Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Wasser und Lebensmitteln. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou vom World Resources Institute (WRI) über Abholzung, Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz.

Äthiopien: Landschaft bei Alaga mit einem terrassiertem Bewässerungssystem. Entwicklungsprojekt der GIZ. (c) Thomas Imo/photothek/GIZ

Bernadette Arakwiye

Bernadette Arakwiye ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Global Restoration Initiative beim World Resources Institute (WRI). Ihre Arbeit begleitet das Monitoring von Rekultivierungssmaßnahmen in afrikanischen Ländern – und sie fungiert als Kontaktperson für das WRI in Ruanda. Ihre Expertise konzentriert sich auf den Einsatz von Geographic Information Science für terrestrisches Landschaftsmonitoring, um Politik- und Managemententscheidungen zu treffen.

 

Salima Mahamoudou

Salima Mahamoudou ist Leiterin für West- und Zentralafrika beim World Resources Institute (WRI). Sie definiert die WRI-Rekultivierungsstrategie für das frankophone und Sahel-Afrika sowie das zukünftige WRI-AFR100-Engagement in Trockengebieten Afrikas. Mahamoudou spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der technischen Landrestaurierung, wobei die wichtigsten derzeitigen Schwerpunktländer Niger, Kamerun, Ghana und Nigeria sind.

World Resources Institute

Jan Rübel

Jan Rübel ist Autor bei Zeitenspiegel Reportagen, Kolumnist bei Yahoo und Reporter für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Er studierte Islamwissenschaft und Nahostgeschichte.

Wälder leiden zunehmend. Warum führt das zu einer Verknappung von Wasser und Lebensmitteln?

Bernadette Arakwiye: Wir wissen, dass die Ökosysteme der Wälder eine wichtige Rolle für die Regulierung des Klimas spielen. Wälder können helfen, Regen zu binden. Sie stabilisieren den Boden und dies verbessert nicht nur seine Gesundheit, sondern steigert auch die Ernteerträge. Das Fehlen von Wäldern und ihres Nutzens wird sich daher auf die Nahrungsproduktion in einem bestimmten Bereich auswirken. Auch wenn dies eine stark vereinfachte Darstellung ist, verdeutlichen unzählige Publikationen die genauen Zusammenhänge zwischen Wäldern, Wasser und Nahrung.

 

Salima Mahamoudou: Um die Zusammenhänge zwischen dem Verlust von Wäldern, dem Verfall, der Wasserverfügbarkeit und Sicherheit der Nahrungsmittelversorgung effektiv zu beurteilen, muss zwischen tropischen Wäldern und trockeneren Waldregionen unterschieden werden. Betrachten wir zunächst die trockeneren Waldregionen: Diese Wälder finden sich in Trocken- oder Halbtrockengebieten, in denen weniger Wasser verfügbar ist als in tropischen Regionen. Je mehr Abholzung und Schaden durch das Fällen von Bäumen und die Reduzierung der Bodenbedeckung mit Vegetation stattfindet, desto schwieriger wird es für den Boden, Wasser und Feuchtigkeit zu speichern. Dies führt wiederum dazu, dass noch mehr Nahrungsmittel angebaut werden müssen und Menschen noch mehr Bäume fällen, um mehr landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen. Auch wenn in tropischen Regionen Wasserverfügbarkeit nicht das größte Problem ist, benötigen auch die in den Waldregionen lebenden Menschen Nahrung. Darüber hinaus basieren ihre Nahrungs-, Wohn- und anderen Bedürfnisse der Existenzgrundlage auf den Ressourcen des Waldes. Die Vernichtung der Bäume als ihre Hauptressource, um Nahrungsmittel zu produzieren, wird ihre zukünftige Fähigkeit, dieses System zu nutzen, einschränken. Nahrung ist in trockenen und tropischen Regionen allgemein mit dem Boden verbunden. Ebenso ist Wasser mit Nahrung verbunden! Um die Sicherheit der Nahrungsversorgung zu erhöhen, muss Wasser gespeichert und Ökosysteme müssen geschützt werden

 

Äthiopien, Goncha: Um die Anbaufläche zu erweitern rodet der Landwirt Gebrei Tibebul Eukalyptusbäume. (c) Christoph Püschner/ Brot für die Welt

Einige Landwirte widersprechen: Wo Wald ist, kann ich nichts anbauen...

