Eine Partnerschaft im Kampf gegen Hunger

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (GAFSP) wurde 2010 von den G20-Staaten als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2008-09 ins Leben gerufen, um sowohl öffentliche als auch private Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen. Ein Überblick über Ansatz, Ergebnisse und Wirkung des Programms.

 

GAFSP

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (Global Agriculture and Food Security Program, GAFSP) wurde 2010 von der G20 als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2008-09 ins Leben gerufen, um sowohl öffentliche als auch private Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen.

Was ist GAFSP?

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (Global Agriculture and Food Security Programm, GAFSP) wurde 2010 als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2007/2008 ins Leben gerufen, um Investitionen in der Landwirtschaft zu fördern und Ernährungssicherheit in Niedriglohnländern zu erhöhen.

 

GAFSP ist eine nachfrageorientierte und empfängergeführte globale Partnerschaft sowie ein kosteneffizienter und flexibler multilateraler Finanzierungsmechanismus zur Bekämpfung von Hunger, Mangelernährung und Armut. Dieses wichtige globale Finanzierungssystem bündelt die Gebermittel und bietet Kleinbauern und Unternehmen eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Investitionsinstrumenten, wie beispielsweise Zuschüsse, Darlehen zu Vorzugsbedingungen, Blended Finance, technische Unterstützung und Beratung, um sich mittel- und langfristig zu erholen und zu wachsen. Das einzigartige Modell des Programms verkörpert die Kernprinzipien wirksamer Entwicklungsarbeit – es handelt sich dabei um einen flexiblen Finanzierungsmechanismus, der zielgerichtet zusätzliche Mittel über bestehende multilaterale Organisationen dorthin leitet, wo sie ihre größte Wirkung entfalten können.

 

 

Hunger zu beenden in einer Welt, in der sich das Klima verändert, ist eine der größten Herausforderungen, der wir im 21. Jahrhundert begegnen. GAFSP liefert genau die Werkzeuge, die Flexibilität und die Expertise, die wir dafür benötigen.

  - Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

 

Angesichts komplexer Herausforderungen, wie beispielsweise des Klimawandels, Krisen und nun auch Covid-19, sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) ohne strategische und abgestimmte Investitionen in Landwirtschaftsentwicklung kaum erreichbar. Das Ziel von GAFSP, Ernährungssicherheit für die Schwächsten zu erhöhen, ist heute so dringend wie vor zehn Jahren.

 

Wie GAFSP den Wiederaufbau stärkt

GAFSP ist darauf ausgerichtet, flexibel, anpassungsfähig und umfassend landwirtschaftliche und nichtlandwirtschaftliche unternehmerische Tätigkeit anzukurbeln und ländliche Lebensgrundlagen zu verbessern und ist gut aufgestellt, um unmittelbar auf den potenziellen wirtschaftlichen Schaden von COVID-19 zu reagieren. GAFSP bündelt Gebermittel und setzt diese Mittel zielgerichtet bei im Rahmen von Ausschreibungen ausgewählten Projekten, die von den Ländern und Teilnehmern entwickelt wurden, ein. GAFSP-Mittel können nahezu für alle Arten von landwirtschaftlichen Maßnahmen eingesetzt werden, vorausgesetzt es handelt sich dabei um Teil der strategischen Entwicklungspläne eines Landes und stellt keine humanitäre Hilfe dar. Länder und Teilnehmer arbeiten dabei mit einer ausführenden Organisation ihrer Wahl zusammen.

 

GAFSP stützt sich auf unsere ausführenden Partner, wie beispielsweise regionale Entwicklungsbanken, VN-Organisationen in Rom und die Weltbankgruppe, und verfolgt gemeinsam in enger Zusammenarbeit die wirksamsten Projekte. GAFSP fördert und stärkt ihre Bemühungen, der Pandemie und ihren langfristigen Folgen in unseren Zielländern zu begegnen.

 

Mittelfristig leitet GAFSP Investitionen in Erholung und Stabilität, um die Auswirkungen von COVID-19 auf Einkommens-, Lebensmittel- und Ernährungssicherheit abzufedern. In Kürze veröffentlicht GAFSP eine Ausschreibung für Projekte, in deren Fokus die Reaktion auf die Auswirkungen von COVID-19 steht. Die Ausschreibung konzentriert sich auf Niedriglohnländer, die am stärksten von COVID-19 betroffen sind, sowie auf kleine und mittlere Unternehmen und Erzeugerorganisationen, die die meisten Folgen davontragen und die eine entscheidende Rolle bei der Lebensmittelversorgung in Niedriglohnländern spielen.

 

GAFSPs Arbeit in den vergangenen zehn Jahren basierte auf fünf Grundpfeilern, die bei den Bemühungen, Erholung und Stabilität zu erreichen, entscheidend sind:

  • landwirtschaftliche Produktivität erhöhen
  • Zugang der Bauern zu Märkten ermöglichen
  • Risiko und Anfälligkeit reduzieren
  • ländliche Lebensgrundlage außerhalb der Landwirtschaft verbessern
  • technische Unterstützung, Institutionsaufbau und Kapazitätsentwicklung

 

GAFSP's nachgewiesene Bilanz in diesen Bereichen

Unterstützung von weltweit 48 Ländern mit Projekten in Afrika (63 %), Südasien (14 %), Ostasien und Pazifik (11 %), Lateinamerika und der Karibik (8%), Zentralasien und Osteuropa, Nahen Osten und Nordafrika (4 %).

