"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel.

Ich bin ein Alternativtext
Frauen bei der Feldarbeit in ihren selbst angelegten Gemüsebeeten, Machakos, Kenia. Foto: Christoph Püschner/Brot für die Welt

Reiner Klingholz

Dr. Reiner Klingholz ist Direktor und Vorstand des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Zuvor war er Mitglied der Enquete-Kommission Demografischer Wandel des Landes Niedersachsen und forschte als Fellow am Stellenborsch Institute for Advanced Studies in Südafrika.

Herr Klingholz, die jungen Leute in Afrika drängen in die Städte. Kann dieser Trend aufgehalten werden?

Dr. Reiner Klingholz: Nein. Diese Urbanisierung liegt daran, dass neue Arbeitsplätze tendenziell dort entstehen, wo eine kritische Masse an Unternehmen, Forschungseinrichtungen und klugen Köpfen zusammenkommt – mindestens ein paar hunderttausend Menschen auf einem Fleck. Aus Ideen werden dann neue Produkte und Jobs. Früher brauchte es dafür Kohle und Eisenerz aus dem Boden – heute ist Wissen die Grundlage für Arbeitsplätze.

 

Ist das in Deutschland auch so?

Dieser Trend ist global zu beobachten. In Vorpommern gibt es relativ wenige innovative Unternehmen, und in Berlin entsteht alle 20 Stunden ein neues. In Afrika hat Urbanisierung noch andere Dimensionen: Das hohe Bevölkerungswachstum findet im Wesentlichen in den ländlichen Regionen statt – dort sind die Kinderzahlen höher als in der Stadt. Und die Zahl der Arbeitsplätze  hält diesem  Wachstum noch weniger stand  als in den urbanen Regionen. Die Jungen wandern also in die Städte, weil sie sich dort bessere Jobchancen versprechen. Außerdem gibt es in der Stadt mehr Freiheiten als auf dem Land, wo es mehr soziale Kontrolle  gibt.

 

Die klassische Landwirtschaft ist eine Falle. Sie bedeutet anhaltende Armut.

In den ländlichen Regionen ist die Landwirtschaft der wichtigste Arbeitgeber. Wie wirkt das auf die junge Generation?

Sie sieht, welch harte Arbeit das ist. Die Betriebe sind meist klein und Selbstversorger – es wird zum eigenen Verzehr angebaut und kaum Geld damit verdient. Wegen des hohen Bevölkerungswachstums werden die Flächen immer kleiner. Für diese Form der klassischen Landwirtschaft, für diese Plackerei interessieren sich die Jungen immer weniger. Sie ist eine Falle, sie bedeutet anhaltende Armut und damit hohe Kinderzahlen und anhaltendes Bevölkerungswachstum. Ein fataler Kreislauf.

 

Und die Landwirt*innen werden älter?

Deshalb altert die landwirtschaftlich aktive Bevölkerung, klar. Und es sind vor allem Frauen, die auf den Feldern arbeiten. Das Agrarwesen muss sich fundamental ändern.

 

Muss sie das, oder tut sie das schon?

Im Wesentlichen muss sie es. Die Menschen kommen ja von allein nur schwer raus aus der Subsistenzwirtschaft. Nötig sind eine Modernisierung und nachhaltige Intensivierung. Die Produktivität muss steigen, damit Afrika sich selbst ernähren kann. Mit modernerer Technik und höheren Gewinnchancen steigt dann auch die Attraktivität für junge Leute. Wichtig ist eine nachgelagerte Verarbeitung, dass primäre Agrarprodukte zu markttauglichen Lebensmitteln werden. Damit wird das Geld verdient, und es entstehen neue Jobs. Die jungen Leute wollen nicht bloß mit der Hacke auf dem Acker stehen…

 

… sondern sie gehen in die Stadt und programmieren eine App? Ist dieser Schritt nicht etwas gewaltig?

Genau das passiert längst, aber es ist keine Ideallösung, auch in den Städten mangelt es an Arbeitsplätzen. Sicher ist, dass es den Menschen in den Städten besser geht als auf dem Land, die Lebenserwartung ist dort höher, die Einkommen und Bildungsmöglichkeiten sind besser, selbst wenn viele in den schlimmsten Slums leben.

 

Leben die jungen Leute in den Städten so, wie Karl Marx seinerzeit die Situation der britischen Arbeiter beschrieb?

Es kann sein, dass dies eine Übergangsphase auf dem Weg zur Industrialisierung ist. Wie aber diese in Afrika aussehen wird, wissen wir nicht. Selbst bei einer zügigen Industrialisierung wird es schwer werden, allen Arbeitsuchenden Beschäftigung zu geben. Afrikas Hauptproblem ist, dass die erwerbsfähige Bevölkerung schneller wächst als die Zahl der Jobs. Das ist die Ursache aller sozialen und politischen Konflikte – junge Leute, die keinen angemessenen Platz in der Gesellschaft finden, neigen zu radikalen Lösungen.

