Ein Stabwechsel

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Benin: Mikrofinanzierung im Agrarsektor. Foto: Michael Brüntrup/DIE

Michael Brüntrup

Dr. Michael Brüntrup ist Senior Researcher am German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) im Bereich Agrar- und Ernährungssicherung mit Fokus auf Sub-Sahara Afrika

 

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik

Die Mechanisierung des Agrarsektors in Subsahara-Afrika ist eine der größten, aber auch schwierigsten Transformationen, die der Kontinent bewerkstelligen will und muss. Das mag aus europäischer Perspektive, wo Landwirtschaft nur noch ein marginaler Wirtschaftsbereich und die weitgehende Mechanisierung der Landwirtschaft selbstverständlich ist, befremdlich klingen. Aus afrikanischer Perspektive stellt sich die Mechanisierung jedoch als gewaltige Aufgabe dar, an der die meisten Länder bisher gescheitert sind. Wenn sie gelingt und auch wenn sie scheitert, wird dies für die Mehrheit der Menschen große Auswirkungen haben.

Etwa zwei Drittel der Bevölkerung in Subsahara-Afrika leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, die meisten als Kleinlandwirt*innen. 50-85 Prozent der Bodenbearbeitung in den Betrieben wird rein manuell ausgeführt. Afrika erwirtschaftet nur 20-30 Prozent der Erträge, die mit guter landwirtschaftlicher Praxis erreichbar wären, und beherbergt etwa 50 Prozent der weltweit noch zusätzlich verfügbaren Ackerflächen. Die meisten jungen Menschen sehen keine erstrebenswerte Zukunft in der Landwirtschaft, weil die manuelle Arbeit mühsam und der Verdienst gering ist. Darüber hinaus gehen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte zwischen Feld und Konsument*innen verloren, meistens durch ineffektive Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung in kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU).

 

Mechanisierung: Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Mechanisierung kann an vielen Stellen dazu beitragen, die Erträge zu steigern, die Verluste zu verringern, die Einkommen zu verbessern, die Mühsal der Arbeit zu reduzieren und die Attraktivität der Agrarwirtschaft für junge Menschen zu steigern. Dabei geht es nicht nur um Feldarbeiten, sondern zum Beispiel auch um Bewässerung, Melk- und Fütterungsanlagen, Transport, Verarbeitung, Trocknung, Lagerung, Aufbereitung und Verarbeitung.

Sinnvolle Mechanisierung wird normalerweise dort stattfinden, wo die größten Fortschritte für einen Betrieb zu erzielen sind. Dies hängt zunächst von Produktionsausrichtung und Größe des Betriebes ab. Sie richtet sich aber auch nach den nicht-landwirtschaftlichen Alternativen der Mitglieder der Familienbetriebe: je mehr Arbeitskräfte abwandern, desto stärker der Bedarf an Mechanisierung. Auch die Rollen von Männer und Frauen inner- und außerhalb der Landwirtschaft sind ein wichtiger Bestimmungsfaktor.

 

Finanzierung als zentraler Hemmfaktor

Neben den betriebsinternen beeinflussen auch viele externe Faktoren die Mechanisierung: politische Unterstützung bzw. Vernachlässigung des Agrarsektors, geringer Bildungsgrad im ländlichen Raum, hohe Zollsätze für Maschinen und Ersatzteile, Mangel an privatwirtschaftlicher Präsenz im ländlichen Raum, starke Schwankungen der Ernten und der Agrarpreise, instabile Geschäftsbeziehungen zwischen Bäuer*innen und anderen Unternehmen. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Finanzierung. Viele Maschinen, selbst kleine, sind teuer – zumindest zu teuer für kleinbäuerliche Betriebe. Zugang zu Krediten haben die wenigsten, zumal zu größeren und längerfristigen Krediten, wie sie für Maschinen – im Gegensatz zu Betriebsmitteln – nötig sind. Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die den Großteil der Wertschöpfungskette bis zu den Konsument*innen organisieren, ist der Stand der Mechanisierung zwar etwas besser. Aber auch hier können sich viele Betriebe sinnvolle Investitionen kaum leisten und sind häufig nicht kreditwürdig. Ohne bessere Finanzierungsoptionen wird eine durchgreifende Mechanisierung des Agrarsektors in Subsahara-Afrika nicht möglich sein.

