Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika

Heuschreckenplage im Hochland von Madagaskar. Photo: dpa Picture-Alliance
Heuschreckenplage im Hochland von Madagaskar. Photo: dpa Picture-Alliance

Dr. Bettina Rudloff

Dr. Bettina Rudloff forscht als Agraringenieurin und Ökonomin an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Die SWP ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die anhand eigener Forschung und Expertise Bundestag und Bundesregierung in allen Fragen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik berät. Zuvor war sie in einem Habilitationsprojekt zu Handel und Verbraucherschutz an der Universtität Bonn und beriet davor am Institut für öffentliche Verwaltung in Maastricht, Niederlande, europäische und internationale Beamte. Ihre Themenfelder sind Agrarpolitik, Handels- und Investitionschutzabkommen und deren Wirkung auf Nahrungsversorgungssicherheit und Entwicklung. Sie ist Mitglied des strategischen Begleitkreises des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Sonderinitiative “EINEWELT ohne Hunger” (SEWOH).

Dr. Annette Weber

Dr. Annette Weber ist Senior Fellow der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, wo sie sich vorrangig mit der politischen Situation im Sudan, dem Südsudan und Somalia beschäftigt. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Konfliktanalysen und Fragen zur regionalen Außen- und Sicherheitspolitik am Horn von Afrika. Sie publiziert zu Fragen von fragiler Staatlichkeit, Governance und nichtstaatlichen Akteuren und berät den Bundestag und außenpolitische Organe der Bundesregierung und der EU. Annette Weber berät als senior advisor für das Centre for Humanitarian Dialogue zu verschiedenen Konflikten am Horn von Afrika.

Von 2010 bis 2012 hielt sich Annette Weber für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Horn von Afrika auf. Ab 2012 leitete sie die Forschungsgruppe. Vor ihrer Tätigkeit in der SWP war sie Koordinatorin im Ökumenischen Netz Zentralafrika, wo sie mit europäischen NGOs zu Fragen von Frieden und Gerechtigkeit in der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Burundi arbeitete, und Expertin für den Sudan bei amnesty international in London. Sie war als Beraterin für amnesty international, Human Rights Watch, das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und verschiedene politische Stiftungen tätig.

SWP

 

In Ostafrika und am Horn von Afrika überlappen sich derzeit mehrere Krisen. Teils liegen deren Anfänge bereits länger zurück, teils kamen neue hinzu: Konflikt und Krieg zusammen mit Klimaereignissen wie Dürren bedingen schon länger große Versorgungsengpässe in der Region. Bereits heute hat die FAO ihre höchsten Stufen der Versorgungskrisen für Kenia, Äthiopien, Somalia, Djibouti, Süd Sudan und Sudan ausgerufen, wovon bereits im Jahr 2019 etwa 27,3 Millionen Menschen betroffen waren.

Das in jüngster Zeit häufiger auftretende  Klimaereignis des „Indian Ocean Drop“ (IOD) mit großer Feuchtigkeit und Überschwemmungen führte durch den Krieg und den Zusammenbruch staatlicher Funktionen im Jemen dazu, dass sich dort 2018 eine ungewöhnlich große Heuschreckenpopulation lange Zeit ohne Gegenmaßnahmen ausbilden konnte. Diese bewegte sich bis zum Juni 2019 bis nach Ostafrika und konnte sich auch hier in der Regenzeit ab Oktober 2019 erneut massiv vermehren.

 

Heuschrecken und Versorgungsrisiken am Horn. Karte: FAO/DLIS
Heuschrecken und Versorgungsrisiken am Horn. Karte: FAO/DLIS

Für diese aktuell mehrere hundert Schwärme, die in Kenia etwa die Größe des Saarlands erreichten, wird bis Juni 2020 weiterhin ein Anstieg der Population um das 500fache erwartet.

