"Wir müssen alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren"

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Süßwasserdefizite betreffen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Um dem entgegenzuwirken, wird sich unser globales Ernährungssystem ändern müssen, so unsere Autorin. Ein Plädoyer für mehr Forschung zu alternativen Nutzpflanzen und intelligenten Wasserlösungen.

 

Quinoa ist eine besonders vielversprechende Kulturpflanze für die von Dürre und Versalzung betroffene Regionen Zentralasiens. Foto: ICBA
Quinoa ist eine besonders vielversprechende Kulturpflanze für die von Dürre und Versalzung betroffene Regionen Zentralasiens. Foto: ICBA

Ismahane Elouafi

Ismahane Elouafi ist Generaldirektorin des International Center for Biosaline Agriculture (ICBA) in Dubai. Zuvor hatte sie Managementpositionen bei der kanadischen Lebensmittelkontrollbehörde und bei Agriculture and Agri-Food Canada inne. Darüber hinaus arbeitete sie als Wissenschaftlerin für verschiedene internationale Forschungsorganisationen, darunter das Internationale Zentrum für landwirtschaftliche Forschung in Trockengebieten (ICARDA), das Internationale Forschungszentrum für Agrarwissenschaften Japans (JIRCAS) und das Internationale Mais- und Weizenzentrum (CIMMYT). Ismahane Elouafi hat einen Doktortitel in Genetik der Universität Cordoba, Spanien, und begeistert sich für die Wissenschaft und deren Einbettung in die Politik.

ICBA

 

Unsere heutige Welt ist von einer Klimakrise gekennzeichnet, die so schwerwiegend ist, dass sie zu den existenziellen Gefahren für die Menschheit zählt. Nach und nach fordert der Klimawandel seinen Tribut von Gemeinschaften, Ökosystemen und Volkswirtschaften. Und seine Kosten steigen. Am verwundbarsten sind leider jene Nationen, die am wenigsten auf die klimabedingten Auswirkungen vorbereitet sind.

 

Vor diesem Hintergrund geben das Bevölkerungswachstum und die Ressourcenerschöpfung Anlass zur Sorge. Prognosen zufolge wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 9,7 Milliarden erreichen, sodass die Nachfrage nach Nahrung und Wasser sprunghaft ansteigen wird. Das Problem dabei ist, dass der Klimawandel neben vielen anderen Sektoren auch die Landwirtschaft erheblich beeinträchtigen und die globalen Ernährungssysteme ernsthaft gefährden wird. Mehrere Studien warnen vor zukünftigen und in einigen Fällen bereits jetzt zu verzeichnenden Ertragsrückgängen bei grundlegenden Nutzpflanzen wie Weizen, Reis und Mais aufgrund des Klimawandels und anderer Faktoren.

 

Aber der Klimawandel ist nicht das einzige Problem. Die globale Nahrungsmittelproduktion ist auch durch Wasserknappheit sowie durch die Versalzung von Gewässern und Böden bedroht. Rund 70 Prozent der weltweiten Wasserentnahme entfallen auf die Landwirtschaft. Gleichzeitig sind etwa vier Milliarden Menschen mindestens einen Monat im Jahr von Wasserknappheit betroffen. Und etwa eine halbe Milliarde hat das ganze Jahr zu wenig Wasser.

 

Unsere bisherige Forschung zeigt, dass alternative Nutzpflanzen und Wasserressourcen in marginalen Umgebungen vielversprechend sind.

 

Dieses Problem ist in Gebieten mit prekärer Wassersituation wie dem Nahen Osten und Nordafrika stärker ausgeprägt. Um das Süßwasserdefizit auszugleichen, sind viele Länder auf die Entsalzung angewiesen, die zu einem weiteren Problem führt – denn sie erfordert die Entsorgung der dabei entstehenden Salzlake. Wissenschaftler schätzen, dass Entsalzungsanlagen auf der ganzen Welt 95 Millionen Kubikmeter Süßwasser pro Tag produzieren, oft zu einem hohen ökologischen Preis. Täglich werden etwa 142 Millionen Kubikmeter Salzlake aus Entsalzungsanlagen abgeführt und landen größtenteils wieder in der Umwelt.

 

Quinoa könnte in Zentralasien ein riesiges Potenzial haben, wo das Aralseebecken besonders stark von der Versalzung betroffen ist. Foto: ICBA
Quinoa könnte in Zentralasien ein riesiges Potenzial haben, wo das Aralseebecken besonders stark von der Versalzung betroffen ist. Foto: ICBA

Die Versalzung des Bodens ist auch für die Landwirtschaft ein großes Problem. Seit Anfang der 1990er Jahre werden täglich durchschnittlich 2.000 Hektar bewässerter Flächen in ariden und semiariden Gebieten in 75 Ländern durch Salz degradiert. Belaufen sich die weltweiten jährlichen Kosten der salzbedingten Bodendegradation allein aufgrund der entgangenen Ernte auf 27,3 Milliarden US-Dollar.

