Herr Marí, was war los beim Alternativgipfel?

Am UNFSS Pre-Summit in Rom beteiligte sich “Brot für die Welt“ nicht. Stattdessen nahm das Hilfswerk an einem Gegengipfel teil. Ein Gespräch mit Francisco Marí über die Gründe, den Ablauf – und wie es nun weitergeht.

Vom 25. bis 28. Juli 2021 beteiligten sich laut eigenen Angaben rund 9.000 Menschen an einer überwiegend virtuellen Veranstaltung gegen den Vorgipfel der Vereinten Nationen für Ernährungssysteme (UNFSS) ©2021 FOOD SYSTEMS 4 PEOPLE

Francisco Marí

Francisco Marí arbeitet seit 2009 als Projektreferent für Lobby- und Anwaltschaftsarbeit in den Bereichen Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei Brot für die Welt im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung mit den Schwerpunkten Ernährungssicherheit, handwerkliche Fischerei, WTO, Handels- und Fischereiabkommen EU-Afrika, Tiefseebergbau und Wirkungen von Lebensmittelstandards auf Kleinerzeuger:innen.

Brot für die Welt (BfdW)

Brot für die Welt

Jan Rübel

Jan Rübel ist Autor bei Zeitenspiegel Reportagen, Kolumnist bei Yahoo und Reporter für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Er studierte Islamwissenschaft und Nahostgeschichte.

Herr Marí, Ihre Organisation hat sich am Gegengipfel zum UNFSS Pre-Summit beteiligt. Sind Sie mit dem Ausgang Ihrer Veranstaltung zufrieden?
Die Situation war ja nicht einfach. Wir haben uns sehr schwer damit getan, einer Initiative des Generalsekretärs der Vereinten Nationen mit einem Alternativgipfel zu begegnen – immerhin unterstützen wir nicht nur grundsätzlich die UN, sondern sind ja auch Teil ihres zivilgesellschaftlichen Prozesses. Wir haben über unser kirchliches Netzwerk eine Repräsentanz in New York und sind seit Jahrzehnten in der ernährungspolitischen Debatte sehr nah bei den meisten Positionen der Vereinten Nationen. Die Entscheidung für diesen Gipfel zu Ernährungssystemen und die Art und Weise, wie dieser Gipfel dann geplant und vorbereitet wurde, haben wir sehr bedauert.  
 
Hatten Sie lange überlegt, ob Sie nicht doch daran teilnehmen?
Wir hatten einen langen Dialog darüber, insbesondere auch mit dem BMZ, aber auch mit der Sonderbeauftragten Agnes Kalibata. Wir haben uns sehr bemüht, noch auf eine Einigung zu kommen. Doch unsere Einwände wurden einfach nicht gehört. Daher sind wir recht spät auf den Plan gekommen, unseren Standpunkten und denen unserer Partner durch eine Parallelveranstaltung eine Stimme zu verleihen: unsere Gegenvorschläge öffentlich zu machen. Damit bin ich sehr zufrieden, wundere mich auch, dass dies so schnell möglich war. Es gab auch eine große Anzahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die ihre Vorschläge unterbreiteten. Da haben wir intensiv diskutiert; absolute Einigkeit herrschte dort natürlich auch nicht. Aber darum geht es uns auch nicht. Denn es gibt eine Vielfalt von Ernährungssystemen und Ansätzen, sie zu verbessern. Aber gemeinsam war uns beim Alternativgipfel, dass wir Entscheidungen auf Grundlage menschenrechtlicher Verpflichtungen treffen, gegenüber den Menschen, die Hunger leiden und den Rechten der Nahrungsproduzenten, wie sie 2018 von UN-Generalversammlung verabschiedet wurden.)  
 
Worin waren sie sich zum Beispiel nicht einig?
Mit Blick auf den Ökolandbau gab es Stimmen, die sagten: Wir können jetzt nicht auf Zertifizierungen von Agrarökologie gehen – was andere forderten. Auch über Saatgut wurde viel debattiert: Also, wie stark eigenes, bäuerliches Saatgut ausreicht, um zum Beispiel mit Klimaveränderungen zurechtzukommen; wie viel Forschung es dazu braucht und inwiefern sie in staatlicher Hand bleiben soll,wie auch hier die bäuerlichen Rechte gestärkt werden können. Im Übrigen zeigt ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)  finanziertes Projekt der Welternährungsorganisation (FAO), wie vielsprechend solche Ansätze sein können. Als Brot für die Welt wünschten wir uns eine Ausweitung solcher Projekte.   
 