 

In dieser Krisensituation tritt nun zusätzlich Covid-19  auf. Über die genaue Ausbreitung am Horn und in Ostafrika besteht Unsicherheit aufgrund weniger Tests, aber die offiziellen Zahlen steigen, und die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. Die medizinische Infrastruktur ist in der gesamten Region unterentwickelt, die Gesundheitsversorgung ist in Somalia quasi nicht vorhanden: Hier kommen 0,028 Ärzte auf 1000 Einwohner. In Äthiopien sind es 0,1 und in Kenia sind es knapp 0,2  (zum Vergleich: in Deutschland sind es 4,2). Zur Eindämmung von Einkommens- und Gesundheitskrisen generell sind soziale Sicherungsnetze fast ausschließlich über die Familie und soziale Gruppen geregelt, nicht aber durch den Staat gewährleistet.

 

Krisenmaßnahmen sind bislang auf einzelne Krisen begrenzt und teilweise widersprüchlich

 

Maßnahmen der bisherigen Krisenreaktion sind eher auf  einzelne Krisen ausgerichtet und noch dazu im Umfang begrenzt. Jüngste Reaktionen zur Eindämmung von Covid-19 heizen teilweise Krisen noch an: Auf Covid-19 selber reagieren die Staaten der Region wie andere Länder auch; teilweise bauen sie Gesundheitskapazitäten auf – wie neue Kliniken etwa in Äthiopien – und reagieren mit der Etablierung von Hygieneregeln. Letztere sind aber oft durch schlechte Wasseranbindung nur begrenzt möglich. Wie Länder weltweit auch nutzen die Länder am Horn und in Ostafrika ebenfalls Grenzschließungen, Reise- und  Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns. Gerade diese Maßnahmen erschweren aber die unmittelbare  Nahrungsmittelversorgung und auch die Heuschreckenbekämpfung, was wiederum zu weiteren Nahrungsmittelengpässen  führt. Nur  Kenia und Äthiopien haben als Vorsorgeansatz eigene Getreidespeicher angelegt.

 

Somalia: Ein Vater trägt sein an Diarrhöe erkranktes Kind auf dem Gang der Kinderstation eines Hospitals. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Somalia: Ein Vater trägt sein an Diarrhöe erkranktes Kind auf dem Gang der Kinderstation eines Hospitals. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

1. Unterschiedliche Anfälligkeit für Corona, Heuschrecken und Hunger

Die aktuell gleichzeitigen, sich verstärkenden einzelnen Krisen betreffen verschiedene Bevölkerungsgruppen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich, was flexible Lösungen gerade im Unterschied Stadt und Land erforderlich macht: Covid-19 und die Maßnahmen, die zur Einschränkung des Virus ergriffen werden, treffen zunächst und am schnellsten die politisch leichter erreichbare Bevölkerung in den Städten. Hier wohnen die meisten Menschen, die sich als Tagelöhner oder durch Gelegenheitsarbeit ihr Überleben sichern müssen. Durch die Ausgangsbeschränkungen sind sie besonders hart getroffen, da sie keine Einkünfte erzielen können, keine längerfristigen Nahrungsreserven anlegen und ihre Familien nicht versorgen können.

 

Dafür ist aber in urbanen Zentren der Zugang von Hilfslieferungen zur notleidenden Bevölkerung prinzipiell leichter als auf dem Land – wenn auch die Marktanbindung an ländliche Produzenten bei beschränkter Mobilität durch Corona gestört sein kann. In manchen Ländern begibt sich die städtische Bevölkerung, die wegen Covid-Einschränkungen weder Verdienst hat noch von der Regierung versorgt wird, aufs Land, um dort bei Verwandten versorgt zu werden. Wenn die nächste Ernte durch Heuschrecken vernichtet wird, sind dann Landbevölkerung und Teile der städtischen Bevölkerung von Nahrungsmittelversorgung abhängig und befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten.  

