Landflucht? Landleben!

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft.

Um die Saucen und Säfte zur konservieren, müssen einige Arbeitsschritte durchlaufen werden. (c) Dorothea Hohengarten/GIZ

Dorothea Hohengarten

Dorothea Hohengarten berichtet über Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in Krisengebieten. Nach Stationen unter anderem bei SWR, Deutschlandfunk und Deutscher Welle arbeitet die Hörfunk-, TV- und Onlinejournalistin für die GIZ.

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

GIZ

Kaum einer reist nach Merere, der nicht von hier kommt. Die wenigen Jeeps, Lastwägen und vollbepackten Kleinbusse, die sich auf den langen Weg dorthin machen, weichen Fußgängern aus. Sie hupen Hirtenjungen und Vieh an und weichen unzähligen Schlaglöchern aus. Immer wieder fehlt ein Stück der buckeligen Piste, weggespült vom letzten Starkregen. Eineinhalb Stunden Fahrt nachdem die letzte asphaltierte Straße endet, erreichen die Wagen das Dorf mit seinen wenigen hundert Einwohnern. Das Gras und die Bäume auf den Hügeln leuchten hellgrün. Auf den Feldern wurde Hirse, Sorghum, Weizen, Linsen und das traditionelle äthiopische Getreide Teff gesät. Tomaten und Kürbisse wachsen in Gärten zwischen Hütten mit Wellblechdächern.

 

Es ist Regenzeit, alles steht im Saft. Doch die Üppigkeit täuscht: Fast die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren in der Region leidet an chronischer Unterernährung. Auch einem Großteil der Schwangeren und Stillenden fehlt es an wichtigen Nährstoffen. Vor allem in der neunmonatigen Trockenzeit werden die Lebensmittel in Merere knapp.

 

 

Über den Tellerrand denken

Die GIZ unterstützt hier im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray Menschen dabei, sich besser zu ernähren. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt ein Projektteam gemeinsam mit Behörden und Partnern das Programm „Ernährungssicherung und Resilienzstärkung“ der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger um. 

 

Das Motto: Über den Tellerrand denken. „Nicht eine einzelne Maßnahme macht Ernährung sicherer. Es müssen mehrere Maßnahmen als guter Mix ineinandergreifen – dann entsteht Widerstandsfähigkeit“, erklärt Muez Teare, leitender Mitarbeiter des Projekts in Tigray.

(c) Jörg Böthling

Konkret heißt das: Bauernfamilien lernen, dass gemischter Anbau von rosa Süßkartoffeln, Kohl, Möhren, Mangold, roter Bete und Tomate die Basis für eine sichere, vielseitige Ernährung bildet. Grundnahrungsmittel, vor allem Getreide, werden mit Mikronährstoffen wie Zink, Jod und Eisen angereichert. Schwangere und Stillende lernen in Schulungen wie gesunde Nahrung für Babys und reichhaltiges Essen für sie selbst zubereitet wird. 

 

Mehr als 50.000 Menschen erhalten Filter und Kanister für sauberes Trinkwasser – denn bislang werden häufig verunreinigte Oberflächenwasser zum Trinken und Kochen genutzt. Durch Hygienetrainings und den Bau von Latrinen sollen Durchfallerkrankungen vermieden werden, da diese lebenswichtige Nährstoffe kosten können.

Dass der Weg aus dem Hunger Jobperspektiven bieten kann, zeigt ein Workshop im Gemeindehaus von Merere. 15 junge Männer und Frauen scharen sich um einen Mixer, der durch eine Solarzelle auf dem Dach betrieben wird. Als Landlose gehören sie zur ärmsten Bevölkerungsgruppe. Ihnen fehlt es an Perspektiven, was jährlich zehntausende vom Land in die Städte treibt. 

 

Doch diese 15 wollen bleiben und sie sind gerade dabei eine Firma zu gründen.  Ihr Geschäftsmodell: Zum einen wollen sie für Bauern Lebensmittel haltbar machen, damit es auch in der Trockenzeit genug zu essen gibt. Zum anderen wollen sie die Ernteüberschüsse verpacken und verkaufen. Zum Beispiel Tomaten, die zum größten Teil im Dezember und Januar reif werden, aber zu dieser Zeit im Verkauf nur wenig Geld einbringen, da der Markt gesättigt ist. Viele Tomaten verderben also, weil sie nicht verkauft werden. Später im Jahr steigen Nachfrage und Preise dann wieder. Dieses Phänomen wollen die neuen Unternehmer und Unternehmerinnen in Merere für sich nutzen.

