Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Urban Gardening findet in den Metropolen des Nordens immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen in der Stadt, beispielsweise auf Dächern oder auf Brachflächen, Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie

Ich bin ein Alternativtext
Brasilien: Dona Leda in ihrem Hausgarten in Praia da Brisa. Sie wird beim Anbau der Früchte, Kräuter und Blumen von der Organisation AS-PTA beraten. (c) Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Agrarwissenschaftler und arbeitet seit 2010 als Referent für Landwirtschaftsfragen bei Brot für die Welt.

Stig Tanzmann ist Landwirt und Agrarwissenschaftler und arbeitet seit 2010 als Referent für Landwirtschaftsfragen bei Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst.

Brot für die Welt (BfdW)

Brot für die Welt

In Afrika engagieren sich schätzungsweise 130 Millionen Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen, in Lateinamerika 230 Millionen in urbaner Landwirtschaft. Sie bauen Früchte und Gemüse an und halten Tiere zur Selbstversorgung. Weit verbreitet ist städtische Hühnerhaltung, aber auch Ziegen und Kühe werden für die Selbstversorgung gehalten oder zum Teil verkauft. Orte der Tierhaltung sind neben Höfen in der Nähe der Wohngebäude zum Beispiel auch öffentliche ungenutzte Flächen. Insgesamt halten 800 Millionen Stadtbewohnerinnen und -bewohner Nutztiere, sagt die Welternährungsorganisation (FAO), ein Viertel dieser Menschen bietet die geernteten Erzeugnisse auf Märkten an.

 

In Mega-Städten wie Rio de Janeiro spielt urbane Landwirtschaft inzwischen eine wichtige Rolle für die allgemeine Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln. Denn in den Prozessen fortschreitender Urbanisierung dehnen sich die großen Städte so aus, dass ursprüngliche landwirtschaftlich genutzte Flächen in städtisches Gebiet übergehen. In Buenos Aires gibt es mehr als 2000 Gemeinschaftsgärten – Haus- und Familiengärten, Nachbarschaftsgärten und Gärten von Arbeitsloseninitiativen. Auch in den Townships in Südafrika sind kleine, landwirtschaftlich genutzte Flächen weit verbreitet.

Haben Stadtgärten das Potential für die Ernährung einer wachsenden Zahl zukünftiger Stadtbewohner und Stadtbewohnerinnen? Eine herausragende Rolle spielt urbane Landwirtschaft bei systemischen Krisen oder Kriegen, wenn die Versorgung der Städte aus dem ländlichen Raum zusammenbricht oder abgeschnitten wird. Folgende Beispiele werfen ein Schlaglicht darauf, wie Menschen aufgrund von Versorgungsengpässen in den Städten selbst Initiative ergriffen, eine Subsistenzwirtschaft entwickelten und sich selbst versorgen.

 

Detroit - ein Netzwerk aus urbanen Gärten

Wie bedeutsam Urban Gardening für die Versorgung der Städter sein kann, zeigt der wirtschaftliche Niedergang der Autostadt Detroit. Dort fand der kapitalistische amerikanische Traum bedingt durch den Kollaps der Autoindustrie ein jähes Ende und ließ eine zunehmend deindustrialisierte Großstadt zurück – mit spürbaren Folgen auch was die Versorgung mit Lebensmitteln angeht. Nahrungsmittel wurden teilweise unerschwinglich teuer oder wurden erst gar nicht mehr angeboten, da sich aufgrund der fehlenden Wirtschaftskraft der Detroiter das Versorgungsnetzwerk aus Supermärkten und Schnellrestaurants aus der Stadt zurückzog.

 

Bewohnerinnen und Bewohner von Detroit ergriffen daraufhin die Initiative und begannen, auf ehemaligen Industrieflächen Nahrungsmittel anzupflanzen. Daraus entstand ein inzwischen beeindruckendes Netzwerk aus weit mehr als tausend urbanen Gärten. Ihre Produkte boten die Erzeugerinnen und Erzeuger zunächst auf informellen Märkten an, mit der Zeit entstanden Bauernmärkte. In den gesamten Vereinigten Staaten fand die Detroiter Urban Farming-Bewegung Nachahmer. Mit ihrem Saatgutbedarf spielt die Urban Gardening-Bewegung auch eine Rolle beim Aufbau und Erhalt der kommunalen Saatgutbanken, genannt „Seed Libraries“. Beides sind integrale Bestandteile des wachsenden Widerstandes innerhalb der USA gegen die industrielle Landwirtschaft und die gentechnisch veränderten Organismen (GMOs) der großen Konzerne.