 

Einkommen brechen durch Heuschreckenplagen weg, gleichzeitig ist der Zugang zu Agrarmärkten durch
Covid-19 erschwert

 

Die weitere stark betroffene Gruppe bilden Flüchtlinge: In Ostafrika und am Horn von Afrika sind mehr als 9,5 Millionen Menschen Binnenvertriebene, 4,6 Millionen befinden sich in Flüchtlingslagern der Region. Diese Gruppierungen und die arme Bevölkerung in beengter Wohnsituation sind besonders anfällig für Covid-19. Erstere wird jedoch mehrheitlich von externen Akteuren mit Hilfslieferungen versorgt, die urbanen Tagelöhner hingegen hängen oft von der Versorgung der Regierung ab. In Kenia führten die angespannte Situation und die repressive Durchsetzung der Ausgangssperre in den vergangenen Wochen zu Unruhen und Toten.

 

Anhaltende Dürre macht Gemüseanbau unmöglich. Heuschrecken werden zum Hauptnahrungsmittel, hier aufgenommen im Tschad. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Anhaltende Dürre macht Gemüseanbau unmöglich. Heuschrecken werden zum Hauptnahrungsmittel, hier aufgenommen im Tschad. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

Geringere Bevölkerungsdichte auf dem Land und Subsistenzwirtschaft machen die Bevölkerung zwar tendenziell weniger anfällig für Gesundheits- und Versorgungsrisiken als Stadtbewohner. Einen Großteil der Bäuer*innen aber bilden Netto-Verbraucher von Lebensmitteln, das heißt sie erzeugen nicht nur, sondern verbrauchen auch Agrarprodukte. Damit sind sie ebenfalls von Preissteigerung und Versorgungsengpässen nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern auch bei Saatgut und Futter betroffen, die durch Heuschrecken, aber auch durch Grenzschließungen und Mobilitätsbeschränkungen entstehen können.

 

Die Verluste durch Heuschrecken waren 2019 lokal unterschiedlich: Bislang schützt insgesamt noch ein eher gutes vergangenes Erntejahr vor Nahrungsmittelengpässen, was sich bei der nunmehr anstehenden Ernte ändern kann:  In Somalia etwa wird für die als sehr gut prognostizierte anstehende Ernte das Risiko einer Zerstörung durch Heuschrecken gesehen, wenn diese weiter südlich wandern. In Äthiopien besteht Sorge für die kommende Ernte  in Ost-Oromiya. Aufgrund günstiger Windbedingungen wird  für Uganda und Kenia zunächst keine weitere Ausbreitung der Heuschrecken vermutet.

 

2. Anforderungen an Krisenmanagement: alle Krisen erfassen, individuelle Anfälligkeit beachten, afrikanische Seuchenerfahrung nutzen

Die verschiedenen Krisen folgen unterschiedlichen Dynamiken. Daher sollte Expertise zu Konflikten, Klima, Epidemiologie, Handel, Agrarmärkten und Schädlingsentwicklungen im konkreten regionalen Kontext zusammengebracht werden.

 

Neben allen lange bekannten und oftmals vorgeschlagenen Ansätzen kommt es derzeit auf schnelle und an die individuellen Risiken angepasste Maßnahmen an, welche die Gleichzeitigkeit aller Krisen beachten. Hier lässt sich aus der afrikanischen Erfahrung der Ebola-Krise 2014 lernen, aber auch aus aktuellen Ansätzen in anderen Regionen, die Versorgungssicherung und Gesundheitsschutz verbinden. Für marktrelevante Ansätze hilft zudem die Erfahrung aus der Agrarpreiskrise 2007/08.

 

Blick ins Flüchtlingscamp Ifo in Dadaab/Somalia. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lebten dort 20.000 Menschen. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Blick ins Flüchtlingscamp Ifo in Dadaab/Somalia. Zum Zeitpunkt der Aufnahme lebten dort 20.000 Menschen. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

2.1 Ansätze in der Region

Die meisten Länder der Region importieren Nahrungsmittel – meistens stammen die wichtigsten Handelspartner dabei nicht aus der eigenen Region, sondern etwa aus Asien (Indien, Malaysia, Indonesien). Diese internationalen Güterimporte sind daher trotz Corona bedingter Grenzschließungen zu sichern, wie es auch die Afrikanische Union in einer gemeinsamen Erklärung mit der FAO zur Ernährungssicherung bekräftigte. Auch Verzögerungen im Handel durch Covid-19-Maßnahmen wie stärkere Grenzkontrollen sollten vermieden werden. Daher sind Importerleichterungen jetzt wichtig: So sollten Zölle auf Nahrungs- und Futtermittel oder auch Saatgut und Insektizide derzeit ausgesetzt werden. Auch Verfahren einer erleichterten Zollabwicklung wie  elektronische Zertifikate sollten genutzt werden,  was es auch international zu unterstützen gilt.