Wie viele beteiligten sich denn am Gegengipfel?
Wir taten uns ein wenig schwer mit dem virtuellen Format. Denn zu den Sitzungen des Welternährungskomitee (CFS), dem Kernelement der Welternährungsarchitektur, reisen jährlich die auf FAO-Regionalkonferenzen gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft meist eine Woche vor den Sitzungen nach Rom, um sich gemeinsam vorzubereiten. Der direkte Kontakt und der Austausch sind für uns sehr wichtig. Das war diesmal nicht möglich, und dies machte es für indigene Gruppen und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern schwieriger, sich gut einzubringen. Diese virtuellen Formate, wie sie vom UNFSS forciert werden, waren auch ein wichtiger Punkt unserer Kritik, den UNFSS in dieser Zeit der Covid-19-Pandemie abzuhalten.  Es ist für viele Partner nicht nur wegen der Zeitverschiebung technisch schwerer sich zu beteiligen: Internetverbindungen sind instabil und teuer.  Aber angesichts dieser Herausforderungen waren wir sehr zufrieden, dass die einzelnen Veranstaltungen von 600 bis 1.500 Leuten besucht wurden. Insgesamt wurde der Live-Stream während der drei Tagen über 9.000 Mal besucht.  
 
Was waren die Erkenntnisse, die Schlussfolgerungen des Gegengipfels?
Dass die Agrarindustrie nicht als Akteur auf gleicher Ebene wie die Betroffenen zu behandeln ist. Der Alternativgipfel machte sich stark für unterschiedlichste Lösungsansätze, aber eben rechte- und nicht interessenbasiert. Daher wurde immer wieder die Forderung erhoben, dass den Betroffenen eine Stimme und die Möglichkeit zur Mitverhandlung von Entscheidungen, wie im CFS, gegeben wird – um den Erhalt kleinbäuerlicher Produktion für die Zukunft zu garantieren.

 

Warum also blieben Sie dem Gipfel in Rom fern?

 

Es ging letztlich vom Ansatz her nicht.

 

Wir können eben nicht akzeptieren, dass Interessen von Unternehmen mit den Rechten jener Menschen gleichgesetzt werden, mit denen wir seit Jahren kämpfen, um Armut zu reduzieren. Die Abschaffung des Welthungers ist keine Idee, sondern ist eine Verpflichtung, die auf dem Recht auf Nahrung basiert.  
 
Dem hat sich doch der Gipfel gewidmet.
Nein. Genau hier liegt der Dissens. Der Pre-Summit kam mir mehr vor wie eine Initiative, in der jeder seine Ideen einbringen kann, ohne das deutlich wird, wer Rechte und wer Pflichten hat. Hungernde können sich  auf das Menschenrecht auf Nahrung berufen. Der Privatsektor demgegenüber hat die Pflicht, sich an Gesetze zu halten und Steuern zu zahlen, wie Jeffrey Sachs es klar beim Pre-Summit ausdrückte. Das spiegelte sich aber nicht im Pre-Summit wieder. Gleichzeitig hat gerade das CFS vorbildliche Strukturen etabliert, wie politische Entscheidungen, die zur Erfüllung des Rechts auf Nahrung beitragen, erarbeitet und verabschiedet werden können. Diese Strukturen hat der UNFSS von Anfang an nicht berücksichtigt.

 

Nach all der Kritik, die an den Prozessen und Strukturen des UNFSS seit 2019 vorgebracht wurde, habe ich den Eindruck, dass sie bewusst und gezielt missachtet wurde.

 

Das Recht auf Nahrung stand nie im Zentrum des UNFSS. Man lese nur die sehr kritischen diversen Stellungnahmen des UN-Sonderberichterstatters zum Recht auf Nahrung, Michael Fakhri.

 

War denn die Agrarindustrie in Rom derart präsent?
Bei den offiziellen Gipfelveranstaltungen war sie weniger direkt vertreten, hat aber in den Strukturen des UNFSS von der Sonderbeauftragten bis zum Scientific Board ihre Unterstützer an den zentralen Stellen verankert.  Gleichzeitig aber dominierte sie die Side Events. Ich war erstaunt, wie wenige NGOs sich dort engagierten. Und dann sind natürlich Staaten aufgetreten, die sich stark mit dem Agrobusiness verbinden, wie zum Beispiel Argentinien und die USA.
 
