leisten

 

Laufzeit

Januar 2016 bis Juni 2021

 

Politischer Träger

Kenianisches Ministerium für Agrarwirtschaft, Tierzucht und Fischerei (Kenyan Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries, MoALF)

 

Auftraggeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

 

Budget

2,65 Millionen Euro

 

Regionen

Bezirke Nyandarua und Bungoma in Kenia

 

Die Kartoffel ist in Kenia, nach Mais, das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel und eine wichtige Einnahmequelle für rund 800.000 Bauern. Ein Drittel davon sind Frauen. Kartoffeln sind reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Diese machen sie zu einem wichtigen Nahrungsmittel. Oft wird die Knolle für das Traditionsgericht Mukimo verwendet, das aus Kartoffeln, grünblättrigem Gemüse, Bohnen oder Erbsen besteht und in ganz Kenia beliebt ist. Darüber hinaus zeichnen sich Kartoffeln durch hohe Erträge und eine relativ kurze Wachstumsphase von nur rund hundert Tagen aus. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Ernährung in Kenia.

 

In der Regel bauen Kleinbäuerinnen und -bauern ihre Kartoffeln auf Flächen an, die kleiner als zwei Hektar sind. Der Anbau erfolgt meist mit traditionellen Methoden und einfachen Werkzeugen wie der Hacke. Das ist einerseits sehr zeitintensiv, andererseits kann dadurch das Ertragspotential der Kartoffel nicht ausgeschöpft werden. Im Durchschnitt werden in Kenia lediglich acht bis zehn Tonnen pro Hektar geerntet. Zum Vergleich: In Deutschland liegen die Erträge bei etwa 45 Tonnen pro Hektar. Deshalb reichen die Erträge der Kleinbäuerinnen und -bauern nicht aus, um die lokale Nachfrage bedienen zu können.

 

Qualität und Ertrag sollen steigen

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Frisch geernteter Kartoffeln: nach Mais das wichtigste Grundnahrungsmittel in Kenia. (c) GIZ/Meshack Ronoh

Der kenianische Kartoffelrat (NPCK) hat gemeinsam mit dem kenianischen Agrarministerium darum die Nationale Kartoffelstrategie, im Zeitraum zwischen 2016 bis 2020, verabschiedet. Mit der Zielsetzung den Kartoffelsektor bis 2020 nachhaltig zu stärken, beinhaltet die Strategie Maßnahmen zu allen relevanten Aspekten der Kartoffelproduktion. Sie bildet damit auch den Rahmen für die Arbeit des Globalvorhabens (GV).

 

Das Globalvorhaben unterstützt Kleinbäuerinnen und -bauern dabei, den Ertrag und die Qualität ihrer Produkte zu steigern. Mit dem Ziel, das Einkommen der Kleinbäuerinnen und -bauern nachhaltig zu erhöhen, werden beispielsweise innovative und ressourcenschonende Anbau- und Produktionsmethoden vermittelt, angepasst an die lokalen Gegebenheiten. Neben der Stärkung ihrer unternehmerischen Fähigkeiten vermittelt ihnen das Globalvorhaben in Schulungen Wissen zu Hygienemaßnahmen, Lagerung und schonender Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Schließlich fördert das Vorhaben auch den Dialog zwischen staatlichen Einrichtungen, Forschungsinstitutionen und der Privatwirtschaft, um den Kartoffelsektor in Kenia damit dauerhaft zu stärken.

 

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