Wie neu finanziert wird

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert. 

Ich bin ein Alternativtext
Berlin: das Podium bei der Global Forum for Food and Agriculture GFFA 2019. Foto: Thomas Trutscheln/BMEL/photothek

Anna Sophia Rainer

Anna Sophia Rainer ist seit 2018 Afrika-Referentin der German Agribusiness Alliance, einer Initiative der führenden Verbände und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft. In dieser Funktion ist sie an den Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft abgestellt und verantwortet dort alle Themen rund um die Land- und Ernährungswirtschaft.  Zuvor war sie im Afrika-Verein als Projektreferentin für das nördliche und westliche Afrika tätig. Frau Rainer hat in Leipzig, Neapel und Dar Es Saalam Afrikawissenschaften studiert und war während des Studiums für längere Zeit in Uganda und China.

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft

Das Global Forum for Food and Agriculture ist eine internationale Konferenz zu agrar- und ernährungspolitischen Fragen, welche jährlich in Berlin stattfindet und über drei Tage hinweg mit rund 2000 internationalen Besuchern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein Schwerpunktthema diskutiert. 2019 fand die Konferenz unter dem Thema: “Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft”. Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft realisierte in diesem Rahmen gemeinsam mit der German Agribusiness Alliance ein Fachpodium zum Thema „Digitalisierung und Finanzierung: neue Möglichkeiten für afrikanische Landwirte“.

 

Die Landwirtschaft beschäftigt 65 Prozent der Arbeitskräfte in Afrika und trägt zu einem Drittel des Bruttoinlandproduktes des Kontinents bei. Bislang sind allerdings die Leistungen des Sektors hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. So liegen die Getreideerträge in Afrika deutlich unter dem globalen Durchschnitt. Es fehlt am Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie hochwertiges Saatgut, Maschinen und Bewässerungsanlagen.

 

Modernisierung ist für viele Subsistenzfarmer zu teuer, vor allem die jüngere Generation zieht auf Suche nach Arbeit in Städte. Investitionen in den Agrarsektor gelten als eine der effizientesten und effektivsten Methoden, Armut zu bekämpfen und die Ernährung zu sichern. Zudem ist ein moderner Agrarsektor eine profitable Geschäftsmöglichkeit. Es wird geschätzt, dass die Nachfrage nach Nahrungsmitteln bis 2050 um 70% steigen wird; um dieser Nachfrage gerecht zu werden, müssten Investitionen im Wert von mindestens 200 Mrd USD pro Jahr getätigt werden. Dennoch bleibt der Zugang zu Krediten und angemessenen Finanzmitteln das größte Hindernis für die Kleinbauern. Je nach Statistiken gehen weniger als 1% - 4% der Bankkredite in Afrika in die Landwirtschaft und weniger als 15% der Kreditgeber in Afrika bieten Dienstleistungen für Agrarunternehmen und Kleinbauern an.

 

Intelligente, digitale Lösungen können dazu beitragen, Kleinbauern in ländlichen Gebieten den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen.

 

Der Finanzierungsbedarf ist jedoch riesig: Allein in Afrika südlich der Sahara sind jährlich Investitionen in Höhe von schätzungsweise elf Milliarden Dollar erforderlich, um die gewünschte Ausweitung der Agrarproduktion in der Region zu erreichen.

Intelligente, digitale Lösungen können Kleinbauern in ländlichen Gebieten Afrikas helfen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu erhalten. Große globale Konzerne sowie lokale Start-ups treiben durch die Einführung von Zahlungsdiensten, Kreditplattformen und digitalen Versicherungen mit Mobiltelefonen und Drohnen die Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft voran.