 

Dies wirft die Frage auf, ob traditionelle landwirtschaftliche Ansätze und Nutzpflanzen für den Einsatz in marginalen Umgebungen geeignet sind. Da Ackerland und Süßwasserressourcen knapp sind, ist es wichtiger denn je, jede Art von Land und Wasser bestmöglich zur Deckung des künftigen Nahrungsmittelbedarfs zu nutzen. Jahrzehntelange Forschungen haben gezeigt, dass Salz- und Brackgewässer effizient zur Produktion von Lebens- und Futtermitteln sowie Biokraftstoffen eingesetzt werden können. Alternative Nutzpflanzen wie Quinoa, Sorghum, Perlhirse und Salicornia kommen mit Hitze, Salinität und Dürre gut zurecht, und behandeltes Abwasser, salzhaltiges Wasser und Meerwasser können tragfähige Optionen für die Bewässerungslandwirtschaft bieten.

 

Wir brauchen mehr Diversität

Unser globales Ernährungssystem hängt derzeit zu stark von einer kleinen Zahl wichtiger Nutzpflanzen wie Reis, Weizen und Mais ab, die weder widerstandsfähig noch nahrhaft genug sind. Infolgedessen ist unsere Ernährung nicht ausreichend reichhaltig. Nur 15 Nutzpflanzen liefern 90 Prozent unserer Nahrungsenergie, die zu zwei Dritteln aus Reis, Weizen und Mais stammt. Das muss sich ändern, denn es ist weder gut für unsere Gesundheit noch nachhaltig für unseren Planeten.

 

Weltweit sind etwa 30.000 essbare Pflanzenarten bekannt. Im Laufe der Menschheitsgeschichte wurden mehr als 6.000 Nutzpflanzen als Nahrungsmittel angebaut, aber weniger als 200 Arten verzeichnen weltweit ein nennenswertes Produktionsniveau. Leider spiegeln unsere Nahrungssysteme und unsere Ernährung auf internationaler Ebene nicht die Vielfalt wider, die auf unserem Planeten herrscht.

 

Seit mehr als zwei Jahrzehnten befasst sich das International Center for Biosaline Agriculture (ICBA) mit alternativen Nutzpflanzen und Technologien, die dazu beitragen, mehr Nahrungsmittel zu produzieren, Ressourcen einzusparen und die Umwelt zu schützen. Unser Zentrum hat eine breite Palette von Lösungen entwickelt und getestet, die an die sich verändernden Realitäten in verschiedenen Regionen angepasst sind. Unsere Wissenschaftler haben unter anderem Pflanzen wie Quinoa, Perlhirse, Sorghum und Salicornia in Ländern Zentralasiens, des Nahen Ostens und Nordafrikas eingeführt.

 

Luftaufnahme der integrierten Agrarkultur-Aquakultur des ICBA. Foto: ICBA
Luftaufnahme der integrierten Agrarkultur-Aquakultur des ICBA. Foto: ICBA

Zudem hat das ICBA angewandte Forschungen zur Bewässerung mittels gereinigtem Abwasser, salzhaltigem Wasser und Meerwasser betrieben. Unsere Wissenschaftler haben Langzeitversuche zu den Auswirkungen der Bewässerung von Gemüse wie Karotten, Salat, Auberginen und Tomaten, aber auch von Landschaftspflanzen und Dattelpalmen mit gereinigtem Abwasser durchgeführt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gereinigtes Abwasser sich in der Landwirtschaft sowie im Landschaftsbau unter ariden Bedingungen als gute Alternative zu Süßwasserressourcen anbietet.

 

Integrierte Ansätze auf dem Prüfstand

Seit 2013 betreibt unser Zentrum modulare Farmen im Binnenland und an der Küste, um die Verwendung von Salzlake aus Entsalzungsanlagen sowie von Meerwasser zu untersuchen. Die modulare Farm im Binnenland verwendet entsalztes Wasser für Gemüse, Salzlake für Fische und Abwässer aus der Aquakultur für halophytische Pflanzen, während die modulare Farm an der Küste Meerwasser für Fische und Abwässer aus der Aquakultur für halophytische Pflanzen einsetzt.

 

Wenn wir die ehrgeizigen Ziele der nachhaltigen Entwicklung der UNO erreichen wollen, müssen wir alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren.

