Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

 

Republik Niger: Ernährungsvortrag für Mütter in einem Dorfzentrum. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Republik Niger: Ernährungsvortrag für Mütter in einem Dorfzentrum. Photo: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe

Heino von Meyer

Heino von Meyer moderiert den Strategischen Begleitkreis der SEWOH, in dem Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden das BMZ beraten. Seit 2019 ist er Head of Global Relations and Networking beim kreativen Gründerteam des internationalen PtX Hub Berlin. Deren Mission ist es, grüne Wasserstofflösungen auf globaler Ebene zu katalysieren, mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

„Gesundheitsschutz, Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung, SDG 3, 2 und 1 gehören zusammen“ - so lautet die zentrale Botschaft eines Papiers mit Orientierungen und Anregungen zur Covid-19-Krise, das der Strategische Begleitkreis der Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger (SEWOH) an Bundesminister Dr. Gerd Müller gerichtet hat. Mit der SEWOH habe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Strukturen und Instrumente geschaffen, die es in die Lage versetzen, einerseits vor Ort zügig breitenwirksame Ergebnisse zu erzielen und andererseits effektive internationale Zusammenarbeit zu organisieren. In der Covid-19-Krise sei Deutschland deshalb gut aufgestellt, um in enger Abstimmung mit der EU im Bereich der Ernährungssicherung und Agrarwirtschaft auch global Verantwortung zu übernehmen und Zeichen zu setzen: kurz-, mittel- und langfristig; lokal, national und global.

 

Deutschland sei durch den breiten Ansatz und die Vielfalt der Partner der SEWOH prädestiniert, in der Covid-19-Krise schnell zu helfen und langfristig Strukturen zu sichern. Dabei müsse der Schwerpunkt auf Ernährungssicherung liegen, denn ohne Ernährungssicherheit werde es keinen erfolgreichen Gesundheitsschutz geben. Durch starke Netzwerke könne die SEWOH gemeinsam mit afrikanischen Partnern rasch problemspezifische Lösungen implementieren. In Deutschland steht dazu ein breites Experten-Netz aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft hinter der SEWOH.

 

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sei Chance und Verantwortung zugleich, heißt es weiter. Die Bundesregierung solle sie nutzen, um die Themen Gesundheit, Ernährungssicherung und Beschäftigung zusammenzuführen, wird in dem Papier empfohlen. Regional solle der Fokus dabei auf der Zusammenarbeit mit Afrika liegen. Globale Krisen erforderten globale Antworten. Während sich viele andere Geber bei SDG 2 zurückgezogen hätten, habe Deutschland mit der SEWOH auch international ein starkes Zeichen gesetzt. Das ermögliche es Deutschland jetzt, weltweit eine stärkere Rolle zu übernehmen.

 

„Covid 19 ist vordergründig eine Gesundheitskrise, kann aber für viele unserer Partnerländer gerade in Afrika auch eine dramatische Ernährungs- und Landwirtschaftskrise zur Folge haben“, schreibt Bundesminister Müller in seiner Antwort an den Strategischen Begleitkreis der SEWOH. „Die beiden Krisen verstärken sich gegenseitig“. Dann verweist er auf die schnelle Reaktion des BMZ, dass kurzfristig eine Milliarde Euro für Sofortmaßnahmen gegen Covid 19 umgeschichtet hat, die vor Ort schnell und flexibel durch die Partner der SEWOH, aber auch durch multilaterale Organisationen umgesetzt werden. Darüber hinaus setze er sich für zusätzliche Mittel ein, so Müller: „Für den Bereich Ernährungssicherung und Landwirtschaft habe ich dem Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) des Deutschen Bundestags einen Mehrbedarf von 600 Millionen Euro vorgelegt.“ Ziel sei es, das Landwirtschafts- und Ernährungssystem vor allem in Afrika krisenresilienter zu machen, „denn wir können die Krise nur global lösen – oder wir werden an der Lösung scheitern“.

 

Das Ziel, bis 2030 eine Welt ohne Hunger zu schaffen und SDG 2 zu erreichen, war schon vor der Covid-19-Krise gefährdet, nicht zuletzt auch durch den Klimawandel. Die Covid-19-Pandemie verschärft das Problem. Das BMZ ist mit der SEWOH und Investitionen von jährlich 1,5 Milliarden Euro im Bereich Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung weltweit der größte bilaterale Geber. Müller hat damit ein starkes Zeichen gesetzt, dass weltweit Beachtung gefunden hat, darunter im Rahmen der G7-Gipfelerklärung von Schloss Elmau (2015) und der deutschen G20-Präsidentschaft (2017).

 

Es muss jetzt über die humanitäre Krise hinausgedacht
werden. Die Herausforderungen des Klimawandels
und des Erhalts der Biodiversität müssen schon bei der
Krisenbewältigung Beachtung finden.