 

Ein Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), finanziert von der Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger (SEWOH), untersuchte Erfahrungen mit und neue Möglichkeiten der Finanzierung von Mechanisierung in Subsahara-Afrika. Das Projekt wertete zunächst die Literatur zu den Auswirkungen von Mechanisierung auf die Ernährungssicherheit aus. Denn teilweise bestehen Befürchtungen, dass sie einfache Arbeiten und ungelernte Arbeiter*innen sowie Kleinbäuer*innen verdrängt und damit zu mehr Ernährungsunsicherheit führt. Die Analyse ergab jedoch, dass Betriebe meist nur graduell mechanisieren (können) und dabei den höchsten zusätzlichen Nutzen suchen. Dies gefährdet die Ernährungssicherheit nicht; Mehrproduktion und höhere Einkommen der Kleinbäuer*innen fördern diese sogar. Eine übermäßige Mechanisierung und eine dadurch mögliche starke Konzentration der landwirtschaftlichen Betriebe ohne Alternativen für Kleinbäuer*innen kann auch zum Gegenteil führen; dies ist in Subsahara-Afrika allerdings selten.

 

(c) Grafik DIE

Akteur*innen benötigen unterschiedliche Finanzierungsmodelle

Die Untersuchung zeigte des Weiteren, dass die Bedarfe der verschiedenen Akteur*innen, von Kleinstbäuer*innen über Wachstumsbetriebe bis zu mittelgroßen Genossenschaften und Unternehmen, sehr unterschiedlich sind und in der Regel nicht von einem einzigen Typ von Finanzdienstleister abgedeckt werden können. Oft hat auch ein Akteur verschiedene Finanzbedarfe: So wird ein Leasingunternehmen zwar bestimmte Maschinen, aber nicht die Betriebsmittel finanzieren, die für eine gute landwirtschaftliche Praxis nötig sind und die Maschine rentabel machen. Ein Kreditanbieter kann und darf oft keine Versicherungspolicen vertreiben. Größere Kreditsummen, z.B. für einen Traktor oder für eine genossenschaftliche Anlage, sind zu groß für Mikrofinanz-Institute (MFIs), während einzelbetriebliche Kredite für Betriebsmittel oder Handgeräte zu klein für Banken sind. Die Finanzierung von Mechanisierung bedarf daher der Vielfalt von Finanzierungsinstrumenten und -instituten.

 

Das Projekt systematisierte außerdem die Schwierigkeiten der Finanzierung auf Seiten der Nachfrage, des Angebotes und der Transaktionen für Finanzdienstleistungen. Die Nachfrager – Bäuer*innen und KMU im ländlichen Raum – sind oft schlecht oder gar nicht ausgebildet und haben so gut wie keine formalen betriebs- und finanzwirtschaftlichen Kenntnisse. Sie sind oft in der Region verstreut, nicht organisiert und haben wenig materielle Kreditgarantien. Gerade die Kredite für Mechanisierung sind häufig auch zu groß für Gruppengarantien, wie sie von vielen MFIs akzeptiert werden. Kleinbäuer*innen haben oft auch eine schlechte Rückzahlungsmoral – besonders, wenn sie glauben, dass die Finanzen aus staatlichen Quellen kommen, wenn es wiederholt staatliche Schuldenerlasse gab oder wenn sie nicht an langjährigen Geschäftsbeziehungen interessiert sind. Genossenschaften und andere formalisierte Bauernorganisationen könnten im Prinzip die Nachteile der Kleinbäuer*innen überwinden, haben aber ihre eigenen Herausforderungen: ihre Gründung und Förderung ist sozial heikel und braucht viel Zeit. Private Mechanisierungs-Dienstleister*innen wie z.B.. größere Bäuer*innen sind in Subsahara-Afrika meist die realistischere Alternative.

