...und was ist mit deutschen Unternehmen?

,

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

Ich bin ein Alternativtext
Gelagertes Saatgut – niemand soll hungern. © Klaus Wohlmann/GIZ

Stefan Liebing

Frank Schultze / Agentur_ZS

Dr. Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Conjuncta GmbH und war zuvor in verschiedenen Management-Funktionen im Bereich der Energiewirtschaft tätig, zuletzt bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Jan Rübel

Jan Rübel ist Autor bei Zeitenspiegel Reportagen, Kolumnist bei Yahoo und Reporter für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Er studierte Islamwissenschaft und Nahostgeschichte.

"Kleinen Betrieben fehlen die Finanzierungsmöglichkeiten"

Herr Liebing, manchmal heißt es aus der deutschen Wirtschaft: Kleinere Betriebe, die sich in Afrika engagieren wollen, haben dazu kaum eine Chance. Stimmt das?

Dr. Stefan Liebing: Das stimmt teilweise. Noch haben wir zu wenige Finanzierungsmöglichkeiten für geringe Volumen. Banken haben einen hohen Aufwand, solche Vorhaben zu prüfen. Erst ab einer gewissen Investitionshöhe haben sie dann die Möglichkeit, ihre Kosten wieder reinzuholen. Das trifft kleine Unternehmen und macht es deshalb schwieriger, kleinere Engagements in Afrika zu finanzieren.

 

 

Ließe sich dieser Aufwand reduzieren?

Nein, das glaube ich nicht. Wo entwicklungspolitisch sinnvolle Investitionen zur Debatte stehen, könnten die Transaktionskosten bezuschusst werden. Wenn also eine Bank über die Zinsen für den Kredit für ein Projekt in Afrika ihre vorherigen Prüfungskosten nicht wettmacht, könnte eine Finanzspritze abhelfen.

 

 

Wo sehen Sie konkrete Möglichkeiten, aus dem deutschen Landwirtschaftsmarkt heraus in Afrika aktiv zu werden?

Der Landwirtschaftssektor ist einer der schwierigsten für deutsche Unternehmen. Das liegt daran, dass wir im deutschen Mittelstand nur wenige Unternehmen in der Landwirtschaft oder der Lebensmittelverarbeitung haben, die im Ausland Fabriken oder Farmen aufbauen. Da gibt es als Investoren nur einige wenige. Es gibt eben kaum einen deutschen Bauern, der auf die Idee käme, zu expandieren, indem er einen weiteren Hof zum Beispiel in Malawi kauft. Und es existieren eben kaum große deutsche Lebensmittelkonzerne, wie sie unsere Nachbarländer haben. Daher sehe ich nur wenige Investoren auf dem Gebiet.

 

 

Und was ist mit anderen Branchen?

Da sieht es besser aus. Für IT-Startups sehe ich große Chancen, um der Landwirtschaft in Afrika zu helfen. Da geht es um Optimierung von Landwirtschaftsprozessen oder die Unterstützung von Markttransparenz oder Logistik. Dort und bei Energieversorgung oder Infrastruktur sind deutsche Unternehmen gut aufgestellt. 40 Prozent der Lebensmittel in Afrika verderben, weil sie nicht richtig gelagert werden. Diesem Problem der Nachernteverluste könnten sich deutsche Unternehmen aus dem Logistikbereich annehmen. Und dann haben wir spannende Firmen, die eher Produkte verkaufen, welche Landwirtschaft voranbringen, aber da braucht es Investoren vor Ort: Seien es Maschinen für die Verarbeitung von Lebensmitteln oder Verpackung, seien es Düngemittel oder Saatgut, Landmaschinen oder Traktoren – da gibt es Mittelständler, die für die afrikanische Landwirtschaft interessant wären.

 

 

 

"Afrikanische Landwirtschaften leiden unter dem Mangel an ausländischen Investoren"

Ich bin ein Alternativtext
Investitionen im Agrar-Sektor bekämpfen Armut. © Klaus Wohlmann/GIZ

 

Warum nur wären?

Nötig ist eben eine gute Struktur von Landwirtschaftsbetrieben, die sich sowas auch leisten können.

 

 

AGRA will diese Strukturen mit aufbauen. Wie beurteilen Sie als Unternehmer dieses Engagement?

