Peru

Deutschland und Peru verbindet eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Das Land bildet traditionell einen Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Lateinamerika.

 

Hauptstadt

Lima

Amtssprache

Spanisch, Co-Offizell: Quechua, Aimara

Fläche

1.285.220 km²

Einwohnerzahl

ca. 31,24 Millionen

Bevölkerungswachstum

0,96 %

Ländliche Bevölkerung

22 % der Gesamtbevölkerung

Bruttoinlandsprodukt

225,4 Milliarden US-Dollar

Pro-Kopf- Jahreseinkommen

Ca. 7007 US-Dollar

Anteil der Landwirtschaft am BIP

6,89 % (Stand: 2019)

Schweregrad des Hungers laut Welthunger-Index

niedrig (WHI: 8,8)

Human Development Index

Index: 0,759 / Rang: 82 von 189

Zusammenarbeit für Demokratie, Klimaschutz und die Bewahrung der Ressourcen

Peru hat sich seit der Jahrtausendwende von einem nahezu gescheiterten Staat zu einem Modell für demokratische Stabilisierung entwickelt, und gleichzeitig ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum erreicht. Es konnten bemerkenswerte Erfolge bei der Armutsbekämpfung erzielt werden: Während 2006 noch fast die Hälfte der Peruanerinnen und Peruaner unterhalb der nationalen Armutsgrenze lebte, gilt heute nur noch rund ein Fünftel der Bevölkerung als arm. Auch wenn das Wirtschaftswachstum 2017 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger war (2,6 Prozent), sagt die Weltbank für die kommenden Jahre Wachstumsraten von drei bis vier Prozent voraus.
Allerdings gibt es erhebliche soziale und regionale Ungleichheiten: Während die Armutsquote 2014 in städtischen Gebieten bei 15 Prozent lag, waren es 46 Prozent in ländlichen Regionen. Große Bevölkerungsgruppen sind oft noch vom positiven Entwicklungsprozess ausgeschlossen. Und auch die geringe Präsenz und Leistungsfähigkeit des Staates in den entlegenen Regionen sind zentrale Herausforderungen für die nachhaltige Entwicklung des Landes.

 

Natürliche Ressourcen sind Basis des wirtschaftlichen Erfolgs

Das Wirtschaftswachstum basiert zu weiten Teilen auf der Nutzung der natürlichen und mineralischen Ressourcen des Landes. Hier kommt es regelmäßig zu Nutzungskonflikten zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und auch dem Staat. Beispiele sind Kleinbauern oder indigene Bevölkerungsgruppen, die ihre bisherige Lebensgrundlage gefährdet sehen und eine gerechte Teilhabe an den Rohstoffgewinnen fordern. Es fehlt bisher an effektiven Mechanismen, um solche Konflikte zu vermeiden oder friedlich zu lösen.
Peru besitzt nach Brasilien, Kongo und Indonesien die viertgrößte Tropenwaldfläche weltweit und ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Allerdings trägt die rasante wirtschaftliche Entwicklung zur Zerstörung dieses natürlichen Reichtums bei. Vor allem Abholzung, Brandrodung für die Landwirtschaft, zum Beispiel für Palmölplantagen, sowie illegale Bergbaupraktiken bedrohen Teile des Amazonas-Regenwalds und damit die große biologische Vielfalt des Landes.
Entwicklungszusammenarbeit
Deutschland und Peru verbindet eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Das Land bildet traditionell einen Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Lateinamerika. Die Kooperation ist auf die Entwicklungsziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ausgerichtet. In ihrem Zentrum stehen das Management natürlicher Ressourcen und der Schutz globaler öffentlicher Güter in Zeiten des Klimawandels, städtischer Umwelt- und Klimaschutz sowie die Stärkung von Demokratie, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit.

 

 

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© GIZ

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