Mein Eindruck war, gerade bei den entscheidenden Main Events, dass Wirtschaftsakteure klar in der Minderheit waren.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) als Stichwortgeber für den Summit hat sich, als seine Ideen nicht mehr gebraucht wurden, zurückgezogen. Sie wurden ja übernommen. Und, wie gesagt, an vielen für den UNFSS entscheidenden Stellen sitzen Personen, die der Agenda des WEF sehr nahestehen, sowie andere Wirtschaftsverbände, allen voran der Weltwirtschaftsrat, das UN-Lobbyinstrument der weltgrößten Konzerne. Und die Kritik am Anteil der Agrarindustrie hatte auch zu Veränderungen geführt, gerade bei den Action Tracks des Summits. Einige indigene Gruppen und einige NGOs haben entschieden, dass sie daran teilnehmen – zumindest solche, die sich immer mehr oder weniger in diesem Konstrukt des Multistakeholder-Ansatzes bewegen. Und eine bestimmtes Spektrum aus der Wissenschaft beteiligte sich am Gipfel, das technokratische Angebote und auf neuer Gentechnik beruhenden Lösungen gemeinsam mit der Industrie entwickelt.

 

Agrarökologie war auch ein starkes Thema beim Gipfel.
Erst einmal haben wir uns darüber gefreut, dass Senegal die Agrarökologie-Koalition anführen will. Aber all diese Debatten hatten wir bereits sehr stark in der FAO und im Welternährungskomitee (CFS) unter Beteiligung der Produzentinnen und Produzenten. Also muss man grundsätzlich fragen: Ist diese Koalition nicht eine Doppelung oder Schwächung der seit einigen Jahren bestehenden „Scaling-up Agroecolgy Initiative“ der FAO? Wir appellieren schon lange an das BMZ, diese FAO-Initiative stärker zu unterstützen.  Dafür brauchen wir keine neuen UNFSS-Koalitionen! Vielmehr hat der Prozess des UNFSS der Agrarökologie aktiv geschadet. So wurden erst vor einigen Wochen Politikempfehlungen des CFS zu Agrarökologie dem UNFSS untergeordnet. Die Verhandlungen dazu sollten unbedingt noch vor dem Pre-Summit beendet sein. Nun haben wir Politikempfehlungen zu Agrarökologie, die nicht mehr den Empfehlungen des Hohen Expertengremiums (HLPE) des CFS folgen, und werden daher von der Zivilgesellschaft nicht mitgetragen. Dies unter anderem, weil der Teil zu Pestiziden hinter bestehende UN-Vereinbarungen zurückfällt. Wem nützt diese Verwässerung? Natürlich vor allem der Agrarchemie!   
 
Warum dann nicht zum Pre-Summit nach Rom und zum Summit nach New York gehen, um dort die Ansätze menschenrechtlicher Verbindlichkeit  und Agrarökologie zu verfechten?
Weil das UNFSS-Konstrukt nicht inklusiv ist und noch nicht einmal klare Regeln und Strukturen zur Mitbestimmung hat. Man wird eingeladen, um mitzumachen – aber nicht wirklich. Ich kenne das von der Meerespolitik. Im Komitee für Fischerei der FAO gibt es keinen zivilgesellschaftlichen Mechanismus, wie beim CFS. Wir sitzen dann auf den Seitenbänken und dürfen am Ende, wenn alle geredet haben, auch noch etwas sagen. Eine ähnliche Struktur hatten wir bei der UN-Meereskonferenz 2017, zum Nachhaltigkeitsziel 14, und dort sind wir hingegangen, weil wir überhaupt kein anderes Forum haben, um irgendwo mit der handwerklichen Fischerei sichtbar zu sein. Aber der UNFSS fällt selbst dahinter zurück. Wurde auch nur in einer Veranstaltung irgendetwas verhandelt? Wurde auf ein gemeinsames Ergebnis hingearbeitet? Ich habe im ausführlichen Videoportal keines erlebt.

 

Es gab ein buntes Durcheinander von besorgten Reden und Vorstellungen von Ideen, von Lösungsansätzen –  aber einen Prozess, diese zusammenzufügen, zu ordnen und die Zielkonflikte zu benennen, gab es nicht.