 

Warum kann die Landwirtschaft zu einem Jobmotor werden? Warum nicht die Industrie oder Dienstleistungen?

Weil alle Länder, die sich je entwickelt haben, dies in der Landwirtschaft begannen. Mit einer wachsenden Landwirtschaft werden nicht nur mehr Menschen satt, sie werden auch gesünder. Humanvermögen entsteht durch Bildung und Gesundheit. Dafür braucht es eine vernünftige Ernährung. Kinder ohne Nahrung im Bauch können nicht lernen. Im Agrarwesen entstehen vor allem Jobs, wenn man den nachgelagerten Bereich hinzuzählt: Natürlich gehen erstmal Jobs verloren, wenn die Hacke durch einen Mähdrescher ersetzt wird. Aber es werden mehr und auch besser bezahlte Jobs in der Verarbeitung dessen entstehen, was die Bauern produzieren. Der größte Strukturwandel, den Europa je erlebte, war der weg von der Landwirtschaft in Richtung Industriegesellschaft. 80 Prozent der Menschen arbeiteten früher in der Landwirtschaft. Heute sind es nur ein bis zwei Prozent. Wer seine Arbeit als Bauer verloren hat, wurde freigesetzt für produktivere und innovativere Jobs, welche unseren Wohlstand begründeten. Dieser beruht nicht auf der Landwirtschaft, aber er hat mit ihr angefangen.

 

Terrassenfoermig angelegte Anbauflächen in der Eastern Provinz von Kenia.
Terrassenförmig angelegte Anbauflächen in der Eastern Provinz von Kenia. (c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

War dieser Strukturwandel damals in Europa größer als der jetzige durch die Digitalisierung?

Mit Sicherheit. Der Anteil der betroffenen Menschen war viel größer.

 

Was steht am Anfang der landwirtschaftlichen Modernisierung – die Bildung?

Es ist ein Mix aus Bildung und Erkenntnisnutzung. Neue Techniken und Geräte, besseres Saatgut und künstlicher Dünger wurden einst in Europa erfunden. Afrika kann auf diesem Wissen aufbauen und Fehler vermeiden, die wir gemacht haben. Afrika kann gleich auf Digitalisierung setzen: Die Bauern können zum Beispiel mit Sensoren in Feldern den Feuchtigkeits- und Nährstoffgehalt messen und Dünger oder Bewässerung nur einsetzen, wenn es wirklich nötig ist.

 

Und welche Fehler, die in Europa gemacht wurden, könnten vermieden werden?

Die Belastung mit Pestiziden, die Überdüngung der Böden, die Grundwassergefährdung sollte Afrika überspringen. Und falsche Subventionen vermeiden, die zu Überproduktion und verzerrten Preisen führen.

 

Es gibt ja zwei Denkschulen: Die eine predigt die unbedingte grüne Revolution, und die andere pocht auf rein ökologische Bewirtschaftung. Wo verorten Sie sich?

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Alles, was im weitesten Sinne als Gentechnik gilt, kann man nicht auf Grund der Technik als untauglich abstempeln. Wir müssen schauen, welche Vorteile sich dadurch ergeben. Die Technik allein macht kein böses Produkt – aber auch nicht unbedingt ein notwendiges. Beim Saatgut zum Beispiel lassen sich Ertragsteigerungen und andere erwünschte Eigenschaften in der Regel wesentlich mit traditionellen Züchtungsmethoden realisieren. In Einzelfällen aber kann es hilfreich sein, gewisse Resistenzen einzukreuzen – wenn es neue Schädlinge gibt, zum Beispiel klimabedingt.

 

Es ist eine naive Vorstellung, dass die Kleinbauern ein beschauliches Leben in Eintracht mit der Umwelt führen.

Und beim Dünger?

In Afrika sind die Böden im Schnitt schlechter als in Europa. Nur auf organische Art düngen ist schwierig, auch weil die Abbaurate organischen Düngers wegen des Klimas sehr hoch ist. Ich kann mir eine Intensivierung der Landwirtschaft ohne künstlichen Dünger kaum vorstellen. Afrika wird ohne diesen Dünger nicht auskommen. Aber man darf ihn nicht nach dem Motto einsetzen: Viel hilft viel. Das haben wir lange in Europa gemacht, mit all den Folgeschäden für die Böden und Gewässer. Afrika braucht eine Präzisionslandwirtschaft, die jede Technik nutzt, um die Erträge zu steigern, aber dabei nicht die Grundlage landwirtschaftlichen Arbeitens zerstört. Das nennt man nachhaltig, und dazu gibt es keine Alternative.

 

Ist die Frage des Landzugangs ein Problem für junge Leute?