 

Die reinen Finanzanbieter, wie MFIs, kommerzielle Banken, Kreditunternehmen, Versicherungen und Leasingunternehmen, haben oft nur wenig Erfahrung in der Landwirtschaft, sind im ländlichen Raum kaum präsent und fürchten die Witterungsabhängigkeit und andere Risiken im Agrarbereich. Für MFIs sind auch größere Maschinen zu teuer. Daneben gibt es zunehmend Abnehmer*innen von Agrarprodukten, die Bezugsmenge und -qualität sichern wollen und im Gegenzug für die vertraglich garantierte Lieferung (Vertragsanbau) den Produzent*innen Betriebsmittel und/oder andere Leistungen auf Kredit zur Verfügung stellen. Nach der Lieferung durch die Bäuer*innen verrechnen sie diese mit der Bezahlung der Produkte (Wertschöpfungsketten-Finanzierung). Die Verrechnung kann auch von einem von beiden Seiten vertraglich akzeptierten Finanzdienstleister abgewickelt werden (Dreiecksfinanzierung). Die Abnehmer*innen finanzieren oft nur die Betriebsmittel und Maschinen, die für die von ihnen aufgekauften Kulturen benötigt werden, nicht aber die für andere Kulturen. Auch größere und längerfristige Investitionen werden nur selten im Rahmen von Vertragsanbau finanziert, wenn es, wie z.B. bei Zuckerrohr, enge und auch langfristig kaum auflösbare Lieferbeziehungen gibt.

 

Allgemein sind die Transaktionskosten im ländlichen Raum sehr hoch, bedingt durch große Entfernungen und oft unwegsames Gelände, wenige und teure Transport- und Kommunikationsmittel und sprachliche Barrieren. Auch die physische Sicherheit von Geldtransporten ist ein Thema in vielen ländlichen Regionen. All dies macht Finanz- und andere Dienstleistungen, Güteraustausch, Absprachen und Kontrollen im ländlichen Raum teuer und riskant, was sich auch negativ auf die Finanzierung von Mechanisierung auswirkt.

 

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Benin: Ein Landwirt mit einem Einachs-Traktor bei der Pflugarbeit. Foto: Michael Brüntrup/DIE

Digitale Dienstleistungen als neue Chance für Finanzierung 

Digitale Dienstleistungen (DDL) können die hohen Transaktionskosten im ländlichen Raum verringern. Für die Finanzierung von Mechanisierung spielt dies in mehrerlei Hinsicht eine Rolle: Zunächst können Finanzdienstleistungen wie Sparen, Überweisungen und Leasingverträge weitgehend digitalisiert werden, was lange und teure Fahrten reduziert und die Sicherheit erhöht. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs über digitale Konten erleichtert die Feststellung der Kreditwürdigkeit.

 

Des Weiteren verbessern auch nicht-finanzielle digitale Dienstleistungen oft die Kreditwürdigkeit der ländlichen Akteur*innen. Über eine digitale Identifikation der kreditnehmenden Bäuer*innen, die oftmals über keine formalen Dokumente verfügen, die Gefahr von Überschuldung und Kettenkrediten. Eine Digitalisierung der Kataster erlaubt eine bessere Nutzung von Bodenbesitz als Kreditsicherheit. Digitale Dienstleistungen können die Produktion und Vermarktung der Kleinbäuer*innen insgesamt auf vielfältige Weise verbessern und stabilisieren, z.B. in der Anbauberatung, durch Wetter-, Preis- und Vermarktungsinformationen oder Verbesserung/Verbilligung von Zertifizierung, was ihre Produktion rentabler und stabiler macht. All dies ist für die Finanzdienstleister*innen von hohem Wert, um die individuelle Kreditwürdigkeit einzuschätzen, gerade wenn sie von den Produktions-, Liefer- und Rückzahlungsqualitäten ihrer Klient*innen nicht besonders überzeugt sind. Darüber hinaus machen digitale Dienstleistungen bessere Informationen über den Sektor und einzelne Produkte schneller zugänglich und leichter zu verarbeiten. So reduzieren sie die tatsächliche und gefühlte Unsicherheit des Sektors insgesamt.

 

Das DIE-Projekt hat einige Beispiele für innovative Finanzierung von Mechanisierung zusammengetragen:

