Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Journalist Jan Rübel hat sich im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel mit Joao Campari ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine an den Summit gestellen Erwartungen.

Dr. Joao Campari

Joao Campari ist Global Leader des WWF Food Practice und leitet die Bemühungen des Netzwerks, die Nachhaltigkeit des globalen Ernährungssystems zu verbessern. Sein Hauptaugenmerk liegt auf nachhaltiger Landwirtschaft und Aquakultur, nachhaltiger Ernährung sowie Lebensmittelverlusten und -verschwendung. Joao Campari ist außerdem Vorsitzender des UN Food Systems Summit Action Track 3, der sich mit der Förderung einer naturverträglichen Produktion beschäftigt. Vor seiner Tätigkeit beim WWF war Joao Campari Sonderberater für Nachhaltigkeit im brasilianischen Landwirtschaftsministerium, wo er auch als Präsident der Low-Carbon Agriculture Platform und als Exekutivsekretär der Agribusiness Commission on Sustainable Development tätig war. Joao Campari hat einen Doktortitel in Umweltökonomie. Seine Forschung und Veröffentlichungen konzentrieren sich auf den Zusammenhang von ländlicher Armut und dem Management natürlicher Ressourcen in landwirtschaftlichen Grenzgebieten.

Herr Campari, wie lautet Ihre Einschätzung des bisherigen UNFSS-Prozesses, der nun im Vorgipfel mündet?

Bisher ist es dem Gipfel gelungen, Stakeholder aus allen Bereichen der Ernährungssysteme einzubinden. Dieser Gipfel ist ein People's Summit. Durch einen offenen Prozess wurden mehr als 2.000 Lösungen für die fünf Action Tracks eingereicht. Sich gegenseitig ergänzend verbessern sie die Gesundheit der Menschen, stärken das Bewusstsein für eine gesündere und nachhaltigere Ernährung, kurbeln eine naturverträgliche Produktion an, verbessern die Lebensgrundlagen und schaffen mehr Widerstandskraft gegen Anfälligkeiten und Schocks. Die Lösungen wurden weltweit über öffentliche Foren, Online-Umfragen, Food Systems Summit Dialoge und die direkte Einbindung von Stakeholdern zusammengetragen. Es war sehr aufregend, einige der innovativen Denkansätze zu sehen - und zu erleben, wie so viele Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt, die auf unterschiedliche Weise in Ernährungssysteme involviert sind, ihre Meinungen darüber austauschen, wie wir den systemischen Wandel beschleunigen und skalieren können.

 

Sie sind Vorsitzender von Action Track 3, der darauf abzielt, naturverträgliche Produktionssysteme innerhalb der planetarischen Grenzen zu fördern. Was sind die größten Herausforderungen, um dieses Ziel zu erreichen?

Die Hauptprobleme sind strukturelle Hindernisse, die das derzeitige, nicht nachhaltige System der Nahrungsmittelproduktion aufrechterhalten. Dazu gehören Investitionen und politische Maßnahmen, die nicht-nachhaltige Praktiken fördern oder belohnen, die Forderung nach niedrigen Lebensmittelpreisen, die Machtkonzentration bei einer kleinen Gruppe von Akteuren und der ungleiche Zugang zu Technologien. Wir müssen diese strukturellen Probleme angehen, wenn wir eine Transformation der Ernährungssysteme erreichen wollen. Um eine wachsende Bevölkerung zu ernähren und den Hunger zu beenden, neigen Entscheidungsträger:innen dazu, sich auf die Steigerung der Produktivität zu konzentrieren. Dabei berücksichtigen sie aber in der Regel nicht die gesamte Bandbreite der Kosten, die mit der Produktion verbunden sind, wie z. B. die Kosten der Abholzung von Wäldern. Es gibt einen Weg, Lebensmittel im Einklang mit der Natur zu produzieren (nicht gegen sie!), und das nennen wir naturverträgliche Produktion. Es ist eine Art, Lebensmittel zu produzieren, die für Menschen und Natur funktioniert.

 

Eine der in Action Track 3 eingereichten Ideen ist die Entwicklung eines "Codex Planetarius". Dieser soll ökologische Mindeststandards bestimmen und so den globalen Lebensmittelhandel steuern. Was ist unter Codex Planetarius zu verstehen, welche Probleme werden damit adressiert und wie realistisch ist dessen Umsetzung?