 

Zuschüsse

  • 1,6 Milliarden Dollar an Zuschüssen
  • Unterstützung von 13,4 Millionen Menschen
  • Ernährungsdienstleistungen für 1,2 Millionen Menschen
  • Einkommenserzeugung in Höhe von 252 Millionen Dollar pro Jahr für Bauern

 

Finanzierung im privaten Sektor

  • 330 Millionen Dollar in der Agrarindustrie/ für Investitionsprojekte zur Agrarfinanzierung
  • 30,4 Millionen Dollar für Beratungsleistungen

 

Die Missing Middle Initiative (MMI) ist ein 2016 gestartetes Pilotprojekt, das darauf ausgerichtet ist, Gelder vor allem in Kooperativen, Erzeugerorganisationen und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu leiten, die oftmals von der Entwicklungshilfe übersehen werden. MMI fördert Partnerschaften zwischen Erzeugerorganisationen, die in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten tätig sind, und kommerzielleren Akteuren im Privatsektor. Die Initiative reagiert auf die Bedürfnisse von Erzeugerorganisationen und ihren Partnern, indem sie ihnen Projekte direkt durch einen Bottom-up-Ansatz zuteilt. Bislang gewährte GAFSP 13,2 Millionen Dollar an Zuschüssen für fünf Projekte, die nicht nur den Zugang zu Märkten und Finanzierungsmitteln sowie den Einsatz von Technologien und Innovationen erleichtern, sondern auch Kapazitäten von Erzeugerorganisationen für marktorientierte Partnerschaften ausbauen.

 

© Ursula Meissner, GIZ
© Ursula Meissner, GIZ

GAFSP's Ansatz

GAFSP ist darauf ausgerichtet, flexibel, anpassungsfähig und umfassend zu handeln – Empfänger können Mittel zur Förderung von nahezu allen Arten von landwirtschaftlichen Maßnahmen einsetzen, die Teil ihres strategischen Entwicklungsplans sind. GAFSP-Mittel können zur Förderung von öffentlichen und privaten Akteuren entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette vom Bauernhof bis zum Esstisch eingesetzt werden.

 

GAFSP ist nicht für die Umsetzung der Projekte zuständig, sondern leitet seine Mittel über etablierte multilaterale Entwicklungsorganisationen, die über die nötige Expertise und nachgewiesene Erfahrung im jeweiligen Bereich verfügen, um die Projekte erfolgreich abzuwickeln.

 

GAFSP fördert Projekte durch drei Finanzierungsinstrumente:

  • Zuschüsse an Länder

GAFSP gewährt Zuschüsse an Regierungen in Niedriglohnländern zur Förderung von nationalen Investitionsplänen für Landwirtschafts- und Ernährungssicherheit, die in Zusammenarbeit mit den Bauern, Agrarunternehmen, Technologieexperten und Bürgervertretungen im Land entwickelt wurden.

  • Finanzierung im privaten Sektor

GAFSP setzt Blended-Finance-Lösungen ein, um Projekte zur Verbesserung der Lebensgrundlage von Kleinbauern in den ärmsten Ländern der Welt zu fördern.

  • Kleinzuschüsse an Erzeugerorganisationen

Um Kleinbauern unmittelbar zu erreichen, legt das Pilotprojekt Missing Middle Initiative (MMI) den Schwerpunkt auf Erzeugerorganisationen, Bürgervertretungen, und kleine und mittlere Unternehmen.

 

Klicken Sie hier für weitere Informationen über die Länderprogramme von GAFSP.

 

Was sind die Ergebnisse von GAFSP?

GAFSP hat ein stabiles Portfolio bestehend aus aktiven Projekten in 47 Niedriglohnländern. Bislang trug das Programm dazu bei, Einkommens- und Ernährungssicherheit von 13,4 Millionen Kleinbauern und ihren Familien zu erhöhen, wobei 1,6 Milliarden Dollar an Zuschüssen in Niedriglohnländer flossen, 330 Millionen Dollar in privatwirtschaftliche Agrarunternehmen oder Investitionsprojekte zur Agrarfinanzierung und 13,2 Millionen Dollar in die Förderung von Erzeugerorganisationen. Die GASFP-Mittel werden auch direkt zur Bekämpfung des Klimawandels durch Klimaschutz- und Klimaanpassungstechnologien eingesetzt.