 
Im Ernährungsbereich haben wir lange dafür gekämpft, auch die Bundesregierung, dass es eine inklusive Weltstruktur für Ernährungsfragen gibt, basierend auf dem Recht auf Nahrung;  die angelehnt, aber unabhängig von der FAO ist – also das schon erwähnte Welternährungskomitee (CFS). Der UNFSS schiebt  dieses inklusive Gremium quasi völlig zur Seite. Erst auf massiven Druck wurde der CFS-Sekretär mit großer Verspätung und nur als einer von vielen ins Vorbereitungsgremium des UNFSS aufgenommen. Letztlich steht im UNFSS das CFS somit auch nur als ein Ansatz von vielen, statt dem Komitee den ihm zugehörenden exklusiven Platz als Hauptorgan der Welternährungsarchitektur mit seinem menschenrechtlichen Ansatz einzuräumen. Das CFS zu einer beliebigen Plattform herabzustufen, um das Nachhaltigkeitsziel „ „Null-Hunger“ zu erreichen, disqualifiziert den UNFSS.   
 
Warum?
Der Zug zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele läuft schon. Es gibt gute Beschlüsse. Und es gibt in immer mehr Staaten die Bereitschaft, die Empfehlungen des Welternährungskomitees Wirklichkeit werden zu lassen. Und nun kommt ein Summit zu Food Systems dazwischen und will das Rad neu erfinden – in einem schon stattfindenden Prozess und das mit Lösungen, über die wir schon längst hinaus sind.
 
Aber es sind ja sehr viele Lösungen auf dem Pre-Summit diskutiert worden. So einfach ist die Sache mit der weltweiten Hungerbekämpfung möglicherweise nicht. Warum dann nicht alle Lösungsvorschläge verhandeln und zu diesen Koalitionen bündeln?
Noch einmal: Es gibt ja keine Beschlüsse. Von Beginn an wurde darauf verzichtet, anders als beim Welternährungskomitee, wo wir nächtelang darum ringen, wie Empfehlungen von Leitlinien aussehen sollen. Die sind zwar freiwillig, unterliegen aber einem Monitoring. Dadurch entsteht ein Druck, mit dem man arbeiten kann. Dieser Summit dagegen verzichtet darauf, und wie schon mehrfach geäußert: Der menschenrechtliche Ansatz als Kernprinzip ist das wichtigste Gut und für uns nicht wegverhandelbar. In den Koalitionen wird es Vereinbarungen darüber geben, wer was macht, von dem man hofft, dass es zielführend ist. Das ist eine Beliebigkeit, die sehr weit weg von dem ist, was man in den letzten zehn Jahren in Rom beim Komitee gemacht hat. Dort muss man sich entscheiden, während die Foren beim UNFSS Zielkonflikte verschweigen. Dadurch haben die Koalitionen größtes Pozential, sich untereinander zu widersprechen.  

Mitentscheiden sollte die Ernährungsindustrie als gewaltiger Player auch. Eine Botschaft des Pre-Summits war: Die Ernährungskonzerne sind Teil des Problems. Aber sie müssen Teil der Lösung werden. Heißt das nicht, dass man auch mit ihnen nach Lösungen suchen muss?
Das ist absolut richtig.  Es wäre schon viel, wie Jeffrey Sachs betonte, damit gewonnen, wenn die großen Agrarkonzerne die bestehenden Gesetze nicht umgehen würden und ihrer Steuerpflicht nachkämen.  Wenn sie diese Regeln einhalten, kann man sich an einen Tisch setzen und miteinander reden.  Genau dies tun wir auch seit zehn Jahren im CFS, auch mit Konzernen, von denen wir wissen, dass sie nicht immer die Regeln einhalten oder sich Regelbrecher wie Monsanto in den eigenen Konzern holen. Auch mit Bayer reden wir seit Jahren in Deutschland. Im CFS gibt es ja auch den privatwirtschaftlichen Mechanismus. Anfangs nahmen sie das kaum ernst, mittlerweile aber schon; da kommt es zu den nötigen Konflikten, die eben ausgefochten und ausgehandelt werden müssen.

 

Es geht halt darum, ob die berechtigten Gewinninteressen der Industrie mit den Rechten Betroffener gleichgesetzt sind. Das sollten die Staaten und die Kleinbäuerinnen und Bauern entscheiden.

 

Beim Summit aber sind alle Vorschläge gleich. Damit verkleistert man Zielkonflikte, und die Summe dieser freiwilligen Commitments soll dann die Lösung sein.
 
