Die Zukunft der Entwicklungspolitik: Das sagen die Bundestagsfraktionen

Der neue Bundestag hat die Aufgaben nun verteilt. Wie wird sich die Entwicklungszusammenarbeit der kommenden Jahre gestalten, was ist im Kampf gegen globalen Hunger neu zu tun? Hier geben Fraktionsvertreter Antwort.

Mehr Vernetzung, weniger? Fokussiert auf Bildung, Armut, Klimawandel? Die Fraktionsvertreter sind unterschiedlicher Ansichten über die Zukunft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. © GIZ 2022

Jan Rübel

Jan Rübel ist Autor bei Zeitenspiegel Reportagen, Kolumnist bei Yahoo und Reporter für überregionale Zeitungen und Zeitschriften. Er studierte Islamwissenschaft und Nahostgeschichte.

Die Zielmarke steht. 2030 soll das Jahr des „Zero Hunger“ werden, doch derzeit gerät es eher in die Ferne. Immer mehr Menschen hungern weltweit, Klimawandel und zahlreiche militärische Konflikte erschweren die Lage. Die Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger (SEWOH) hat seit 2014 viele Projekte erfolgreich realisiert, die sich gegen diesen Trend stemmen – in Jahrzehnten gesehen hat sich auch globales Hungern spürbar reduziert. Was ist also zu unternehmen, um der Zielmarke näherzukommen?

 

Deutschland hat in den vergangenen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) viel Verantwortung übernommen. Dies wird sich mit der neuen Bundesregierung der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP kaum ändern. Doch wie lautet die Bilanz, was müsste neu her? Dazu habe ich Politikerinnen und Politiker aus dem neuen Bundestag befragt. Im Ergebnis zeigen sich viele Gemeinsamkeiten, aber im Detail auch große Unterschiede.

 

Gemischte Gefühle

„In der Vergangenheit können wir auf einige erzielte Erfolge in der EZ zurückblicken, zum Beispiel das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“, sagt Sanae Abdi. Die neue entwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion fügt hinzu: „Das Lieferkettengesetz muss konsequent umgesetzt und bei Bedarf nachjustiert werden – zum Beispiel bei der Betriebsgröße. Entsprechend werden wir uns auch auf der EU-Ebene dafür einsetzen.“

 

Deborah Düring skizziert gleich ein größeres Bild. „Armut und Hunger sind auch das Ergebnis sozialer Ungleichheiten und von Konflikten“ sagt die neue Sprecherin für Entwicklungspolitik in der Grünenfraktion.

 

Selbst bei guter EZ müssen wir an die globalen Strukturen heran: Handel, Lieferketten, Wertsteigerung von Exporten durch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe vor Ort.

 

Volkmar Klein von der CDU sieht in seiner Bilanz Licht und Schatten. „Die eingeschlagene Richtung der vergangenen Jahre war richtig – mit dem Mix aus humanitärer Hilfe, multilateralen Programmen und dem Ziel einer sich selbst tragenden Entwicklung“, sagt der Sprecher der Unionsfraktion für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Wir haben vieles erreicht, aber angesichts der Gesamtzahlen an global Hungernden können wir nicht zufrieden sein.“

 

Aus der FDP kommen Zielsetzungen zur Umsetzung:

 

EZ lässt sich effizienter und stringenter gestalten.

 

Der Ansatz der Ampel-Koalition, die ODA-Mittel auf Bundesebene stärker zu koordinieren, ist ein erster Schritt in diese Richtung“, sagt Christoph Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Vorsitzender der AG Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der FDP-Bundestagsfraktion, mit Blick auf die Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, ODA). „EZ wird eine weit höhere Bedeutung haben als bisher. Die Klimakrise etwa werden wir nicht hier entscheiden, sondern in Entwicklungsländern. Die dortige grüne Lunge muss erhalten bleiben – bei andauernder Entwicklung. Die Regionen sollten dafür kompensiert werden, dass sie die Finger von Öl und Kohle lassen.“

 

Ich bin ein Alternativtext
Entwicklungszusammenarbeit muss stringenter und effizienter sein, fordert die FDP. Andere plädieren für gesicherte finanzielle Unterstützung und strategische Voraussicht. © GIZ 2022

Lob und Tadel teilt indes Cornelia Möhring aus. Das Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schreibt: „Es war richtig, den Etat in den letzten Jahren so deutlich aufzustocken, auch wenn dieser - im Angesicht der weltweiten Krisen und vor allem des Klimawandels - natürlich immer noch zu niedrig ist.

