"Es war noch nie so möglich"

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kosten wird, SDG 2 zu erreichen, und wo das benötigte Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

Was ist der Ausgangspunkt für die "Ceres2030" Studie?

Vor fünf Jahren kam die Welt zusammen und einigte sich auf die globalen Ziele. Eines davon war auch das wichtigste: Hunger beenden. Seit Jahrzehnten versucht die Menschheit, dieses Problem zu lösen. Das Interessante an "Ziel 2" ist, dass es den Hunger mit einem starken Fokus auf Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und Kleinproduzenten in den ärmsten Ländern beenden will. SDG2 versucht, den Hunger in Einklang mit unseren Klimaverpflichtungen und unseren Umweltzielen zu beenden.

 

Welche Bedeutung trägt hierbei die Studie?

Als das Ziel im Rahmen der Agenda 2030 auf den Weg gebracht wurde, stand klar, dass es keine ausreichende Beweislast dafür gibt, wie wir Einkommen und Produktivität von Bäuerinnen und Bauern in armen Ländern, vor allem in Afrika, tatsächlich verbessern können. Ebenfalls ist unklar, wie wir das so erreichen können, dass damit nachhaltige Landwirtschaft und widerstandsfähige Ernährungssysteme gefördert werden. Die Frage auf die wir Antworten suchten, lautete: Welches ist der beste Weg, um Einkommen der Bauern auf ökologisch nachhaltige Weise zu verbessern – und was wird das kosten?

 

Wer hat das gefragt?

Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Bill & Melinda Gates Foundation kamen auf uns zu und sagten: ‚Wir möchten, dass Sie die höchsten Standards in Forschung und Wirtschaftsmodellierung anwenden, um Antworten auf diese Fragen zu finden.‘

 

Wirklich wichtig ist, dass politische Entscheidungsträger in der Lage sind, auf Grundlage der ihnen vorliegenden Beweise Entscheidungen zu treffen. Sie müssen wissen, wohin öffentliche Gelder fließen sollen.

 

Warum werden speziell die Kosten abgefragt?

Wirklich wichtig ist, dass politische Entscheidungsträger in der Lage sind, auf Grundlage der ihnen vorliegenden Beweise Entscheidungen zu treffen. Sie müssen wissen, wohin öffentliche Gelder fließen sollen. Das ist für die Geldgeber ebenso wichtig wie für die Länder selbst. Es reicht nicht nur aus zu wissen, was getan werden muss, wenn man nicht weiß, wie viel Budget zur Verfügung steht und gebraucht wird, um sein Ziel zu erreichen. Die Kosten sind also dazu da, um identifizieren zu können, was getan werden muss. Entsprechend müssen auch die Ressourcen skaliert werden, um das Ziel zu erreichen.

 

Sie sagen die Studie konzentriert sich auf die Einkommens- und Produktivitätssteigerung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Warum?

Weil diese Menschen paradoxerweise diejenigen sind, die am ehesten Hunger leiden. Sie werden am häufigsten vom Wirtschaftswachstum ausgeschlossen und profitieren am wenigsten vom technologischen Wandel. Auch werden sie am häufigsten von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Sie gehören zur größten und verletzlichsten Gruppe und haben am meisten zu kämpfen. Wichtig ist auch zu bemerken, dass sie die Auswirkungen des Klimawandels am erheblichsten spüren.

 

Immer mehr Menschen leiden an Hunger. Rückt das Ziel "Eine Welt ohne Hunger bis 2030" immer weiter in die Ferne?

Ganz und gar nicht. Es ist so erreichbar und greifbar – noch nie war es so möglich wie heute. Wenn man sich vor Augen führt, was heute in der Welt geschieht und was Regierungen als Reaktion auf Covid-19 an noch nie dagewesene Geldsummen ausgeben, dann stellen die Kosten für die Beendigung des Hungers einen Bruchteil dessen dar, was zur Zeit als Reaktion auf die Pandemie fließt. Wir waren überrascht, wie erreichbar dieses Ziel wirklich ist. Es erfordert keine riesigen und unmöglichen Anstrengungen. Es ist wirklich machbar.

 

Konflikte tragen auch zum Hunger bei. Der Klimawandel findet stark statt. Wie gehen Sie damit um?

Es hat immer Konflikte gegeben, und sie werden immer eine Ursache für Hungerzuwachs sein. Das ist die Realität. Aus den letzten Jahren wissen wir, dass der Hauptanteil des Hungeranstiegs in Konfliktgebieten stattgefunden hat. In Dutzenden von Ländern, die immer noch konfliktfrei sind, ist der Hunger inakzeptabel. Hier müssen wir wirklich Fortschritte leisten. Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht für die Menschen interessieren, die in Konfliktgebieten leben. Es gibt ein bestimmtes Investitionsmuster, das man benötigt, wenn ersichtlich wird, dass die Hungerraten aufgrund von Konflikt steigen. Es ist oft eine Frage des Zugangs, zum Beispiel wenn Menschen in diesen Regionen andere daran hindern, Nahrung zu bekommen, oder die Hunger als Mittel zum Zwecke einsetzen. Für den Zugang benötigen Sie ganz andere Formen von Ausgaben.

