„Vielfalt ist das Grundprinzip, das es zu nutzen gilt“

Aquatische Nahrungsmittelsysteme haben in der Agrarforschung lange ein Schattendasein geführt. Mit der Verleihung des Welternährungspreises an die Aquaforscherin Shakuntala Thilsted im vergangenen Jahr könnte sich dies jedoch nun ändern. Ein Interview über die Vorteile einer aquatischen Ernährung für arme und gefährdete Menschen, die Rolle fortschrittlicher Regierungen und einfache Lösungen mit großer Wirkung auf dem Weg zur sozialen Selbstbestimmung.

Tansanische Frauen bei der Algenernte. 80 Prozent der Beschäftigten in der drittgrößten Industrie Tansanias sind Frauen. Die Algenzucht ist eine ökologisch sinnvolle Alternative zur Überfischung. © GIZ/Marketa Zelenka 2022

Dr. Shakuntala Thilsted

Shakuntala Haraksingh Thilsted ist Global Lead im Bereich Ernährung und öffentliche Gesundheit bei WorldFish, einer Einrichtung von One CGIAR der Sonderinitiative EINWELT ohne Hunger. Sie wurde mit dem Welternährungspreis 2021 und mit dem Arrell Global Food Innovation Award 2021 ausgezeichnet.

CGIAR

Redigiert für Textlänge und Ausdruck ist dieses Interview zuerst in der Rural21 Ausgabe Vol. 56 Nr. 1/2022 zum Thema „Die Schnittstelle zwischen Land und Meer“ erschienen und ist Teil einer Medienkooperation zwischen Rural21 und weltohnehunger.org.

Frau Thilsted, im Oktober letzten Jahres wurde Ihnen der Welternährungspreis 2021 verliehen, der oft auch als „Nobelpreis für Ernährung und Landwirtschaft“ bezeichnet wird. Hätten Sie jemals damit gerechnet, diese Auszeichnung zu erhalten?

Shakuntala Haraksingh Thilsted: Nein. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal eine solche Auszeichnung erhalten würde. Vor allem, weil der Schwerpunkt im Bereich Ernährung und Landwirtschaft traditionell immer noch weitgehend auf dem Anbau von Nutzpflanzen und der Viehzucht liegt, während aquatische Nahrungsmittel kaum eine Rolle spielen. Daher habe ich mich sehr über die Auszeichnung gefreut, denn sie rückt einen Bereich ins Rampenlicht, der in der weltweiten Berichterstattung nicht wahrgenommen wird und unterrepräsentiert ist.

 

Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für Ihre Forschungsarbeit?

Nun ja, ich muss sagen, dass im letzten Jahr einige Dinge zusammengekommen sind. 2021 fand auch der UN-Gipfel für Nahrungsmittelsysteme statt, bei dem ich mich sehr engagiert für die Themen aquatische Nahrungsmittel und aquatische Nahrungsmittelsysteme einsetzen konnte. Auf dem Gipfeltreffen wurde viel über Böden und Nahrungsmittel gesprochen, aber kaum über Wasser. Aus diesem Grund bot es sich an, Wassersysteme und Nahrungsmittel aus dem Wasser, sowohl aus dem Meer als auch aus Binnengewässern, einzubeziehen. In Glasgow, Schottland, fand dann auch die COP26 statt, bei der es um die Verflechtung von Nahrungsmittelsystemen und dem Themenbereich Klima ging.

 

Heute sprechen Wissenschaftler zum Beispiel über den Wert von Algen, Weichtieren und niedertrophischen aquatischen Nahrungsmitteln, die gut für die Natur und die Umwelt sind. Gleichzeitig möchte ich aber auch den Aspekt einbringen, dass aquatische Nahrungsmittel Superfoods sind und einen hohen Nährwert haben, vor allem für die Armen und Schwachen. Es hat also eine ganze Reihe erfreulicher Annäherungen gegeben. Dennoch konzentrieren sich die Forschungsinvestitionen nach wie vor weitgehend auf den Anbau von Nutzpflanzen und weniger auf aquatische Nahrungsmittel.

 

Sie sind Mitverfasserin des Diskussionspapiers der UN-Ernährungsorganisation über die Rolle von aquatischen Nahrungsmitteln in einer nachhaltigen, gesunden Ernährung. Kurz gesagt, was ist das Besondere an aquatischen Nahrungsmitteln?

Zunächst einmal ist da ihre Vielfalt. Denn wenn wir über aquatische Nahrungsmittel sprechen, kennen die Menschen vor allem in Ländern mit hohem Einkommen zum Beispiel Lachs und Thunfisch. Geht man aber in ein Dorf in Bangladesch und bittet Kinder, Fischarten zu benennen, kommen in kürzester Zeit 50 Namen zusammen. Ich möchte bezweifeln, dass dies in einer dänischen Schule genauso wäre.