 

Innovation durch Low-Tech

(c) Dorothea Hohengarten/GIZ
Alle scharen sich um den Mixer im Gemeindehaus von Merere. (c) Dorothea Hohengarten/GIZ

Gelingen soll ihnen das durch den Einsatz von Low-Tech-Geräten, die leicht gewartet und gepflegt werden können. Eine Solarzelle, ein Solarkocher, ein Mixer, ein Vakuumiergerät, eine einfache Ölpresse. Die meisten Geräte sind für das Dorf eine Innovation.

In Workshops vermittelt GIZ-Mitarbeiter Gregor Schwarzer der Gruppe, wie die Tomaten haltbar gemacht werden können: Die pürierten Tomaten werden gesiebt, mit einem Solarkocher im Hof des Gebäudes gekocht und dann in Glas- und Plastikflaschen gefüllt oder in Beuteln vakuumiert. Die Plastikverpackung soll allerdings nur eine Übergangslösung sein. „Vorerst müssen wir damit arbeiten, denn auf den holprigen Straßen würden Glasflaschen den Transport in die Stadt nicht überstehen“, erklärt Schwarzer.

Auch Honig, den viele Bauernfamilien in eigenen Bienenkörben auf ihren Höfen produzieren, wird verarbeitet. Die Gruppe erwärmt den Rohhonig und filtert Waben- und Bienenteile heraus. So entsteht ein sauberes, hochwertiges Produkt, wie es die äthiopischen Verbraucher, besonders in den Städten, zunehmend nachfragen.

 

 

Besseres Öl aus lokaler Produktion

(c) Dorothea Hohengarten/GIZ
Aus diesen Samen wird in Merere das hochwertige Nigersaat-Öl gewonnen. (c) Dorothea Hohengarten/GIZ

Außerdem schmeißen die Männer und Frauen helle Distelkerne und schwarze Nigersaat in die Ölmühle, die durch eine Kerze erwärmt wird, und drehen an der Kurbel. Das ist harte körperliche Arbeit, aber das Ergebnis gefällt allen: Das Öl tropft trüb und schwerfällig in ein Glas.

 

Gregor Schwarzer entwickelte die schlichte Presse, die ursprünglich aus Deutschland kommt, mit einem äthiopischen Maschinenbauer in der Großstadt Mekele weiter. Bald soll das Gerät in Serie produziert werden und viele Menschen, in Tigray und anderen Regionen, könnten davon profitieren. „Die meisten Haushalte hier nutzen zum Kochen kaum noch ihr hochwertiges Nigersaat-Öl, das traditionell in Mörsern gewonnen wird. Sie kaufen stattdessen das weniger gesunde Palmöl. Mit diesem Gerät wird es für sie wieder einfacher, auf gute Öle zurückzugreifen.“

Bis die jungen Frauen und Männer aus Merere tatsächlich mit ihrem Kleinunternehmen starten und ihre Produkte vertreiben können, liegen noch einige Workshops vor ihnen, denn viele unternehmerische Fragen müssen noch geklärt werden. Wie viel Geld werden die Bauern bereit sein zu zahlen, um ihre Produkte haltbar zu machen? Wie viel ihrer Ernte werden sie weiterverkaufen wollen? Wie sollen die Produkte verpackt werden, was sollen sie kosten und wie sehen die Etiketten aus? Wie können Honig, Tomaten und Öl dann aus Merere weitertransportiert werden und wer in der Stadt wird sie verkaufen und kaufen?  Die GIZ unterstützt die Gruppe dabei, in den kommenden Monaten Antworten auf diese Fragen zu finden und ein Verfahren zu entwickeln, dass vielleicht auch für andere Regionen erfolgsversprechend ist.   