 

Bei inländischen Reise- und Transportbeschränkungen, die Märkte von den Produktionsorten abschneiden, zeigte sich in der  Ebola-Krise, dass neue kollektive Sammelstellen für die Weiterleitung von Nahrungsmitteln hilfreich waren. Hierdurch waren nur wenige und durch Ausrüstung zu schützende Menschen am Handel beteiligt. Auch die Verteilung von „Hygienekits“ und Aufklärung zum Eigenschutz von Landwirt*innen und im Handel Tätigen unterstützte die Versorgung.

 

Langfristig müssen regionale Alert-Systeme und Vorsorgekonzepte etabliert werden

 

Hohe Priorität müssen hierfür dann sanitäre Anlagen und Wasserversorgung haben, um Hygienemaßnahmen durchführen zu können. Auch die bei der Bekämpfung der Heuschrecken eingesetzten Arbeitskräfte sollten mobil sein, aber gegen Erkrankung geschützt werden.

 

In den Städten geht es vor allem um die Unterstützung der wenig geschützten Tagelöhner, also um bessere Sozialmaßnahmen. Auch die Anbindung an den die Nahrung liefernden ländlichen Raum ist zu unterstützen. Eventuell können auch IT-gestützte Systeme über Handys oder das Radio Informationen zu Preis, Mengen und Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln geben. Staatliche Stellen könnten zudem Aufkauf und Verteilung von Nahrungsmitteln übernehmen und so gleichermaßen die gestörte Anbindung der Erzeuger auffangen  und die Versorgung in den Städten leisten.

 

Ostafrika und das Horn sind Vorreiter im bargeldlosen Bezahlsystem. Dies könnte für die Distribution von Finanzhilfen für die von der Covid-19-Quarantäne betroffenen Bevölkerung genutzt werden.

 

Seit langem bestehen Ideen für regionale Vorsorgekonzepte, die bislang nur in anderen Regionen Afrikas und auch da nur begrenzt eingesetzt werden – etwa die auch durch die G20 unterstützte »West Africa Regional Food Security Reserve«. Diese soll die Kosten einzelner Staaten für die meist teure Lagerhaltung und die unterschiedlichen Anfälligkeiten für Naturereignisse ausgleichen. Ein anderer Ansatz wären gemeinsame  Versicherungskonzepte wie die »African Risk Capacity« (ARC). Bislang aber sind solche Ansätze durch auch auf nationaler Ebene kaum vorhandene  Vorsorgestrategien begrenzt. Nur Äthiopien und Kenia verfolgen solche Ansätze am Horn.

 

Die Regionalorganisation IGAD könnte eine Koordinierung für alle Krisen leisten: Sie hat sich als elementar für die Covid-19-Informationsversorgung der Region herausgestellt. Sie sammelt und veröffentlicht Infektionszahlen aus den einzelnen Ländern. Auch verfolgt sie die Ausbreitung der Heuschreckenplage und veröffentlicht zusätzlich zur FAO Informationen zum Stand der regionalen Nahrungsversorgung. Die Regionalorganisation setzt sich hierbei vor allem für Datenaustausch und Frühwarnmechanismen ein. Dafür ist sie auf die Kooperation und Unterstützung der Mitgliedstaaten angewiesen. Nur in den Mitgliedsstaaten können politische Entscheidungen zu Agrarpolitik und Nahrungsreserven getroffen werden.

