Kein Regenwald für unseren Konsum

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

Ich bin ein Alternativtext
Für die Produktion von Palmöl werden weltweit wertvolle Regenwälder abgeholzt. (c) Ronald Frommann

Jenny Walther-Thoß

Jenny-Walther-Thoss

Jenny Walther-Thoß ist Referentin für Nachhaltige Biomasse beim WWF Deutschland, Bioenergy – Lead WWF International und Mitglied des Standard & Zertifizierung Teams des WWF International. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften in Berlin begann sie, als freie Auditorin in der Bio-Kontrolle und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im FG Ressourcenökonomie der HU zu arbeiten.

World Wide Fund For Nature (WWF)

WWF

Als die französische Umweltministerin Ségolène Royal vor zwei Jahren dazu aufrief, Nutella zu boykottierten, weil darin Palmöl enthalten sei, gelang ihr der Sprung in die Schlagzeilen. Die Freude über das Medienecho währte allerdings nur kurz, denn die Ministerin ruderte schon tags darauf zurück, weil sie mit Ferrero ausgerechnet ein Unternehmen ins Visier genommen hatte, das sich zumindest um Transparenz und einen verantwortlichen Anbau der Ölpalmen bemüht. Hätten die Franzosen den Boykottaufruf ernst genommen und auf alle Produkte, in denen das Pflanzenfett enthalten ist, ausgeweitert, wären die Regale in den Supermärkten ziemlich leer geblieben. Inzwischen ist das Öl aus den Tropen in jedem vierten Produkt zu finden. Darunter nicht nur Schokocremes, sondern auch Tütensuppen, Fertigpizzen, Lippenstifte und Waschpulver.

Das bedeutet, wir alle konsumieren jeden Tag Palmöl - ob wir wollen oder nicht.

Das Problem daran: Ölpalmen wachsen ausschließlich in den Tropenregionen. Für die Plantagen werden große Flächen Regenwaldes vernichtet. Damit ist unser Konsum an Süßigkeiten, Fast Food und Kosmetik mitverantwortlich für die Entwaldung in den Ländern des Südens, insbesondere in Indonesien und Malaysia. Die beiden Staaten haben immense Flächen an Regenwald verloren, Indonesien allein vom Jahr 2000 bis 2010 insgesamt fünf Millionen Hektar. Mit dem Wald verschwinden viele Tiere, die dort leben. 30 Prozent dieser Waldrodungen sind auf Palmöl zurückzuführen. Indonesien ist aufgrund von Abholzung und Zerstörung von Torfböden zum drittgrößten Kohlendioxid-Emittenten der Welt geworden, gleich hinter den USA und China.

 

Ein Boykott von Schokoaufstrichen in Europa ist dennoch wenig zielführend. Denn Ölpalmen sind sehr ertragreich: durchschnittlich 3,3 Tonnen pro Hektar. Würde man Palmöl durch andere Fette ersetzen, wären die ökologischen Folgen wohl noch drastischer. Bei Schokoaufstrichen kommt als Ersatz Kokos infrage. Kokospalmen wachsen unter ähnlichen Bedingungen und in ähnlichen Regionen wie Ölpalmen, sind aber weit weniger ertragreich. Raps, Kokos und Sonnenblume bringen nur rund 0,7 Tonnen Öl pro Hektar, Soja sogar noch weniger. Wird ein Mix aus Kokos-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl als Ersatz genommen, bräuchten wir rund 1,4 Millionen Hektar mehr Anbaufläche. Auch das ginge vor allem auf Kosten des Regenwaldes.

 

Eine weitere Bedrohung für Wälder und andere Naturlandschaften ist der wachsende Hunger nach Fleisch.

 

Auf Palmöl zu verzichten und einfach andere Fette zu verwenden, verschiebt das Problem also meist nur. Palmöl ist außerdem nicht das einzige Produkt, das in engem Zusammenhang mit Entwaldung steht. Eine weitere Bedrohung für Wälder und andere Naturlandschaften ist der wachsende Hunger nach Fleisch. Wälder werden für gigantische Rinderherden abgeholzt. Die wachsenden Sojafelder in Lateinamerika verschärfen das Problem zusätzlich: Die Eiweißpflanze landet dabei zum überwiegenden Teil im Futtertrog von Rindern, Schweinen und Geflügel. Neben Palmöl und Soja, wird der Regenwald auch für den Anbau von Kautschuk, Kaffee und Kakao gerodet.