 

Salicornia ist ein Halophyt, der als Gemüse und als Futtermittel verwendet werden kann. Foto: ICBA
Salicornia ist ein Halophyt, der als Gemüse und als Futtermittel verwendet werden kann. Foto: ICBA

Wir sollten Optionen in Betracht ziehen, denen bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde – insbesondere in Teilen der Welt, die unter Wassermangel, schlechten Böden und Dürre leiden. Zuallererst sollten alternative Nutzpflanzen in Gebieten, in denen herkömmliche Kulturen wenig oder gar keine Erträge bringen, in den Vordergrund treten. Dies wird die landwirtschaftliche Produktivität erhöhen und die ländlichen Lebensgrundlagen unterstützen. Zweitens ist es wichtig, Brackwasser, gereinigtes Abwasser, Salzlake aus Entsalzungsanlagen und Meerwasser in Ländern mit knappen Süßwasserressourcen besser für landwirtschaftliche Zwecke einzusetzen. So kann dazu beigetragen werden, die Belastung von Süßwasserressourcen zu verringern. Drittens ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Forschung und Entwicklung die Identifizierung und Erprobung der am besten für marginale Umgebungen geeigneten Nutzpflanzen und Technologien fortsetzt, um die zukünftige Nahrungs-, Ernährungs- und Wassersicherheit zu gewährleisten und neue Nahrungsmittelsysteme zu entwickeln, die besser an die heutigen und zukünftigen Klimaverhältnisse angepasst sind.

 

Dieser Beitrag erscheint in Zusammenarbeit mit unserem Medienpartner Rural21.

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Insekten sind das neue Rind

Ein Beitrag von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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“Corona entlarvt die Schwächen unserer Ernährungssysteme”

Interview mit Arif Husain (WFP)

Die Vereinten Nationen planen einen Gipfel zu Ernährungssystemen - und nun diktiert das Corona-Virus die Agenda. Der Chefökonom des UN-Welternährungprogramms zieht eine aktuelle Bilanz. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Pandemien, die Chromosomen der Entwicklung – und über die Konflikte, die sie hemmen.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an F. Patterson: Warum mehr Hungernde?

Interview mit Fraser Patterson

Jeden Oktober veröffentlicht die Organisation „Welthungerhilfe“ den Welthunger-Index, mit dem die Hungersituation erfasst wird. Was sind die Trends – und was muss unternommen werden? Fraser Patterson ist Referent für Welternährung und beschäftigt sich mit dem Index.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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Podcast: Den Hunger in der Welt gemeinsam bekämpfen

Kanzlerin Angela Merkel im Podcast

Zum Auftakt der Welternährungswoche rund um den Welternährungstag am 16. Oktober eine eindeutige Botschaft: Kanzlerin Angela Merkel betont, dass der Kampf gegen den weltweiten Hunger nur mit internationaler Verantwortung und Solidarität erfolgreich sein wird.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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Stimmen von der Basis

Ein Beitrag von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht´s denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Ein Beitrag von Stig Tanzmann (Brot für die Welt)

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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Auf die Seuche darf kein Hunger folgen!

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE)

Auch wenn COVID-19 die Gesundheit der Menschheit bedroht, dürfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht mehr Leid verursachen als die Krankheit selbst. Das gilt besonders in armen Entwicklungsländern, wo die Bedeutung der Coronakrise für die Ernährungssicherung weitaus gravierender ist!

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Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Ein Beitrag von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

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Das Corona-Virus trifft die Entwicklungsländer doppelt

Ein Beitrag von Gunther Beger (BMZ)

Die Virus-Infektion COVID-19 wird in den meisten afrikanischen Ländern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gesundheits- und Lebensmittelkrise auslösen. Um diese zu bewältigen, ist es nach Ansicht unseres Autors wichtiger denn je, die Politik konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszurichten.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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Herr Marí, was war los beim Alternativgipfel?

Ein Interview mit Francisco Marí (Brot für die Welt)

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt beteiligte sich nicht am UNFSS Pre-Summit in Rom. Stattdessen nahm die Organisation an einem Gegengipfel teil, der zeitgleich stattfand. Ein Gespräch mit Francisco Marí über die Gründe, den Ablauf – und wie es nun weitergeht.

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Wie führt man eine Kampagne zu „Ernährungssystemen“ durch?

Interview mit Paul Newnham, den Direktor des Sustainable Development Goal (SDG) 2 Advocacy Hub.

Auf dem Vorgipfel in Rom ging es um die Umgestaltung der Ernährungssysteme. Wie bringt man das einer breiten Öffentlichkeit nahe? Fragen an Paul Newnham, der als Direktor des SDG 2 Advocacy Hub die Öffentlichkeitsarbeit der Gipfel betreut.

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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