Salima Mahamoudou: Ich sage es ganz offen: Wir erleben gerade eine gewisse Abforstung und zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität. Die Gemeinden in der Umgebung sind durch eine wachsende Mischung aus Wäldern, kleinen Farmen und neuerdings industrieller Landwirtschaft und Plantagen geprägt. Unsere Daten weisen auf einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Ausbau von Straßen und Regionen, in denen Bäume gefällt werden, hin. Die lokalen Gemeinden versuchen, so viel Wald wie möglich zu retten, sind aber oftmals gezwungen, einige Bäume zu fällen, um Platz für ihre eigenen Felder zu schaffen.

 

Bernadette Arakwiye: Viele Menschen nutzen das Konzept der Agrarforstwirtschaft, bei dem Bäume und Anbaupflanzen vermischt werden. Mit der richtigen Kombination können Waldflächen und der Ernteertrag gleichzeitig erhöht werden...

 

Salima Mahamoudou: Aus diesem Grund sprechen wir nicht von einer Art Erhaltung, wenn die Menschen Waldressourcen nicht nutzen können. Stattdessen sprechen wir über eine nachhaltige Verwaltung von Forstgebieten und Landschaften. Wenn eine Gemeinde an einem Ort lebt, suchen ihre Mitglieder nach Anbaumöglichkeiten. Wir müssen einen Weg finden, durch nachhaltige Managementstrategien beschädigtes Land zu renaturieren und die verbleibenden Wälder zu schützen. Gemeinden, Regierungen und andere Interessengruppen müssen gemeinsam der Natur helfen, sich zu erholen, und gleichzeitig intakte Wälder und Landschaften schützen.

 

Bernadette Arakwiye: Wir benötigen einen integrierten Planungsansatz, um zu vermeiden, dass eine begrenzte Wahrnehmung der Möglichkeiten der Bodennutzung entsteht. Wenn wir alle Wälder abholzen, können wir bis zu fünf Jahre lang Nahrung anbauen. Aber danach ist der Boden erschöpft! Die Frage ist: Wie können wir Land so optimal nutzen, dass Wälder weiterhin ihre von den Landwirten benötigte Funktion als Ökosystem erfüllen?

 

DR Kongo, Province Equateur: Brandrodung gehört zu der traditionellen Feldbewirtschaftungen der kongolesischen Kleinbauern. (c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Immer mehr Boden wird renaturiert, doch können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Salima Mahamoudou: Absolut. Wir müssen zwischen Wäldern und anderen Landschaften unterscheiden. Die Renaturierung konzentriert sich schon viel zu lange nur auf bewaldetes Land. Doch jetzt sehen wir, dass ein Großteil des angerichteten Schadens nicht zwingend nur in Forstgebieten, sondern auch in anderen Landschaften angerichtet wird. Renaturierungsinitiativen sind am wirksamsten, wenn sie sich auf beide Arten von Landschaften konzentrieren. Wir sehen Erfolge in Afrika und in verschiedenen Ökosystemen, wo Savannen renaturiert wurden. In Kenia stellen die Menschen beispielweise die Artenvielfalt und einzigartige Baumarten wieder her. Wir erleben in Äthiopien eine einzigartige Erholung mit der Renaturierung einer Fläche von 1 Million Hektar in Tigray und in Niger mit 5 Millionen Hektar. Auch in vielen anderen Ländern finden umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen statt, um intakte Wälder zu entlasten und den Gemeinden gleichzeitig Zugang zu den benötigten Ressourcen zu bieten. Das bedeutet:
 

Wir verfügen über die Methoden und wissen, was getan werden muss, um die Maßnahmen zu erweitern. Nun müssen wir verschiedene Systeme implementieren und unsere Anstrengungen in einer afrikanischen Renaturierungsbewegung bündeln.