  • MyAgro in Mali und Senegal erlaubt das Ratensparen mittels kleiner Guthabenkarten. Diese können dann für den vergünstigten Einkauf von Betriebsmitteln und kleineren Geräten genutzt werden.
  • Die AccessBank in Madagaskar und anderen ostafrikanischen Ländern erlaubt besonders flexible Rückzahlungsmodalitäten, die individuell an die saisonalen Bargeldströme und die Wechselhaftigkeit der Landwirtschaft angepasst werden können.
  • Fundacion Capital, die ursprünglich in Bangladesch und Lateinamerika aktiv war und sich jetzt nach Afrika ausdehnt, spezialisiert sich auf die langfristige Graduierung von Kleinbäuer*innen, die letztlich auch den Kauf von Maschinen ermöglicht. Informationsplattformen und Apps erlauben es, einzelne Betriebe zu verfolgen, selbst wenn sie mit mehreren Unternehmen und staatlichen Stellen kooperieren.
  • CumaBenin versucht, ein lokal angepasstes Modell französisch inspirierter Maschinenringe aufzubauen, indem Bauerngruppen gemeinschaftlich Maschinen anschaffen und betreiben – allerdings wird von Organisations- und Wartungsproblemen berichtet.
  • NWK Agriservices in Sambia versuchte, die Finanzierung eines Mechanisierungspaketes mit einem raffinierten Vertragsanbau-Modell zu kombinieren. Die wirtschaftliche Krise in Sambia führte allerdings zum Rückzug des Investors.
  • Das bekannteste Beispiel für digitale Dienste bei Mechanisierung im Afrika südlich der Sahara ist wahrscheinlich HelloTractor, ein ursprünglich nigerianisches Startup. Es stattet Unternehmer*innen – oft größere Bäuer*innen – mit Traktoren auf Kredit aus, bietet eine App zur Vermietung und damit besseren Auslastung der Traktoren an, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, und organisiert die Abrechnung über diese App. Mittlerweile werden auch andere Maschinen-Dienstleistungen über die App organisiert.
  • Zu den direkten digitalen Dienstleistungen gehört schließlich auch crowd funding von einzelnen Bäuer*innen und Unternehmer*innen, was in Subsahara-Afrika bisher selten ist, aber immerhin vorkommt, zum Beispiel durch BaySeddo im Senegal.
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Marokko: Landwirt beim Pflügen seines Ackers. Foto: Michael Brüntrup/DIE

Digitale Dienstleistungen am besten bündeln

Viele digitale Finanzierungsmodelle sind bisher eher Pilotprojekte und noch nicht endgültig etabliert oder als Geschäftsmodell gesichert. Einer weiteren Verbreitung digitaler Dienste in der Finanzierung der Mechanisierung im Speziellen und der Agrarwirtschaft im Allgemein stehen immer noch große Probleme im Wege. Die Stromversorgung ist dabei das kleinste: Solarpanel und mobile Aufladedienste finden sich mittlerweile auf jedem ländlichen Markt. Aber die mangelnde Ausbildung, insbesondere Sprachbarrieren, lassen viele Kleinbäuer*innen schriftliche Verträge und Konditionen digitaler Dienstleistungen nicht verstehen. Die physischen Barrieren im ländlichen Raum und viele Risiken in Produktion und Vermarktung lassen sich zwar auch digital verkleinern, aber nicht aufheben. Viele enthusiastische App-Entwickler*innen von Marktinformationssystemen müssen zum Beispiel feststellen, dass gute Informationen kaum zur Verbesserung der Verkaufspreise führen, wenn sie nicht mit der Verbesserung der Marktmacht der Bäuer*innen einhergehen oder schlicht die Margen zu klein sind und der Verkaufsdruck zu groß ist, um Verhaltens- und Vermarktungsänderungen zu erlauben. Speziell bei der Mechanisierung sind oft die nicht informationsbedingten Hindernisse bedeutsam und die Risiken und Kosten so groß, dass sie auch von einzelnen digitalen Diensten nicht entscheidend gesenkt werden können.

 

Oft wird es daher sinnvoll und notwendig sein, mehrere Dienstleistungen zu bündeln und im Paket anzubieten. Digitale werden oft mit nicht-digitalen, klassischen Dienstleistungen kombiniert werden müssen, um einen entscheidenden Mehrwert zu liefern, der größere Mechanisierung und ihre Finanzierung erlaubt. Dies ist das Erfolgsrezept des Vertragsanbaus, das allerdings seine Grenzen gerade bei der Mechanisierung findet, da er selten langfristig den Gesamtbetrieb fördert. Lokale Aggregator*innen von Dienstleistungen, die als bezahlte Unternehmen ein dauerhaftes Einkommen aus dieser Aggregationsleistung beziehen, könnten eventuell ein wichtiges Geschäftsmodell werden. Die Digitalisierung erleichtert es außerdem, verschiedene Dienstleistungen zu kombinieren. Geklärt werden müssen allerdings dringend die Eigentumsansprüche an Daten und deren Übertragbarkeit, nicht nur um Persönlichkeitsrechte zu schützen, sondern damit sich Konkurrenz und neue Angebote entwickeln und durchsetzen können.

