Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

Bäuerinnen wenden ihre erlernten Kenntnisse zu ernährungssensitiver Landwirtschaft an. c) Klaus Wohlmann

Benin ist ein Land mit zehn Millionen Einwohnern, fast die Hälfte von ihnen lebt noch immer in ländlichen Gebieten. Man könnte meinen, dass das Leben im Dorf eine Garantie für gute Ernährung ist, da es dort möglich ist, Felder zu bestellen und Tiere zu halten. Tatsächlich gibt es Armut eher im ländlichen als städtischen Bereich, auch Unterernährung ist dort ein größeres Problem. Im Süden Benins sind die landwirtschaftlichen Betriebe sehr klein – wie können sie fünf oder sechs Menschen auf zwei oder drei Hektar ernähren? In Zentralbenin sind die Betriebe etwas größer, aber die Regenfälle sind unvorhersehbar und die Dörfer häufig von der Außenwelt abgeschnitten.

Foto eines Dorfes in Ouinhi mit ein paar Häusern und einer Hausfrau, die Schüsseln wäscht. Regenwasser wird in großen Tontöpfen unter den Dächern gesammelt. © CEBEDES

Ein Drittel der Kinder zwischen 6 und 59 Monaten weist ein verzögertes Wachstum auf: Als Folge von wiederholtem Ernährungsstress und verzögerter Behandlung von Krankheiten passt sich der Körper der Kinder an, indem er die Wachstumsgeschwindigkeit reduziert. Verzögertes Wachstum ist das sichtbare Symptom, aber diese Belastungen haben oft noch andere Auswirkungen auf die Fähigkeiten der Kinder.

 

Bevor sich bei Kindern Wachstumsverzögerungen zeigen, leiden sie an Episoden von akuter Auszehrung (Abmagerung). Laut des Berichts zur Umsetzung eines regierungseigenen Ernährungsprojekts im Jahr 2016 beträgt der Prozentsatz der akuten Unterernährung in den Interventionsgebieten 2,7 Prozent in Ouinhi, 4,2 Prozent in Zè und 3,6 Prozent in Ouèssè. Die Messung des Oberarmumfangs von Kindern im Alter von 6 bis 59 Monaten ermöglicht eine rasche Identifizierung von Kindern mit akuter Unterernährung (rot = akute Auszehrung).

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Die Erfahrungen von Pascaline Tononongbe

Pascaline Tonogbe ist 38 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 4 Kindern. Sie lebt in einem Dorf namens Zè, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, ist aber wegen ihrer begrenzten Mittel nur einmal dort gewesen. Sie ist nie zur Schule gegangen. Sie blieb zu Hause, um ihren Eltern auf dem Feld zu helfen und sich um die Neugeborenen ihrer Mutter zu kümmern. Als Erwachsene heiratete sie den Landwirt Benjamin Awede, der nur ein Hektarerbte und ein Hektar pachtete. Der Haushalt muss einen Teil seiner Mais-, Maniok- und Bohnenernte verkaufen, um die notwendigen Ausgaben für Schulbildung, Gesundheit, Kerosin für die Lampe, Seife, Salz und Reparaturen an den Häusern zu decken. Der Rest reicht kaum aus, um die familiäre Versorgung über einige Monate hinaus zu sichern; dann nimmt die Qualität der Saucen, die das Grundnahrungsmittel begleiten, ab, und auch allmählich die Mengen und die Anzahl der Mahlzeiten.

 

Eines Tages trifft Pascaline Tononongbe eine Feldberaterin der Nichtregierungsorganisation CEBEDES, die jeden Monat in Pascalines Dorf kommt, um die kleinen Kinder zu wiegen. Sie rät ihr und den anderen Frauen im Dorf, möglichst viel frisches Gemüse, Fleisch und Fisch auf den Speiseplan zu setzen, um die Ernährungssituation der Familien durch nahrhaftere Mahlzeiten zu verbessern. Doch die Umsetzung gestaltete sich schwierig: Sie und viele andere im Dorf bauten bisher nur wenig Gemüse an und betrieben keine Tierhaltung. CEBEDES schlug deshalb vor, einen Lehrgarten zu eröffnen, in dem die Techniken zur Bewirtschaftung eines Obst- und Gemüsegartens mit Kleintierhaltung gelehrt und eingeübt werden sollten. Auch Pascaline und ihr Mann beteiligten sich interessiert an dem Projekt.

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Zucht von Riesenschnecken in den Schulgärten der Gemeinden Ouinhi und Zè © CEBEDES

 

Das Programm der intergrierten Hausgärten

MISEREOR unterstützt die Nichtregierungsorganisation CEBEDES, damit ein Techniker jedes Jahr etwa 15 Lehrgärten mit 15 bis 25 Teilnehmern betreiben und betreuen kann. Ein Jahr lang bewirtschaften sie einen agrarökologischen Garten und lernen alle bewährten Verfahren wie Kompostieren, die Auswahl der Arten, Herstellung und Verwendung von Biopestiziden, Sammeln von Regenwasser zum Bewässern sowie Mulchen kennen. Am meisten werden eisenreiche Blattgemüse angebaut, die in der traditionellen Küche verwendet werden, aber einige Gärtnerinnen probieren auch gerne neue Gemüse aus. Jeder Lehrgarten wählt zudem mindestens eine Tierart für die Zucht aus: Geflügel in einfachen Ställen (normalerweise laufen sie überall frei herum), Riesenschnecken oder Welse in kleinen Teichen.

