"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA. Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus.

Ich bin ein Alternativtext
Müssen Saaten durch Gesetze reguliert werden? Traditionelles Saatgut auf einem Markt in Tansania. © Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

Joe DeVries

Frank Schultze / Agentur_ZS

Dr. Joe DeVries ist Vize-President von AGRA und dort verantwortlich für das Programm Entwicklung und Innovation. Er ist Experte für Pflanzenzüchtungen und Pflanzengenetik.

Herr DeVries, warum haben die Bill & Melinda Gates Stiftung und die Rockefeller-Stiftung beschlossen, in Afrikas Landwirtschaft zu investieren?

Joe DeVries: Es herrschte der Eindruck vor, dass Afrika zurückgelassen wurde – bei den Grünen Revolutionen, die es in anderen Kontinenten gegeben hatte und welche einen großen Anstieg der Produktivität in der Landwirtschaft zeitigten.

 

 

Was haben Sie in Afrika bisher erreicht?

Wir fanden heraus, dass die Bauern nicht neue Technologien einbezogen, weil sie es so wollten. Sie hatten schlicht nicht die Chance erhalten, ihre Produktivität zu erhöhen – und zwar durch den Gebrauch verbesserten Saatguts oder eine optimierte Ernteproduktion. Der Schlüssel unserer Strategie liegt darin, dass wir die Vorteile aus jener Forschung und besserer Technologie ziehen, welche nur für wenige Forscher zugänglich sind. Die Bauern sind weit weg, und die afrikanische Landschaft ist weitläufig: Also kamen wir auf die Idee das Saatgut direkt zu den Bauern zu bringen. Ursprünglich sprachen wir einige der weltgrößten Saatguthersteller an, das war im Jahr 2003/2004, um ihr Interesse zu erfragen. Aber deren Antwort war: ‚Afrika ist nicht unser Ding, nicht jetzt.‘

 

 

Also wurden die Multis nicht beteiligt. Was geschah dann?

Wir fragten uns, ob dies derart kompliziert sei, dass nicht afrikanische Firmen diesen Part übernehmen können. Und wir entdeckten, dass es viele afrikanische Unternehmer im Bereich des Agribusiness gab, die diesen Job übernehmen wollten – aber bisher hatten sie nicht die Chance dazu. Kreditzinsen der Banken sind hoch, und sie lehnen es ab Leute zu treffen, die Neues entwickeln wollen. Es gibt eine historische Kluft zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor; AGRA agierte als eine Art Bindeglied zwischen den beiden. Wir verbrachten schließlich viel Zeit damit Saatgutunternehmer und öffentliche Pflanzenzüchter zusammenzuführen.

 

 

"30 Prozent der Kinder leiden an Mangelernährung"

 

AGRA gründete sich 2006. Können Sie in Zahlen ausdrücken, was bisher erreicht worden ist?

Wir haben dafür ein eigenes Team für Datenanalyse. Bisher haben wir in die Entwicklung von über 650 neuen Pflanzensorten und von 114 privaten afrikanischen Saatgutfirmen investiert. Im Jahr 2017 waren diese Unternehmen in der Lage, 141.000 Tonnen an Saat zur Verfügung zu stellen. Das ist ein riesiger Unterschied zu früher – wie Nacht und Tag. Auf der dörflichen Ebene begründeten wir ebenfalls 20.000 Landhandel-Geschäfte, wo Saatgut, Werkzeug und Dünger gelagert wird. Also schufen wir physischen Zugang.

 

 

Okay, es gab einen Mangel an Auswahl. Aber warum reden Sie von einer Revolution?