 

Und das ist nicht nur bei Fischen der Fall, sondern auch bei anderen Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Auch die Art und Weise, wie aquatische Nahrungsmittel vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verwendet werden, unterscheidet sich erheblich von der Art und Weise, wie die Menschen in reichen Ländern mit diesem Thema umgehen. Ganz zu schweigen von all den Nährstoffen, die diese Vielfalt mit sich bringt. Wir sprechen hier nicht nur von Eiweiß, sondern auch von Mineralien, Vitaminen und essenziellen Fettsäuren, sodass wir auch hier wiederum eine Vielzahl an Nährstoffen zu uns nehmen können, die sehr wichtig für unsere Gesundheit sind. Bei der COP26 steht ebenfalls das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

 

Aquatische Nahrungsmittel sind gut für uns Menschen und gut für unsere Umwelt.

 

Seit 1970 haben sich lediglich vier Prozent der Forschungsarbeiten zu Nahrungsmittelsystemen mit aquatischen Nahrungsmitteln befasst. Warum wurde die Bedeutung von aquatischen Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelsystemen in der Forschung so lange übersehen?

Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Nehmen Sie nur das Milchpulver, das seit fünf Generationen für Ernährungsprogramme in Schulen verwendet wird. Selbst in reichen Ländern, in denen man das gar nicht braucht, steht Milch nach wie vor auf dem Plan von Ernährungsprogrammen in Schulen. Und sehen Sie sich dann den Nährwert von Fischpulvern an und wie Fischpulver zur Ernährung von Kindern in Afrika beitragen kann. Milch enthält Kalzium und Eiweiß, aber halt auch nicht viel mehr, während in Fischpulver Vitamin B12 zur Unterstützung der kognitiven Fähigkeiten enthalten ist. Dass aquatische Nahrungsmittel kaum beachtet werden, könnte mit dem starken Einfluss der Privatwirtschaft zu tun haben. Denken Sie zum Beispiel an die großen Unternehmen, die mit Getreide arbeiten, wo viele Interessen und viel Geld im Spiel sind.

 

Was hat Sie veranlasst, sich in Ihrer Forschungsarbeit auf dieses Thema zu konzentrieren?

 

Die meisten Menschen, die mit Nahrungsmitteln zu tun haben und in der Landwirtschaft tätig sind, gehen von der Erzeugerseite und den für die Erzeugung benötigten Zutaten aus. Aber ich fange beim Verbrauch an.

 

Ein Blick auf die Verbraucherdaten zeigt, welche Nahrungsmittel für die Ernährung der Menschen wichtig sind und welchen Wert sie für die Versorgung mit Nährstoffen haben. Letztendlich gibt es eine größere Vielfalt und ein breiteres Spektrum an Nahrungsmitteln. Leider sind wir in der Landwirtschaft zu Monokulturen übergegangen, und ich glaube, wir haben die Gefahr nicht erkannt, in die wir uns begeben haben, indem wir die Landwirtschaft und die Nahrungsmittel sehr eingeschränkt betrachtet haben. Die aufgrund von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes entstehenden Kosten hängen allesamt mit der Art und Weise zusammen, wie wir Nahrungsmittel produzieren und zu uns nehmen. Wie sieht es aus, wenn wir noch andere wichtige Faktoren berücksichtigen, zum Beispiel die Auswirkungen einer angemessenen Ernährung auf die kognitive Leistungsfähigkeit? Anstatt darüber nachzudenken, dass Nahrungsmittel die Auslöser für Erkrankungen und Herzinfarkte sind, könnten wir auch sagen: Wir schauen uns an, was wir essen, und überlegen uns dann, wie wir die schulischen Leistungen positiv beeinflussen können. Der Unterschied wäre enorm!

 

Die befragten Menschen möchten sich aktiver an Food-Governance-Prozessen beteiligen. (c) SLE
Fischer in Bangladesch. Zwar wird der Fischfang traditionell größtenteils von Männern betrieben, doch die Verarbeitung des Fangs übernehmen meist die Frauen. © GIZ/Martin Ranak 2022

Und was spricht für aquatische Nahrungsmittel?

Ich habe aufgehört, mich mit Reis und Gemüse zu beschäftigen, weil ich die große Wirkungskraft von aquatischen Nahrungsmitteln sehe. Mit all ihren Nährstoffen sind sie Superfoods. Ein weiterer Grund war, dass ich einen Großteil meiner Arbeit in Bangladesch erledigt habe, in einem Land, das in hohem Maße von aquatischer Ernährung abhängig ist. Das gilt aber auch für viele Länder in Afrika, wo getrockneter Fisch das Nahrungsmittel mit der höchsten Nährstoffdichte ist. Er wird auch von Bevölkerungsgruppen verzehrt, die sehr weit von der Küste entfernt leben und ihren Fisch aus Binnengewässern beziehen. Getrockneter Fisch lässt sich leicht und kostengünstig in andere Länder transportieren, da er nicht gekühlt werden muss. Die einzige Möglichkeit für Frauen, Fisch haltbar zu machen, ist das Trocknen in der Sonne. Hätten wir geeignete Systeme für die Solartrocknung entwickelt, gäbe es geeignete Verpackungen für diesen Fisch und wir könnten eine Menge Verluste und Abfälle bei diesem so wichtigen Nahrungsmittel vermeiden. Mehr als ein Drittel der weltweit erzeugten Nahrungsmittel wird weggeworfen und vernichtet. Sollten wir also unsere Investitionen in die Forschung nicht lieber dafür verwenden, weniger Abfälle zu produzieren, anstatt mehr davon herzustellen?