Das halte ich für wichtig, denn in der Landwirtschaft brauchen wir Eigeninitiativen der Afrikaner. Immer wieder wird klar: Afrikaner legen zu Recht viel Wert darauf, dass sie Projekte und Strategien definieren – und wir dann dazu beitragen. Wenn wir gemeinsam eine Verarbeitungsanlage oder einen Traktor finanzieren, hat das enormes Potenzial für beide Seiten. Ein moderner Agrarsektor ist die effizienteste Methode Armut zu bekämpfen und Ernährung zu sichern – und es ist zudem auch noch eine profitable Geschäftsmöglichkeit. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Afrikanische Entwicklungsbank bis 2025 rund 24 Milliarden US-Dollar in Landwirtschaft und Agribusiness stecken will.

 

 

Kritiker sagen: AGRA sei gar nicht so afrikanisch, weil das Geld von amerikanischen Stiftungen kommt.

Nun gut, die Frage bleibt: Wollen wir philosophisch diskutieren oder etwas pragmatisch voranbringen? Die afrikanischen Landwirtschaften leiden darunter, dass es zu wenige ausländische Investoren gibt, die dort ihr Kapital hineingeben können. Die Afrikaner müssen diesen Sprung weitgehend aus eigener Kraft schaffen. Das geht am schnellsten dann, wenn Entwicklungsgelder oder Stiftungsgelder helfen. Entscheidend ist doch, dass Afrikaner entscheiden. Und bei AGRA sind die Entscheider mehrheitlich Afrikaner.

 

 

Sehen Sie die Gefahr, dass Kleinbauern bei diesem unternehmerischen Ansatz an den Rand gedrängt werden können?

Also, bei uns in Deutschland gibt es keinen, der Landgrabbing in Afrika auch nur theoretisch betreiben könnte. Wir haben, wie gesagt, keine derartigen Unternehmen. Und gerade deutsche Mittelständler achten darauf, dass sie entsprechend vernünftigen, sozialen und Umwelt-Standards handeln. Ich glaube, wir brauchen große, professionell arbeitende Betriebe. Ich bezweifle, dass das Konzept des alleinigen Förderns von Kleinbauern das Instrument der Wahl ist. Wir haben eine solch enorme Herausforderung: Die Bevölkerung Afrikas wird sich bis 2050 verdoppeln, der Bedarf an Nahrungsmitteln wird in diesem Zeitraum um 70 Prozent steigen – und 20 Millionen Jobs pro Jahr müssen in Afrika neu geschaffen werden. Das ist mehr, als in der gesamten Europäischen Union geschaffen werden. Das kriegen wir nur hin, wenn alles unternommen wird, was parallel möglich ist. Schauen Sie auf die Bevölkerungsprognosen – wir werden wahrscheinlich nicht einmal dann Erfolg haben, wenn die G20-Länder alles zusammenlegen, was sie haben. Also sollte alles unternommen werden. Kleinbauern sollen mit Entwicklungsgeldern gefördert werden und größere Einheiten müssen entstehen, die sich Innovationen leisten können. Ich weiß zum Beispiel, dass Airbus im Bereich der Wettervorhersagen viel unterwegs ist. Soll das Afrikanern vorenthalten werden, weil sie in ganz kleinen Einheiten weiterarbeiten sollen?

 

 

Schließlich wären das Empfehlungen, an die sich unsere eigene Landwirtschaft nicht hält: der Trend zu größeren Einheiten, der Einsatz von Dünger und Hybridsaatgut …

Ich meine, in Afrika sollte all das auch vollzogen werden. Angesichts einer stark wachsenden Bevölkerung immer mehr produziert werden. Für mich ist das primäre Ziel, dass möglichst wenige Menschen in Afrika an Hunger leiden. Wenn dies den Einsatz von chemischen Produkten erfordert, muss eben gewährleistet werden, dass die Leute dafür ausgebildet sind und es der Umwelt keine Schäden zufügt. Man kann schlecht Leuten sagen, dass sie nun nichts zu essen bekommen, weil wir aus ökologischen Gründen ungern ertragreicheres Saatgut verwenden.

 

 

Durch die Medien wandert ein Fonds, den die Bundesregierung für Afrika auflegen will. Was hat es damit auf sich?

Kanzlerin Angela Merkel hat vor einigen Wochen im Rahmen des G20-Afrika-Gipfels des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft angekündigt, dass es einen Entwicklungs- und Investitionsfonds geben soll, der insgesamt mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist. Die Idee ist: Investitionsvorhaben von deutschen Mittelständlern, die entwicklungspolitisch sinnvoll sind, die Jobs schaffen, sollen gefördert werden – wenn sie allein noch nicht funktionieren, weil eine Bank zu vorsichtig ist oder ein Mittelständler fürchtet alles zu verlieren, wenn er enteignet wird oder wenn es politische Schwierigkeiten gibt.