Landrechte sind in Afrika ein generelles Problem. Vielerorts gehört das Land dem Staat. Da ist es schwer, die Bauern zu längerfristigen Investitionen zu bewegen. Oder es gibt Großgrundbesitzer, die Leute nur gegen geringste Entgelte einstellen. Eigentlich sollte jeder Landwirt sein eigenes Land nutzen und bewahren können, dann entwickelt er die entsprechende Verantwortung. Er braucht es ja auch morgen noch und möchte es eventuell seinen Kindern vererben.

 

Wie lässt sich diese Lage verändern?

Einige Länder ermöglichen den Landzugang mittels Reformen. Wo Flächen zu klein sind, kann eine Landwirtschaft nicht produktiv werden. Dann muss es Kooperativen geben, in denen sich die Leute Maschinen teilen – für einen halben Hektar kauft sich keiner einen Traktor. Ziel sollte dabei sein, kleine Flächen irgendwann zusammenzulegen. Ein Bauer zum Beispiel wird sein Land verkaufen, weil er eine andere Arbeit aufnimmt, und sein aufkaufender Nachbar vergrößert seine Fläche. Es ist eine naive Vorstellung, die zum Teil von Europa aus verstärkt wird, dass die Kleinbauern ein beschauliches Leben in Eintracht mit der Umwelt führen, das es zu bewahren gilt. Das einzige, was man damit schützt, ist die Armutsfalle.

 

Wie sind in diesem Zusammenhang große Player anzusehen – als Chance oder Fluch?

Das kann ich schwer beurteilen. Untersuchungen weisen in unterschiedliche Richtungen. Es kann sein, dass ein großer Investor die Produktivität massiv erhöhen kann und das Land davon profitiert. Aber am Beispiel Äthiopiens zeigt sich, dass auch bei kleinen Anbauflächen die Produktivität erhöht werden kann: Die Regierung setzt zehntausende von landwirtschaftlichen Beratern ein und bietet besseres Saatgut an. Das Negativszenario ist, dass ein großer Investor von außen kommt, nur wenige Leute anstellt und die Produkte wie auch den Erlös aus dem Land holt. Investitionen von außen sind nicht per se schlecht. Ein Problem der afrikanischen Landwirtschaft ist ja, dass die Mittel zu notwendigen Investitionen fehlen.

 

Südafrika, KwaZulu-Natal, Eshowe, Glückliche Farmerfamilie winkend
Eine Bauernfamilie in KwaZulu-Natal, Südafrika, posiert für die Kamera. Foto: picture alliance/Westend61

Warum hat man diese Potenziale des Agrarwesens verschlafen?

Landwirtschaft galt lange Zeit in den Entwicklungsprogrammen als nicht sexy. Die Regierungen wollten Straßen bauen, Industrien ins Land holen, schnell einen Bankensektor aufbauen und Rohstoffe aus dem Boden ziehen. Landwirtschaft ist erstmal Arbeit und hat in der Bevölkerung keinen hohen Status. Junge Leute, die studieren, wollen in die Verwaltung, Ärzte oder Ingenieure werden, aber keine Bauern. Das ist ein Imageproblem. Auch deshalb muss sich die Landwirtschaft modernisieren.

 

Haben die entwickelten Länder dies in ihrer Auseinandersetzung mit Afrika auch verschlafen?

Als die Entwicklungszusammenarbeit noch Entwicklungshilfe hieß, meinten viele: Wir bringen unsere Maschinen und Techniken dorthin, und alles wird gut. Das war naiv, denn es mangelte an entsprechendem Wissen. Da gab es große Fehlschläge, man setzte weiße Elefanten ins Feld, die Maschinen verrotteten, während die Bauern ihre traditionelle Landwirtschaft fortsetzten.

 

Wenn sich das Bevölkerungswachstum nicht verlangsamt, bleiben die Menschen in der Armutsfalle gefangen.

Gibt es ein Zeitfenster für diese Modernisierung der Landwirtschaft, oder ist es dafür nie zu spät?

Afrika ist im Vergleich zu anderen Regionen spät dran. Umso wichtiger ist es, jetzt schnell zu agieren. Die Länder müssen sich zügig entwickeln, und die Menschen brauchen Perspektiven. Ohne Perspektiven können sie ihr Leben nicht planen, und wenn das nicht möglich ist, denken sie auch nicht an Familienplanung. Mit Entwicklung und Bildung sinken die Kinderzahlen. Und nur so lässt sich das größte Problem Afrikas – das hohe Bevölkerungswachstum – lösen. Dazu gibt es keine menschenwürdige Alternative. Wenn sich das Bevölkerungswachstum nicht rasch verlangsamt, bleiben die Menschen in der Armutsfalle gefangen, und das hat schreckliche – geradezu malthusianische - Folgen: Viele Menschen werden verhungern, die Sterblichkeit steigt und tödliche Verteilungskonflikte nehmen zu. Daran kann niemand ein Interesse haben.

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