 

Die Studie erfasst alles, was noch zu tun ist. Können Sie in Prozent ausdrücken, wie viel bereits getan wurde?

Bisher sind sehr viel Aufmerksamkeit und Investition in die Lösung des Problems geflossen – getan wurde nicht genug. Die weiteren erforderlichen Anstrengungen liegen ganz im Ermessen der Politik; zudem ist das, was wir vorschlagen keineswegs wild oder verrückt.

 

Sie verwenden Modellierung als Methode - was sind die Vorteile?

Man will wissen, wie viel es kostet, Probleme zu lösen – zum Beispiel den Hunger zu beenden. Vor allem, wenn Sie mit Regierungen sprechen – sei es mit Gebern oder in Ländern mit einer hohen Hungerinzidenz. Das Modell hilft uns bei der Beurteilung: ‚Okay, hier sind Ihre Ziele. Sie wollen zum Beispiel das Einkommen Ihrer Bauern verdoppeln. Wie viel kostet das und welcher Weg ist der Effektivste, dies zu erreichen?‘ Auf einer grundlegenden Ebene gibt das Modell einen Eindruck der Ressourcen, die benötigt werden. Weil es bestehende Datenquellen nutzt, wissen wir, was in der Vergangenheit für dieses Thema ausgegeben wurde und können sagen, wie viel Geld man für die Forschung und Entwicklung einer neuen Pflanzensorte ausgeben muss. Wir wissen, was es kostet, geben diese Parameter in das Modell ein und können Ihnen sagen, für wie viele Nutzpflanzensorten Sie Geld ausgeben müssen. Unser Modell versucht, das Geld möglichst kostengünstig und effizient einzusetzen. Wir fordern also nicht einfach 20 Länder aus derselben Region auf, die Weizenproduktion zu steigern und mehr Nahrungsmittel für Menschen zu produzieren. Wir sorgen dafür, dass Investitionen klug sind, dass sie für alle passen, dass sie Einkommen erhöhen und dass sie nicht unbeaufsichtigte Auswirkungen mit sich bringen bei dem niemand besser dran ist.

 

Was hat das Modell im Sinn?

Unser Modell beinhaltet Wechselwirkungen, die zwischen allen Ebenen der Wirtschaft, zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren und zwischen Ländern auftreten. Wir können also sicher sein, dass man nicht von Uganda, Tansania und Sambia und Malawi verlangen wird, dass sie alle die Produktion derselben Kulturpflanze steigern. Es wird eine komplementäre Strategie geben, so dass die Produzenten in den Ländern Geld verdienen können, und dass alle ihre Produktivität verbessern können, aber auf eine Weise bei der Nachfrage auf dem Markt be- und entsteht. Dieses spezifische Modell, das wir verwenden, beruht auf ein allgemeines Gleichgewichtsmodell. Es erlaubt uns, Wechselwirkungen zu erkennen. Alles interagiert miteinander – und ist dadurch viel kosteneffizienter.

 

Was kann das Modell nicht leisten?

Es gibt Ihnen keinen Fahrplan zur Beendigung des Hungers. Diese Arbeit muss noch auf Länderebene mit Interessenvertretern, Zivilgesellschaft, Landwirten und Privatsektor geleistet werden. Alles, was wir leisten können, ist die Größenordnung der erforderlichen Mittel zu nennen und wofür das Geld ausgegeben werden soll. Über die Einzelheiten, d.h. was, wie viel und wo, muss auf Länderebene entschieden werden.

 

Gibt es Indikatoren oder Werte, die das maschinelle Lernen nicht abdeckt?

Das maschinelle Lernen, das wir für Ceres verwenden, berechnet keine Kosten. Der Automat scannt all die Literatur, die zu diesem Thema geschrieben wurde. Das ist das Schöne am maschinellen Lernen! Wir schauen uns 60 Datenbanken an, wir schauen uns alle Artikel an, die über Kleinproduzenten und Umweltfragen rund um die Landwirtschaft geschrieben wurden, und wir finden heraus, welche davon am Relevantesten sind. Dann geben wir unseren Forschungsteams die relevantesten. Wir werden alle ziemlich überwältigt davon sein, wie viel in den letzten 20 Jahren dazu geschrieben wurde.

 

Wie viel?

Hunderte und Tausende von Artikeln werden geschrieben, die unsere Maschine in diesen 60 Datenbanken finden konnte.