 

Welche Weiterentwicklungen sehen Sie in der Forschung im Bereich aquatischer Nahrungsmittel?

Ich merke, dass man jetzt mehr über Vielfalt spricht und nicht mehr nur über die Lachsproduktion aus Aquakultur, die den Reichen zugute kommt. Auch wie das mit dem Klima zusammenhängt, wird immer wichtiger. Und immer mehr Gruppen beschäftigen sich mit dem Nährwert verschiedener aquatischer Nahrungsmittel. Was sich ebenfalls ändern wird, ist die Tatsache, dass wir, wenn wir von Qualität sprechen, sowohl die Nährstoffqualität als auch die Lebensmittelsicherheit berücksichtigen sollten. Die Lebensmittelsicherheit ist ein Bereich, in dem es noch viel zu tun gibt.

 

Womit wir auch schon bei den Wissenslücken wären...

Aquatische Nahrungsmittel sind neu auf der Nahrungsmittelagenda, daher gibt es hier im Vergleich zu Grundnahrungsmitteln wie Reis oder Mais noch große Lücken. Und dies gilt für alle Bereiche. So sind beispielsweise viele Frauen in der Fangfischerei tätig.

 

Diese Frauen tauchen in den Daten nicht auf.

 

Große Datenlücken bestehen auch in Bezug darauf, welche aquatischen Nahrungsmittel verzehrt werden und von wem. Ebenso was den Nährstoffgehalt und die Zusammensetzung sowie den Aspekt der Lebensmittelsicherheit angeht. Wir wissen nichts über Mikroplastik in aquatischen Nahrungsmitteln. Auch sollte die Frage untersucht werden, inwieweit sich die Nahrungsmittel gegenseitig ergänzen. Inwiefern ist die Kombination von Nahrungsmitteln wertvoller als jedes einzelne Nahrungsmittel? Es gibt bestimmte Inhaltsstoffe, die den Wert anderer Nahrungsmittel erhöhen. Ein Bereich, mit dem sich bisher noch niemand befasst hat.

 

Hinzu kommt, dass sich die Forschung bisher vor allem auf den Geldwert konzentriert hat - was man produziert, wie viel man verkaufen kann, zu welchem Preis, welchen Geldwert man für die Exportländer erzielt ... Doch der Geldwert ist nur einer von vielen Werten. Wie würden Sie zum Beispiel nährstoffreiche Nahrungsmittel bewerten, die die schulischen Leistungen verbessern oder die gut für die Gesundheit von Frauen sind? Gesunde Frauen bekommen auch gesunde Kinder, und das wirkt sich wiederum positiv auf alle Generationen aus.

 

Unsere allgemeine Vorstellung von Wert als reinem Geldwert ist extrem kurzsichtig und engstirnig.

 

Sie waren auch stellvertretende Vorsitzende des „UN Food Systems Summit 2021 Action Track 4 - Advance Equitable Livelihoods‟ (Förderung gleichwertiger Lebensunterhalte): Inwieweit können aquatische Nahrungsmittel dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen?

Action Track 4 war der einzige der fünf Aktionspfade, der sich speziell mit Menschen befasste, und der Schwerpunkt lag dabei auf Frauen, Jugendlichen und indigenen Völkern. Sehen Sie sich doch nur einmal an, wie viele Frauen beispielsweise in Afrika im Bereich aquatischer Nahrungsmittel arbeiten. Fischfang wird überwiegend von Männern betrieben, aber die Verarbeitung – Trocknen, Verarbeitung von Fisch, Räuchern – wird vollständig von Frauen erledigt. Und viele indigene Völker sind Küstenbewohner, für die der Fischfang einen wichtigen Teil ihres Lebensunterhalts ausmacht. Vor allem für indigene Völker und Frauen spielen aquatische Nahrungsmittelsysteme also eine wichtige Rolle.

 

Haben Sie das Gefühl, dass sich mit dem Gipfel das weltweit vorherrschende Verständnis von Nahrungsmitteln und Ernährung verändert hat?

Was den Standpunkt der Gipfelteilnehmer*innen anbelangt, so trifft dies zu. Aber nun geht es darum, Lösungen zu finden. Dies ist umso wichtiger, da mit Covid-19 die Zahl der armen und unterernährten Menschen enorm gestiegen ist. Einige Lösungen liegen auf der Hand und wurden auch bereits mehrfach angesprochen, so beispielsweise die Ernährungsprogramme für Schulkinder. Wir müssen dafür sorgen, dass die Ernährungsprogramme für Schulkinder auch die Armen und Schwachen erreichen, und dass es hier nicht nur um Reis oder Mais geht, sondern auch um nährstoffreiche Nahrungsmittel und eine Vielfalt an Nahrungsmitteln...