 

Was sind diese Systeme?

Salima Mahamoudou: Das erste System ist der politische Anstoß. Alle diese Länder müssen wirklich verstehen, dass Renaturierung erforderlich ist und auf globaler und afrikanischer Ebene erfolgen muss. Verschiedene internationale Institutionen wie die GIZ in Deutschland arbeiten gemeinsam auf kontinentaler Ebene an dieser Bewegung im Rahmen der African Forest Landscape Restoration Initiative (AFR100). Und die gleiche Bewegung wird derzeit durch das Teilen von Wissen und Kenntnissen auf die nationale Ebene übertragen. Jetzt müssen wir diese Bewegung auf lokaler Ebene umsetzen und Landwirte unterstützen, die bereit sind, elementare Bewegungen zur Renaturierung ihres Bodens und zum Zweck der Wertschöpfung anzuführen.

 

Konzentrieren wir unsere Energie auf die lokalen Gemeinden, die das Land renaturieren, und lassen uns sicherstellen, dass wir ihnen alle uns gegenwärtig zur Verfügung stehenden Instrumente an die Hand geben, um ihre Kapazität zu erhöhen und diesen Prozess zu vervielfältigen. Wir können dieses Rennen gewinnen. Wir müssen nur die bereits eingeleiteten Maßnahmen beschleunigen.

 

Ghana: Rauchwolken der Buschfeuer vor der untergehenden Sonne. Buschfeuer bedrohen die Artenvielfalt und landwirtschaftliche Erträge. (c) Rüdiger Behrens/GIZ

 

Welchen Sinn hat der Prozess der Nachverfolgung der Renaturierung? Warum müssen wir wissen, wieviel Boden renaturiert wird?

Bernadette Arakwiye: Es gibt zahlreiche Gründe. Wir müssen zeigen, dass Renaturierung stattfindet. Um dies zu beweisen, benötigen wir Daten. Dies erhöht die Transparenz und das Verantwortungsbewusstsein in Verbindung mit der Renaturierung. Darüber hinaus hilft die Nachverfolgung, festzustellen, ob verschiedene Interessengruppen, nationale Institutionen, Regierungen, der private Sektor – und alle anderen, die sich zur Renaturierung des Bodens verpflichtet haben – ihre Ziele erreichen.

 

Salima Mahamoudou: Überwachungsdaten können Privatinvestoren zudem helfen, zu sehen, was funktioniert und was nicht, und auf diese Weise sogar weitere Investitionen anregen.

 

Bernadette Arakwiye: Überwachungsdaten in hoher Qualität helfen außerdem, Renaturierungsmaßnahmen besser zu planen. Wenn man weiß, wo Fortschritte erzielt werden, weiß man auch, worauf man seine Ressourcen konzentrieren sollte. Es besteht nicht so viel Finanzierung oder technische Kapazität, wie wir uns das wünschen. Jeder verfügbare Betrag sollte dort eingesetzt werden, wo er am dringendsten benötigt wird.

 

Salima Mahamoudou: Es ist für Regierungen nicht leicht, Daten zu sammeln und zu organisieren. Wir wissen, dass Renaturierung verschiedenen afrikanischen Wirtschaftssektoren nützt. Hiervon ist nicht nur das Umweltministerium eines Landes, sondern auch das Landwirtschaftsministerium, das Ministerium für ländliche Entwicklung und das Planungsministerium betroffen. All diese Akteure benötigen Fortschrittsnachverfolgungsdaten. Die meisten afrikanischen Länder verfügen aktuell noch nicht über ein System, in dem sie all diese wichtigen Informationen zusammenführen können. Das ist ein Problem: Wie sollen Regierungen ihre Zusagen zur Renaturierung von Millionen Hektar erfüllen, wenn sie keinen Zugang zu Daten haben, die ihnen zeigen, welche Fortschritte bereits erzielt wurden? Aus diesem Grund ist Überwachung wichtig.