 

In den vergangenen zehn Jahren von GAFSP:

  • haben 13,4 Millionen Kleinbauern und ihre Familien von den durch GAFSP geförderten Projekten profitiert.
  • haben 5,6 Millionen Frauen landwirtschaftliche Förderung erhalten.
  • konnte die Ernährung von 1,2 Millionen Menschen durch besseren Zugang zu nährstoffreichen und vielfältigen Lebensmitteln verbessert werden.
  • wurden jedes Jahr 252 Millionen US-Dollar an höheren Löhnen für Bauern generiert.
  • trugen 70 % der öffentlichen Mittel (787 Millionen US-Dollar) und rund 65 % der Projekte mit Anpassungs- oder Klimaschutzmaßnahmen zu positiven Zusatzeffekten bei.
  • schufen 62 % der Projekte wirtschaftliche Chancen durch Arbeitsplätze sowohl im landwirtschaftlichen als auch nichtlandwirtschaftlichen Sektor.
  • trugen 97 % der öffentlichen Förderprojekte von GAFSP zur Entwicklung ländlicher Infrastruktur bei.
  • wurden auf 200 000 Hektar Ackerland neue Agrartechnologien eingesetzt.

 

GAFSP bietet die Gelegenheit, Regierungs- und andere private Mittel einzusetzen, um Länder den Weg zum landwirtschaftlichen Wandel aufzuzeigen

 - Agnes Kalibata, Präsidentin der Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (AGRA) und Sonderbotschafterin von UN-Generalsekretär für den Welternährungsgipfel 2021

 

Welche Wirkung wird durch die Versorgung erzielt?

Wirksame Förderung von Kleinbauern – besonders Frauen – die 80 % der Nahrungsmittel der Welt produzieren, ist ausschlaggebend, um das zweite Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG2) zu erreichen. In den verbliebenen zehn Jahren der Agenda 2030 können Investitionen in die Landwirtschaft entscheiden, ob alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung erreicht werden, nicht zuletzt, weil das Wirtschaftswachstum in der Landwirtschaft zwei bis vier Mal wirksamer bei der Bekämpfung von Armut ist als Wachstum in nichtlandwirtschaftlichen Sektoren.

 

Durch die Versorgung und auf Grundlage zehnjähriger Erfahrung, wird GAFSP in der Lage sein, einen globalen Aufschwung bei der Verfolgung des Ziels SDG2 herbeizuführen. In den fünf Jahren zwischen 2020 und 2025 benötigt GAFSP 1,5 Milliarden US-Dollar, um einen überfälligen Systemwandel anstoßen. Diese Investitionen werden voraussichtlich

  • Bemühungen in mindestens 30 Ländern fördern, nachhaltige und stabile Ernährungssysteme zu errichten.
  • zu einem 20-prozentigen Anstieg der Einkommen von zusätzlichen 10 Millionen Bauern führen. Durch diesen Einkommensanstieg rechnet GAFSP damit, dass ein ähnlicher Wandel bei der Ernährungssicherheit dieser Haushalte stattfindet.
  • zu einem 25-prozentigen Anstieg der Rendite für zusätzliche 10 Millionen Bauern führen.
  • 1,1 Millionen neue Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Sektor geschaffen.
  • die Einbeziehung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bei allen neuen Projekten fördern.

 

Unter der Voraussetzung seiner erfolgreichen Versorgung wird GAFSP weiterhin ein globales Schlüsselsystem zur Förderung von öffentlichen und privaten Investitionen in Landwirtschaft und Ernährungssicherheit darstellen, das zum Erreichen des Ziels SDG2 (Kein Hunger) und den verbundenen Zielen in Bezug auf Armut, Klimawandel, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, Unsicherheit und Schaffung von Arbeitsplätzen, verhilft.

 

GAFSP ist einzigartig, da es einen integrierten Steuerungsansatz verfolgt, wobei die Länder, die Zivilgesellschaft, der Privatsektor und die Geldgeber alle eine Schlüsselrolle spielen. Gemeinsam sind sich alle Partner einig, dass die Förderung von Bauern und ihren Gemeinschaften die einzige Lösung ist, um Hunger und Armut zu bekämpfen.

  - Ibrahima Coulibaly, Präsident des Netzwerks der Bauern und Erzeugerorganisationen Westafrikas (ROPPA)

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Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

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„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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Die Lage der Ernährungssicherheit in Kapstadt und St. Helena Bay

Eine Studie von Markus Hanisch, Agustina Malvido, Johanna Hansmann, Alexander Mewes, Moritz Reigl, Nicole Paganini (SLE)

Nach dem COVID-19-Lockdown: Wie marginalisierte Gemeinschaften in Food-Governance-Prozesse einbezogen werden könnten - eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer digitalen und partizipativen Studie des SLE.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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Schulmahlzeiten: Eine Chance für Geschlechtergerechtigkeit

Ein Beitrag von Carmen Burbano de Lara (WFP)

Neben den bekannten Folgen der Corona-Maßnahmen für Erwachsene, führten Schulschließungen dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder nicht mehr die Schule besuchen konnten. Schulmahlzeiten sind jedoch vielerorts die einzige Mahlzeit für Kinder. Ohne Zugang zu diesem Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder Hunger, Armut und Mangelernährung.

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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Nicht nur schmückendes Beiwerk

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Katapult/GIZ

Afrikas digitale Disruption

Grafiken

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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