Vielleicht ist es so wie bei Aristoteles, nach dem das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
Wenn es um ein Produkt ginge. Also zum Beispiel um Speichen in einem Rad oder um eine Felge. Einzeln nützen sie nichts, in der Summe indes ergeben sie ein Fahrrad. Aber in diesem Fall kommen wir vielleicht zu Speichen, die für das Rad zu groß oder zu klein sind. Zielkonflikte müssen entschieden werden – und das kann nicht die Industrie übernehmen.  
 
Sie befürchten also bei diesem Prozedere des Summit als Ergebnis ein Fahrrad, mit dem man nicht fahren kann?
Genau. Es geht nicht immer alles. Man kann zum Beispiel nicht kleinbäuerliche Produktion unterstützen, was der Summit ja übrigens sehr oft verlangte, und für die Agrarindustrie riesige Anbauflächen planen, die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weggenommen würden.
 
Vielleicht muss beides realisiert werden? Die Landwirtschaft in Europa wäre nicht das geworden, was sie heute ist, wenn sie ihre historische Kleinteiligkeit nicht angegangen hätte.
Andersrum wird ein Schuh draus. Wir haben Millionen von Familienbetrieben verloren. Das heißt nicht, dass wir in Europa hungern, aber wir haben diese Einkommensquellen und die Nahrungsvielfalt verloren, die wir uns jetzt chemisch mit Zusätzen wie glutenfrei oder laktosefrei mühsam designen müssen. Das wollen wir nun verhindern, weil es auf der ganzen Welt nicht leistbar ist. Auch in Deutschland gibt es als Ergebnis der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ des BMEL mehr Konsens, und man hat sich darauf geeinigt, dass wir mehr landwirtschaftliche  Familienbetriebe brauchen. Also, wenn ein Umdenken im Agrarland Deutschland eingesetzt hat, warum nicht auch global? Das geschieht eben auch, trotz all unserer Kritik in Rom im CFS.
 
Was ist dann Ihrer Meinung nach Sinn und Zweck des Summits zu den Ernährungssystemen? Dass das Welternährungskomitee entmachtet werden soll?
Ja, genau! Das Welternährungskomitee soll bestenfalls weiter gefügig gemacht werden, im Sinne von Agrobusiness und Agrarexportnationen zu entscheiden. Darüber hinaus wird massiv vom Wissenschaftsbeirat des UNFSS unter Leitung von Joachim von Braun darauf hingearbeitet, de facto das Wissenschaftspanel des CFS (HLPE) abzuschaffen oder zumindest finanziell auszutrocknen, indem für ein neues so genanntes Wissenschaftspanel des UNFSS Milliarden Dollar für industrienahe Forschung von ihm gefordert werden. Genauso wichtig ist es für Wissenschaft, Industrie und einige Staaten, das Mitspracherecht und den Einfluss zivilgesellschaftlicher Gruppen und von Kleinbäuerinnen auf Auswahl von Forschungsfragen, Methoden und Forschungsergebnisse zu reduzieren. 

 

Der industrienahen Wissenschaft ist es ein Dorn im Auge, dass die wissenschaftlichen Empfehlungen des HLPE, wie zur Präferenz von Agrarökologie, nicht an denen vorbeigehen, die sie erreichen sollen und damit nur wenig zur Sicherung von Gewinnen der Agrarkonzerne beitragen.

 

Inzwischen decken 15 fundierte Berichte des HLPE mit Empfehlungen für Agrarprogramme der Staaten viele Bereiche von Fischerei, Tierhaltung bis Nahrungsempfehlungen ab, die lokale Märkte, Kleinproduzenten und eine reiche standortgebundene Nahrungsvielfalt favorisieren und damit auch zu nachhaltigen und krisenfesten Ernährungssystemen führen können, die Armut reduzieren und zu einer hungerfreien Welt beitragen. Denn es gibt weltweit eine Grundorientierung hin zur Agrarökologie. Als eine zentrale Grundlage hierfür dient hier der Weltagrarbericht von 2008, den damals mit Unterstützung von Weltbank und Vereinten Nationen 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beschlossen hatten. Das war für uns alle neu, auch für uns; wir waren damals noch eher auf dem Ökoanbau-Trip. Wir verstanden, dass dies zu eng ist, dass es keine ausreichende alternative Welternährung zur industriellen Landwirtschaft sein kann. Wir verstanden, dass es ein offenes System braucht, das standortbezogene Entscheidungen für eine nachhaltige Produktion trifft. Ein holistisches Prinzip, das über Landwirtschaft hinausgeht und Bildung sowie Soziales einbezieht.
 