 

Liberia während der Ebola-Seuche: Ein Krankenhaus-Mitarbeiter entsorgt in einem Schutzanzug Krankenhausabfälle. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Liberia während der Ebola-Seuche: Ein Krankenhaus-Mitarbeiter entsorgt in einem Schutzanzug Krankenhausabfälle. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

2.2. Internationale Ansätze

Anders als in der globalen Agrarpreis- und Versorgungskrise 2008, als viele große Agrarexportländer der Welt den Agrarexport begrenzten und damit Preise anheizten, haben sich nunmehr internationale Organisationen wie WTO, G20, aber auch die AU früh zu freiem Agrarhandel bekannt; so sind bislang auch weniger Handelsbegrenzungen zu beobachten. Es gilt, dieses weiterhin zu sichern, wenn auch aus gesundheitspolitischer Sorge Grenzen geschlossen wurden. So zählen in Kenia und Uganda Russland und Thailand zu den Top-10–Herkunftsländern für Nahrungsimporte, welche aktuell durchaus Exportbegrenzungen zur eigenen Versorgungssicherung nutzen. Untereinander handeln vor allem Kenia und Uganda mit Nahrungsmitteln und sollten daher diesen Verkehr sichern.

 

Auch der Warenhandel von und nach Ostafrika und an das Horn von Afrika ist derzeit reduziert. So operiert Djibouti, der Hafen, der den Warenverkehr für Äthiopien abwickelt, wegen Covid-19 nur mit geringer Besetzung. Da international die Durchsetzungskraft für den Abbau der Covid-19-bedingten Handelshemmnisse fehlt, ist die regelmäßige öffentliche Kritik an handelsbeschränkenden Maßnahmen sowie der Verweis auf selbstschädigende Wirkung, was begrenzte Agrarexporte betrifft, nötig: Auch in dem Land, das Exporte begrenzt, kann es nämlich mittelfristig gerade durch diese Maßnahme zu Engpässen kommen. Zunächst steigt inländisch zwar die Nahrungsmittelmenge, und die Preise sinken.

 

Dadurch sinkt aber auch der Produktionsanreiz für die längerfristige Versorgung. Zudem wird Schmuggel angeheizt, um Nahrungsmittel außerhalb des Landes zu höheren Preisen zu verkaufen. Neben offenem Handel sollten auch Nahrungshilfen, aber auch Saatgut, Insektizide oder Tierfutter trotz aktuell verlangsamender Grenzkontrollen schnell verteilt werden können. Hierfür und auch generell zur Handelsunterstützung sollten alle pragmatischen Maßnahmen der Handelserleichterung wie etwa die Option elektronischer Dokumente ausgeschöpft werden.

 

Der Handelshafen von Dschibuti. Photo: dpa Picture-Alliance
Der Handelshafen von Dschibuti. Photo: dpa Picture-Alliance

Um die bis Juni erwartete nächste Explosion der Heuschreckenpopulationen zu vermeiden, sind schnelle Hilfen nötig, angepasst an die Generationsform der Heuschrecken, die lokal unterschiedlich zu unterschiedlichen Zeitphasen bestehen: Zu Beginn etwa ist mechanische Bekämpfung möglich, wie Aufsammeln, was aber große Mobilität von zu schützenden Arbeitskräften verlangt. Später bei der flugfähigen Generation sind Insektizide und technische Ausstattung in Form von Hubschrauber oder Drohne nötig. Auch hierfür sind freie Importe zu gewährleisten, zudem müssen wiederum begleitende, ausgebildete und geschützte Arbeitskräfte reisen können.

 

3. Grenzen aller Ansätze: Klimawandel begegnen und politisches Vertrauen schaffen

Alle regionalen und internationalen Ansätze aber können nur erfolgreich sein, wenn es zum Einen Antworten auf das längerfristige wirkende Problem des Klimawandels gibt und zum Anderen gerade in der betroffenen Region Vertrauen in die politische Maßnahmen besteht.

