Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Pedro Morazán

(c) Dennis Williamson

Dr. Pedro Morazán ist Volkswirt, gebürtiger Honduraner und arbeitet bei SÜDWIND seit 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Im Laufe dieser Zeit hat er zahlreiche Evaluierungen und Partnerberatungen geleitet. Daneben hat er diverse Studien und Expertisen für verschiedene Auftraggeber verfasst, unter anderem für GIZ/BMZ.

 

Angesichts niedriger Industrialisierungsraten vor allem in Afrika, bleibt die Landwirtschaft der wichtigste Arbeitgeber in vielen Regionen. Gleichzeitig ist gerade die kleinbäuerliche Landwirtschaft das Fundament der Ernährungssicherheit in vielen Ländern. Sie produziert mehr als 80 Prozent der Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Armutsbekämpfung. Dieser Beitrag wird allerdings gefährdet: durch eine zunehmende Zersplitterung des Kleineigentums, die Ausweitung des Agrobusiness, fehlende Förderung von Investitionen, den Klimawandel und die Vernachlässigung seitens der internationalen Kooperation.

 

Eine weitere Gefahr für die landwirtschaftliche Kleinproduktion kommt von einer Vorstellung, die inzwischen selbst bei einigen UN-Institutionen verbreitet ist: dass Ernährungssicherung hauptsächlich eine Frage von Ertrag und Produktivitätssteigerung ist. Mit der Förderung einer Globalen Allianz für bessere Ernährung (der Global Alliance for Improved Nutrition) durch die Bill und Melinda Gates Foundation sollen Hunger und Mangelernährung vorrangig durch die Anreicherung von Nahrungsmitteln mit zugesetzten Nährstoffen bekämpft werden. Hierfür werden Privatunternehmen und multinationale Konzerne im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) eingebunden.

 

Nur wenige kleinbäuerliche Betriebe können dem Konkurrenzdruck des Agrarbusiness standhalten

 

Auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat eine Strategie für die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor entwickelt. Gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) will sie Investitionen in die Landwirtschaft, in die Entwicklung des Privatsektors sowie in Wertschöpfungsketten fördern. Inwieweit hier die Interessen von europäischen Agrarkonzernen im Vordergrund stehen, wird sich in Zukunft zeigen. VertreterInnen aus der Zivilgesellschaft und von Kleinproduzenten betrachten mit Sorge das wachsende Gewicht, das multinationale Konzerne im UN-System in den vergangenen Jahren gewonnen haben. Zahlreiche Institutionen der Zivilgesellschaft plädieren für einen alternativen Ansatz, in dem die Rolle von nationalen und internationalen Märkten und die Integration von kleinbäuerlichen Betrieben in Wertschöpfungsketten besser geklärt werden. Nur wenige kleinbäuerliche Betriebe können dem Konkurrenzdruck des Agrarbusiness standhalten. Die Einbindung in lokale Wertschöpfungsketten bleibt daher von großer Bedeutung.

 

(c) Jörg Böthling
Kenia, GIZ Projekt Grüne Innovationszentren, Melken mit elektrischer Melkmaschine. (c) Jörg Böthling
(c) Jörg Böthling
Malawi, GIZ Projekt grüne Innovationszentren, Handtraktor Training für Kleinbauern am NRC. (c) Jörg Böthling

Nicht selten untergraben allerdings die Anbaupraktiken von KleinproduzentInnen das ökologische Fundament des globalen Nahrungsmittelsystems. Dabei spielen die Übernutzung und die Degradierung des Bodens eine zentrale Rolle. In solchen Fällen kann eine ökologisch nachhaltige Transformation der Landwirtschaft die Antwort sein. KleinproduzentInnen brauchen Unterstützung, um mit Marktdruck und anderen Hindernissen für eine nachhaltige Landnutzung umgehen zu können. Darüber hinaus ist die Schaffung von Arbeitsplätzen über den Aufbau einer lokalen Wertschöpfungskette im Agrarsektor von großer Relevanz.

 

Beim Gipfeltreffen G8-Staaten im Jahr 2012 in den USA wurde die „Neue Allianz für Ernährungssicherung“ ins Leben gerufen. Bis zu 50 Millionen Menschen sollen bis zum Jahr 2022 aus der Armut gehoben werden, mit Hilfe von Investitionen des Agrarbusiness und mit Unterstützung von Regierungen und der Entwicklungszusammenarbeit. Die Neue Allianz für Ernährungssicherung wendet sich an zehn reformwillige afrikanische Länder: Benin, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, die Elfenbeinküste, Malawi, Mosambik, Nigeria, Senegal und Tansania. Entsprechende „Reformen“ sollen das Agrarbusiness in die landwirtschaftliche Produktion der Länder integrieren. Dadurch soll die Landwirtschaft modernisiert werden.

 

Die einseitige Konzentration auf die Förderung der industriellen Landwirtschaft und die damit einhergehenden Reformen bergen aber auch ein Risiko, Armut zu verschärfen:

  • Konzerne sollen leichter an Land in Afrika kommen, was in der Vergangenheit schon dazu geführt hat, dass Menschen von ihrem Land vertrieben wurden (Landgrabbing)
  • Der Einsatz von lizensiertem Saatgut kann Bauern und Bäuerinnen an der Zucht, der Lagerung und dem Austausch von Saatgut hindern
  • Die Produktion setzt auf den Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Für viele kleinbäuerliche Familien sind sie unerschwinglich und treiben zudem die Belastung und Degradierung der Böden voran
  • Die in Großplantagen entstehenden Arbeitsplätze sind oftmals schlecht bezahlt und verknüpft mit menschenunwürdigen Bedingungen und der Verletzung von Arbeitsrechten

 

