Ernährungssicherung in Malawi

Nur wenn wir Hunger und Mangelernährung rechtzeitig vorbeugen, können wir Menschen ein gesundes und würdevolles Leben ermöglichen.

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Kinder im Projektgebiet ernähren sich deutlich reichhaltiger, als nur mit dem Maisbrei Nsima. (c) GIZ

Wenn man mit dem Flugzeug über Malawi fliegt, schweift der Blick über eine karge und baumlose Landschaft. Statt grüner Natur erstrecken sich vertrocknete Felder bis zum Horizont, die durch die ausbleibenden Regenzeiten der letzten Jahre und den intensiven Maisanbau in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Die Ernährung in Malawi basiert fast ausschließlich auf einem Brei namens Nsima, der aus Maismehl und Wasser zusammen gerührt wird. Besonders in der Zeit zwischen Dezember und März, also bevor die nächste Maisernte ansteht, ernähren sich die Menschen nahezu ausschließlich von Nsima. Nahrungsmittel mit Vitaminen und anderen lebenswichtigen Nährstoffen stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

 

Nsima hat einen hohen Stellenwert in der malawischen Bevölkerung. Viele Menschen erinnern sich noch an die Hungersnot der 1980er Jahre. Die malawische Landwirtschaft war aufgrund von fehlerhaften Reformen in der Landwirtschaft und schlimmen Dürren zusammengebrochen. Viele Menschen überlebten damals nur durch internationale Nahrungsmittelhilfe in Form von Mais.

 

Die mangelhafte Ernährung, die Entwaldung des Landes und das hohe Bevölkerungswachstum haben die Menschen auch heute wieder in eine bedrohliche Lage gebracht. Hinzu kommen noch die Folgen des Klimawandels: die Regenzeiten werden kürzer und verringern die Ernte. Manchmal fällt sie ganz aus.

 

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Aus dem Schulgarten bekommen diese Kinder auch Mangos und Papaya zu essen. (c) GIZ

Ein weiteres Problem ist das obrigkeitsstaatliche Vorgehen der Behörden. Üblicherweise werden die Dorfbewohner nicht nach ihrer Meinung gefragt, wenn die Distriktverwaltung ein Problem lösen möchte. Entwicklungshelfer der GIZ suchen deshalb nach Möglichkeiten für mehr Partizipation und bringen das Thema Ernährung auf die Agenda. Nur so kann das Thema langfristig in den Dörfern verankert werden.

 

„Wenn du kein Nsima isst, wirst du nicht wachsen“, erinnert sich die Kleinbäuerin Fanny Nanjiwa an die Worte, die ihre Mutter einst zu ihr sagte und rührt einen Süßkartoffel-Bohnen-Eintopf um. Sie schüttelt den Kopf, wenn sie an die Einseitigkeit denkt, mit der sie von ihrer Mutter ernährt wurde. Sie selbst achtet auf eine ausgewogene Ernährung für ihre Kinder. Fanny ermuntert sie auch, Obst von den zahlreichen Mango- und Papayabäumen zu pflücken, die von der Dorfgemeinschaft gepflanzt worden sind.

 

Kinder die wissen, wie gut Mangos und Papayas schmecken, werden sich sicher um ein grüneres Malawi bemühen, wo mehr angebaut wird als Mais.   

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