Nun, die Statistiken sagen uns: Es steht nicht gut. Es gibt ein riesiges Bevölkerungswachstum. Und zwar sind die Bevölkerungen der meisten afrikanischen Länder 50 Jahre nach ihrer Unabhängigkeit viermal so groß, wie sie es damals waren. Davon auszugehen, dass dieser Kontinent in der Lage sein wird, sich in der Zukunft selbst zu ernähren, ohne etwas in der herkömmlichen Landwirtschaft zu ändern, ist ein Rohrkrepierer. Es braucht eine Verbesserung der Produktivität in der Landwirtschaft. Ansonsten wird die Abhängigkeit Afrikas von Nahrungsimporten weiter steigen, welche für die ärmsten Bevölkerungsteile unerreichbar sein werden – und so wird ihnen auch die Möglichkeit genommen, ihr eigenes Land zu ernähren…

 

 

… um Jobs zu schaffen …

…genau. In einigen Ländern, in denen wir arbeiten, leiden 30 Prozent aller Kinder an Mangelernährung. Es ist eine schreckliche Lage. Das können wir nicht leichtnehmen.

 

 

AGRA konzentriert sich auf die Förderung von Kleinbauern. Kritiker sagen, diese werden inmitten dieser Grünen Revolutionen Risiken ausgesetzt.

Der Begriff „Grüne Revolution“ braucht ein Upgrade oder ein Update. Die Vorwürfe an den ursprünglichen Grünen Revolutionen in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts waren stichhaltig, weil es den entwickelten Saaten in vielen Fällen an lokalen Anpassungsfähigkeiten mangelte. Das bedeutete, dass die Bauern mehr Agrochemie einsetzen mussten, um ihre Ernte gegen Krankheiten zu schützen. Von diesen Erfahrungen haben wir gelernt. Wissen Sie, ich bin ein Pflanzenzüchter. Wenn Leute kommen und sagen, Biotechnologie sei der neue Weg für die Ernährung der Welt, dann ist meine Antwort: Bisher liegt die größte Chance darin, Bauern einzubinden. Wir nennen es Pflanzenzucht mit bäuerlicher Mitwirkung, um diese Adaptionen gemeinsam mit höheren Gewinnmöglichkeiten hinzukriegen. Auch verfolgen wir einen agroökologischen Ansatz: Wir gehen auf die Felder und schauen nach Insekten. Gibt es Insekten bei gesunden Feldfrüchten, ist dies ein Hinweis darauf, dass diese die besten Gene in sich tragen, um sich gegen die Insekten zu schützen. All dies sind konventionell gezüchtete Sorten – es gibt keine gentechnisch veränderten Organismen. Aber es gibt ein geniehaftes Niveau unter afrikanischen Pflanzenzüchtern, bei denen ich es toll finde, dass ihr Wissen nun angezapft wird. Denn es sind Leute von den Dörfern, nicht von außerhalb. Sie sind auf Bauernhöfen aufgewachsen, wo sie ihre Eltern leiden sahen, wegen geringer Ernteerträge und hohen Verlusten durch Insekten, Krankheiten, Trockenheit oder Flut. Nun sehen sie, dass es wirklich brauchbare Lösungen gibt. Dies basiert, noch einmal, auf dem Gebrauch von Wissenschaft, die ihre Informationen von lokalen Gemeinden darüber bezieht, was sie brauchen.

 

 

"Hybridsaatgut ernährt die Menschen überall auf der Erde"

 

Vielleicht sind einige Menschen verängstigt, weil Sie und Ihre Organisation AGRA sagen, Landwirtschaft müsse unternehmerisch geleitet sein. Dies lässt sie annehmen: Große Konzerne werden von außen kommen, expandieren und Kleinbauern vor Ort verdrängen.

Wenn eine Gruppe von Kunden streng nach ihrem genuinen Bedarf generiert wird, erhält das System wenigstens die beste Chance, dass Bedarf und Versorgung miteinander übereinstimmen. Weil wir mit lokalen Unternehmern zusammenarbeiten, haben wir wahrscheinlich die Möglichkeit aufgegeben, gleich im frühen Stadium größer zu werden. Aber das ist der richtige Weg. Die großen Unternehmen beobachten offensichtlich, und in vielen Fällen starten sie zu investieren. Aber in der Zwischenzeit haben die afrikanischen Regierungen begonnen Interesse daran zu zeigen, was in der Landwirtschaft geschieht. Was wir während dieser Stufe mit den Regierungen besprechen, betrifft das Regelwerk: Welche Saatenqualität wollen wir für die Bauern? Während dieser Etappe gibt das System sehr auf die Bauern acht.