 

...Damit Kinder gesund ernährt werden, gute schulische Leistungen erbringen und so zu einer Bereicherung für ihre Gemeinden und ihre Länder werden können.

 

Es wäre wunderbar, wenn wir die Ernährung in Schulen mit nährstoffreichen aquatischen Nahrungsmitteln kombinieren könnten und dies in Zukunft ein wichtiger Teil unserer Lösungen sein könnte.

 

Sehen Sie den politische Willen, um die notwendigen Veränderungen voranzutreiben?

Vieles hängt von Investitionen ab, und es wäre schön, wenn einige der reicheren Länder den armen Ländern beispielsweise mit Ernährungsprogrammen für Schulkinder oder bei der Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kinder helfen würden. Aber auch die Länder selbst müssen etwas tun. Ein Land wie Nigeria verdient beispielsweise sehr viel Geld mit Öl. Diese Ressourcen sollten so eingesetzt werden, dass sie den Menschen in ihrem Land zugute kommen. Was wir brauchen, ist also mehr Verantwortung und mehr Druck auf die Regierungen, damit sie mehr tun.

 

Spielt hierbei auch die Privatwirtschaft eine Rolle?

Eine sehr große sogar. Ich denke, wir hätten die Privatwirtschaft schneller dazu bringen können, mehr zu investieren und auch mehr zu tun. Ich bin jedoch auch der Meinung:

 

Wir Wissenschaftler waren nicht gut darin, der Privatwirtschaft die Vorteile zu verdeutlichen, die dies für die Menschheit und für den Planeten mit sich bringt.

 

Das ist wie eine Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche. Gäbe es ein Regelwerk, das festlegt, nach welchen Grundsätzen die Privatwirtschaft zu funktionieren hat, sowie entsprechende gesetzliche Vorgaben, könnten wir schneller zu Ergebnissen kommen.

 

Blicken wir nach Europa und welche Vorschriften und Regelungen es für den Straßenverkehr gibt. Vergleicht man das mit den Vorschriften, die wir für Nahrungsmittel haben, wie viel Salz verarbeitete Nahrungsmittel enthalten dürfen, wie viel Zucker man ins Essen geben darf ... Wie kann es sein, dass dies so anders ist? Hätten wir eine starke Gesetzgebung und eine gute Regierungsführung, würde man sich dieser Verantwortung stellen.

 

Quinoa könnte in Zentralasien ein riesiges Potenzial haben, wo das Aralseebecken besonders stark von der Versalzung betroffen ist. Foto: ICBA
Junge Senegalesen nach der Arbeit im Hafen von Ziguinchor am Fluss Casamance. Um nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig zu sein, muss die moderne Aquasystem-Forschung auch das traditionelle Wissen mit einbeziehen. © GIZ/Franck Boyer 2022

Ein weiteres Argument dafür, die Dinge voranzutreiben, ist, dass es viel einfacher ist, eine Maschine für die Ernte einzusetzen, wenn man nur zwei Reihen Mais anbaut, als wenn man ein Feld mit Bohnen, Mais und Gemüse hat. Das ist weitaus schwieriger. Vielfalt macht die Arbeit kompliziert. Hätten wir aber auf Vielfalt gesetzt und uns diese als Ziel vorgenommen, wären wir vielleicht in der Lage gewesen, bessere und kostengünstigere Lösungen zu finden.

 

Es bedurfte nicht erst eines Gipfels für Ernährungssysteme, um Sie zu einem Vordenker im Bereich der Ernährungssysteme zu machen – die Auswirkungen Ihrer Arbeit erstrecken sich schon seit langem über verschiedene Disziplinen und Bereiche und haben auch die Politik beeinflusst. Können Sie einige Beispiele nennen?

Odisha ist ein schönes Beispiel. Die Leute wussten von meiner Arbeit in Bangladesch und fragten mich, ob ich mit der Teich-Polykultur auch nach Odisha kommen würde, was ich schließlich auch tat. In nur drei Jahren konnten wir Teich-Polykulturen, Ernährungsprogramme für Schulkinder mit getrocknetem Fisch, Gesundheitsprogramme für Mütter und Kinder und Verpflegungsrationen für unterwegs mit getrocknetem Fisch einführen.

 

Frauenförderung durch Aquakultur, sozusagen...

Ja, so kann man das sagen. Aber es gibt noch viel mehr zu tun. Wenn wir etwas Positives im Hinblick auf die Lebensbedingungen, das Einkommen und die Ernährung von Frauen bewirken wollen, müssen Frauen auch im gesamten System vertreten sein: Dies gilt im politischen Bereich, bei der Ausarbeitung von Strategien und Maßnahmen, aber auch bei den Bewertungen, bei denen es darum geht, was gut und was schlecht gelaufen ist und wie etwas besser gemacht werden kann. Diesbezüglich klafft eine große Lücke in der Art und Weise, wie wir Entwicklung betreiben und wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen. Ein weiterer wichtiger Punkt:

 

Wir sollten in der Lage sein sollten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse mit traditionellem Wissen zu kombinieren.