 

Gerade in den Ländern, in denen es schon vor der Pandemie wenig Vertrauen zwischen Bevölkerung und Regierung gab, die Pressefreiheit eingeschränkt, soziale Sicherungssysteme nicht vorhanden und kritische Infrastruktur nicht ausgebaut waren, wird es um so schwieriger, Einschränkungen im Lebensalltag wie Ausgangssperren durchzusetzen, zumal ja gleichzeitig kaum Unterstützung von staatlicher Seite zu erwarten ist. Dies kann bei der Überlappung der verschiedenen Krisen deren ohnehin riskantes Aufschaukeln zusätzlich antreiben.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Von Jan Rübel

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Von Stig Tanzmann

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Von Marcellin Boguy

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

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(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Von Tilman Wörtz

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Von Jenny Walther-Thoß

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Von Nadine Babatounde und Anne Floquet

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Von Michael Brüntrup

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Eine Partnerschaft im Kampf gegen Hunger

Von GAFSP

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (GAFSP) wurde 2010 von den G20-Staaten als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2008-09 ins Leben gerufen, um sowohl öffentliche als auch private Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen. Ein Überblick über Ansatz, Ergebnisse und Wirkung des Programms.

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Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht´s denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des  World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Von Dr. Agnes Kalibata

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

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Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA. Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus

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(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Von Dorothea Hohengarten

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft.

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Von Stig Tanzmann

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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Interview mit Ceres-Expertin: "Es war noch nie so möglich"

Carin Smaller über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

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5 Fragen an Gunther Beger (BMZ): Was ist zu tun?

Interview mit Gunther Beger (BMZ)

Was kostet es, den Hunger in der Welt bis 2030 nachhaltig zu beenden? Diese Frage stellte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und beauftragte zwei Forschungsteams, eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse der Studien wurden am 13. Oktober im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt.

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Podcast: Den Hunger in der Welt gemeinsam bekämpfen

Kanzlerin Angela Merkel im Podcast

Zum Auftakt der Welternährungswoche rund um den Welternährungstag am 16. Oktober eine eindeutige Botschaft: Kanzlerin Angela Merkel betont, dass der Kampf gegen den weltweiten Hunger nur mit internationaler Verantwortung und Solidarität erfolgreich sein wird.

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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"Landwirtschaftliche Forschung löst den gordischen Knoten"

Interview mit Weltbank-Vize Jürgen Vögele

Die Agrarforschungsorganisation CGIAR stellt sich systematisch neu auf. Wir sprachen mit Jürgen Vögele, Vice President for Sustainable Development der World Bank, über die bisherigen Fortschritte - und erörtern, was gebündelt getan werden muss, um in zehn Jahren weltweiten Hunger zu stoppen.

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Schranken wegen der Pandemie: Antworten der Kleinbauern

Eine Studie des SLE

Der Lockdown wegen COVID-19 traf die Wirtschaft stark - darunter besonders die Landwirtschaft mit ihren Lieferketten und Absatzmärkten. Welche kreativen Umgangsstrategien haben die Betroffenen dabei gefunden? Das Seminar für ländliche Entwicklung hat hierzu eine Forschungsstudie begonnen.

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5 Fragen an Jann Lay: Was macht Corona mit der Wirtschaft?

Interview mit Jann Lay (GIGA)

Die Corona-Pandemie trifft die Volkswirtschaften weltweit sehr hart - doch die Entwicklung in afrikanischen Ländern ist durchaus divers. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten, Resilienzen und Verwundbarkeiten. Woran liegt das? Apl. Prof. Jann Lay vom GIGA-Institut gibt Antworten.

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5 Fragen an den SEWOH-Beauftragten Dirk Schattschneider

Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Seit etwa einem Jahr ist Dirk Schattschneider Beauftragter für die Sonderinitiative „EINE WELT ohne Hunger“ (SEWOH) im Bundesentwicklungsministerium (BMZ). Im Interview blickt er auf die Herausforderungen des letzten Jahres zurück und wirft gleichzeitig einen Blick in die Zukunft.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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Streitgespräch: Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Von Jan Rübel

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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