Die agrarökologische Revolution in Havanna

(c) Uta Wagner / Brot für die Welt
Die Kubanerin Felicia Valdez bei der Gartenarbeit auf dem Dach ihres Hauses. (c) Uta Wagner/Brot für die Welt

Eines der bekanntesten Beispiele für urbane Landwirtschaft ist Kuba. Dem Zusammenbruch des Ostblocks Anfang der neunziger Jahre fiel auch die landwirtschaftliche Arbeitsteilung unter den und innerhalb der sozialistischen Staaten zum Opfer; die Lebensmittel-, Waren- und Ölimporte aus den Sowjetstaaten, von denen das Land hochgradig abhängig war, fielen mit deren Zusammenbruch schlagartig weg und das bisherige System der Lebensmittelversorgung funktionierte nicht mehr. In der Folge verschlechterte sich in Kuba die Ernährungslage insbesondere der Menschen in den Städten auf drastische Weise. Sie begannen, auf nicht genutzten Freiflächen Gärten anzulegen und Nahrungsmittel anzupflanzen. So steigerten sie innerhalb kürzester Zeit den Anteil der Lebensmittel, die in der Stadt, insbesondere in Havanna, erzeugt wurden. Schon Mitte der 1990er Jahre gab es fast 30.000 Gartenparzellen in der zwei Millionen Einwohner zählenden Stadt. Beim Anbau verwenden die urbanen Farmer nur wenig Dünger und Pestizide, pflanzen auf sehr kleinen Flächen und passen auch ihren Tierbestand der meist geringen verfügbaren Fläche an.  

 

Heute wachsen dank der „Revolución verde“ allein in Havanna mehr als zwei Drittel des verzehrten Obsts und Gemüses innerhalb der Stadtgrenzen. Die kubanische Regierung hat durch die großzügige Vergabe von Freiflächen an Produzenten und durch wissenschaftliche Begleitung die Agricultura urbana aktiv gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Entwicklung der agrar-ökologischen Produktion.Insgesamt werden gut 35.000 Hektar Land in Havanna für urbane Landwirtschaft genutzt und mehrheitlich ökologisch bewirtschaftet. Die Erfolge des kubanischen urbanen Anbaus haben weltweit viele Menschen inspiriert. So bezogen beispielsweise auch die Gründer der Prinzessinnengärten in Berlin Kreuzberg, eines der bekanntesten deutschen Urban Gardening-Projekte, ihre Inspiration aus mehreren Kuba-Aufenthalten.

Kolumbien, Bogota: "Urban Gardening", ein Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe. (c) Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Kolumbien, Bogota: "Urban Gardening", ein Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe. (c) Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Kuba: Mutter Ivist bei der Gartenarbeit auf dem Dach ihres Hauses. (c) Uta Wagner/Brot für die Welt

Kuba: Waldo Rodriguiz Alfonso in seinem Hausgarten. Das Projekt „Urban Gardening“ fördert den Anbau von Obst und Gemüse in den Hinterhöfen der Häuser. (c) Uta Wagner/Brot für die Welt

Brasilien: Joyce Luiciana da Silva arbeitet auf dem Feld der Kooperative Univerde. Jede Familie hat 1000 Quadratmeter Land bekommen. (c) Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Kuba: Felicia Valdez mit ihrer Mutter Ivist auf dem Dach ihres Hauses. Das Projekt „Urban Gardening“ fördert den Anbau von Obst und Gemüse auf den Dächern der Häuser. (c) Uta Wagner/Brot für die Welt

15th Garden – überlebenswichtig in Syrien

Ein aktuelles Beispiel dafür, wie urbane Landwirtschaft mit politischem Widerstand verbunden wird, ist das Netzwerk 15th Garden. Seine Aktivistinnen und Aktivisten setzen sich seit Jahren für die Demokratisierung Syriens ein und legen urbane Gärten zur Nahrungsmittelproduktion in den belagerten und ausgehungerten Städte und Enklaven Syriens an. Das Netzwerk besteht aus urbanen Gärten, regional vernetzten Familiengärten, gemeinsamer bäuerlicher Organisation und Produktion in den ländlichen Regionen sowie Landwirtschaftsinitiativen von Flüchtlingen in den Flüchtlingslagern der syrischen Anrainerstaaten.