 

Mit den all den modernen Instrumenten, die uns heute zur Verfügung stehen – Daten, neue Technologien – sollte dies viel einfacher sein. Aber es ist bisher noch nicht passiert.

 

Warum?

Das Wissen ist eine Sache, die andere ist, wie man dieses Wissen nutzt. Um traditionelles Wissen zu nutzen, greifen wir auf unsere modernen Methoden zurück, wie wir es auch bei wissenschaftlichen Erkenntnissen tun. Traditionelles Wissen hingegen beruht beispielsweise auf Erzählungen. Allerdings bedienen wir uns bei den modernen Technologien nicht der Methode des Storytellings. Es ist uns also noch nicht gelungen, diese beiden Elemente miteinander zu verknüpfen.

 

Steht die Selbstbestimmung von Frauen in Afrika also vor größeren Herausforderungen als in Asien?

Dieser Kontinent ist voller Hoffnung, und in mancher Hinsicht sind die Frauen in Afrika auch viel freier als in Asien. Wenn es gelingt, die Werte und Traditionen Afrikas zu übernehmen und einige der sehr guten technologischen Innovationen aus Asien durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Südens zu skalieren, dann wird es in Afrika zu deutlichen Verbesserungen kommen. Man könnte das Teich-Polykultursystem, das wir in Asien praktizieren, auf Afrika übertragen. Insgesamt sind die Investitionen – auch die der Privatwirtschaft – in Asien schneller vorangekommen als in Afrika, vor allem im Bereich der Aquakultur. Aber denken Sie an die enormen Ressourcen, nehmen Sie nur die Binnengewässer, die Großen Seen in Afrika, wie viel Potenzial dort vorhanden ist.

 

Sie wurden auch für die Entwicklung innovativer Nahrungsmittelprodukte ausgezeichnet – mit dem Arrell Global Food Innovation Award 2021. Können Sie uns ein wenig darüber erzählen?

Womit ich angefangen habe und was man heute als Innovation bezeichnet, ist die Teich-Polykultur. Ich war die Erste, die sagte, dass wir bei der Aquakultur in Teichen nicht nur eine Fischart einsetzen sollten. Und es sollten nicht nur große Fischarten gezüchtet werden, sondern auch kleine einheimische Fische hinzukommen. Alle sagten: Oh nein, die kleinen Fische werden dem Wachstum der großen Fische schaden, und das Produktionssystem wird weniger rentabel sein. Doch ich entgegnete: Lasst es uns Ausprobieren!

 

Und wir haben festgestellt, dass die Polykultur von großen und kleinen Fischen zu einer größeren Menge, einer besseren Nährstoffqualität – weil die kleinen Fische alle Mikronährstoffe mitbringen – und zu einem widerstandsfähigeren System führt, weil man verschiedene Ebenen und Nischen im Teich nutzt. Und was ganz wichtig ist: Es werden keine Chemikalien verwendet, um den Teich zu reinigen. Das geht auch gar nicht, weil man jetzt die einheimischen Fischarten einsetzt. Es war also ein Gewinn für beide Seiten. Aber mir wurde auch klar:

 

Es ist eine Sache, die Fische im Teich zu haben, und eine andere, die Fische vom Teich in den Topf zu bringen.

 

So haben wir Möglichkeiten entwickelt, damit die Frauen beim Fischfang nicht von den Männern abhängig sind. So ist es beispielsweise möglich, ihnen ein Fischernetz zur Verfügung zu stellen, das sie mit einem Flaschenzug bedienen können. Auf diese Weise können sie kleine Mengen Fisch holen, ihn mit in die Küche nehmen und als Teil einer Mahlzeit zubereiten.

 

Studienteilnehmende großer sowie von Frauen geführter Haushalte leiden stärker unter Ernährungsunsicherheit. (c) Friederike Krämer/GIZ
Eine Frau benutzt ein Kiemennetz für Mola – eine von Shakuntala Thilsted entwickelte Innovation – in Bangladesch. © Rural21 2022

Sie haben auch Produkte wie Fischpulver und Fisch-Chutney erfunden. Welche Idee steckt dahinter?

Wenn man in ländlichen Gebieten arbeitet, wird viel über die Selbstbestimmung und das Engagement von Frauen gesprochen, aber die Arbeitsbelastung der Frauen wird dabei außer Acht gelassen. Mit nährstoffreichen und verzehrfertigen Produkten können Sie den Zeitaufwand für die Frauen verringern und ihnen gleichzeitig eine zuverlässige Quelle bieten, die ihnen nährstoffreiche Nahrungsmittel sichert. Wenn Sie ein Chutney mit hohem Nährwert zubereiten, können Sie es als Beilage zu einer Hauptmahlzeit verwenden. Oder Sie bereiten einen Brei für Ihr Kind vor und fügen einen Esslöffel Fischpulver hinzu, dann haben Sie eine Mahlzeit, die sehr nährstoffreich ist.