 

Ich bin ein Alternativtext
Global Forum for Food and Agriculture GFFA 2019 in Berlin. Foto: Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Gemeinsam mit einem Expertenpanel, bestehend aus Martin Fregene, Director for Agriculture and Agroindustry von der African Development Bank, Peris Bosire, Geschäftsführerin von Farm Drive, Sanjeev Kumar Asthana, Vorsitzender des Agriculture Skill Council of India und Moses Acquah, Technology Company Builder von GreenTec Captial, wurden folgende Fragen diskutiert:

  • Wie können digitale Finanzierungslösungen dazu beitragen, den Agrarsektor für junge Menschen attraktiver zu machen?
  • Wie kann intelligente Finanzierung die Risikowahrnehmung, die mit dem Sektor verbunden ist, durch attraktive Renditen verbessern?
  • Wie kann Big Data dazu beitragen, maßgeschneiderte Finanzierungsprodukte für Agrarunternehmen zu schaffen?
  • Wie kann die Digitalisierung eine genaue und kosteneffektive Methode zur Bewertung des landwirtschaftlichen Kreditrisikos darstellen?
  • Wie können digitale Transaktionen die Leistung der Landwirte und die Rendite von Investitionen erhöhen?

 

Die Diskussion zeigte, dass es für Kleinbauern quasi unmöglich ist die Bonitätsrahmen zu erfüllen: Banken haben zum einen Schwierigkeiten das Kreditrisiko von Kleinbauern fachgerecht zu bewerten. Und zum anderen ist der Prüfungsaufwand für die nachgefragten kleinvolumigen Kredite den Banken in der Regel zu hoch.

 

Digitale Lösungen sind hier hilfreich, dies zeigt das Beispiel von Farm Drive aus Kenia: Peris Bosire und Rita Kimani haben die Firma nach ihrem Informatikstudium gegründet. Da beide selbst aus Bauernfamilien kommen, haben sie oft erlebt, wie ihren Eltern das Geld fehlte, wenn sie gerade Saatgut oder Dünger gebraucht haben. Ihre Lösung: Bauern können via Handy einen Kredit beantragen, Farm Drive überprüft aufgrund der erhaltenen Daten die Kreditwürdigkeit, und der Bauer erhält über mpesa(digitale Handybank) einen Kredit im Wert von 5 bis 500 Dollar, mit dem er beispielsweise Saatgut oder Dünger kaufen kann. Bis 2024 wollen die beiden Kenianerinnen auf diesem Weg drei Millionen Kleinbauern in Kenia erreichen.

 

Ebenfalls digitale Mikrokredite vergibt die Firma Farmcrowdy in Nigeria: Über Farmcrowdy können Smartphone-Besitzer auf der ganzen Welt in nigerianische Kleinbauern investieren: FarmCrowdy bietet verschiedene Sponsoringpakete, beispielsweise kann ein Investor für rund 225€ einem nigerianischen Farmer zu einer 5.000 Acker großen Anbaufläche für Mais verhelfen. Der Betrag enthält zudem eine Versicherung, Inputs wie Saatgut und Düngemittel und genügend Geld für Arbeitskraft und Gewinn. Von den erzielten Gewinnen erhält der Farmer 40%, der Sponsor 40% und 20% gehen an Farm Crowdy. Auch wenn die Abgaben viel erscheinen, sind die Konditionen besser als Angebote von regulären Banken. Unterstützt wird Farmcrowdy auch von der hessischen Investmentfirma GreenTec Capital: Das Unternehmen unterstützt afrikanische Unternehmer durch einen auf Entwicklungsländer zugeschnitten Ansatz dabei, starke und nachhaltige Engagements aufzubauen. Als Investor schafft GreenTec Capital zum einen die finanziellen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt, zum anderen bietet es unerfahrenen Unternehmen technische Unterstützung in der aktiven Unternehmensgestaltung. Als so genannter „Impact Investor“ berücksichtigt GreenTec Capital bei der Auswahl der zu unterstützenden Start-Ups sowohl deren Impact (Einfluss, Wirkkraft), als auch deren Potenzial, Marktführer in ihrem speziellen Sektor zu werden.

 

Eine bessere Nutzung des landwirtschaftlichen Potenzials könnte allein in Subsahara-Afrika rund 350 Millionen jungen Menschen Arbeit bieten, die bis 2035 auf den Arbeitsmarkt kommen sollen.