 

Noch steht die Digitalisierung von Dienstleistungen im Agrarsektor Subsahara-Afrikas also am Anfang, zumindest für das Massensegment der Kleinbäuer*innen. Aus der Ökonomie von digitalen Plattformen ist jedoch bekannt, dass erfolgreiche Modelle sich sehr schnell verbreiten können und dann auch zur Monopolisierung neigen. Es könnte also sein, dass sich die Mechanisierung des Agrarsektors in den kommenden Jahren sehr schnell verbreitet. Dann könnten andere Fragen des Strukturwandels im ländlichen Raum plötzlich drängend werden.

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„Die Corona-Pandemie erhöht Gewalt gegen Frauen“

Interview mit Léa Rouanet

In afrikanischen Ländern besteht nach wie vor ein enormes geschlechtsspezifisches Gefälle beim Zugang zu Arbeit und Kapital. Was sind die Folgen von Covid-19 für die dortigen Frauen? Jan Rübel befragte Léa Rouanet zu Lockdowns und genderbasierter Gewalt. Die Ökonomin arbeitet im Africa Gender Innovation Lab der Weltbank.

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KLAUS WOHLMANN / GIZ

Bauern sind schlau

Von Jan Rübel

Aus dem Labor für die Massen: Maria Andrade züchtete neue biofortifizierte Süßkartoffeln, welche in Afrika breit angebaut werden. Sie setzt ihre Hoffnung auf eine Transformation afrikanischer Landwirtschaften.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Der Mensch verursacht Hunger, nicht das Klima

Interview mit Jacob Schewe

Eine Studie der Weltbank sagt voraus, dass Millionen Menschen in Subsahara-Afrika wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen. Wir sprachen mit einem Autoren vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

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Podcast: Den Hunger in der Welt gemeinsam bekämpfen

Kanzlerin Angela Merkel im Podcast

Zum Auftakt der Welternährungswoche rund um den Welternährungstag am 16. Oktober eine eindeutige Botschaft: Kanzlerin Angela Merkel betont, dass der Kampf gegen den weltweiten Hunger nur mit internationaler Verantwortung und Solidarität erfolgreich sein wird.

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Schranken wegen der Pandemie: Antworten der Kleinbauern

Eine Studie des SLE

Der Lockdown wegen COVID-19 traf die Wirtschaft stark - darunter besonders die Landwirtschaft mit ihren Lieferketten und Absatzmärkten. Welche kreativen Umgangsstrategien haben die Betroffenen dabei gefunden? Das Seminar für ländliche Entwicklung hat hierzu eine Forschungsstudie begonnen.

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Climate Adaptation Summit 2021: „Wir können es besser machen“

Ein Bericht von Jan Rübel (Zeitenspiegel)

Der erste „Climate Adaptation Summit“ hat Klimaanpassung erstmals ins Zentrum der Politik gerückt. Das virtuelle Treffen vereinigte globale Player mit einem Ziel: Der Aufbau von Resilienz ist genauso wichtig wie Klimaschutz selbst. Rund 15.000 Teilnehmer*innen diskutierten direkte Vorschläge.

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„Wir müssen uns auf das Unvorhergesehene vorbereiten“

Interview mit Dr. Maria Flachsbarth (BMZ)

Die Pandemie hat gezeigt, dass Gesundheit und Ernährung eng zusammenhängen. Die One-Health-Initiative stärkt das Engagement und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Feldern. Welche Rolle die deutsche Politik dabei spielt und wo die Herausforderungen liegen, erklärt D. Maria Flachsbarth im Interview.

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Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten

Der Jemen erlebt zurzeit eine der schlimmsten Katastrophen, durch anhaltende Kriege, Hunger und Krankheitsausbrüche. Die GIZ versucht die Ernährungssituation und Widerstandskraft der Jemeniten vor Ort zu verbessern.

Ein Projekt der GIZ

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Grünes aus dem Wachstumscontainer

Ein Beitrag von Maria Smentek (WFP)

Wenn es an fruchtbaren Böden und Regen mangelt, bricht schnell Hunger aus. Maria Smentek vom World Food Programme (WFP) erklärt, wie Bäuerinnen und Bauern sowie Viehhirt*innen dem Klimawandel mit Hydrokulturen begegnen können.