 

Wie werden diese Produkte akzeptiert?

Zunächst einmal müssen Sie versuchen, den Geschmack und das Aroma der Gemeinschaft zu treffen, mit der Sie zu tun haben. Sobald das geklärt ist, müssen Sie jedoch bedenken, dass alle Eltern und Großeltern wollen, dass ihre Kinder gesund und intelligent sind. Somit besteht also bereits jetzt ein hohes Maß an Akzeptanz. Wenn es gelingt, den Menschen das Wissen so zu vermitteln, dass sie es verstehen, und ihnen die Bedeutung für die Gesundheit und die kognitive Entwicklung des Kindes vor Augen zu führen, dann hat man schon einen großen Schritt getan.

 

Es ist nicht so schwierig, wie die Leute denken.

 

Es ist nur so, dass sie sich nicht die Zeit und Mühe nehmen, um die Vorteile deutlich zu machen.

 

Zu den schwierigsten Aufgaben in der Forschung gehört es, die Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen und dafür zu sorgen, dass sie publik gemacht werden. Wie lautet Ihr Erfolgsrezept?

Die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften. Lösungen zu finden, die zu den Gemeinschaften passen und wie sie sich die dort lebenden Menschen einbringen können, und schließlich auch dafür zu sorgen, dass diese Lösungen erfolgreich umgesetzt werden.

 

Und was die Verbreitung angeht: Vor vielen Jahren habe ich in Nepal im Terai Teich-Polykulturen angelegt. Die meisten Menschen denken bei Nepal nur an ein Gebirgsland, aber 60 Prozent der Bevölkerung leben im Terai, der gleichen agroökologischen Zone wie dies auch in Bangladesch der Fall ist. Ich habe Frauen aus dem Terai nach Bangladesch mitgenommen, damit sie etwas über Teich-Polykulturen lernen können. Und das ist bis heute so geblieben.

 

Studienteilnehmende großer sowie von Frauen geführter Haushalte leiden stärker unter Ernährungsunsicherheit. (c) Friederike Krämer/GIZ
Lokale Relevanz und Engagement für die Gemeinschaft sind die beiden Hauptzutaten für den Erfolg der Projekte von Shakuntala Thilsted, von Schulmahlzeiten für Kinder über Geschäftspläne für Frauen bis hin zu Aquakulturanlagen für die Gemeinschaft. © GIZ/Wo

Mit Ihrer globalen Führungsrolle im Bereich Ernährung und öffentliche Gesundheit bei WorldFish haben Sie die Forschungs- und Innovationsstrategie 2030 für WorldFish mitgestaltet. Was sind die wichtigsten Bestandteile dieser Strategie?

WorldFish ist eine seit 40 Jahren bestehende Institution, und wie bei vielen landwirtschaftlichen Institutionen innerhalb der CGIAR lag der Schwerpunkt auf Produktionssystemen, auf Aquakultur mit vielleicht einer Fischart – Tilapia – und auf der kleinen Fangfischerei. Aber wie kommt man von einer Organisation, die sich auf Produktionssysteme konzentriert, zu einer Organisation, die sich vorrangig mit Nahrungsmittelsystemen befasst und als Einstiegsmöglichkeit verschiedene aquatische Nahrungsmittel anbietet? Der Weg zu einer solchen Strategie war deshalb mühsam, weil das Verständnis dafür in der Organisation nicht vorhanden war und in vielen Organisationen auch nach wie vor nicht vorhanden ist. Und dann kommen die neuen Aspekte hinzu, die ich bereits erwähnt habe, nämlich dass der vielleicht wichtigste Aspekt die Verringerung von Verlusten und Abfällen ist und nicht so sehr die Produktion. Woher kommen die Wissenschaftler und jungen Forscher, die in diesem Bereich arbeiten? Bislang hat sich hiermit noch niemand beschäftigt.

 

Der Schwerpunkt lag auf den Wachstumsraten und auf der Effizienz der Fischproduktion. Und auf Versorgungsketten, die städtische Märkte mit einem hohen Geldwert einbeziehen.

 

Jetzt sprechen wir über Versorgungsketten, die den Bedarf der Armen und Schwachen an nährstoffreichen Nahrungsmitteln decken.

 

Aquatische Nahrungsmittel als Einstieg, aber auch als Teil einer abwechslungsreichen, nährstoffreichen Ernährungsweise zu nutzen, ist auch deshalb sehr schwierig, weil die Menschen in der Landwirtschaft gelernt haben, nur mit jeweils einem Nahrungsmittel zu arbeiten. Wir sind also mit dieser neuen Strategie noch lange nicht am Ziel, und jetzt müssen wir sehen, wie wir die Strategie umsetzen können und vor allem, wie wir die Mittel für diese Strategie bekommen.