 

Das wirtschaftliche Potenzial des Agrarsektors ist auch ein zentrales Thema der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB): Im Rahmen ihrer Strategie Feed Africa will die Bank in den nächsten zehn Jahren 24 Milliarden Dollar in Landwirtschaft und Agribusiness investieren. Eine Schlüsselrolle wird dabei dem Flaggschiff-Programm „Technologies for African Agricultural Transformation” zukommen, das mit 700 Millionen Dollar dotiert ist. Damit sollen landwirtschaftliche Technologien skalierbar werden, wovon Millionen von Bauern in Afrika profitieren; eine zentrale Rolle kommt hier auch dem IKT-Sektor zu. Vor allem gegenüber der zahlenmäßig weiterwachsenden, oft arbeitslosen und desillusionierten Jugend müsse der als rückständig geltende Agrarsektor durch moderne Jobs mit guter Ausbildung attraktiv gemacht werden. Besser ausgeschöpfte Potentiale der Landwirtschaft könnten einem Teil der 350 Millionen jungen Menschen Beschäftigung bieten, die allein in Subsahara-Afrika bis zum Jahr 2035 neu auf den Arbeitsmarkt kommen sollen.

 

Auch Sanjeev Asthana, Vorsitzender des Agriculture Skill Council of India, konnte den vorhergegangenen Referenten zustimmen: Indien verfügt als einer der weltweit führenden Produzenten von Vieh, Getreide, Baumwolle und Zuckerrohr über Fachexpertise, die sich auf ähnliche klimatische Bedingungen Afrikas übertragen lässt. Dies betrifft beispielsweise die Themen Mechanisierung, Versicherung und Saatgut. Im Juni 2018 präsentierte Indien ein nationales Strategiepapier zum Thema künstliche Intelligenz, ein Schwerpunktbereich ist hier die Landwirtschaft. Durch künstliche Intelligenz soll die landwirtschaftliche Produktion gesteigert werden. Von Indiens 120 Millionen Landwirten nutzen bereits heute über 30 Millionen ein Smartphone und sind auf digitalen Märkten aktiv. Bereits heute bildet Indien viele Afrikaner durch technische und Praxistrainings in Indien aus, wobei der Schwerpunkt auf den Landwirtschafts- und IKT Bereich liegt.

 

Schlussfolgend waren sich alle Referenten einig: Digitale Anwendungen können den Zugang zu Finanzierung für afrikanische Kleinbauern erleichtern.

Zurück

Ähnliche Beiträge

© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

Weiterlesen

"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

Weiterlesen

Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

Weiterlesen

© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

Weiterlesen

Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

Weiterlesen

(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Ein Beitrag von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

Weiterlesen

(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Ein Beitrag von Solomon King Benge

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

Weiterlesen

Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

Weiterlesen

Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

Weiterlesen

(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Ein Beitrag von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern. Claudia Voß ist Pressesprecherin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

Weiterlesen

Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

Weiterlesen

Stimmen von der Basis

Ein Beitrag von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

Weiterlesen

(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Ein Beitrag von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

Weiterlesen

Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Interview mit Joe DeVries (AGRA)

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA (Alliance for a Green Revolution in Africa). Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus.

Weiterlesen

(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

Weiterlesen

Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

Weiterlesen

Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

Weiterlesen

(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

Weiterlesen

(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

Weiterlesen

(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

Weiterlesen

Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Ein Beitrag von Marcellin Boguy (Notre Voie)

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

Weiterlesen

Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

Weiterlesen

(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

Weiterlesen

Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

Weiterlesen

(c) Joerg Boethling/GIZ

"Wir sind eben doch kein Uber für Traktoren"

Interview mit Jehiel Oliver

Jehiel Oliver arbeitete erfolgreich im Consulting. Dann stieg er aus dem Investmentbanking aus und wurde Sozialunternehmer. Seine Mission: Traktoren für Afrika, und zwar auf Miete! Wie kam er darauf? Das beantwortet im Gespräch mit Jan Rübel.