 

Leider ist die langfristige Finanzierung vieler Projekte nicht gesichert. Problematisch ist zudem, in welche Projekte die Gelder gehen und welche Interessen verfolgt werden. So wurden zum Beispiel in den letzten Jahren immer mehr Gelder in Projekte gesteckt, die im Kern eine repressive Fluchtabwehr betreiben, beispielsweise durch die Aufrüstung von Grenzen und Sicherheitsleuten.“

 

Zu einer grundsätzlich anderen Zusammenfassung kommt Markus Frohnmaier, Sprecher für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der AfD-Fraktion: „Die Entwicklungshilfepolitik mit der Gießkanne ist kolossal gescheitert. Sie hat das Leben der Menschen in den Entwicklungsländern nicht verbessert, jedoch politische Korruption genährt und deutsches Entwicklungsgeld verschwendet“, schreibt er. „Unter dem Entwicklungsminister der Vorgängerregierung, Dr. Gerd Müller, wurde der Entwicklungsetat zwischen 2014 und 2021 ungefähr verdoppelt. Gebracht hat das nichts. Das Scheitern der Entwicklungshilfepolitik der vergangenen 20 Jahre wird durch den Fall Afghanistans am besten illustriert.“

 

Ich bin ein Alternativtext
Der Dialog mit den Menschen vor Ort ist wichtig, um situationsgerechte Maßnahmen ergreifen zu können. © GIZ 2022

Wo steht der Kampf gegen den Hunger?

Insgesamt weiter auseinander klaffen die Differenzen zwischen den Fraktionen, wenn es um die Frage geht, was gegen globalen Hunger getan werden solle. „Wir brauchen einen noch stärkeren Fokus auf sich selbst tragende Entwicklung, auf die Schaffung von Bildung und Jobs“, sagt Klein von der Unionsfraktion. „Wichtiger wird werden, dass Produktionen verlässlich sind und sich etwa Möglichkeiten ergeben, Energie nach Europa zu verkaufen.“ Den im vergangenen Jahr abgehaltenen UN-Gipfel zu Ernährungssystemen bewertet Klein differenziert: „Der Food Systems Summit war nicht überflüssig, aber auch keine Initialzündung. Bilateral und multilateral gibt es ja schon viele Aktivitäten.“

 

Ähnlich sieht es Hoffmann von der FDP: „Der UN Food Systems Summit ist ein Beispiel dafür, wie ein Aufbau paralleler Strukturen betrieben wird, wenn es nicht gut läuft. Das gab es schon früher.“ Hoffmann bestätigt, dass die Nachhaltigkeitsziele bestehen bleiben.

 

Es ist indes wichtig, mehr Investitionen als Almosen zu tätigen. Wir brauchen mehr messbare Ergebnisse.

 

Daher möchte ich auch mehr als bisher die Meinung von unseren Partnern in den Entwicklungsländern abfragen, sodass wir nicht nur innenpolitisches, sondern auch Feedback von den Betroffenen erhalten. Dadurch werden wir auch befähigt, unsere Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen.“ Als einen wichtigen Schwerpunkt macht Hoffmann Krisenprävention aus. „Manche Entwicklungen sieht man einfach kommen.“

 

Ich bin ein Alternativtext
Die Klimakrise muss die Aufgabe aller Bereiche und Sektoren sein, nicht nur die des Umweltministeriums, betonen die Grünen. GIZ 2022

Abdi von der SPD setzt bei ihren Schwerpunkten mitunter auf Ökologie: „Die nötigen Schwerpunkte der EZ werden auf der nachhaltigen Ausgestaltung globaler Lieferketten, der Ernährungssicherheit und globalem Klimaschutz liegen“, sagt sie. „Sowohl aus ökologischen wie auch sozialen Gründen sind chemische Pestizide kritisch zu sehen. Sie bringen Kleinbauern in Abhängigkeiten. Damit werden wir uns befassen.“ Die SPD werde sich für eine sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft allerorten einsetzen. „Klima- und Umweltschäden sollten nicht an anderer Stelle entstehen.“

 

Diesen Ansatz der Agrarökologie nimmt Düring von den Grünen auf. „Agrarökologie hat sich das BMZ schon auf die Fahne geschrieben“, sagt sie. „Aber es muss mehr umgesetzt werden, mehr in den Fokus geraten.“ Eine Klammer sieht Düring im Klimaschutz.