 

 

Bauern müssten Hybridsaaten kaufen, früher benutzten sie ihre traditionellen Saaten. Schafft dies nicht ein Risiko finanzieller Abhängigkeit?

Leider muss diese Technologie jedes Jahr erneuert werden. Die Frage ist: Wollen wir wirklich ewig den Bauern die Option verweigern dieses Produkt zu kaufen? Es wird als eine Möglichkeit angeboten. Schauen Sie auf die Welt – so wird die Erdbevölkerung ernährt. Sei es Mais, Sorghum oder Hirse, Tomaten oder anderes Gemüse, all dies ist hybrid. Wenn Leute nun sagen, ‚oh nein, nicht in Afrika‘ – was wollen sie? Werden wir ein Museum aus der afrikanischen Landwirtschaft machen und sagen, dass all dies für alle anderen ist? Das ist keine Option.

 

 

Ist es paternalistisch?

Ja, ein bisschen. Wir müssen die Fakten anerkennen. Wenn die Bauern, mit denen wir arbeiten, sagen würden: ‚Nein, wir wollen dieses Zeug hier nicht haben‘, dann hätten wir dies korrigiert. Wir sind für die Bauern da. Ich selbst bin ein Landwirt. Und das letzte, was ich wollte, wäre einen Bauern zu enttäuschen oder zu kränken. Stattdessen wollen sie dieses ‚Zeug‘ unbedingt.

 

 

Gibt es einen Bedarf an Hybridsaatgut?

Sie brauchen diese Saaten mehr als irgendjemand anderes auf der Erde. Das kann ihre Erträge um zehn oder 20 Prozent steigern – und sie essen selbst das meiste dessen, was sie ernten. Auf dieser Stufe verkaufen sie nicht einmal. Wenn sie bereit sind, für sie sehr teure Hybridsaaten zu kaufen, wie könnte ich es ihnen verweigern? Wir gingen nicht einfach los und gaben willkürlich ein Saatgut heraus. Zuerst sprachen wir mit den Bauern, wir wollten erfahren, was sie wollten. Nachdem wir all dies entwickelt hatten, haben wir einen signifikanten Rückgang bei Krankheiten festgestellt.

 

 

Ich bin ein Alternativtext
Ein Stand in Burkina Faso, der Hybrid-Saatgut verkauft. © Jörg Böthling/GIZ

Ist es notwendig, dass Saaten durch Gesetze reguliert werden?

Ja. Jegliche Zuchtarbeit, die wir als AGRA unterstützt haben, wurde unter Einbeziehung der jeweiligen Regierungen realisiert, also ist es ein öffentliches Zuchtprogramm. Sobald sie ein neues Produkt erzielt haben, bitten wir sie es zu lizenzieren – aber sie bleiben die Besitzer. Schutz durch den Gesetzgeber ist notwendig, damit keiner kommen kann und es stiehlt. Dieses Produkt kann durch ordnungsgemäße Unternehmer erhältlich gemacht werden, die es anbauen und verkaufen wollen.

 

Und was passiert mit den Bauern, die ihre lokalen und traditionellen Saaten weiter anbauen wollen?

Sie sind absolut frei darin dies zu tun. Und viele von ihnen machen es auch so.

 

 

"Landwirtschaft reagiert auf Nachfrage, und die hängt von der Kaufkraft ab"

 

Werden sie nicht von Märkten ausgeschlossen?

Es gibt nicht den einen Markt. Es gibt afrikanische Reis- oder Sorghumsorten, die sind so einzigartig und so schmackhaft, dass es immer eine Nachfrage nach ihnen geben wird. Dies sind Anbauprodukte, die eine enorme Anziehungskraft haben. Wir beobachten gerade, dass sich ein Markt um sie herum bildet. Allerdings ist die Kehrseite, dass sie wenig ertragsreich sind. Daher ist es schwierig das ganze Land damit zu ernähren.