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(c) GIZ

Nachhaltige handwerkliche Fischerei und Aquakultur im ländlichen Raum

Fisch ist aufgrund seiner Nährstoffe ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung. Aber nicht nur das zeichnet ihn aus. Fisch bildet auch die Lebens- und Beschäftigungsgrundlage von 600 Millionen Menschen weltweit.

Ein Projekt der GIZ

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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Building back better: Eine Strategie für resilientere Ernährungssysteme

Ein Beitrag von Jes Weigelt und Alexander Müller

Was ist erforderlich, damit die Ernährungssysteme ausreichende und gesunde Nahrung liefern, ohne dabei unserem Planeten zu schaden? Wie lässt sich Ernährungssicherheit trotz der Bedrohung durch Klimawandel aufrechterhalten? Unsere Autoren betrachten einzelne Aspekte unserer zukünftigen Ernährungssysteme im Kontext der Coronakrise.

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Quinoa could have a huge potential in Central Asia, where the Aral Sea Basin has been especially hard-hit by salinisation.

"Wir müssen alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren"

Ein Beitrag von Ismahane Elouafi (ICBA)

Süßwasserdefizite betreffen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Um dem entgegenzuwirken, wird sich unser globales Ernährungssystem ändern müssen, so unsere Autorin. Ein Plädoyer für mehr Forschung zu alternativen Nutzpflanzen und intelligenten Wasserlösungen.

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© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Ein Beitrag von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

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(c) Gudrun Barenbrock/GIZ

Insekten sind das neue Rind

Ein Beitrag von Marwa Shumo

Insekten lassen sich klima- und unweltfreundlich züchten, sind reich an Proteinen und Aminosäuren und ernähren sich von Agrarabfällen. Marwa Abdel Hamid Shumo glaubt: Sie sind die perfekt Waffe gegen den globalen Hunger

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Ein Beitrag von Stig Tanzmann (Brot für die Welt)

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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Geschlechtergerechtigkeit: Eine Bedingung für Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Carsta Neuenroth (BfdW)

Die Mehrheit der Produzierenden in Entwicklungsländern sind Frauen. Obwohl sie maßgeblich zur Ernährungssicherheit ihrer Familien beitragen, sind sie in der männerdominierten Landwirtschaft nach wie vor chronisch benachteiligt beim Zugang zu Land, Krediten, Technologien und Bildung.

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Erfolgsmodell Hausgarten: Nahrung und Frauen Empowerment

Ein Beitrag von Nadine Babatounde und Anne Floquet (MISEREOR)

Um Mangelernährung bei Kleinkindern vorzubeugen und die Rolle der Frauen in ihren Gemeinschaften zu stärken, setzt Misereor gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CEBEDES ein Programm zu integrierten Hausgärten in Benin um - eine Bilderstrecke.

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Auf die Seuche darf kein Hunger folgen!

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE)

Auch wenn COVID-19 die Gesundheit der Menschheit bedroht, dürfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht mehr Leid verursachen als die Krankheit selbst. Das gilt besonders in armen Entwicklungsländern, wo die Bedeutung der Coronakrise für die Ernährungssicherung weitaus gravierender ist!

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Das Corona-Virus trifft die Entwicklungsländer doppelt

Ein Beitrag von Gunther Beger (BMZ)

Die Virus-Infektion COVID-19 wird in den meisten afrikanischen Ländern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gesundheits- und Lebensmittelkrise auslösen. Um diese zu bewältigen, ist es nach Ansicht unseres Autors wichtiger denn je, die Politik konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszurichten.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Ein Bericht von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Der Reissektor in Westafrika: Eine politische Herausforderung

Neue Einblicke zur Entwicklung des Handels und der Reiswertschöpfungskette in Westafrika

Niedrige Importzölle, Schmuggelaktivitäten, unvorhersehbare Steuerbefreiungen und eine schwache Durchsetzung von Lebensmittelsicherheitsnormen: Das Potenzial lokaler Reis-Wertschöpfungsketten wird in westafrikanischen Ländern untergraben.

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UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

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Wie führt man eine Kampagne zu „Ernährungssystemen“ durch?