(c) Jörg Böthling
Burkina Faso, GIZ Projekt "ProCIV Grüne Innovationszentren", landwirtschaftliche Berufsschule. (c) Jörg Böthling

Auch die Entwicklungszusammenarbeit setzt zunehmend auf Unternehmen, Banken und Finanzinvestoren, um Investitionen in die Armutsbekämpfung zu erhöhen. Über die Bereitstellung öffentlicher Gelder aus der Entwicklungszusammenarbeit und spezielle Investmentfonds, die öffentliche und private Gelder bündeln, sollen Investitionen des Privatsektors auch durch Megaprojekte in der Landwirtschaft ausgebaut werden. Die Verantwortlichkeiten für problematische Investments werden immer stärker verschleiert: über komplizierte Beteiligungen, verschachtelte Finanzierungsflüsse, investorenzentrierte Überwachungsmechanismen und das Bank- oder Geschäftsgeheimnis. Profitorientierte Institutionen oder Unternehmen werden zu zentralen entwicklungspolitischen Akteuren, die Grenze zwischen staatlichen Subventionen für eigene Unternehmen und entwicklungspolitischer Förderung wird diffus. In dem ungleichen Machtverhältnis zwischen Entwicklungsstaaten und Großkonzernen ist die Gefahr groß, dass die Interessen armer Bevölkerungsgruppen gegen Profitinteressen ausgespielt werden.

 

In dem ungleichen Machtverhältnis zwischen Entwicklungsstaaten und Großkonzernen ist die Gefahr groß, dass die Interessen armer Bevölkerungsgruppen gegen Profitinteressen ausgespielt werden.

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat im Jahr 2014 die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ initiiert, die jährlich zusätzliche Finanzmittel für die weltweite Ernährungssicherung bereitstellt. Im Rahmen dieser Initiative soll in sogenannten Grünen Innovationszentren in insgesamt 14 Ländern die Kooperation mit Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft forciert werden. Diese Initiative könnte ein Potenzial für den notwendigen Strukturwandel entwickeln, sofern sie tatsächlich wie angegeben kleinbäuerliche Strukturen gezielt fördert, deren Landrechte stärkt und die lokale Wertschöpfung und Einkommenssteigerung im ländlichen Raum voranbringt. Eine Förderung der kleinen Familienbetriebe müsste auch die Entwicklung zu höherwertigen Produkten beinhalten, beispielsweise aus dem Gartenbau oder der Viehwirtschaft, außerdem eine Verbindung mit kleinen und mittleren Unternehmen in lokalen Wertschöpfungsketten. So könnten kleinbäuerliche Betriebe zu Ernährungssicherheit und –souveränität beitragen, zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, Armutsbekämpfung und zur Verminderung der räumlichen und sozioökonomischen Ungleichheit. Eine solche Strategie fördert die Erreichung gleich einer ganzen Reihe der Sustainable Development Goals.

 

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Hier steht eine Bildbeschreibung

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Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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Climate Adaptation Summit 2021: „Wir können es besser machen“

Ein Bericht von Jan Rübel (Zeitenspiegel)

Der erste „Climate Adaptation Summit“ hat Klimaanpassung erstmals ins Zentrum der Politik gerückt. Das virtuelle Treffen vereinigte globale Player mit einem Ziel: Der Aufbau von Resilienz ist genauso wichtig wie Klimaschutz selbst. Rund 15.000 Teilnehmer*innen diskutierten direkte Vorschläge.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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(c) GIZ

Nachhaltige handwerkliche Fischerei und Aquakultur im ländlichen Raum

Fisch ist aufgrund seiner Nährstoffe ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung. Aber nicht nur das zeichnet ihn aus. Fisch bildet auch die Lebens- und Beschäftigungsgrundlage von 600 Millionen Menschen weltweit.

Ein Projekt der GIZ

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Ein Beitrag von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

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© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Ein Beitrag von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Ein Beitrag von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Ein Beitrag von Nadine Babatounde und Anne Floquet (MISEREOR)

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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“Corona entlarvt die Schwächen unserer Ernährungssysteme”

Interview mit Arif Husain (WFP)

Die Vereinten Nationen planen einen Gipfel zu Ernährungssystemen - und nun diktiert das Corona-Virus die Agenda. Der Chefökonom des UN-Welternährungprogramms zieht eine aktuelle Bilanz. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Pandemien, die Chromosomen der Entwicklung – und über die Konflikte, die sie hemmen.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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Neue Kampagane: "Armut ist sexistisch"

Interview mit Stephan Exo-Kreischer

Das ist der Maßstab für alle: Mehr Rechte für Frauen bilden einen entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen extreme Armut und Hunger weltweit, sagt der Deutschland-Direktor von ONE. Die Organisation ist auf politische Kampagnen als Hebel für nachhaltige Veränderung spezialisiert.

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(c) GIZ

Jugendbeschäftigung im Ländlichen Raum

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Somit erhöht sich sowohl der Bedarf an Nahrungsmitteln als auch an produktiven Beschäftigungsmöglichkeiten. Jugendlichen im ländlichen Raum bessere Beschäftigungsperspektiven bieten, das ist eines der Ziele des Sektorvorhabens. Denn die junge Bevölkerung ist der Schlüssel zu einer modernen und effizienten Agrarwirtschaft.

Ein Projekt der GIZ

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Nicht nur schmückendes Beiwerk

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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Das Leben ihrer Träume – Was sich Kinder wünschen

Ein Interview mit Gnininkaboka Dabiré und Innocent Somé

Später einmal selbst Landwirt werden, oder doch lieber einen anderen Beruf ergreifen? Zwei Jugendliche aus Burkina-Faso sprachen mit Vertretern der Dreyer-Stiftung über die Höfe ihrer Eltern, das Berufsbild Bauer und die eigenen Zukunftspläne.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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