Der Codex Planetarius schlägt eine Reihe von Mindestumweltstandards vor, die auf den globalen Lebensmittelhandel angewendet werden sollen. Er ist das ökologische Pendant zum Codex Alimentarius, der die Lebensmittelsicherheit und -hygiene zum Schutz der Menschen regelt. Das Problem heutzutage ist, dass es meist keine globalen ökologischen Handelsstandards oder Vorschriften für Lebensmittel, die auf den Weltmarkt gelangen, gibt. Angesichts der riesigen Ströme von Lebensmitteln über Grenzen hinweg würde ein Codex Plaentarius helfen, den Übergang zu einer naturverträglichen Produktion zu beschleunigen. Natürlich ist es nicht einfach umzusetzen - es bedarf konzertierter und koordinierter Bemühungen vieler verschiedener Interessengruppen und politischer Entscheidungsträger. Aber es gibt viel Begeisterung für diese Idee.

 

Action Track 3 legt einen klaren Fokus auf die agrarökologische Transformation bestehender Produktionssysteme. Welche Rolle spielen kleinbäuerliche Organisationen und indigene Gruppen bei der Arbeit von AT3?

Die Führungsgruppe von AT3 ist vielfältig, darunter sind Bäuerinnen und Bauern, indigene Vertreter:innen und Jugendliche. Es verdeutlicht, dass jede und jeder eine wichtige Rolle bei der Transformation der Ernährungssysteme und der umfangreichen Förderung einer naturverträglichen Produktion spielen kann. Kleinbäuerliche Organisationen und indigene Gruppen gehören zu den besten Hüter:innen der Natur, aber die Verantwortung, die Produktion zu verändern, liegt nicht allein bei ihnen. Wir müssen gemeinsam Veränderungen herbeiführen, die die Etablierung einer naturverträglichen Produktion ermöglichen. Dazu braucht es neben sozialen, institutionellen und finanziellen Innovationen die Förderung von Forschung, Technologie und Innovation, die agrarökologische Produktionsansätze und regenerative Landwirtschaft forcieren.

 

Der UNFSS bietet eine wichtige Gelegenheit, das Profil der Agrarökologie und anderer regenerativer Ansätze zu schärfen, Prozesse voranzutreiben und von Verpflichtungen zu Taten überzugehen.

 

Wir als WWF unterstützen das nachdrücklich und setzen uns für Ernährungssysteme ein, die Mensch und Natur zugutekommen. Durch unser Mitwirken am Gipfel stellen wir sicher, dass die Stimmen von Kleinbäuerinnen und Bauern, indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften, Frauen und Jugendlichen gehört werden.

 

In den letzten Monaten wurden verschiedene Action Areas und Lösungen entwickelt. Jetzt braucht es Koalitionen, um diese Ideen voranzutreiben…

Absolut. Das ist eine Erwartung an den Gipfel. In der Tat brauchen wir große Koalitionen, um gemeinsam ehrgeizige Lösungen zu gestalten, und wir sehen bereits ein hohes Maß an Engagement von wichtigen Stakeholdern. Zum Beispiel gibt es bisher schon mehr als 21 Mitgliedsstaaten, darunter aus acht afrikanischen Ländern, die sich in Diskussionen über Agrarökologie und regenerative Landwirtschaft einbringen, um einen Paradigmenwechsel weg von der Produktivitätsmaximierung intensiver, nicht diversifizierter Ernährungssysteme hin zu gesunden, widerstandsfähigen, gerechten und nachhaltigen Systemen zu erreichen. Unser ‚Aquatic and Blue Foods Cluster‘ befasst sich mit der Frage, wie wir das Potenzial nachhaltiger aquatischer Lebensmittel voll ausschöpfen können, aber auch damit, wie sie zur Beendigung von Unterernährung und zum Aufbau gesunder, widerstandsfähiger Nahrungsmittelsysteme beitragen und sichere, menschenwürdige Arbeitsplätze bieten können. Der Cluster zur Neuausrichtung öffentlicher Förderung für Lebensmittel und Landwirtschaft untersucht, wie Subventionen und finanzielle Anreize angepasst werden können, um sicherzustellen, dass Produzent:innen, die naturverträgliche Produktionsmethoden anwenden, belohnt werden. Alle Koalitionen, die aus AT3 hervorgehen, werden dazu beitragen, die dreifache Herausforderung zu meistern: Ernährungssicherheit zu erreichen, den Klimawandel zu begrenzen und den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten und umzukehren.

 

Was sind Ihre Erwartungen an den Vorgipfel und was wird danach passieren?