Holismus war auf dem Summit ein oft gebrauchtes Wort. Bezieht das Ihrer Meinung nach auch den Einsatz von Dünger und Pestiziden auf synthetischer Basis in Afrika ein?
Agrarökologie bedeutet den Ausstieg oder den Nicht-Einstieg in die Anwendung von synthetischen Düngern und Pestiziden. Der Einsatz dieser Betriebsmittel ist mit Nachhaltigkeit und einem auf Biodiversität aufbauenden Holismus nicht zu vereinbaren und steht im Widerspruch zum auch vom BMZ geförderten One-Health-Ansatz. Mit Blick auf den Einsatz von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden haben wir mit zwei umfangreichen Studien innerhalb von zwei Jahren zur Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) deutlich aufgezeigt, dass dieser Ansatz zur Hungerbekämpfung gescheitert ist. Die prominente Rolle, die Funktionäre von AGRA im UNFSS spielen, ist damit eben auch Teil der Grundprobleme des UNFSS.

 

Nun soll der weitere Prozess, der vom Food Systems Summit ausgeht, ausschließlich von den Rome Agencies verwaltet werden. Da ist das CFS doch mit dabei, oder?
Das war bisher unsere Hoffnung. Aber je näher der Summit rückt, desto mehr versucht man, einen Follow-Up-Prozess als Konkurrenz zum CFS zu institutionalisieren. Das BMZ folgt offensichtlich den Anliegen des Vorsitzenden des Wissenschaftsrats und der Special Envoy und kündigt eine Unterstützung der Weiterarbeit dieses UNFSS-Sekretariats an. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb das BMZ für eine eigene Spielwiese in New York in Kauf nimmt, dass das  CFS mit seinem menschenrechtlichen Ansatz geschwächt wird in Konkurrenz zum BMEL, das Deutschland beim CFS vertritt.  Das ist, vergleicht man das mit dem halbwegs inklusiven Vorgehen in den acht Jahren der SEWOH des BMZ, ein wirklicher Affront. Da nach dem Pre-Summit schon klar ist, dass dieses Sammelsurium von Vorschlägen keinen einzigen neuen Ansatz hervorbringt, ist diese vom BMZ unterstützte Fortsetzung enttäuschend und konterkariert die positiven Erfahrungen der letzten Jahre in der SEWOH. Die Annahme des Wissenschaftsbeirats des UNFSS, dass es in der Frage der Ernährungsproduktion wie bei Klimafragen noch irgendwelche blinde Flecken gibt, wo wir noch massenhaft wenig in die Zukunft hinein wissen und Projektionen brauchen, das ist Phantasie.

 

Hunger ist kein landwirtschaftliches Problem. Er ist auch kein Mengenproblem  

Denn wir produzieren schon viel zu viel auf den ÄckernDas ist ja das Problem, derzeit für zehn bis elf Milliarden Menschen im Schnitt 4.000 Kalorien am Tag.  
 
Aber nicht dort, wo sie sie brauchen. Und nicht das, was sie benötigen.
Genau. Es ist ein Armuts- und ein Verteilungsproblem.
 
Und dann ist es auch ein landwirtschaftliches Problem.
Nein. Wenn Sie zum Beispiel in der Stadt leben, sagen wir Lagos, wo viele Menschen trotz voller Supermärkte hungern – dann gibt es genügend Nahrung, nur sie bleibt für zu viele unbezahlbar. Wenn ein Kleinbauer keine Transportmöglichkeiten hat und die Hälfte der Ernte verdirbt, dann ist dies kein Produktionsproblem, sondern ein Transportproblem. Dazu kommen Tierfutter, Agrartreibstoffe und Bioplastik, die großflächig industriell angebaut mehr einbringen als  Lebensmittel für Menschen. So geht ein immer weiter zunehmender Anteil der Welternte nicht in die menschliche Ernährung, sondern in Tiermägen, Tanks oder in die Produktion von Verpackungsmaterial für Convenience Food. Um diese Probleme zu benennen und zu regulieren, braucht es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern endlich Umsetzung und einen Verzicht auf offensichtlich schädliches Verhalten. Aber auf Regulierung verzichtet der Summit, indem er alles freiwillig macht.
 
Wie wird es weitergehen? In New York beim Summit werden Sie sich nicht beteiligen?
Das ist ziemlich sicher. Bisher ist auch nicht klar, welche Ergebnisse der Vorgipfel überhaupt gehabt hat. Wie die Empfehlungen der Action Tracks in New York einfließen, ist nicht ersichtlich. Wir rufen nicht explizit zum Boykott auf. Aber je weniger herauskommt, desto weniger schädlichen Einfluss wird es nehmen.