 

Die Klimakrise muss in den Schwerpunkt aller Politikbereiche fallen.

 

Sie aufzuhalten ist nicht nur Aufgabe des Umweltministeriums.“ Es müsse nun ressortübergreifend strukturpolitisch gearbeitet werden, „und zwar zu Schulden, Handelsverträgen und zur Agrarpolitik.“

 

Möhring formuliert ihren Ansatz aus der Opposition heraus genereller und schärfer: „Um Staaten nachhaltig und langfristig darin zu unterstützen, ihre eigene Bevölkerung zu versorgen, müssen sowohl Freihandelsabkommen, die es Staaten verunmöglichen eine eigene Wirtschaft aufzubauen, ausgesetzt werden, als auch die Landwirtschaft selbst zu einer nachhaltigen Produktionsweise umgebaut werden, beispielswiese durch eine Förderung der Agrarökologie. Der Einfluss großer Agrarkonzerne muss zurückgedrängt werden.“

 

In gegensätzlicher Richtung ist Frohnmaier von der AfD unterwegs. „Ich trete für einen grundsätzlichen Richtungswechsel in der Entwicklungshilfepolitik ein“, schreibt er. „Die Entwicklungshilfe muss sich kohärent mit der Außen- und Außenwirtschaftspolitik Deutschland an strikt an den deutschen Interessen ausrichten. Im Fokus stehen vor diesem Hintergrund die Abwehr unerwünschter und illegaler Migration und damit einhergehend der Abbau fehlerhafter Anreize, die Rückführung illegaler Migranten, die Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation Deutschlands mit Entwicklungs- und Schwellenländern, die Erschließung von Märkten und Ressourcen.“

 

Aus vergangenen Fehlern lernen, Ungerechtigkeiten ins Visier nehmen und ein Fokus auf Klimaschutz und Ökologie: Das sind die sich herauskristallisierenden Punkte, auf welche die befragten Bundestagsfraktionen setzen – durchaus zuweilen eine gemeinsame Schnittmenge.

 

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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Was sind uns unsere Lebensmittel wert?

Ein Beitrag des TMG ThinkTank for Sustainability

Auf dem Weg zu integrierten Bewertungsinstrumenten im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor mit Hilfe von „True Cost Accounting“ (TCA, Tatsächliche Kosten Berechnung).

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Investitionen in gesunde Böden: Fluch oder Segen?

Ein Beitrag von WWF

Wie Investitionen in gesunde Böden Anreize für eine nachhaltigere Landwirtschaft schaffen und zugleich den Bedarf an umfassenden Veränderungen im Agrarsektor aufzeigen.

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Neues Mindset für neue Agrarforschungs-Strategie

Ein Beitrag von Lennart Woltering (CGIAR)

Anlässlich des 15. CGIAR System Council Meetings teilt Lennart Woltering seine Einschätzung zum laufenden Reformprozess „One CGIAR“.

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Mehr Resilienz angesichts grenzübergreifender Bedrohungen

Ein Beitrag des TMG Think Tank for Sustainability

Die Klimakrise befeuert immer häufigere Ausbrüche von Heuschreckenplagen. Ein Plädoyer für einen Paradigmenwandel zur Prävention und Mitigation grenzübergreifender Krisen.

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Organischen Kohlenstoff im Boden fördern – durch traditionelle und innovative Praktiken

Ein Beitrag der GIZ

Indische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbinden traditionelle mit innovativen Praktiken, um organischen Kohlenstoff im Boden zu rehabilitieren. Ein Fallbeispiel wie Politik, Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit dem Klimawandel entgegenwirken können.

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Drogen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt

Ein Artikel von Jorrit Kamminga

Im diesjährigen Weltdrogenbericht der Vereinten Nationen wird erstmals deutlich darauf hingewiesen, dass illegale Drogen und umweltschädigende Einflüsse eng miteinander verknüpft sind. In Anbetracht des Klimawandels ist es an der Zeit, die Debatte mit Fakten zu untermauern und die Drogenpolitik grüner zu gestalten.

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“Corona entlarvt die Schwächen unserer Ernährungssysteme”

Interview mit Arif Husain (WFP)

Die Vereinten Nationen planen einen Gipfel zu Ernährungssystemen - und nun diktiert das Corona-Virus die Agenda. Der Chefökonom des UN-Welternährungprogramms zieht eine aktuelle Bilanz. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Pandemien, die Chromosomen der Entwicklung – und über die Konflikte, die sie hemmen.