 

Spätestens nach einem Jahr Ausbildung werden die Teilnehmerinnen dabei unterstützt einen eigenen Garten anzulegen. So sind nach zwei Jahren 507 Einzelgärten und 45 Schulgärten in drei Kommunen entstanden.

Traditionell werden Schnecken in Feuchtgebieten im Busch gesammelt und Welse in Flüssen und Teichen gefangen. Diese Arten sind widerstandsfähig. Forscher und Produzenten haben gelernt, wie man sie domestizieren kann, und es stehen einfache Haltungsmethoden zur Verfügung. Die produzierten Mengen an Schnecken und Fisch lassen sich leicht absetzen, so dass die Kosten durch den Verkaufserlös gedeckt sind. Ein Teil der Produktion dient jedoch der Ernährung der eigenen Familie.

 

Zucht von Welsen in den Schulgärten der Gemeinden Ouinhi und Zè © CEBEDES
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Die Erfahrungen von Sébastienne Tolokin

Sébastienne Tolokin erzählt uns, was sie erlebt hat. "Letztes Jahr habe ich an den Schulungen im Lehrgarten von Lokossa in der Gemeinde Ouessè teilgenommen. Wir haben viel über den agrarökologischen Gartenbau und die Hühner- und Schneckenzucht gelernt. Die Ernten aus dem Lehrgarten wurden verwendet, um für die Mütter der Kinder im Dorf während der Ernährungserziehungskurse Kochvorführungen zu veranstalten, die Haushalte der Kursteilnehmer zu ernähren und sie wurden auch verkauft, um die geschulten Mitglieder beim Anlegen ihrer eigenen Gärten zu unterstützen.

 

Gleichzeitig war ich auf der Suche nach einem Platz für meinen eigenen Garten, den mir mein Schwiegervater schließlich überlassen hat. Mein Mann half mir, ihn mit Ölpalmenzweigen einzuzäunen. Ich habe 15 Beete angelegt und verschiedene Gemüse angebaut. Mit den Ernten aus meinem Garten bereite ich verschiedene nahrhafte Mahlzeiten für meinen Haushalt zu, und manchmal wird der Überschuss verkauft und die Einnahmen aus dem Verkauf werden verwendet, um meinem Mann zu helfen, die Bedürfnisse unserer Kinder in Bezug auf Schulbildung, Gesundheit und den Kauf von Grundnahrungsmitteln zu decken. Der Garten ist eine sehr gute Tätigkeit, denn er hat sowohl die Qualität als auch die Menge der Lebensmittel für meinen Haushalt verbessert und mich zufriedener gemacht. Nächstes Jahr plane ich, meinen Garten zu erweitern.

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Frauen jäten ihr Feld, das sie mit Leguminosen (Niebe + Goussi) bepflanzt haben um den Boden zu verbessern. Foto: Klaus Wohlmann

 

Die Aktivitäten von CEBEDES rund um die Hausgärten weckte auch das Interesse der kommunalen Dienste. Sie werden vierteljährlich über den Fortschritt des Programms informiert. Zudem organisiert CEBEDES Feldbesuche für die landwirtschaftlichen Dienste und die Sozial- und Gesundheitsdienste. Dieser Pilotbetrieb kann somit repliziert und erweitert werden. Der Bürgermeister der Gemeinde Ouessè, zufrieden mit dem Ansatz zur Bekämpfung der Unterernährung in seiner Gemeinde, bezeugt: CEBEDES hatte mit der Ernährungserziehung begonnen, indem sie Schwangeren, jungen Müttern von Kindern im Alter von 0 bis 59 Monaten Ernährungsberatung gab.

 

Seit 2018 deckt die Nichtregierungsorganisation durch ihr integriertes Familiengartenprojekt den Bedarf an der Verfügbarkeit bestimmter Nahrungsmittel für die Umsetzung der Beratung der Gemeinden. Der Verzehr von Obst und Gemüse und anderen tierischen Produkten, die von den Feldberaterinnen während der Ernährungserziehungssitzungen für eine gute Ernährung empfohlen werden, ist für die Gemeinden nicht leicht umzusetzen, da unsere ländlichen Haushalte arm sind und diese Nahrungsmittel nicht zu allen Jahreszeiten zur Verfügung stehen.

 

CEBEDES unterstützt Haushalte bei der Ausbildung in agrarökologischen Fragen und in der kleinbäuerlichen Fisch-, Hühner- und Schneckenzucht. Wir besuchten die Gärten mehrere Male und diskutierten mit den Begünstigten. Es wurden zufriedenstellende Ergebnisse erzielt, und wir können diesen Ansatz nur begrüßen und unterstützen, indem wir den Frauen Land, das zur Gemeinde gehört, zur Verfügung stellen, damit sie ihre landwirtschaftlichen Betriebe erweitern können und auch diejenigen, deren Zugang zu Land ein Hemmnis darstellt, von den Früchten des Gartens profitieren können. Wir werden die mit den landwirtschaftlichen Diensten eingerichteten Gärten weiterhin begleiten, damit diese Tätigkeit am Ende des Projekts fortgesetzt werden kann.