 

Uns ist wichtig, dass das Welternährungskomitee nicht ein Player unter vielen wird, sondern in seiner Rolle gestärkt wird.

 

Wir hoffen, dass das BMZ  doch noch davon absieht dieses Trauerspiel namens UNFSS auch noch fortzusetzen. Und dann sind noch Bundestagswahlen, neue Leitungen in beiden Ministerien. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Vorhaben auch im Bundestag und bei Koalitionsverhandlungen und in einer neuen Bundesregierung hinterfragt und beendet wird. Wir sind zuversichtlich, da auch sich auch in dieser Legislaturperiode alle Fraktionen für eine agrarökologische Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit ausgesprochen haben. Dahinter kann das BMZ nicht mehr zurück.  
 
Könnte das Welternährungskomitee nicht auch durch den Summit gestärkt werden?
Zunächst einmal sollten irgendwelche Beschlüsse, die aus dem Summit hervorgehen, nicht für das CFS bindend sein, welches ja drei Wochen später tagt – mit teilweise den gleichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Klar, vieles, was beim Summit behandelt wurde, könnten wir begrüßen und unterschreiben, zum Beispiel die Themen rund um die Bedeutung von handwerklicher Fischerei für die Welternährung. Wenn dies als Fragestellungen in die Arbeit des Komitees einfließt, kann es dadurch gestärkt werden: Weil man sieht, dass es vieles gibt, worum sich das CFS auf Grund seiner Schwäche und Unterfinanzierung nicht angemessen kümmert – gerade, was den wissenschaftlichen Beirat angeht. Da erhoffe ich mir einen Schub! Denn bisher wird ein Ausbau des Welternährungskomitees von Staaten verhindert. Vielleicht wird erkannt, dass die Struktur, die man schaffen will, schon existiert. Auch in Deutschland.

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Ein Beitrag von Nadine Babatounde und Anne Floquet (MISEREOR)

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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"Es war noch nie so möglich"

Interview mit Carin Smaller (Ceres2030) über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

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Auf die Seuche darf kein Hunger folgen!

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE)

Auch wenn COVID-19 die Gesundheit der Menschheit bedroht, dürfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht mehr Leid verursachen als die Krankheit selbst. Das gilt besonders in armen Entwicklungsländern, wo die Bedeutung der Coronakrise für die Ernährungssicherung weitaus gravierender ist!

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Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Ein Beitrag von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

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Das Corona-Virus trifft die Entwicklungsländer doppelt

Ein Beitrag von Gunther Beger (BMZ)

Die Virus-Infektion COVID-19 wird in den meisten afrikanischen Ländern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gesundheits- und Lebensmittelkrise auslösen. Um diese zu bewältigen, ist es nach Ansicht unseres Autors wichtiger denn je, die Politik konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszurichten.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Ein Bericht von Dr. Agnes Kalibata (AGRA)

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

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© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Ein Bericht von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Der Reissektor in Westafrika: Eine politische Herausforderung

Neue Einblicke zur Entwicklung des Handels und der Reiswertschöpfungskette in Westafrika

Niedrige Importzölle, Schmuggelaktivitäten, unvorhersehbare Steuerbefreiungen und eine schwache Durchsetzung von Lebensmittelsicherheitsnormen: Das Potenzial lokaler Reis-Wertschöpfungsketten wird in westafrikanischen Ländern untergraben.

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UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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Wie führt man eine Kampagne zu „Ernährungssystemen“ durch?

Interview mit Paul Newnham, den Direktor des Sustainable Development Goal (SDG) 2 Advocacy Hub.

Auf dem Vorgipfel in Rom ging es um die Umgestaltung der Ernährungssysteme. Wie bringt man das einer breiten Öffentlichkeit nahe? Fragen an Paul Newnham, der als Direktor des SDG 2 Advocacy Hub die Öffentlichkeitsarbeit der Gipfel betreut.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an F. Patterson: Warum mehr Hungernde?

Interview mit Fraser Patterson

Jeden Oktober veröffentlicht die Organisation „Welthungerhilfe“ den Welthunger-Index, mit dem die Hungersituation erfasst wird. Was sind die Trends – und was muss unternommen werden? Fraser Patterson ist Referent für Welternährung und beschäftigt sich mit dem Index.