 

Die SEWOH und die Grünen Innovationszentren können mittelfristig wichtige Beiträge leisten, um Wertschöpfungsketten zu stabilisieren, Märkte funktionsfähig zu halten und hochwertige Nahrungsmittel bereitzustellen. Hierzu kann auch eine Beratung zur Umstellung auf besonders versorgungsrelevante Produkte wie Gemüse und Hülsenfrüchte beitragen. Die Stärkung dezentraler, lokaler und regionaler Wertschöpfungsketten und Märkte hat eine enorme Bedeutung und kann krisenmildernd wirken. Was die SEWOH aufgebaut hat, muss in und nach der Krise mobilisiert werden und kann sich beweisen.

 

In der SEWOH sind viele große und kleine zivilgesellschaftliche Organisationen aktiv, die neben eigenen Strukturen weltweit in vielen Ländern auch stabile Netzwerke mit lokalen Partnerorganisationen aufgebaut haben, darunter Bauernorganisationen, in denen hunderttausende von Kleinbäuer*innen organisiert sind. Gerade in einer Krisensituation, in der externe Helfer mitunter gezwungen sind sich zurückzuziehen, sind es diese Partnernetzwerke und Organisationen, die Resilienz herstellen, die lokal aktiv werden, Hilfsleistungen organisieren und verteilen, die Nahrungsmittel produzieren sowie Märkte am Laufen halten.

 

Sie fordern zudem ihre eigenen Regierungen auf, aktiv zu handeln. Die Projekte der deutschen Agrarwirtschaft und des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes können dazu beitragen, mittel- und langfristig einen modernen, auf lokale Privatwirtschaft gestützten, Agrarsektor zu etablieren, Wohlstand von Ländern und Gesellschaften zu steigern und diese gleichzeitig resilienter gegenüber zukünftigen Krisen zu machen. Die deutsche Agrarwirtschaft beteiligt sich an Agrarprojekten, die der Einkommens- und Ernährungssicherung insbesondere von Familienbetrieben und Kleinbäuer*innen dienen. Selbsthilfeorganisationen wie Genossenschaften und Verbände spielen hier eine wichtige Rolle.

 

Es muss bereits jetzt über die humanitäre Krise hinausgedacht werden. Die großen systemischen Herausforderungen des Klimawandels und des Erhalts der Biodiversität müssen schon bei der Krisenbewältigung Beachtung finden. Erst recht sind sie in mittel- und langfristigen Entwicklungsstrategien und -programmen zu adressieren. Etwa 60 Prozent aller heute bekannten Infektionskrankheiten sind Zoonosen, die irgendwann von Tieren auf den Mensch übergesprungen sind. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist ein Schlüsselfaktor, um die Ausbreitung neuer Infektionskrankheiten zu verhindern. Die Gesundheit von Menschen, Wildtieren und Umwelt (One Health) muss konsequent zusammen gedacht werden. Die Förderung nachhaltiger und entwaldungsfreier Lieferketten, die Finanzierung von Forschung und die Impfung von Nutztieren sind in diesem Kontext wichtige Säulen der SEWOH.

 

Globale Krisen erfordern globale Antworten. Während sich zahlreiche Akteure, die in der Vergangenheit die Erreichung von SDG2 vorangetrieben haben, zurückgezogen haben, hat Deutschland mit der SEWOH auch weltweit ein starkes Zeichen gesetzt. Das ermöglicht es Deutschland, international eine stärkere Rolle zu übernehmen und seine Position in der G7, der G20 und während der anstehenden EU-Ratspräsidentschaft zu nutzen, um notwendige globale Prozesse zur Erreichung von SDG2 voranzutreiben. Die Bundesregierung sollte zentrale Aktivitäten der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die Themen Gesundheit, Ernährungssicherung und Beschäftigung zusammenführen und dabei den regionalen Fokus auf Afrika auszurichten.

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Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Ein Beitrag von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

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(c) Christoph Püschner

Der Preis ist nicht alles

Ein Beitrag von Bettina Rühl

Einheimischer Reis kostet in Togos Hauptstadt Lomé fast doppelt so viel wie die importierte Ware aus Thailand. Doch es gibt gute Gründe, das lokale Produkt zu bevorzugen.

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(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Interview mit Alfred Ritter

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Ein Beitrag von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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© AHA

Die Bauern selbst sind der Maßstab

Ein Beitrag von Andreas Quiring

Starke Bauern sind der Schlüssel für eine eigenständige nachhaltige Entwicklung. Dadurch können Sie ihre eigenen Interessen gegenüber Marktpartnern und der Politik wirkungsvoller durchsetzen. Soziale Innovationen können gemäß Andreas Quiring helfen, die tatsächlichen Bedürfnisse der betroffenen Bauern zum Maßstab zu machen.

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Ein Beitrag von Stig Tanzmann (Brot für die Welt)

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Ein Bericht von Dr. Agnes Kalibata (AGRA)

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Ein Beitrag von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

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(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Ein Beitrag von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern. Claudia Voß ist Pressesprecherin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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