 

 

Ist das eine Art Hermes-Bürgschaft unter anderem Label?

Nein, es wird mehrere, verschiedene Komponenten haben. Aber darüber wird noch diskutiert. Da sind Garantien dabei, aber auch kleinere Kredite. Die Milliarde ist bis zum Ende der Legislaturperiode vorgesehen.

 

Zurück

Ähnliche Beiträge

Die menschliche Finca

Interview mit Marvin Antonio Garcia Otero

Im Osten El Salvadors kultivieren Campesinos ein Selbstbild, das auch die Jugend auf dem Land halten soll. Mit Hilfe der Caritas haben sie die Anbaumethoden ihren Böden und Traditionen angepasst - die beste Versicherung gegen Landflucht und Kriminalität, sagt Marvin Antonio Garcia Otero, der stellvertretende Direktor der Caritas in der Diözese San Miguel.

Weiterlesen

© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

Weiterlesen

© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

Weiterlesen

© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

Weiterlesen

"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

Weiterlesen

Doppelinterview: Der Waldmacher und sein Regisseur

Von Jan Rübel

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Weiterlesen

Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

Weiterlesen

"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

Weiterlesen

Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

Weiterlesen

(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Der Norden trägt die Verantwortung, der Süden die Last

Von Susanne Neubert

Anpassung an den Klimawandel kann durch eine Ökologisierung der Landwirtschaft gelingen - und wenn die reichen Länder ihre Emissionen reduzieren

 

Weiterlesen

(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Von Stig Tanzmann

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

Weiterlesen

Streitgespräch: Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Von Jan Rübel

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

Weiterlesen

© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

Weiterlesen

Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

Weiterlesen

(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

Weiterlesen

(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

Weiterlesen

(c) Joerg Boethling/GIZ

"Wir sind eben doch kein Uber für Traktoren"

Interview mit Jehiel Oliver

Jehiel Oliver arbeitete erfolgreich im Consulting. Dann stieg er aus dem Investmentbanking aus und wurde Sozialunternehmer. Seine Mission: Traktoren für Afrika, und zwar auf Miete! Wie kam er darauf? Das beantwortet im Gespräch mit Jan Rübel.

Weiterlesen

(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Von Anna Sophia Rainer

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

Weiterlesen

(c) Katapult/GIZ

Grafiken: Afrikas digitale Disruption

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

Weiterlesen

Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Von Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

Weiterlesen

Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

Weiterlesen

Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Von Dr. Jan Orbie

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

Weiterlesen

Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

Weiterlesen

Supermärkte im Menschenrechtscheck

Von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

Weiterlesen

Das Corona-Virus trifft die Entwicklungsländer doppelt

Beitrag von Gunther Beger (BMZ)

Die Virus-Infektion COVID-19 wird in den meisten afrikanischen Ländern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gesundheits- und Lebensmittelkrise auslösen. Um diese zu bewältigen, ist es nach Ansicht unseres Autors wichtiger denn je, die Politik konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszurichten.

Weiterlesen

Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

Weiterlesen

Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Von Jan Rübel

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

Weiterlesen

(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Von Stig Tanzmann

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

Weiterlesen

(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

Weiterlesen

Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

Weiterlesen

(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

Weiterlesen

Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

Weiterlesen

Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Von Marcellin Boguy

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

Weiterlesen

(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Von Tilman Wörtz

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

Weiterlesen

Kein Regenwald für unseren Konsum

Von Jenny Walther-Thoß

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

Weiterlesen

Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

Weiterlesen

Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Von Heino von Meyer

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

Weiterlesen

Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - auch im Angesicht von COVID-19.

Weiterlesen

Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Von der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

Weiterlesen

JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Von Dr. Agnes Kalibata

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

Weiterlesen

(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern

Weiterlesen

(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Von Agnes Kalibata

Afrikas Wirtschaft wird nur dann nachhaltig wachsen, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

Weiterlesen

Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Von Marlis Lindecke

Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Über eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

Weiterlesen

Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

Weiterlesen

(c) Simon Veith

Neue Chance

Interview mit Lutz Hartmann

Lutz Hartmann hat sich mit der Pacht einer dreihundert Hektar großen Obstplantage in Äthiopien einen lang gehegten Traum verwirklicht: In Afrika ein eigenes Unternehmen zu führen. Nun geht ihn die Frage, wie sich Afrika entwickelt, auch persönlich an.

Weiterlesen

Kakaoernte

Mehr Wirkung trotz knapper Mittel

Von Jochen Moninger

Nur mit Innovationen können wir den Hunger in der Welt abschaffen wie geplant. Das Geheimnis liegt im Teilen und Vernetzen von Ideen – und wurde von einigen Initiativen bereits gelüftet.

