Investitionen mit Hebeleffekt

Wer Armut in Afrika verringern will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen. Welche Investitionen die größte Wirkung erzielen, lässt sich durch wissenschaftliche Kriterien definieren.

(c) Kate Holt / AusAID, Katharina Zinn/ZEF
Burkina Faso: Reisbauern beim Dreschen in Bobo-Dioulasso. (c) Eli Wortmann-Kolundžija/ZEF

Heike Baumüller

Dr. Heike Baumüller

Dr. Heike Baumüller ist als Senior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), Universität Bonn, tätig und koordiniert die Begleitforschung für landwirtschaftliche Innovationen (PARI).

Christine Husmann

Dr. Christine Husmann

Dr. Christine Husmann arbeitet als Senior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) Universität Bonn.

Oliver Kirui

Dr. Oliver Kirui

Dr. Oliver Kirui aus Kenia ist als Senior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn beschäftigt.

Julia Machovsky-Smid

Julia Machovsky-Smid

Julia Machovsky-Smid ist als Projektadministratorin für die Begleitforschung für landwirtschaftliche Innovationen (PARI) am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), Universität Bonn, tätig.

Justice Tambo

Dr. Justice Tambo

Dr. Justice Tambo aus Ghana arbeitet als Senior Researcher am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn.

Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF)

Brot für die Welt

Der Großteil der Bevölkerung Afrikas ist in hohem Maße von der Landwirtschaft abhängig. Deshalb sind in diesem Bereich die Renditen von Investitionen in Form von geringerer Armut häufig am höchsten. Ist die Ernährung nicht gesichert, können außerdem Konflikte und damit Flüchtlingsströme die Folge sein. Innovationen in der Landwirtschaft können daher maßgeblich zur nachhaltigen Steigerung der Produktivität in Afrika, Ernährungssicherheit und Prävention von gewaltsamen Konflikten beitragen.

 

Gleichzeitig werden Umweltqualität und Ressourcen erhalten. Die Partner der „Begleitforschung für landwirtschaftliche Innovationen” (PARI), einem Forschungsprojekt von Institutionen in Afrika, Indien und Deutschland, widmet sich genau diesen Zusammenhängen und hat Bedingungen definiert, unter denen Investitionen besonders wirkungsvoll sind.

 

Investitionen in Forschung und Entwicklung

(c) Fuglie, K. et al. (2013), von Braun (2016)
Abbildung 1: Beitrag von Innovationen zur Produktivitätssteigerung. Quellen: Fuglie, K. et al. (2013); von Braun (2016)

Das derzeitige Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion in Afrika kann durch Investitionen in Forschung und Entwicklung unterstützt werden. In den vergangenen 15 Jahren haben die Länder südlich der Sahara die längste positive wirtschaftliche und landwirtschaftliche Entwicklung seit der Unabhängigkeit erlebt, die gute Voraussetzungen für erfolgreiche Investitionen bietet. Allerdings liegt trotz positiver Wachstumstrends die Produktion pro Kopf und die Produktivität von Arbeitskräften und Kapital in vielen afrikanischen Ländern noch unter dem Niveau der 1960er Jahre.   Für eine Steigerung dieser Zahlen sind Investitionen in Forschung und Entwicklung entscheidend (siehe Abbildung 1). Darüber hinaus ist Arbeitskraft das wichtigste Vermögen der armen Menschen. Deshalb ist die Verbesserung der Arbeitsproduktivität ein wesentlicher Faktor für sozial nachhaltiges Wachstum der landwirtschaftlichen Produktivität. 

 

Auf die Besonderheiten zugeschnittene Innovationen

(c) 2014 / Dixon, Garrity, Boffa
Abbildung 2: Landwirtschaftliche Diversität Afrikas (mit gekennzeichneten PARI Partnerländern). Datenquelle: Dixon, Garrity and Boffa (2014). Kartografie: Christine Husmann.

Innovationen müssen auf die Besonderheiten der landwirtschaftlichen Sektoren der Region zugeschnitten sein. Im Afrika südlich der Sahara existieren viele unterschiedliche Formen von landwirtschaftlichen Betrieben mit ganz eigenen Potenzialen und Herausforderungen, die sich auch innerhalb den Ländern erheblich unterscheiden (siehe Abbildung 2 und für weitere Details die afrikaweite PARI-Studie und die PARI-Länder-Dossiers). Die Mehrheit der Kleinbauern arbeitet auf Farmen mit weniger als zwei Hektar Land. Innovationen für das landwirtschaftliche Wachstum müssen die Herausforderungen und Potenziale dieser vielfältigen und überwiegend kleinen Betriebe berücksichtigen. Wichtig ist eine „nachhaltige Intensivierung“, die ökologische und sozioökonomische Ziele fördert und gleichzeitig die landwirtschaftliche Vielfalt erhält.