 

 

Also sehen Sie keine negativen Nebeneffekte?

Eine Gefahr würde nur aufkommen, wenn die traditionellen Sorten weggeworfen und nicht bewahrt würden. Aber Teil unserer Schlüsselstrategie ist, dass wir den nationalen Pflanzenzüchterteams dabei helfen die lokalen Sorten zu sammeln und zu bewahren.

 

 

Wie stellen Sie das sicher?

Ein Teil unserer Gelder wird dafür eingesetzt, dass Saaten gesammelt, dokumentiert und auf nationaler Ebene gelagert werden. Darüber hinaus sind einige Geber schlauerweise mit eingestiegen und unterstützen die Genbank in Norwegen.

 

 

Welche Rolle spielen Menschenrechte für AGRA?

Die Rolle angemessener und produktiverer Agrartechnologien bei der Ermächtigung einer Gesellschaft sich selbst zu ernähren, ist derart wichtig, dass ich persönlich darin ein Menschenrecht sehe.

 

 

Manche sagen, es gebe bereits genug Essen, und dies sei nur eine Frage des Zugangs. Ist dies richtig?

Das ist eine so grob vereinfachende Beschreibung der Lage. Was ist denn, wenn die Leute nicht das Geld haben, um sich jenes Essen zu kaufen, welches anderenfalls zu ihnen transportiert würde? Essenssysteme reagieren auf Nachfrage, und Nachfrage hängt von der Kaufkraft ab. Ein armer Landwirt ohne Geldeinkommen und mit dem Bedarf nach zusätzlichem Essen – wie signalisiert er dem Markt, dass da Nahrung gebraucht wird? Es gibt immer noch eine chronische Unterversorgung mit Nahrung. Und wenn wir dieses Problem nicht lösen, wird es schlicht noch schlimmer.

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"Die grüne Revolution stößt an ihre Grenzen"

Interview mit Stig Tanzmann

Stig Tanzmann ist Landwirt und Referent für landwirtschaftliche Fragen bei „Brot für die Welt“. Jan Rübel hat mit ihm über seine Vorbehalte gegenüber der Strategie von AGRA gesprochen.

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

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„Eine sektorübergreifende Denkweise ist erforderlich“

Interview mit Adriano Campolina (FAO)

Ortsbasierte Entwicklungsansätze galten über Jahre als wichtige Merkmale der Entwicklungskooperation des BMZ und in der FAO. Beide Organisationen arbeiten verstärkt daran, diese Ansätze weiterzuentwickeln: ein Interview mit Adriano Campolina von der FAO zu territorialen und landschaftlichen Perspektiven.

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Nicht nur schmückendes Beiwerk

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Afrika hat die jüngste und am schnellsten wachsende Bevölkerung der Erde. Für viele junge Menschen könnte die Landwirtschaft eine Job-Perspektive bieten. Doch um deren Lebensbedingungen und Jobaussichten auf dem Land zu verbessern, sind politische Reformen und Investitionen dringend notwendig. Denn diese jungen Menschen werden zukünftig im Mittelpunkt der Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung stehen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Innovationen für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln

Ein Beitrag der German Agribusiness Alliance

Die COVID 19-Pandemie trifft Entwicklungs- und Schwellenländer und deren ärmste Bevölkerungsteile besonders hart. Hier gilt es, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu treffen. Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft wollen ihren Beitrag leisten, die Verfügbarkeit dringend benötigter Betriebsmittel zu gewährleisten.

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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"Gehen oder bleiben? Das hängt davon ab!"

Eine Studie der GIZ - realisiert von Geopoll

Will Afrikas Jugend in der Stadt leben oder auf dem Land? Welcher Karriereweg erscheint besonders attraktiv? Und wie optimistisch blicken die Jungen in die Zukunft? Per SMS beantworteten junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum diese Fragen.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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(c) GIZ

Jugendbeschäftigung im Ländlichen Raum

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Somit erhöht sich sowohl der Bedarf an Nahrungsmitteln als auch an produktiven Beschäftigungsmöglichkeiten. Jugendlichen im ländlichen Raum bessere Beschäftigungsperspektiven bieten, das ist eines der Ziele des Sektorvorhabens. Denn die junge Bevölkerung ist der Schlüssel zu einer modernen und effizienten Agrarwirtschaft.