Weiterlesen

(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

Weiterlesen

(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

Weiterlesen

Silicon Valley für Afrikas Agrar-Start-ups

Ein Beitrag von Michel Bernhardt (GIZ)

Das Vorhaben “Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups" (SAIS) unterstützt afrikanische Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich dabei ihre digitalen Innovationen zu skalieren und so eine größere Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zu erreichen.

Weiterlesen

„Die Corona-Pandemie erhöht Gewalt gegen Frauen“

Interview mit Léa Rouanet

In afrikanischen Ländern besteht nach wie vor ein enormes geschlechtsspezifisches Gefälle beim Zugang zu Arbeit und Kapital. Was sind die Folgen von Covid-19 für die dortigen Frauen? Jan Rübel befragte Léa Rouanet zu Lockdowns und genderbasierter Gewalt. Die Ökonomin arbeitet im Africa Gender Innovation Lab der Weltbank.

Weiterlesen

Eine Partnerschaft im Kampf gegen Hunger

Von GAFSP

Das Globale Programm für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (GAFSP) wurde 2010 von den G20-Staaten als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2008-09 ins Leben gerufen, um sowohl öffentliche als auch private Investitionen in die Landwirtschaft zu erhöhen. Ein Überblick über Ansatz, Ergebnisse und Wirkung des Programms.

Weiterlesen

5 Fragen an Gunther Beger (BMZ): Was ist zu tun?

Interview mit Gunther Beger (BMZ)

Was kostet es, den Hunger in der Welt bis 2030 nachhaltig zu beenden? Diese Frage stellte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und beauftragte zwei Forschungsteams, eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse der Studien wurden am 13. Oktober im Vorfeld des Welternährungstages vorgestellt.

Weiterlesen

Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

Weiterlesen

"Landwirtschaftliche Forschung löst den gordischen Knoten"

Interview mit Weltbank-Vize Jürgen Vögele

Die Agrarforschungsorganisation CGIAR stellt sich systematisch neu auf. Wir sprachen mit Jürgen Vögele, Vice President for Sustainable Development der World Bank, über die bisherigen Fortschritte - und erörtern, was gebündelt getan werden muss, um in zehn Jahren weltweiten Hunger zu stoppen.

Weiterlesen

5 Fragen an Jann Lay: Was macht Corona mit der Wirtschaft?

Interview mit Jann Lay (GIGA)

Die Corona-Pandemie trifft die Volkswirtschaften weltweit sehr hart - doch die Entwicklung in afrikanischen Ländern ist durchaus divers. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten, Resilienzen und Verwundbarkeiten. Woran liegt das? Apl. Prof. Jann Lay vom GIGA-Institut gibt Antworten.

Weiterlesen

(c) Katapult/GIZ

Afrikas digitale Disruption

Grafiken

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

Weiterlesen

Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Ein Beitrag von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

Weiterlesen

5 Fragen an den SEWOH-Beauftragten Dirk Schattschneider

Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Seit rund einem Jahr ist Dirk Schattschneider Beauftragter für die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" (SEWOH) des BMZ. Im Interview blickt er auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres zurück und wirft gleichzeitig einen Blick in die Zukunft.

Weiterlesen

Geschlechtergerechtigkeit: Eine Bedingung für Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Carsta Neuenroth (BfdW)

Die Mehrheit der Produzierenden in Entwicklungsländern sind Frauen. Obwohl sie maßgeblich zur Ernährungssicherheit ihrer Familien beitragen, sind sie in der männerdominierten Landwirtschaft nach wie vor chronisch benachteiligt beim Zugang zu Land, Krediten, Technologien und Bildung.

Weiterlesen

Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

Weiterlesen

"Es war noch nie so möglich"

Interview mit Carin Smaller (Ceres2030) über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

Weiterlesen

Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

Weiterlesen

UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

Weiterlesen

Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

Weiterlesen

Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

Weiterlesen