 

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit haben Priorität auf der politischen Agenda Afrikas. Die afrikanische Agrarpolitik ist von äußeren Einflüssen unabhängiger geworden. Die landwirtschaftliche Entwicklung ist heute ein wichtiger Schwerpunkt der Afrikanischen Union. Mit dem in 2003 eingeleiteten umfassenden afrikanischen Agrarentwicklungsprogramm (CAADP) haben sich die afrikanischen Länder vorgenommen, ein durchschnittliches landwirtschaftliches Wachstum von sechs Prozent pro Jahr zu erreichen, gleichzeitig die Armut zu verringern und die Ernährungssicherheit zu verbessern. Viele Länder machen deutliche Fortschritte auf diesen Gebieten.

Seit rund zehn Jahren zeigt der Agrarsektor in Afrika einen positiven Wachstumstrend, der jedoch noch lange anhalten muss, um als nachhaltig zu gelten. Zwar wächst die politische Unterstützung für Innovationen in der Landwirtschaft, beispielsweise durch die Wissenschaftsagenda für Landwirtschaft in Afrika (S3A) oder die Wissenschafts-, Technologie- und Innovationsstrategie für Afrika 2024 (STISA-2024). Dennoch wurden die Investitionen in Forschung und Entwicklung nicht ausreichend erhöht.

 

Im Rahmen von PARI wurden Kriterien und Prinzipien für die strategische Ausrichtung von Entwicklungsinvestitionen in Afrika identifiziert. Damit sind Investitionen gemeint, die nachhaltiges Wachstum unterstützen. Diese sollten im Einklang mit einer guten Entwicklungspraxis stehen. Hierbei wird die Führung durch die Partnerländer betont und die hohen erwarteten Erträge von Investitionen für nachhaltiges Agrarwachstum und Ernährungssicherheit berücksichtigt. 

 

a) Entwicklungsinvestitionen müssen ergebnisorientiert sein.

Sie müssen positive Wirkungen auf Hunger leidende Menschen, Einkommen und Beschäftigung für Kleinbetriebe und in ländlichen Gebieten, insbesondere für Jugendliche und Frauen, haben. Und sie müssen komparative Vorteile in der Produktion stärken. Auch sollten die Investitionen das Potenzial für eine weite Verbreitung haben. 

 

b) Entwicklungsinvestitionen müssen eine Verbindung zu bestehenden politischen Initiativen herstellen,

um die Kohärenz der Politik, insbesondere mit CAADP, zu gewährleisten. Sie sollten auch mit den oben genannten afrikanischen Initiativen zur Förderung von Innovationen im Agrarsektor harmonisiert werden. 

 

c) Investitionen sollten sich auf die Länder und Regionen mit dem höchsten Potenzial fokussieren.

Die Länder, die sich am besten für Entwicklungsinvestitionen eignen, können durch die Potentialanalyse der Leistung aller afrikanischen Länder südlich der Sahara in den vergangenen 10 Jahren anhand folgender Kriterien identifiziert werden:

  • Wurde landwirtschaftliches Wachstum erzielt (komparative Vorteile, Nachhaltigkeit, ernährungssensitive Landwirtschaft)?
  • Wird Innovation gefördert (Produktivität, Forschung, landwirtschaftliche Bildung)?
  • Unterstützt die Politik den Prozess (Beteiligung am CAADP-Prozess)?
  • Wird das Hungern der Menschen verringert (Zustand und Entwicklung der Mangelernährung)?

Erhebliche Fortschritte im CAADP-Prozess und Verbesserungen der Produktivität weisen auf politische Unterstützung und gute Investitionsbedingungen in einem Land hin. Die Zusammenarbeit mit Ländern, die nicht mit der Entwicklung einer Strategie begonnen haben, sollte deshalb in Frage gestellt werden. Die Investitionen sollten sich auf Länder konzentrieren, in denen der Hunger nach wie vor ein großes Problem darstellt. Jüngste Erfolge im Kampf gegen den Hunger können als guter Indikator für politische Bemühungen angesehen werden.

Nach diesen Kriterien gehören Äthiopien, Mosambik, Sierra Leone, Kenia, Niger, Malawi, Senegal, der Kongo (Brazzaville), Mali und Sambia zu den „Top 10“ - Ländern, wo Entwicklungsinvestitionen Sinn machen.

(c) 2016 / Torero, Maruyama
Abbildung 3: Subnationale Potentialanalyse: Ghana. Quelle: Torero and Maruyama (2016)

Des Weiteren ist eine Potenzialanalyse innerhalb eines Landes nötig, die deutlich macht, in welchen Regionen Investitionen zur Steigerung der Effizienz im Landwirtschaftssektor die größten Auswirkungen auf das Niveau von Armut haben könnten. Diese Daten werden von PARI durch eine Kombination von  landwirtschaftlichem Potenzial, landwirtschaftlicher Effizienz und Armutsdaten eines Landes ermittelt (siehe Abbildung 3 zum Beispiel Ghana, Progress Report).