Interview mit Paul Newnham, den Direktor des Sustainable Development Goal (SDG) 2 Advocacy Hub.

Auf dem Vorgipfel in Rom ging es um die Umgestaltung der Ernährungssysteme. Wie bringt man das einer breiten Öffentlichkeit nahe? Fragen an Paul Newnham, der als Direktor des SDG 2 Advocacy Hub die Öffentlichkeitsarbeit der Gipfel betreut.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an F. Patterson: Warum mehr Hungernde?

Interview mit Fraser Patterson

Jeden Oktober veröffentlicht die Organisation „Welthungerhilfe“ den Welthunger-Index, mit dem die Hungersituation erfasst wird. Was sind die Trends – und was muss unternommen werden? Fraser Patterson ist Referent für Welternährung und beschäftigt sich mit dem Index.

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Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Michael Kühn (WHH)

Der Klimawandel ist für die Menschen im Globalen Süden längst im Alltag angekommen. Mit welchen Auswirkungen kämpfen die Betroffenen und welche Forderungen ergeben sich daraus für die Klimakonferenz?

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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(c) Simon Veith

Neue Chance

Interview mit Lutz Hartmann

Lutz Hartmann hat sich mit der Pacht einer dreihundert Hektar großen Obstplantage in Äthiopien einen lang gehegten Traum verwirklicht: In Afrika ein eigenes Unternehmen zu führen. Nun geht ihn die Frage, wie sich Afrika entwickelt, auch persönlich an.

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(c) Simon Veith

Der Big Bang ist möglich

Interview mit Joachim von Braun

Zufriedene junge Menschen auf dem Land, grüne Entwicklung und der Anschluss ans digitale Zeitalter – auch in Afrika hält Professor Joachim von Braun dieses Zukunftsszenario für möglich. Seit drei Jahrzehnten erforscht der Agrarwissenschaftler, welche Stellschrauben der Politik zur Schaffung von Wohlstand auf dem Kontinent zur Verfügung stehen

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Ebay gegen den Hunger - eine App hilft Kleinbauern in Sambia, ihre Ernten zu verkaufen

Weltweit sind Kleinbauern gezwungen, ihre Ernten aufgrund fehlender Marktinformationen unter Preis zu verkaufen. Eine neue App von UN World Food Programme (WFP) will das ändern.

Ein Projekt des WFP

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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Referenzwerte: Ein Baustein auf dem Weg zu sozialer Gerechtigkeit

Ein Beitrag von Friederieke Martin (GIZ)

Eine schnelle und kostengünstige Methodik berechnet existenzsichernde Einkommen und Löhne für eine Vielzahl an Ländern. Die GIZ hat zusammen mit Fairtrade International und Richard und Martha Anker ein Instrument zu geben, mit dem Unternehmen Einkommens- und Lohnlücken einfacher analysieren können.

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Supermärkte im Menschenrechtscheck

Ein Beitrag von Dr. Franziska Humbert (Oxfam)

In seinem dritten Jahr zeigt der Supermarkt-Check der Organisation Oxfam vor allem einen klaren Trend auf: Es geht! Supermärkte im Norden können ihre bisherigen Geschäftspolitiken ändern und stärker auf die Rechte derjenigen Menschen in aller Welt ausrichten, die Lebensmittel anbauen und ernten. Es geht aber nicht ohne Druck. 

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Ein Beitrag von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

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(c) Christoph Püschner

Der Preis ist nicht alles

Ein Beitrag von Bettina Rühl

Einheimischer Reis kostet in Togos Hauptstadt Lomé fast doppelt so viel wie die importierte Ware aus Thailand. Doch es gibt gute Gründe, das lokale Produkt zu bevorzugen.

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(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Interview mit Alfred Ritter

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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Kein Regenwald für unseren Konsum

Ein Beitrag von Jenny Walther-Thoß (WWF)

Für die Herstellung von Palmöl, Fleisch oder Möbeln werden in den Tropen weiter Regenwälder gefällt. Höchste Zeit zu handeln. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

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(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Ein Beitrag von Agnes Kalibata (AGRA)

Agnes Kalibata, seit 2014 Präsidentin der AGRA und ehemalige Ministerin für Landwirtschaft und Wildbestände in Ruanda, ist davon überzeugt, dass Afrikas Wirtschaft nur dann nachhaltig wachsen wird, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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