Bessere Landpolitik

Mit dem Globalvorhaben zur Stärkung der Beratungskapazitäten für Landpolitik in Afrika sollen afrikanische Institutionen bei der Umsetzung verbesserter Landpolitiken gestärkt werden. 

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Eine Kleinbäuerin in Namibia zeigt ihre Landrechtsurkunde. (c) GIZ

Projektname

Stärkung der Beratungskapazitäten für Landpolitik in Afrika (SLGA)

Zielgruppe

Marginalisierte Gruppen wie Kleinbauern, Frauen und ethnische Minderheiten, die unter fehlenden oder unzureichenden Landrechten leiden

Laufzeit

Dezember 2014 bis November 2021

Politischer Träger

Kommission der Afrikanischen Union

Implementierungspartner

LPI, Weltbank, NEPAD, RECs, afrikanische und europäische Universitäten, DAAD

Budget

22,5 Millionen Euro

 

Unzureichend geregelte Bodenordnung und unsichere Landrechte sind in Afrika ein zentrales Entwicklungshindernis. In den meisten Ländern Afrikas besteht zudem eine starke Konkurrenz um die Nutzung von Land für verschiedene Zwecke, wie Nahrungsmittel oder Biotreibstoffe. Flächenverluste aufgrund des Klimawandels (Erosion) sowie großflächige Landkäufe oder –pachten verstärken den Druck auf landwirtschaftliche Flächen zusätzlich.

 

Obwohl in vielen afrikanischen Ländern der politische Wille zur Umsetzung einer verbesserten Landpolitik vorhanden ist, fehlt es an Fachkräften. Das in Kooperation mit der Weltbank und der Initiative für Landpolitik der Afrikanischen Union (AU) umgesetzte Globalvorhaben SLGA („Stärkung der Beratungskapazitäten für Landpolitik in Afrika“) zielt darauf ab, afrikanische Institutionen bei der Umsetzung verbesserter Landpolitiken zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei die Rechte marginalisierter Gruppen wie Kleinbauern, Pastoralisten und Frauen. Durch die Stärkung der personellen und institutionellen Kapazitäten auf kontinentaler und regionaler Ebene sowie in den Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union werden die Ressourcen und die Leistungsfähigkeit Afrikas zur Umsetzung einer nachhaltigen, entwicklungsorientierten Landpolitik gestärkt. Es trägt damit direkt zum 6. Aktionsfeld der Sonderinitiative 'EINEWELT ohne Hunger ist möglich' bei: „Förderung verantwortungsvoller Landnutzung und Verbesserung des Zugangs zu Land“ und leistet dadurch einen bedeutsamen Beitrag für eine Verbesserung der globalen Ernährungssituation. SLGA arbeitet kontinental, regional sowie in den AU-Mitgliedstaaten.

 

Die vier Handlungsfelder von SLGA

  1. Aufbau von Aus- und Weiterbildungskapazitäten in Landpolitik/-management,
  2. Aufbau eines Exzellenznetzwerks für Landpolitik in Afrika (NELGA),
  3. Aufbau eines Netzwerkes zur praxisorientierten Begleitforschung in Afrika mit Unterstützung der Weltbank für Monitoring, Evaluierung und Wissensaustausch und
  4. Stärkung von AU Institutionen zur Umsetzung der AU Agenda für Land

 

Im Zentrum des SLGA Vorhabens steht der Aufbau des Network of Excellence on Land Governance in Africa (NELGA). Das Exzellenznetzwerk umfasst ausgewählte afrikanische Universitäten und Forschungseinrichtungen, die eine führende und nachweislich erfolgreiche Rolle in akademischer Ausbildung, Training und Forschung im Bereich Land Governance einnehmen. NELGA kooperiert dabei mit relevanten afrikanischen und internationalen Forschungsnetzwerken und Beratern für nachhaltige Landpolitik. Der DAAD unterstützt NELGA mit der Bereitstellung von etwa 250 Stipendien für Promotions- und Masterstudenten sowie seinem Stipendienprogramm für Forschungsarbeiten, Postgraduiertenförderung und Netzwerkbildung.

 

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