 

Sobald wir diese Informationen gesammelt haben, müssen wir sie in einem System zusammenfassen, um zu sehen, wo Bäume wachsen und sich Erfolg einstellt. Diese Informationen können als Richtwerte für zukünftige Maßnahmen dienen. Bisher ist es Regierungen schwergefallen, Renaturierungsmaßnahmen strategisch zu planen, weil sie die Daten einfach nicht interpretieren können. Dies muss Regierungen auf leichte und verständliche Weise möglich gemacht werden.

 

Es ist eine enorme Herausforderung für internationale Initiativen wie die Great Green Wall, eine panafrikanische Bewegung zur Renaturierung von 100 Millionen Hektar Boden in der Sahel-Zone bis 2030. Spender haben aktuell 14 Milliarden USD zugesagt, aber sie wissen noch nicht einmal, wo die Bäume wachsen! Sie müssen robuste Ausgangsdaten sammeln, die den aktuellen Zustand der Landschaft wiedergeben, und dann den Fortschritt im Vergleich zur Ausgangslage im Verlauf der Zeit nachverfolgen. Dies muss überall auch auf nationaler und lokaler Ebene erfolgen. Länder müssen ihre eigenen lokal anwendbaren Überwachungssysteme entwickeln, die die besonderen Eigenschaften ihrer Ökosysteme wiedergeben.

 

DR Kongo, Kinkole: gekennzeichneten Rundhölzer von der libanesischen Firma ITB auf dem Holzsammelplatz nahe des Fischereihafen Kinkole (c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?

Bernadette Arakwiye: Wir helfen Menschen, ihre Überwachung der Renaturierung zu verbessern. Wir nutzen einen kooperativen oder Mitwirkungsansatz. Hierbei arbeiten wir mit Menschen, die Renaturierungsmaßnahmen implementieren, und helfen ihnen, ihre Fähigkeit zur Anwendung benutzerfreundlicher Überwachungstools zu verbessern. Unser Ziel ist es, ihnen zu helfen, ihre tägliche Arbeit effizienter zu bewältigen. Mit einem Tool namens Collect Earth können Menschen lernen, Satellitenbilder zu verwenden, um die Renaturierung durch den Vergleich aktueller Bilder mit Bildern der Landschaft vor zehn Jahren zu überwachen. Es öffnet ihnen die Augen. Dieser Ansatz ist bisher erfolgreich, weil die Menschen, die wir schulen, die Eigentümer der gesammelten Daten sind und es daher sehr wahrscheinlich ist, dass sie diese Tools weiterhin nutzen werden.

 

Salima Mahamoudou: Darüber hinaus arbeiten wir mit Regierungen. Sie verstehen wirklich, was sie benötigen. Wir kommen nicht mit der perfekten Lösung und sagen: „Hier ist das Tool, wir wünschen Euch viel Spaß damit.“ Regierungen werden von so vielen Organisationen angesprochen und jede möchte, dass sie ihre Tools nutzen. Daher müssen wir ehrlich zu uns selbst sein: Das ist nicht unser Ziel. Wir arbeiten mit Regierungen zusammen, um zu verstehen, welche Lücke zwischen dem besteht, was sie benötigen und was ihnen aktuell zur Verfügung steht, welchen Weg sie einschlagen und was sie überwachen möchten. Überwachung ist für mich so etwas wie ein Schirm – sie bietet so viele Anwendungsmöglichkeiten. Überwachen wir die Biodiversität oder die Anzahl der Bäume, ihre Qualität oder wie viele überleben? Wir benötigen in Anbetracht dieser vielen Aspekte Zeit. Aus diesem Grund haben wir eine Methodologie entwickelt, die Menschen hilft, ihre eigenen Systeme zur Messung des Fortschritts zu gestalten. Wir nennen sie Road to Restoration (Weg zur Renaturierung). Nachdem wir ein Überwachungsrahmenwerk eingerichtet haben, entwickeln wir die Kapazitäten vor und die lokale Bevölkerung beginnt, Daten zu sammeln und zu interpretieren.