Ein Projekt der GIZ

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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Die Demografie und die Megatrends der Zukunft

Ein Beitrag von Jan Rübel

Was passiert, wenn junge Leute den Ländlichen Raum verlassen? Wie erreicht eine Region den so genannten demografischen Bonus – und wie erntet sie die demografische Dividende? Eine Reise in die Welt der Bevölkerungswissenschaft zeigt: Am wichtigsten ist die Stärkung von Frauenrechten und Bildung. 

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

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Afrikas rasanter wirtschaftlicher Wandel

Ein Bericht von T. S. Jayne, A. Adelaja und R. Mkandawire

Vor 30 Jahren war Afrika Synonym für Krieg, Hunger und Armut. Dieses Narrativ hat heute keinen Bestand mehr. Afrikanische Lebensstandards steigen erstaunlich schnell. Unsere Autoren sind überzeugt, dass verbesserte Bildung und Unternehmertum den Fortschritt der Region unumkehrbar machen - trotz COVID-19.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Ein Beitrag von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

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(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Ein Beitrag von Solomon King Benge

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Von Anfang bis Ende gedacht: Eine Vision der Verknüpfung

Ein Beitrag von Tanja Reith

Bisher agiert Landwirtschaft in Afrika wie allein vor sich hin. Kleinbäuer*innen, digital verknüpft mit den globalen Wertschöpfungsketten in der Nahrungsmittelindustrie – wie könnte das funktionieren? Eine Anleitung.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Schluss mit armselig

Ein Beitrag von Marcellin Boguy (Notre Voie)

In Westafrika wächst eine neue Mittelschicht heran. Ihr Konsumverhalten bestimmt die Nachfrage nach Produkten - den eigenen oder Importware, per Internet oder auf dem Dorfmarkt. Speziell die Menschen in der Elfenbeinküste blicken optimistisch in die Zukunft.

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Neuer Anlauf zur Industrialisierung Afrikas

Ein Beitrag von Helmut Asche

Afrika steht vor dem Absprung. Es gibt vielversprechende Ansätze einer nachhaltigen Industrialisierung. Doch der Weg dahin stellt den Kontinent vor neue Herausforderungen.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

"Wir sind eben doch kein Uber für Traktoren"

Interview mit Jehiel Oliver

Jehiel Oliver arbeitete erfolgreich im Consulting. Dann stieg er aus dem Investmentbanking aus und wurde Sozialunternehmer. Seine Mission: Traktoren für Afrika, und zwar auf Miete! Wie kam er darauf? Das beantwortet im Gespräch mit Jan Rübel.

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Silicon Valley für Afrikas Agrar-Start-ups

Ein Beitrag von Michel Bernhardt (GIZ)

Das Vorhaben “Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups" (SAIS) unterstützt afrikanische Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich dabei ihre digitalen Innovationen zu skalieren und so eine größere Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zu erreichen.

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(c) Simon Veith

Der Big Bang ist möglich

Interview mit Joachim von Braun

Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen

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(c) DVV

Vernetzte Lebensräume in Subsahara-Afrika – Leben zwischen Stadt und Land

Im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ werden Forschungsergebnisse zu Transformationsprozessen und Gestaltungsinstrumenten in Subsahara-Afrika veröffentlicht.

Ein Projekt des SLE

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Kein dreckiges Geschäft

Ein Bericht von Marlis Lindecke

„Shit Business is Serious Business“: Mit dem „großen Geschäft“ lassen sich gute Geschäfte machen. Und: Menschliche Ausscheidungen können unsere Ernährungssysteme entscheidend verbessern. Dr. Marlis Lindecke gibt Einblicke in eine gelungene Kooperation zwischen Agrarforschung und Privatwirtschaft.

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