 

In den letzten 50 Jahren wurde so mehr als die Hälfte des tropischen Regenwaldes zerstört. Schätzungen der FAO zufolge werden jährlich noch immer rund 7,6 Millionen Hektar Wald vernichtet, was etwa der Fläche Bayerns entspricht. Durch die Zunahme der Weltbevölkerung, die Anpassung von Konsummustern weltweit an die der Industrieländer sowie den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen wird sich der Druck auf die verbliebenen Primärwälder in Zukunft weiter erhöhen. Insgesamt gehen bis zu 80 Prozent des weltweiten Waldverlustes auf das Konto der Landwirtschaft. Besonders tropische Regenwälder sind von der zunehmenden Expansion der Ackerflächen betroffen.

 

Das Überleben von Millionen Menschen hängt vom Wald ab.

 

Der Schutz der Wälder ist eine der ganz großen globalen Aufgaben. Mit ihrem Verlust gehen nicht nur Naturparadiese mit einmalig hoher Biodiversität an Pflanzen und Tieren verloren, der Kahlschlag hat auch unmittelbar Konsequenzen für die Menschen. Nahrungs- und Einkommensmöglichkeiten und sogar ganze Lebensräume gehen verloren. Das Überleben von Millionen Menschen hängt vom Wald ab. Die Zerstörung der Wälder ist zudem ein wichtiger Treiber des Klimawandels. Die durch die Rodungen frei gewordenen Klimagase sind für 15 Prozent der jährlichen globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

 

Es ist an der Zeit, diese Entwicklung zu stoppen. Um die Umwelt und das Klima wirklich besser zu schützen, braucht es einen globalen Plan.

 

Die Palmöllieferketten sind komplex. Die Produktion erstreckt sich über mehrere Länder, viele Menschen sind daran beteiligt. Das stellt eine nachhaltige und faire Produktion vor große Herausforderungen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist der Handel. Konsumgüter und die darin enthaltenen Agrarrohstoffe sind häufig Teil globaler Lieferketten. Hier setzen der WWF und das Bundesentwicklungsministerium BMZ  gemeinsam mit Ihrem Projekt zu entwaldungsfreien Lieferketten an.

 

Das Ziel sind entwaldungsfreie nachhaltige Lieferketten.

 

Um wirklich etwas zu ändern, müssen alle Beteiligten einer Lieferkette einbezogen und geschult werden: Staaten, Unternehmen und Verbraucher. Das Ziel sind entwaldungsfreie nachhaltige Lieferketten. Unter entwaldungsfreien Lieferketten versteht man den Anbau von Rohstoffen, die Verarbeitung und den Verkauf von Produkten, wofür keine wertvolle Waldfläche oder andere Ökosysteme wie Savannen gerodet oder zerstört wurden.

 

Eine Grundvoraussetzung für entwaldungsfreie Lieferketten sind verlässliche Rahmenbedingungen in den Anbauländern. Zu häufig sind Waldschutzgesetze zu schwach formuliert, oder können nicht wirklich durchgesetzt werden. Anbauländer müssen dabei unterstützt werden, geschützte Gebiete einzurichten und zu erhalten. Innerhalb eines bestimmten Zeitraums darf in einem festgelegten Gebiet nicht mehr Holz eingeschlagen als wieder aufgeforstet werden kann. Dabei müssen die Regierungen die unterschiedlichen Interessen und Ambitionen miteinander in Einklang bringen: Naturschutz, Sicherung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung und ressourcenschonende Landwirtschaft. Das ist keine leichte Aufgabe. Alle Akteure müssen in diesen Prozess einbezogen werden. Durch internationale Programme und finanzielle Förderung können sie zudem Walderhalt und Waldschutzmaßnahmen für Länder mit großen Waldvorkommen attraktiv machen.

 

Neben den Rohstoff liefernden Ländern tragen die Importländer eine Verantwortung. Einfuhrbedingungen wie Zölle oder Einfuhrverbote von Rohstoffen, bei deren Gewinnung Wald illegal gerodet wurde, können der globalen Entwaldung entgegenwirken. In der EU gibt es solch ein System bereits für Holz. Die Einfuhr aller Rohstoffe in die Europäische Union muss daher schrittweise an die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt werden. Erster Anknüpfungspunkt ist das Freihandelsabkommen der EU mit Indonesien und Malaysia. Handel soll Nachhaltigkeit fördern und nicht unterwandern. Es muss gelten: Fairhandel statt Freihandel.

 

Verbraucher sollten die Produkte von Unternehmen bevorzugen, die sich bei ihrer Einkaufspolitik transparent für nachhaltigen Anbau stark machen.