Weiterlesen

(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

Weiterlesen

Stimmen von der Basis

Von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

Weiterlesen

Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Von Beatrice Gakuba

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

Weiterlesen

(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Von Solomon King Benge 

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

Weiterlesen

(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Von Michael Brüntrup

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

Weiterlesen

(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht´s denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des  World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

Weiterlesen

"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

Weiterlesen

Frank Schultze / Agentur_ZS

Video: Aufbruchsvisionen

Von Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

Weiterlesen

Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA. Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus

Weiterlesen

(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Von Dorothea Hohengarten

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft.

Weiterlesen

Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

Weiterlesen

Nicht nur schmückendes Beiwerk

Von Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

Weiterlesen

Eine Partnerschaft im Kampf gegen Hunger

Von GAFSP

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (GAFSP) wurde 2010 von den G20-Staaten als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2008-09 ins Leben gerufen, um sowohl öffentliche als auch private Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen. Ein Überblick über Ansatz, Ergebnisse und Wirkung des Programms.

Weiterlesen

MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

Weiterlesen

(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

Weiterlesen

(c) Kate Holt / Africa Practice

Investitionen mit Hebeleffekt

Von Heike Baumüller, Christine Husmann, Julia Machovsky-Smid, Oliver Kirui, Justice Tambo

Wer Armut in Afrika verringern will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen. Welche Investitionen die größte Wirkung erzielen, lässt sich durch wissenschaftliche Kriterien definieren.

Weiterlesen

Interview mit Ceres-Expertin: "Es war noch nie so möglich"

Carin Smaller über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

Weiterlesen

5 Fragen an Gunther Beger (BMZ): Was ist zu tun?

Interview mit Gunther Beger (BMZ)

Was kostet es, den Hunger in der Welt bis 2030 nachhaltig zu beenden? Diese Frage stellte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und beauftragte zwei Forschungsteams, eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse der Studien wurden am 13. Oktober im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt.

Weiterlesen

„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

Weiterlesen

Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

Weiterlesen

"Landwirtschaftliche Forschung löst den gordischen Knoten"

Interview mit Weltbank-Vize Jürgen Vögele

Die Agrarforschungsorganisation CGIAR stellt sich systematisch neu auf. Wir sprachen mit Jürgen Vögele, Vice President for Sustainable Development der World Bank, über die bisherigen Fortschritte - und erörtern, was gebündelt getan werden muss, um in zehn Jahren weltweiten Hunger zu stoppen.

Weiterlesen

GFFA 2021: Klima und Corona geraten beim Forum in den Fokus

Ein Bericht von David Sahay (Zeitenspiegel)

110 Teilnehmer*innen aus 120 Nationen haben sich auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) über die Herausforderungen bei der Welternährung ausgetauscht. Sie stellten sich der wichtigen Frage: Wie können Ernährungssysteme der Gesundheit von Mensch und Planet zugleich dienen?

Weiterlesen

5 Fragen an Jann Lay: Was macht Corona mit der Wirtschaft?

Interview mit Jann Lay (GIGA)

Die Corona-Pandemie trifft die Volkswirtschaften weltweit sehr hart - doch die Entwicklung in afrikanischen Ländern ist durchaus divers. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten, Resilienzen und Verwundbarkeiten. Woran liegt das? Apl. Prof. Jann Lay vom GIGA-Institut gibt Antworten.

Weiterlesen

Eine Chance für den Kontinent

Von der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

Weiterlesen

Die Demografie und die Megatrends der Zukunft

Von Jan Rübel

Was passiert, wenn junge Leute den Ländlichen Raum verlassen? Wie erreicht eine Region den so genannten demografischen Bonus – und wie erntet sie die demografische Dividende? Eine Reise in die Welt der Bevölkerungswissenschaft zeigt: Am wichtigsten ist die Stärkung von Frauenrechten und Bildung. 

Weiterlesen

(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

Weiterlesen

(c) GIZ

Jugendbeschäftigung im Ländlichen Raum

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Somit erhöht sich sowohl der Bedarf an Nahrungsmitteln als auch an produktiven Beschäftigungsmöglichkeiten. Jugendlichen im ländlichen Raum bessere Beschäftigungsperspektiven bieten, das ist eines der Ziele des Sektorvorhabens. Denn die junge Bevölkerung ist der Schlüssel zu einer modernen und effizienten Agrarwirtschaft.

Ein Projekt der GIZ

Weiterlesen