Ihre Aufgabe sehen die Aktivistinnen und Aktivisten darin, das Ernährungssystem zu demokratisieren und Lebensmittel, insbesondere Gemüse, überhaupt erst wieder verfügbar zu machen. Saatgut wird getauscht und reproduziert, und Fähigkeiten in nachhaltiger Landwirtschaft und Gärtnerei werden in Workshops und Kursen weitergegeben.

 

Ernährungsräte in Berlin und Brasilien

(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt
Brasilien: Die Beraterin der Organisation AS-PTA Danielle dos Santos Sanfins (Person rechts) und Rosineia Suares im Gewächshaus der Kooperative Univerde. (c) Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Es ist sicher auch ein Ergebnis der basisdemokratischen Urban Gardening-Bewegung in Berlin, dass hier einer der ersten Ernährungsräte Deutschlands entstanden ist. Ziel ist, sich angesichts eines hochindustrialisierten ländlichen Raumes in der direkten Stadtumgebung mit den ländlichen Produzentengruppen auszutauschen, um einen besseren Interessenausgleich zu erreichen und die Produzenten und Produzentinnen auf dem Land zu stärken. Wie erfolgreich dieser Dialog sein kann, zeigt das Beispiel Brasilien eindrücklich: Hier hat der nationale Ernährungsrat CONSEA (Conselho Nacional de Segurança Alimentar e Nutricional), zu dem Vertreter und Vertreterinnen von Regierungsbehörden und verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen gehören, dazu beigetragen, das Ernährungssystem zu demokratisieren, Hunger und Mangelernährung einzudämmen und gleichzeitig die Interessen der Bevölkerung in den Städten und auf dem Land miteinander in Einklang zu bringen.


All diesen Bewegungen ist eines gemeinsam: Sie verändern – wenn auch aus verschiedenen Gründen – das jeweils bestehende Ernährungssystem aus der Stadt heraus. Dabei greifen sie auf traditionelle landwirtschaftliche Produktionsweisen zurück. Zum Teil stellen sie dabei die Vielfalt der ländlichen Biodiversität in den Vordergrund, um die Monotonie der Städte und der dortigen Ernährungsgewohnheiten zu durchbrechen. Oder sie bauen neue Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten auf, zum Beispiel durch die städtischen Ernährungsräte. So kann das Verständnis zwischen Stadt- und Landbewohnern füreinander wachsen und Nahrung vielfältiger erzeugt und gegessen werden.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Der Norden trägt die Verantwortung, der Süden die Last

Ein Bericht von Susanne Neubert (SLE)

Anpassung an den Klimawandel kann durch eine Ökologisierung der Landwirtschaft gelingen - und wenn die reichen Länder ihre Emissionen reduzieren

 

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Neue Kampagane: "Armut ist sexistisch"

Interview mit Stephan Exo-Kreischer

Das ist der Maßstab für alle: Mehr Rechte für Frauen bilden einen entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen extreme Armut und Hunger weltweit, sagt der Deutschland-Direktor von ONE. Die Organisation ist auf politische Kampagnen als Hebel für nachhaltige Veränderung spezialisiert.

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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© AHA

Die Bauern selbst sind der Maßstab

Ein Beitrag von Andreas Quiring

Starke Bauern sind der Schlüssel für eine eigenständige nachhaltige Entwicklung. Dadurch können Sie ihre eigenen Interessen gegenüber Marktpartnern und der Politik wirkungsvoller durchsetzen. Soziale Innovationen können gemäß Andreas Quiring helfen, die tatsächlichen Bedürfnisse der betroffenen Bauern zum Maßstab zu machen.

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Kakaoernte

Mehr Wirkung trotz knapper Mittel

Ein Beitrag von Jochen Moninger

Nur mit Innovationen und einer entsprechenden Skalierung können wir den Hunger in der Welt wie geplant bis 2030 abschaffen. Das Geheimnis liegt im Teilen und Vernetzen von Ideen – und wurde von einigen Initiativen bereits gelüftet.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Von Donald Trump zu Joe Biden: Eine neue US-Afrikapolitik?

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach vier Jahren Donald Trump im Weißen Haus ist Zeit für eine Bilanz: Welche Politik verfolgte die republikanische amerikanische Regierung gegenüber afrikanischen Regionen? Und was wird sich nach der Wahlentscheidung zu Gunsten Joe Bidens in der neuen Legislaturperiode ändern? Eine Bestandsaufnahme.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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