 

Wie viel Zeit würde es ohne maschinelle Hilfe dauern, die ganze Literatur auszuwerten?

Sechs, sieben Jahre. Mindestens das Dreifache von dem, welches wir gebraucht haben.

 

Trotz 20 Jahre Diskurs über die Notwendigkeit der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau widmet sich die Literatur wenig der Lösung dieses Problems.

 

Wie wichtig ist es, Frauen zu stärken?

Das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Lehren, die man aus dieser Studie ziehen kann. Trotz 20 Jahre Diskurs über die Notwendigkeit der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau widmet sich die Literatur wenig der Lösung dieses Problems. Wir alle wissen, dass es von entscheidender Bedeutung ist. Wir sind nicht diejenigen, die es auf die Agenda gesetzt haben. Es ist allen bekannt. Trotzdem beunruhigt es, wie wenig Aufmerksamkeit dem Thema in der Forschungsgemeinschaft geschenkt wird, trotz des Diskurses zur Bedeutung des Problems.

 

Welche Rolle spielen Düngemittel und synthetische Pestizide - und welche Bedeutung misst man der ökologischen Landwirtschaft zu?

Unser Modell der Landwirtschaft erhebt keinen Anspruch, das einzige zu sein, welches gefördert werden muss. Unsere Studie befasst sich lediglich mit der Evidenz für das, was funktioniert und wie viel es kostet. Wir äußern da keine Präferenzen. Wenn man die Ergebnisse anschaut, dann sieht man, dass viele Menschen ökologische Anbaumethoden in Betracht gezogen haben und das Modell sogar eine Intervention rund um Agroforstwirtschaft beinhaltet, um die Produktivität bei der Viehzucht zu verbessern.

   

Erwarten Sie Widerstand gegen die Ergebnisse der Studie?

Ich würde nicht unbedingt das Wort Widerstand nutzen, aber ich würde einen kritischen Blick auf die Ergebnisse willkommen heißen und zu einer Debatte dazu auffordern.

 

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Der Mensch verursacht Hunger, nicht das Klima

Interview mit Jacob Schewe

Eine Studie der Weltbank sagt voraus, dass Millionen Menschen in Subsahara-Afrika wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen. Wir sprachen mit einem Autoren vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

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Climate Adaptation Summit 2021: „Wir können es besser machen“

Ein Bericht von Jan Rübel (Zeitenspiegel)

Der erste „Climate Adaptation Summit“ hat Klimaanpassung erstmals ins Zentrum der Politik gerückt. Das virtuelle Treffen vereinigte globale Player mit einem Ziel: Der Aufbau von Resilienz ist genauso wichtig wie Klimaschutz selbst. Rund 15.000 Teilnehmer*innen diskutierten direkte Vorschläge.

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Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten

Der Jemen erlebt zurzeit eine der schlimmsten Katastrophen, durch anhaltende Kriege, Hunger und Krankheitsausbrüche. Die GIZ versucht die Ernährungssituation und Widerstandskraft der Jemeniten vor Ort zu verbessern.

Ein Projekt der GIZ

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(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Ein Beitrag von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern. Claudia Voß ist Pressesprecherin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Grünes aus dem Wachstumscontainer

Ein Beitrag von Maria Smentek (WFP)

Wenn es an fruchtbaren Böden und Regen mangelt, bricht schnell Hunger aus. Maria Smentek vom World Food Programme (WFP) erklärt, wie Bäuerinnen und Bauern sowie Viehhirt*innen dem Klimawandel mit Hydrokulturen begegnen können.

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(c) GIZ

Nachhaltige handwerkliche Fischerei und Aquakultur im ländlichen Raum

Fisch ist aufgrund seiner Nährstoffe ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung. Aber nicht nur das zeichnet ihn aus. Fisch bildet auch die Lebens- und Beschäftigungsgrundlage von 600 Millionen Menschen weltweit.

Ein Projekt der GIZ

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Ein Beitrag von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

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© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Ein Beitrag von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

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Stimmen von der Basis

Ein Beitrag von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

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(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Ein Beitrag von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Ein Beitrag von Stig Tanzmann (Brot für die Welt)

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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Geschlechtergerechtigkeit: Eine Bedingung für Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Carsta Neuenroth (BfdW)

Die Mehrheit der Produzierenden in Entwicklungsländern sind Frauen. Obwohl sie maßgeblich zur Ernährungssicherheit ihrer Familien beitragen, sind sie in der männerdominierten Landwirtschaft nach wie vor chronisch benachteiligt beim Zugang zu Land, Krediten, Technologien und Bildung.

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Ein Beitrag von Nadine Babatounde und Anne Floquet (MISEREOR)

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Ein Bericht von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Katapult/GIZ

Afrikas digitale Disruption

Grafiken

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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