Vietnam

Vietnam will den Status eines Industrielandes erreichen. Durch eine schrittweise Erneuerungspolitik ("Doi Moi") hat die sozialistische Republik in den vergangenen 35 Jahren bereits bemerkenswerte wirtschaftliche Erfolge erzielt.

 

Hauptstadt

Hainoi

Amtssprache

Vietnamesisch

Fläche

331.690 km²

Einwohnerzahl

ca. 95,55 Millionen

Bevölkerungswachstum

1,00 %

Ländliche Bevölkerung

64 % der Gesamtbevölkerung

Bruttoinlandsprodukt

241,3 Milliarden US-Dollar

Pro-Kopf- Jahreseinkommen

Ca. 2551 US-Dollar

Anteil der Landwirtschaft am BIP

14,68 % (Stand: 2018)

Schweregrad des Hungers laut Welthunger-Index

mäßig (WHI: 15,3)

Human Development Index

Index: 0,693 / Rang: 118 von 189

Sozialismus mit Marktwirtschaft vereinbaren

Das Ziel ist ehrgeizig: Vietnam will den Status eines Industrielandes erreichen. Die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement und internationale Investoren haben sich verbessert, die Exportwirtschaft hat sich gut entwickelt. Mit einem Bruttonationaleinkommen von 2.400 US-Dollar pro Kopf (2018) zählt Vietnam zu den sogenannten „Ländern mit mittlerem Einkommen" (middle income countries).
Der wirtschaftliche Fortschritt hat zu einem beeindruckenden Rückgang der Armut beigetragen: Lebten 1996 noch 53 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze, waren es 2016 nur noch 9,8 Prozent. Doch vor allem die ländliche Bevölkerung kann noch nicht ausreichend vom ökonomischen Aufschwung profitieren. Besonders betroffen sind ethnische Minderheiten.
Damit das Land seinen Erfolgskurs fortsetzen kann, müssen noch einige Strukturprobleme gelöst werden. So kommt zum Beispiel die geplante Privatisierung von ausgewählten Staatsbetrieben nur langsam voran, und es herrscht ein enormer Mangel an qualifizierten Fachkräften. Das Wirtschaftswachstum Vietnams geht außerdem stark auf Kosten der Umwelt.
Die dicht besiedelten Deltaregionen entlang der Küste Vietnams sind in besonderem Maße von den Folgen des Klimawandels betroffen. Der klimawandelbedingte Anstieg des Meeresspiegels und die wahrscheinliche Zunahme extremer Wetterereignisse könnten gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung des Landes haben. Dazu kommt das Absinken von Land aufgrund übermäßiger Grundwasserentnahme. Darum räumt die vietnamesische Regierung Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel inzwischen einen hohen politischen Stellenwert ein.

 

Entwicklungszusammenarbeit

 

Nach der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam 1976 pflegte die DDR enge Kontakte zur neu gegründeten Sozialistischen Republik Vietnam. Mit der deutschen Wiedervereinigung nahm die Bundesrepublik 1990 die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit wieder auf. 2011 vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung in der sogenannten „Hanoier Erklärung" eine neue strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern.

 

 

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