 

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Aufklärung und Sensibilisierung der Verbraucher, mit welchem Einkaufsverhalten sie Entwaldung verringern können. Verbraucher sollten durch ihre Kaufentscheidung dazu beitragen, die Produkte von Unternehmen zu bevorzugen, die sich bei ihrer Einkaufspolitik transparent für nachhaltigen Anbau und faire Produktion stark machen. Dabei ist die Identifizierung solcher Produkte manchmal gar nicht so leicht – zu groß ist die Vielfalt der Siegel. Orientierung bietet das Onlineportal www.siegelklarheit.de. Es zeigt, was sich hinter den einzelnen Siegeln verbirgt.  Mit gutem Beispiel voran gehen sollten die deutschen Behörden: Deutschland braucht verbindliche ökologische und soziale Nachhaltigkeitsstandards für die öffentlichen Beschaffung.

 

Noch nicht alle Nachhaltigkeitsstandards und Siegel enthalten jedoch so transparente und anspruchsvolle Kriterien, dass keine wertvollen Wälder und andere Ökosysteme mehr umgewandelt werden dürfen. Diese Standards müssen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und der Zivilgesellschaft konsequent weiterentwickelt werden. Ein leistungsfähiges Kontrollsystem zur Einhaltung einer entwaldungsfreien Lieferkette muss aufgebaut und umgesetzt werden.

 

Viele global agierende Unternehmen haben sich verpflichtet, nur Rohstoffe zu beziehen, für die kein Wald neu gerodet wurde. Nicht zuletzt müssen Unternehmen ihre Selbstverpflichtung jetzt zügig und transparent umsetzen. Auf dem deutschen Markt sollten in fünf Jahren nur noch Produkte von global arbeitenden Unternehmen angeboten werden, die aus nachprüfbaren nachhaltigen entwaldungsfreien Lieferketten stammen. Die gute Nachricht: Deutsche Lebensmittelhersteller und auch ausländische Firmen, die auf dem deutschen Markt vertreten sind, haben die Rolle als Vorreiter und Impulsgeber eingenommen. Über 50 Prozent des Palmöls, das in Lebensmitteln genutzt wird, sind laut Angaben des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) bereits mit einer Nachhaltigkeits-Zertifizierung ausgewiesen. Der weltweite Anteil von entsprechend ausgezeichnetem Palmöl liegt dagegen erst bei 18 Prozent.

 

Die Richtung stimmt und das Ziel lohnt jede Mühe: Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Ein Beitrag von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

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Quinoa could have a huge potential in Central Asia, where the Aral Sea Basin has been especially hard-hit by salinisation.

"Wir müssen alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren"

Ein Beitrag von Ismahane Elouafi (ICBA)

Süßwasserdefizite betreffen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Um dem entgegenzuwirken, wird sich unser globales Ernährungssystem ändern müssen, so unsere Autorin. Ein Plädoyer für mehr Forschung zu alternativen Nutzpflanzen und intelligenten Wasserlösungen.

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© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Ein Beitrag von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Ein Beitrag von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Ein Beitrag von Nadine Babatounde und Anne Floquet (MISEREOR)

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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„Ohne Entwicklung gibt es keinen Frieden"

Interview mit Karina Mroß 

Entwicklungszusammenarbeit - welchen Beitrag leistet sie zur Konfliktprävention? Was kann sie nachhaltig für den Frieden tun? Die Politikwissenschaftlerin Karina Mroß im Gespräch mit Raphael Thelen über Post-Konflikt-Gesellschaften und ihre Chancen auf eine friedliche Entwicklung.

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(c) GIZ

Jugendbeschäftigung im Ländlichen Raum

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Somit erhöht sich sowohl der Bedarf an Nahrungsmitteln als auch an produktiven Beschäftigungsmöglichkeiten. Jugendlichen im ländlichen Raum bessere Beschäftigungsperspektiven bieten, das ist eines der Ziele des Sektorvorhabens. Denn die junge Bevölkerung ist der Schlüssel zu einer modernen und effizienten Agrarwirtschaft.

Ein Projekt der GIZ

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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(c) Kate Holt / Africa Practice

Investitionen mit Hebeleffekt

Ein Beitrag von Heike Baumüller, Christine Husmann, Julia Machovsky-Smid, Oliver Kirui und Justice Tambo

Wer Armut in Afrika verringern will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen. Welche Investitionen die größte Wirkung erzielen, lässt sich durch wissenschaftliche Kriterien definieren.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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Das Leben ihrer Träume – Was sich Kinder wünschen

Ein Interview mit Gnininkaboka Dabiré und Innocent Somé

Später einmal selbst Landwirt werden, oder doch lieber einen anderen Beruf ergreifen? Zwei Jugendliche aus Burkina-Faso sprachen mit Vertretern der Dreyer-Stiftung über die Höfe ihrer Eltern, das Berufsbild Bauer und die eigenen Zukunftspläne.

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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