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© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

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(c) Simon Veith

Neue Chance

Interview mit Lutz Hartmann

Lutz Hartmann hat sich mit der Pacht einer dreihundert Hektar großen Obstplantage in Äthiopien einen lang gehegten Traum verwirklicht: In Afrika ein eigenes Unternehmen zu führen. Nun geht ihn die Frage, wie sich Afrika entwickelt, auch persönlich an.

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(c) Simon Veith

Der Big Bang ist möglich

Interview mit Joachim von Braun

Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen

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Streitgespräch: Brauchen Lieferketten Haftungsregeln?

Doppelinterview über das geplante Gesetz

Die Bundesregierung ringt um ein Lieferkettengesetz. Verletzungen von Menschenrechten, Sozial- und Umweltstandards sollen damit angegangen werden. Was wären die Folgen für die Wirtschaft? Ein Doppelinterview mit Veselina Vasileva von GEPA und dem Wirtschaftsprofessor Andreas Freytag.

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Ebay gegen den Hunger - eine App hilft Kleinbauern in Sambia, ihre Ernten zu verkaufen

Weltweit sind Kleinbauern gezwungen, ihre Ernten aufgrund fehlender Marktinformationen unter Preis zu verkaufen. Eine neue App von UN World Food Programme (WFP) will das ändern.

Ein Projekt des WFP

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(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Ein Beitrag von Solomon King Benge

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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(c) GIZ

Nachhaltige handwerkliche Fischerei und Aquakultur im ländlichen Raum

Fisch ist aufgrund seiner Nährstoffe ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung. Aber nicht nur das zeichnet ihn aus. Fisch bildet auch die Lebens- und Beschäftigungsgrundlage von 600 Millionen Menschen weltweit.

Ein Projekt der GIZ

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Ein Beitrag von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

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(c) Christoph Püschner

Der Preis ist nicht alles

Ein Beitrag von Bettina Rühl

Einheimischer Reis kostet in Togos Hauptstadt Lomé fast doppelt so viel wie die importierte Ware aus Thailand. Doch es gibt gute Gründe, das lokale Produkt zu bevorzugen.

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(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Interview mit Alfred Ritter

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

Ein Beitrag von Beatrice Gakuba (AWAN-AFRIKA)

Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Ein Beitrag von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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Côte d’Ivoire: Nachhaltigem Kakao auf der Spur

Eine Reportage der GIZ

Bis Ostern 2022 wird alle zwei Wochen eine neue Folge veröffentlicht, in der die GIZ Menschen vorstellt, die sich für fairen und nachhaltigen Kakao in Côte d’Ivoire und Deutschland engagieren.

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Côte d’Ivoire: Zukunft fängt beim Essen an

Ein Beitrag der GIZ

Wie Ernährungstrainerin Edwige ivorische Kakaobäuerinnen und Kakaobauern fit für eine gesündere Zukunft macht.

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Fair Fashion tut nicht weh

Ein Beitrag von Jan Rübel

Beim Nachhaltigkeitspodcast “Vom Feld ins Regal“ fordert Marie Nasemann neue Anläufe zum Durchbruch von fairer Mode. Ein Abend über verbrannte Retouren, filterlose Waschmaschinen und viel Luft nach oben.

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Gemeinsam mehr erreichen – Neue Kooperationsformen für Nachhaltigkeit im Baumwollsektor

Ein Beitrag von Saskia Widenhorn

Saskia Widenhorn, Leiterin der Baumwoll-Komponente Kamerun und der „Sub-Saharan Cotton Initiative“ der GIZ, berichtet von der Bremer Cotton Week, bei der internationale Branchenexpert*innen zusammen gekommen. Unter anderem auf der Tagesordnung: Lieferkettentransparenz, Nachhaltigkeit und neue Kooperationsformen zwischen Privatwirtschaft und Partnerländern.

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David gegen Goliath: Folgen von global gehandelten Agrarrohstoffen und Nischenprodukten

 

Ein Artikel der Initiative für Nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Eine von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) herausgegebene Studie prüft die Unterschiede zwischen global gehandelten Agrarrohstoffen und heimischen Nischenprodukten bezüglich des ökonomischen, ökologischen und sozialen Einflusses auf die Ursprungsregion. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise, um Lieferketten nachhaltiger zu gestalten.    

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