 

Wir geben ihnen keinen Fisch, sondern zeigen ihnen, wie man angelt.

 

Wie weit ist das WRI mit der Anwendung künstlicher Intelligenz fortgeschritten?

Bernadette Arakwiye: Damit befassen wir uns seit Kurzem. Wir möchten herausfinden, ob wir in der Lage sind, die mit den vorhandenen Fernmesskonzepten für die Überwachung der Renaturierung verbundenen Herausforderungen bewältigen zu können. Wir haben festgestellt, dass die meisten aus Satellitenbildern abgeleiteten Karten und Produkte tendenziell wirklich gut geeignet sind, dichte Wälder abzubilden, jedoch nicht Bäume außerhalb der Wälder wie etwa auf Farmen oder Weiden. Aus diesem Grund testen wir ein auf künstlicher Intelligenz und Maschinenlernen basierendes Verfahren, um diese Bäume in der gesamten Landschaft zu erfassen. Das Tool, mit dem wir experimentieren, ist auf einer Plattform installiert, die wir Restoration Mapper nennen. Dieses Tool kann mit Daten geschult werden, die wir während der Collect Earth „Mapathons“ erfasst haben. Bei diesen Kartierungskampagnen nutzen wir die Kenntnisse der lokalen Einwohner, um zu bestimmen, ob eine Landschaft renaturiert wurde oder nicht. Wir geben diese Daten in unsere Modelle ein, die die Erkenntnisse aus den Mapathons auf die weitere Landschaft anwenden. Auf diese Weise können wir schneller mehr Bäume kartieren.

 

Madagaskar: Eukalyptus-Setzlinge in der lokalen Forstwirtschaft. (c) Martin Egbert/GIZ

 

Was halten Sie von den Plänen für eine Great Green Wall - ist das ebenfalls nachhaltig?

Salima Mahamoudou: Als Einwohnerin der Sahelzone halte ich das Projekt für nachhaltig und notwendig. Wenn der aktuelle Trend der Verschlechterung und der Abholzung anhält, wird die Sahelzone, wie wir sie heute kennen, nicht mehr existieren. Der Ansatz für die Great Green Wall wurde jüngst verändert und das macht mir Hoffnung. Zuvor war es ein rein auf dem Anpflanzen von Bäumen basierendes Konzept, doch jetzt wird die lokale Verantwortung für die Projekte ernstgenommen und das Konzept verinnerlicht andere Renaturierungsmethoden wie etwa eine von den Landwirten gesteuerte natürliche Renaturierung. Darüber hinaus wird eine Beteiligung des privaten Sektors angestrebt. Diese Akteure waren bisher nicht vertreten. Es ist wichtig und strategisch klug, weil diese tiefgreifende Veränderung nicht allein von Regierungen bewältigt werden kann. Wir müssen uns von den politischen Diskussionen entfernen und unsere gesamten Anstrengungen auf die Implementierung vor Ort konzentrieren.  Dies muss auf panafrikanischer Ebene geschehen. Die Great Green Wall war zu Beginn ein Projekt für Afrikaner, das nicht von Afrikanern geleitet wurde. Jetzt übernehmen wir das Ruder und die Kontrolle.

 

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Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Herr Marí, was war los beim Alternativgipfel?

Ein Interview mit Francisco Marí (Brot für die Welt)

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt beteiligte sich nicht am UNFSS Pre-Summit in Rom. Stattdessen nahm die Organisation an einem Gegengipfel teil, der zeitgleich stattfand. Ein Gespräch mit Francisco Marí über die Gründe, den Ablauf – und wie es nun weitergeht.

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UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

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Innovate2030: Digitale Ideen gegen urbanen Klimawandel

Ein Aufruf des BMZ und Partner

Die Innovate2030 sucht kreative Köpfe aus aller Welt, um digitale innovative Lösungen gegen die Klimakrise in Städten zu entwickeln. Eine Initiative der Make IT-Allianz.

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