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Michael Kühn (WHH)

Der Klimawandel ist für die Menschen im Globalen Süden längst im Alltag angekommen. Mit welchen Auswirkungen kämpfen die Betroffenen und welche Forderungen ergeben sich daraus für die Klimakonferenz?

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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„Ohne Entwicklung gibt es keinen Frieden"

Interview mit Karina Mroß 

Entwicklungszusammenarbeit - welchen Beitrag leistet sie zur Konfliktprävention? Was kann sie nachhaltig für den Frieden tun? Die Politikwissenschaftlerin Karina Mroß im Gespräch mit Raphael Thelen über Post-Konflikt-Gesellschaften und ihre Chancen auf eine friedliche Entwicklung.

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Kakaoernte

Mehr Wirkung trotz knapper Mittel

Ein Beitrag von Jochen Moninger

Nur mit Innovationen und einer entsprechenden Skalierung können wir den Hunger in der Welt wie geplant bis 2030 abschaffen. Das Geheimnis liegt im Teilen und Vernetzen von Ideen – und wurde von einigen Initiativen bereits gelüftet.

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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Von Donald Trump zu Joe Biden: Eine neue US-Afrikapolitik?

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach vier Jahren Donald Trump im Weißen Haus ist Zeit für eine Bilanz: Welche Politik verfolgte die republikanische amerikanische Regierung gegenüber afrikanischen Regionen? Und was wird sich nach der Wahlentscheidung zu Gunsten Joe Bidens in der neuen Legislaturperiode ändern? Eine Bestandsaufnahme.

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Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

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"Das Virus braucht kein Visum"

Interview mit Dr. Ahmed Ouma (CDC)

Regierungen in Afrika koordinieren ihren Kampf gegen Corona über das Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) der Afrikanischen Union. Die Kurve mit der Zahl der Neuinfektionen konnte bisher erfolgreich abgeflacht werden – warum erklärt Dr. Ahmed Ouma, stellvertretender Direktor des CDC im Gespräch mit Tilman Wörtz.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Ein Beitrag von Agnes Kalibata (AGRA)

Agnes Kalibata, seit 2014 Präsidentin der AGRA und ehemalige Ministerin für Landwirtschaft und Wildbestände in Ruanda, ist davon überzeugt, dass Afrikas Wirtschaft nur dann nachhaltig wachsen wird, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Innovate2030: Digitale Ideen gegen urbanen Klimawandel

Ein Aufruf des BMZ und Partner

Die Innovate2030 sucht kreative Köpfe aus aller Welt, um digitale innovative Lösungen gegen die Klimakrise in Städten zu entwickeln. Eine Initiative der Make IT-Allianz.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Schulmahlzeiten: Eine Chance für Geschlechtergerechtigkeit

Ein Beitrag von Carmen Burbano de Lara (WFP)

Neben den bekannten Folgen der Corona-Maßnahmen für Erwachsene, führten Schulschließungen dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder nicht mehr die Schule besuchen konnten. Schulmahlzeiten sind jedoch vielerorts die einzige Mahlzeit für Kinder. Ohne Zugang zu diesem Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder Hunger, Armut und Mangelernährung.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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Wie der Selbsthilfe-Ansatz kleinbäuerliche Frauen stärkt

Ein Beitrag des INEF und der Kindernothilfe

Die Förderung kleinbäuerlicher Frauengruppen über Selbsthilfe-Ansätze leistet einen entscheidenden Beitrag zur ökonomischen Stärkung der ländlichen Betriebe. Über die Organisation und die verbundenen Gruppenaktivitäten kann extreme Armut reduziert und die Ernährungssituation verbessert werden.

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Neue Kampagane: "Armut ist sexistisch"

Interview mit Stephan Exo-Kreischer

Das ist der Maßstab für alle: Mehr Rechte für Frauen bilden einen entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen extreme Armut und Hunger weltweit, sagt der Deutschland-Direktor von ONE. Die Organisation ist auf politische Kampagnen als Hebel für nachhaltige Veränderung spezialisiert.

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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© AHA

Die Bauern selbst sind der Maßstab

Ein Beitrag von Andreas Quiring

Starke Bauern sind der Schlüssel für eine eigenständige nachhaltige Entwicklung. Dadurch können Sie ihre eigenen Interessen gegenüber Marktpartnern und der Politik wirkungsvoller durchsetzen. Soziale Innovationen können gemäß Andreas Quiring helfen, die tatsächlichen Bedürfnisse der betroffenen Bauern zum Maßstab zu machen.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

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„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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Nicht nur schmückendes Beiwerk

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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