 

d) Investitionen sollten sich an robusten Prinzipien orientieren.

Diese beinhalten eine gute Regierungsführung und niedrige Transaktionskosten der Investitionen. Außerdem sollten Prinzipien der Partnerschaft und strenge Überwachungs- und Evaluierungssysteme festgelegt werden, durch die Fortschritte im Hinblick auf die festgelegten Ziele gemessen werden können. Hier kann aus bereits laufenden Initiativen viel gelernt werden: Die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) hat zum Beispiel unabhängige Bewertungsgremien eingerichtet, die mögliche Investitionen bewerten. An dieser Stelle wäre eine Zusammenarbeit mit den Reform- und Dialogprozessen auf Landesebene wünschenswert, um  bestimmte Lerneffekte zu erzielen und Partnerschaften aufzubauen, die für die Verbreitung von Innovationen erforderlich sind.

Ein partnerschaftlicher Ansatz im Bereich der Landwirtschaft und Ernährungssicherheit zwischen Afrika und Entwicklungspartnern wie zum Beispiel Deutschland sollte sowohl auf die charakteristischen Stärken von Entwicklungspartnern, als auch auf die afrikanischen Bedürfnisse abgestimmt sein. Auf diese Weise können die Entwicklungsinvestitionen einen bedeutenden Beitrag zur Implementierung der afrikanischen Agenda insgesamt im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen leisten.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

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Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Nicht nur schmückendes Beiwerk

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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(c) Simon Veith

Der Big Bang ist möglich

Interview mit Joachim von Braun

Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen

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(c) DVV

Vernetzte Lebensräume in Subsahara-Afrika – Leben zwischen Stadt und Land

Im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ werden Forschungsergebnisse zu Transformationsprozessen und Gestaltungsinstrumenten in Subsahara-Afrika veröffentlicht.

Ein Projekt des SLE

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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Kakaoernte

Mehr Wirkung trotz knapper Mittel

Ein Beitrag von Jochen Moninger

Nur mit Innovationen und einer entsprechenden Skalierung können wir den Hunger in der Welt wie geplant bis 2030 abschaffen. Das Geheimnis liegt im Teilen und Vernetzen von Ideen – und wurde von einigen Initiativen bereits gelüftet.

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Von Donald Trump zu Joe Biden: Eine neue US-Afrikapolitik?

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach vier Jahren Donald Trump im Weißen Haus ist Zeit für eine Bilanz: Welche Politik verfolgte die republikanische amerikanische Regierung gegenüber afrikanischen Regionen? Und was wird sich nach der Wahlentscheidung zu Gunsten Joe Bidens in der neuen Legislaturperiode ändern? Eine Bestandsaufnahme.

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"Das Virus braucht kein Visum"

Interview mit Dr. Ahmed Ouma (CDC)

Regierungen in Afrika koordinieren ihren Kampf gegen Corona über das Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) der Afrikanischen Union. Die Kurve mit der Zahl der Neuinfektionen konnte bisher erfolgreich abgeflacht werden – warum erklärt Dr. Ahmed Ouma, stellvertretender Direktor des CDC im Gespräch mit Tilman Wörtz.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Ein Beitrag von Agnes Kalibata (AGRA)

Agnes Kalibata, seit 2014 Präsidentin der AGRA und ehemalige Ministerin für Landwirtschaft und Wildbestände in Ruanda, ist davon überzeugt, dass Afrikas Wirtschaft nur dann nachhaltig wachsen wird, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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(c) GIZ

Jugendbeschäftigung im Ländlichen Raum

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Somit erhöht sich sowohl der Bedarf an Nahrungsmitteln als auch an produktiven Beschäftigungsmöglichkeiten. Jugendlichen im ländlichen Raum bessere Beschäftigungsperspektiven bieten, das ist eines der Ziele des Sektorvorhabens. Denn die junge Bevölkerung ist der Schlüssel zu einer modernen und effizienten Agrarwirtschaft.

Ein Projekt der GIZ

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Ein Beitrag von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

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Das Leben ihrer Träume – Was sich Kinder wünschen

Ein Interview mit Gnininkaboka Dabiré und Innocent Somé

Später einmal selbst Landwirt werden, oder doch lieber einen anderen Beruf ergreifen? Zwei Jugendliche aus Burkina-Faso sprachen mit Vertretern der Dreyer-Stiftung über die Höfe ihrer Eltern, das Berufsbild Bauer und die eigenen Zukunftspläne.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Ein Beitrag von Marcellin Boguy (Notre Voie)

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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