Der WWF wünscht sich, dass der Gipfel uns auf einen Pfad bringt, um die Auswirkungen der Ernährungssysteme auf die biologische Vielfalt und das Klima zu reduzieren.

  • Um sicherzustellen, dass es keinen Nettoverlust an Biodiversität aus der Nahrungsmittelproduktion, weder an Land noch in Gewässern, im Vergleich zum Basisjahr 2020 gibt, sowie einen positiven Nettozuwachs bis 2030 und eine vollständige Erholung bis 2050
  • Zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen aus der Nahrungsmittelproduktion bis 2030 und Netto-Negativ-Emissionen bis 2050
  • Zur Beendigung der Abholzung und Umwandlung natürlicher Lebensräume für Landwirtschaft und Aquakultur bis 2030
  • Zur Wiederherstellung von mindestens 50 Prozent aller degradierten landwirtschaftlichen Flächen bis 2030

 

Der Vorgipfel ist ein wichtiger Moment, um die Fortschritte auf diesem Weg zu beschleunigen. Er muss die sich abzeichnenden ‚Coalitions of Action‘ stärken und die Grundlagen für die Umsetzung sinnvoller Maßnahmen schaffen. Er ist auch ein Schlüsselmoment für die weitere Integration der Ernährungs-, Klima-, Natur- und Land-Agenden, damit die Transformation der Ernährungssysteme ein vorrangiges Thema in den kommenden Klima- und Biodiversitätsvereinbarungen ist, die die Politik für das nächste Jahrzehnt prägen werden.

 

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Mehr Wirkung trotz knapper Mittel

Ein Beitrag von Jochen Moninger

Nur mit Innovationen und einer entsprechenden Skalierung können wir den Hunger in der Welt wie geplant bis 2030 abschaffen. Das Geheimnis liegt im Teilen und Vernetzen von Ideen – und wurde von einigen Initiativen bereits gelüftet.

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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Von Donald Trump zu Joe Biden: Eine neue US-Afrikapolitik?

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach vier Jahren Donald Trump im Weißen Haus ist Zeit für eine Bilanz: Welche Politik verfolgte die republikanische amerikanische Regierung gegenüber afrikanischen Regionen? Und was wird sich nach der Wahlentscheidung zu Gunsten Joe Bidens in der neuen Legislaturperiode ändern? Eine Bestandsaufnahme.

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Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

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"Das Virus braucht kein Visum"

Interview mit Dr. Ahmed Ouma (CDC)

Regierungen in Afrika koordinieren ihren Kampf gegen Corona über das Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) der Afrikanischen Union. Die Kurve mit der Zahl der Neuinfektionen konnte bisher erfolgreich abgeflacht werden – warum erklärt Dr. Ahmed Ouma, stellvertretender Direktor des CDC im Gespräch mit Tilman Wörtz.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Ein Beitrag von Agnes Kalibata (AGRA)

Agnes Kalibata, seit 2014 Präsidentin der AGRA und ehemalige Ministerin für Landwirtschaft und Wildbestände in Ruanda, ist davon überzeugt, dass Afrikas Wirtschaft nur dann nachhaltig wachsen wird, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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Die menschliche Finca

Interview mit Marvin Antonio Garcia Otero

Im Osten El Salvadors kultivieren Campesinos ein Selbstbild, das auch die Jugend auf dem Land halten soll. Mit Hilfe der Caritas haben sie die Anbaumethoden ihren Böden und Traditionen angepasst - die beste Versicherung gegen Landflucht und Kriminalität, sagt Marvin Antonio Garcia Otero, der stellvertretende Direktor der Caritas in der Diözese San Miguel.

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"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

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Joerg Boethling/GIZ

"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Planetare Gesundheit: Hinweise für eine Welt nach der Pandemie

Ein Beitrag von Dr. Kathleen Mar und Dr. Nicole de Paula

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie erfährt das Thema Gesundheit eine noch nie dagewesene öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gleichwohl verdient der Umstand, dass auch der Klimawandel die umwelt- und gesellschaftsbezogenen Gesundheitsfaktoren in tiefgreifender und weitreichender Weise beeinflusst, weitere Beachtung.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Innovate2030: Digitale Ideen gegen urbanen Klimawandel

Ein Aufruf des BMZ und Partner

Die Innovate2030 sucht kreative Köpfe aus aller Welt, um digitale innovative Lösungen gegen die Klimakrise in Städten zu entwickeln. Eine Initiative der Make IT-Allianz.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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