Eine Gärtnerin in ihrem eigenen Garten © CEBEDES

 

CEBEDES strebt an, nach der laufenden Pilotphase in den Regelbetrieb überzugehen. Der entwickelte Ansatz ermöglicht es, schon mit geringen Investitionen mit der Produktion von Gemüse zu beginnen. Die Erweiterung der Gärten kann schrittweise erfolgen und durch Kleintierhaltung wie verbesserte Hühnerhaltung, Fisch- und Schneckenzucht ergänzt werden. Die Techniker des Projekts verfassen technische Merkblätter und Handbücher, die auf ihren Erfahrungen mit den Gärtnerinnen basieren. Dieses Material wird in diesem Jahr zur Schulung anderer interessierter Nichtregierungsorganisationen und Betreiber verwendet, so dass der Ansatz von CEBEDES auch in anderen Gemeinden Verbreitung findet, zum Beispiel als Ergänzung zum nationalen Ernährungserziehungsprogramm.

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Nadine Babatounde

Die ausgebildete Agraringenieurin Nadine BABATOUNDE engagiert sich seit mehreren Jahren im Kampf gegen Unterernährung durch die Umsetzung mehrerer Projekte zur Verbesserung der Ernährung von gefährdeten Zielgruppen wie Frauen und Kindern. Sie begann bei CEBEDES als Animatorin des Ernährungsprogramms und setzte ihre Führungsqualitäten schnell als Teamleiterin, dann als JARDALIM-Projektleiterin ein. Letztere Position bekleidet sie derzeit innerhalb der NRO.

Anne Floquet

Anne Floquet ist Agraringenieurin, hat an der Universität Hohenheim promoviert und arbeitet seit den 1990er Jahren in Benin mit der NRO CEBEDES zusammen. Auch lehrt sie an der Universität und forscht zusammen mit Landwirt(inn)en. Durch Gespräche mit Frauen, die von den Ernährungsanimatorinnen der NRO betreut werden, entstand die Idee für ein Programm für Familiengärten.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Schulmahlzeiten: Eine Chance für Geschlechtergerechtigkeit

Ein Beitrag von Carmen Burbano de Lara (WFP)

Neben den bekannten Folgen der Corona-Maßnahmen für Erwachsene, führten Schulschließungen dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder nicht mehr die Schule besuchen konnten. Schulmahlzeiten sind jedoch vielerorts die einzige Mahlzeit für Kinder. Ohne Zugang zu diesem Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder Hunger, Armut und Mangelernährung.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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Wie der Selbsthilfe-Ansatz kleinbäuerliche Frauen stärkt

Ein Beitrag des INEF und der Kindernothilfe

Die Förderung kleinbäuerlicher Frauengruppen über Selbsthilfe-Ansätze leistet einen entscheidenden Beitrag zur ökonomischen Stärkung der ländlichen Betriebe. Über die Organisation und die verbundenen Gruppenaktivitäten kann extreme Armut reduziert und die Ernährungssituation verbessert werden.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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Die menschliche Finca

Interview mit Marvin Antonio Garcia Otero

Im Osten El Salvadors kultivieren Campesinos ein Selbstbild, das auch die Jugend auf dem Land halten soll. Mit Hilfe der Caritas haben sie die Anbaumethoden ihren Böden und Traditionen angepasst - die beste Versicherung gegen Landflucht und Kriminalität, sagt Marvin Antonio Garcia Otero, der stellvertretende Direktor der Caritas in der Diözese San Miguel.

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"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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Die Lage der Ernährungssicherheit in Kapstadt und St. Helena Bay

Eine Studie von Markus Hanisch, Agustina Malvido, Johanna Hansmann, Alexander Mewes, Moritz Reigl, Nicole Paganini (SLE)

Nach dem COVID-19-Lockdown: Wie marginalisierte Gemeinschaften in Food-Governance-Prozesse einbezogen werden könnten - eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer digitalen und partizipativen Studie des SLE.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Das Leben ihrer Träume – Was sich Kinder wünschen

Ein Interview mit Gnininkaboka Dabiré und Innocent Somé

Später einmal selbst Landwirt werden, oder doch lieber einen anderen Beruf ergreifen? Zwei Jugendliche aus Burkina-Faso sprachen mit Vertretern der Dreyer-Stiftung über die Höfe ihrer Eltern, das Berufsbild Bauer und die eigenen Zukunftspläne.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Die Demografie und die Megatrends der Zukunft

Ein Beitrag von Jan Rübel

Was passiert, wenn junge Leute den Ländlichen Raum verlassen? Wie erreicht eine Region den so genannten demografischen Bonus – und wie erntet sie die demografische Dividende? Eine Reise in die Welt der Bevölkerungswissenschaft zeigt: Am wichtigsten ist die Stärkung von Frauenrechten und Bildung. 

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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