 

Markos Yihdego (40), verheiratet, Vater einer neunjährigen Tochter, ist der Anführer der Gruppe – er möchte viel erreichen:   

 

„Wir sind diejenigen, die kein Land mehr erben können - die Felder unserer Eltern sind klein, es reicht nicht für alle Kinder. Also ist das, was wir hier aufbauen, unsere Chance auf ein gutes Leben. Die Geschäftsidee sieht so aus: Wir machen Tomaten haltbar. Wir pressen Speiseöl. Wir reinigen Honig. Das alles tun wir für die Kleinbauern im Dorf, als Dienstleistung, gegen kleines Geld. Wir möchten die Produkte auch im Auftrag der Bauern in die Stadt verkaufen. Ich glaube, dafür gibt es eine große Nachfrage! Stadtleute wollen gutes Essen in sauberer Verpackung. Aber wir sind noch ganz am Anfang. Zum Beispiel müssen wir unser Solarsystem noch ausbauen, damit wir Sonnenenergie zuverlässig in Strom für unsere Maschinen umwandeln können. Alle müssen auf demselben Stand sein, was die Bedienung der Geräte angeht – da müssen einige noch üben. Und wir wollen lernen, wie Vermarktung funktioniert – wo sind unsere Käufer, wie erreichen wir sie. Wo ich unsere Firma in zehn Jahren sehe? Sie hat eine moderne Ausstattung. Jeden Monat bekommt jeder Teilhaber etwas Gewinn ausgeschüttet. Hier im Dorf essen alle rund ums Jahr gut - auch gegen Ende der Trockenzeit, wenn die Lebensmittel sonst immer knapp werden – sie haben ja dann eingemachtes Gemüse. Und ich lebe mit meiner Familie in einem kleinen, schönen Haus.“

 

 

Alganesh Gebrehiwet (21), verheiratet, Mutter von zwei Mädchen (2 und 5 Jahre), presst kraftvoll Öl aus Distelsamen und will den Wandel:

 

„Wir wohnen noch bei der Familie meines Mannes. Wir haben kein Land. Für mich muss sich hier viel verändern - ich will ein besseres Leben. Ich träume von einem Haus mit Stromanschluss, in der nächstgrößeren Stadt Abi Adi. Und ich wünsche mir eine gute Ausbildung für meine Töchter. Das geht nur, wenn ich Geld sparen kann. Das will ich hier verdienen. Ich bin froh, dass ich mit anderen motivierten Leuten zusammen eine Firma gründen kann. Ich glaube, unser großes Pfund sind die Tomaten: Wir sammeln sie ein, wenn sie richtig reif sind, wenn Ende Dezember, Anfang Januar die Preise so tief fallen, dass der Verkauf kaum lohnt. Dann machen wir sie haltbar und verkaufen sie zu für einen guten Preis. Unsere ersten Einnahmen werden wir investieren, in bessere Maschinen und unser eigenes Produktionsgebäude.“

 

Zerferu Glemdhin, 28, verheiratet, Vater eines dreijährigen Mädchens, liebt die Arbeit mit Geräten:

 

„Ich kenne mich gut mit Kühen und Honigbienen aus - aber weil ich kein eigenes Land habe, muss ich mich bisher als Tages-Feldarbeiter durchschlagen. Was man da verdient, reicht gerade mal zum Überleben. Wenn ich an meine Zukunft denke, dann gibt es genau zwei Möglichkeiten für mich: mein Dorf zu verlassen und in die Stadt zu gehen, oder hier in meiner Heimat was Neues aufzubauen. Ich will hierbleiben. Das ist mein Zuhause. Ich glaube, was wir mit unserer kleinen Firma herstellen, werden die Leute lieben! Wir sind die ersten weit und breit, die so was machen – verpackte Tomaten, glasklaren Honig. Am meisten macht mir das Verarbeiten der Tomaten Spaß. Mit den Geräten, die so sauber und präzise arbeiten – das ist eine tolle Sache!“

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Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Michael Kühn (WHH)

Der Klimawandel ist für die Menschen im Globalen Süden längst im Alltag angekommen. Mit welchen Auswirkungen kämpfen die Betroffenen und welche Forderungen ergeben sich daraus für die Klimakonferenz?

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

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"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Ein Beitrag von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

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(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Ein Beitrag von Solomon King Benge

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Ein Beitrag von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Ein Beitrag von Marcellin Boguy (Notre Voie)

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

"Wir sind eben doch kein Uber für Traktoren"

Interview mit Jehiel Oliver

Jehiel Oliver arbeitete erfolgreich im Consulting. Dann stieg er aus dem Investmentbanking aus und wurde Sozialunternehmer. Seine Mission: Traktoren für Afrika, und zwar auf Miete! Wie kam er darauf? Das beantwortet im Gespräch mit Jan Rübel.

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Silicon Valley für Afrikas Agrar-Start-ups

Ein Beitrag von Michel Bernhardt (GIZ)

Das Vorhaben “Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups" (SAIS) unterstützt afrikanische Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich dabei ihre digitalen Innovationen zu skalieren und so eine größere Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zu erreichen.

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