 

Es liegt also noch ein sehr langer Weg vor uns. Stellen Sie sich vor, Sie wollen mit einer 40 Jahre alten Tradition brechen. Im vergangenen Jahr feierte die CGIAR ihr 50-jähriges Bestehen. Und mit der Grünen Revolution wurde viel erreicht. Aber das entspricht nicht dem Stand von heute.

 

Was macht Ihre Arbeit so spannend, worüber freuen Sie sich am meisten?

Für mich gibt es zwei Dinge: Die Arbeit mit den Gemeinschaften und die Veränderungen, die ich sehe - vor allem, durch die Anerkennung der positiven Effekte meines Engagement für Frauen und Kinder. Zum anderen ist es das Mentoring für junge Fachkräfte und zu sehen, wie andere die Arbeit, die ich leiste, weiterentwickeln. Es tut so ungemein gut, wenn man sieht, dass das, was man getan hat, weitergeht und wächst.

 

Und was frustriert Sie am meisten?

Es ist ziemlich frustrierend, dass wir die nötigen Mittel nicht auftreiben können. Und selbst wenn man eine Finanzierung erhält, ist es immer noch frustrierend und schwierig, weil die bereitgestellten Mittel gering sind und nur für einen kurzen Zeitraum reichen.

 

Wenn Sie einen Artikel über aquatische Nahrungsmittel verfassen würden, welches wäre das wichtigste Stichwort?

Vielfalt. Das ist erstaunlich. Wir alle wünschen uns Vielfalt – wir möchten nicht jeden Tag das Gleiche essen, wir möchten nicht jeden Tag das Gleiche anziehen –, aber in vielen unserer Entwicklungsprogramme suchen wir die Vielfalt vergeblich. Für mich ist Vielfalt das fundamentale Prinzip, das wir alle nutzen müssen.

 

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„Die Corona-Pandemie erhöht Gewalt gegen Frauen“

Interview mit Léa Rouanet

In afrikanischen Ländern besteht nach wie vor ein enormes geschlechtsspezifisches Gefälle beim Zugang zu Arbeit und Kapital. Was sind die Folgen von Covid-19 für die dortigen Frauen? Jan Rübel befragte Léa Rouanet zu Lockdowns und genderbasierter Gewalt. Die Ökonomin arbeitet im Africa Gender Innovation Lab der Weltbank.

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KLAUS WOHLMANN / GIZ

Bauern sind schlau

Von Jan Rübel

Aus dem Labor für die Massen: Maria Andrade züchtete neue biofortifizierte Süßkartoffeln, welche in Afrika breit angebaut werden. Sie setzt ihre Hoffnung auf eine Transformation afrikanischer Landwirtschaften.

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(c) Simon Veith

Der Big Bang ist möglich

Interview mit Joachim von Braun

Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen

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5 Fragen an Gunther Beger (BMZ): Was ist zu tun?

Interview mit Gunther Beger (BMZ)

Was kostet es, den Hunger in der Welt bis 2030 nachhaltig zu beenden? Diese Frage stellte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und beauftragte zwei Forschungsteams, eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse der Studien wurden am 13. Oktober im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt.

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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"Landwirtschaftliche Forschung löst den gordischen Knoten"

Interview mit Weltbank-Vize Jürgen Vögele

Die Agrarforschungsorganisation CGIAR stellt sich systematisch neu auf. Wir sprachen mit Jürgen Vögele, Vice President for Sustainable Development der World Bank, über die bisherigen Fortschritte - und erörtern, was gebündelt getan werden muss, um in zehn Jahren weltweiten Hunger zu stoppen.

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Schranken wegen der Pandemie: Antworten der Kleinbauern

Eine Studie des SLE

Der Lockdown wegen COVID-19 traf die Wirtschaft stark - darunter besonders die Landwirtschaft mit ihren Lieferketten und Absatzmärkten. Welche kreativen Umgangsstrategien haben die Betroffenen dabei gefunden? Das Seminar für ländliche Entwicklung hat hierzu eine Forschungsstudie begonnen.

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GFFA 2021: Klima und Corona geraten beim Forum in den Fokus

Ein Bericht von David Sahay (Zeitenspiegel)

110 Teilnehmer*innen aus 120 Nationen haben sich auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) über die Herausforderungen bei der Welternährung ausgetauscht. Sie stellten sich der wichtigen Frage: Wie können Ernährungssysteme der Gesundheit von Mensch und Planet zugleich dienen?

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„Wir müssen uns auf das Unvorhergesehene vorbereiten“

Interview mit Dr. Maria Flachsbarth (BMZ)

Die Pandemie hat gezeigt, dass Gesundheit und Ernährung eng zusammenhängen. Die One-Health-Initiative stärkt das Engagement und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Feldern. Welche Rolle die deutsche Politik dabei spielt und wo die Herausforderungen liegen, erklärt D. Maria Flachsbarth im Interview.

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5 Fragen an Jann Lay: Was macht Corona mit der Wirtschaft?

Interview mit Jann Lay (GIGA)

Die Corona-Pandemie trifft die Volkswirtschaften weltweit sehr hart - doch die Entwicklung in afrikanischen Ländern ist durchaus divers. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten, Resilienzen und Verwundbarkeiten. Woran liegt das? Apl. Prof. Jann Lay vom GIGA-Institut gibt Antworten.

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(c) DVV

Vernetzte Lebensräume in Subsahara-Afrika – Leben zwischen Stadt und Land

Im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ werden Forschungsergebnisse zu Transformationsprozessen und Gestaltungsinstrumenten in Subsahara-Afrika veröffentlicht.

Ein Projekt des SLE

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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(c) Kate Holt / Africa Practice

Investitionen mit Hebeleffekt

Ein Beitrag von Heike Baumüller, Christine Husmann, Julia Machovsky-Smid, Oliver Kirui und Justice Tambo

Wer Armut in Afrika verringern will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen. Welche Investitionen die größte Wirkung erzielen, lässt sich durch wissenschaftliche Kriterien definieren.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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Quinoa could have a huge potential in Central Asia, where the Aral Sea Basin has been especially hard-hit by salinisation.

"Wir müssen alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren"

Ein Beitrag von Ismahane Elouafi (ICBA)

Süßwasserdefizite betreffen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Um dem entgegenzuwirken, wird sich unser globales Ernährungssystem ändern müssen, so unsere Autorin. Ein Plädoyer für mehr Forschung zu alternativen Nutzpflanzen und intelligenten Wasserlösungen.

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Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Interview mit Joe DeVries (AGRA)

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA (Alliance for a Green Revolution in Africa). Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus.

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"Es war noch nie so möglich"

Interview mit Carin Smaller (Ceres2030) über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

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JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Ein Bericht von Dr. Agnes Kalibata (AGRA)

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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Der Reissektor in Westafrika: Eine politische Herausforderung

Neue Einblicke zur Entwicklung des Handels und der Reiswertschöpfungskette in Westafrika

Niedrige Importzölle, Schmuggelaktivitäten, unvorhersehbare Steuerbefreiungen und eine schwache Durchsetzung von Lebensmittelsicherheitsnormen: Das Potenzial lokaler Reis-Wertschöpfungsketten wird in westafrikanischen Ländern untergraben.

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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Was sind uns unsere Lebensmittel wert?

Ein Beitrag des TMG ThinkTank for Sustainability

Auf dem Weg zu integrierten Bewertungsinstrumenten im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor mit Hilfe von „True Cost Accounting“ (TCA, Tatsächliche Kosten Berechnung).

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Corona und die steigenden Lebensmittelpreise: Was passiert wirklich?

Ein Beitrag des IFPRI

Ein Blick auf die Datenlage (Stand 11. Februar 2022) und was getan werden kann um die nächste Lebensmittelpreiskrise zu verhindern.

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Neues Mindset für neue Agrarforschungs-Strategie

Ein Beitrag von Lennart Woltering (CGIAR)

Anlässlich des 15. CGIAR System Council Meetings teilt Lennart Woltering seine Einschätzung zum laufenden Reformprozess „One CGIAR“.

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Für einen gerechten Übergang zu einem nachhaltigen Planeten müssen wir Landrechte sichern

Ein Beitrag von TMG

Auf der UNCCD COP15 richtete der Töpfer Müller Gaßner Think Tank (TMG) vier Nebenveranstaltungen aus. Auf der Agenda der Auftaktveranstaltung standen Diskussionen für den Menschenrechts- und Landnavigator.

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Die Lage der Ernährungssicherheit in Kapstadt und St. Helena Bay

Eine Studie von Markus Hanisch, Agustina Malvido, Johanna Hansmann, Alexander Mewes, Moritz Reigl, Nicole Paganini (SLE)

Nach dem COVID-19-Lockdown: Wie marginalisierte Gemeinschaften in Food-Governance-Prozesse einbezogen werden könnten - eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer digitalen und partizipativen Studie des SLE.

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Schulmahlzeiten: Eine Chance für Geschlechtergerechtigkeit

Ein Beitrag von Carmen Burbano de Lara (WFP)

Neben den bekannten Folgen der Corona-Maßnahmen für Erwachsene, führten Schulschließungen dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder nicht mehr die Schule besuchen konnten. Schulmahlzeiten sind jedoch vielerorts die einzige Mahlzeit für Kinder. Ohne Zugang zu diesem Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder Hunger, Armut und Mangelernährung.

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Afrikanische Ernährung – „Try It at Home!”

Eine Videoreihe von Agribusiness TV und der GIZ

Afrikanische Ernährung zum Mitmachen: Die Mini-Serie „Try it at home!“ präsentiert traditionelle vollwertige Gerichte vom ganzen Kontinent.

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Côte d’Ivoire: Zukunft fängt beim Essen an

Ein Beitrag der GIZ

Wie Ernährungstrainerin Edwige ivorische Kakaobäuerinnen und Kakaobauern fit für eine gesündere Zukunft macht.

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