Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

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Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen, sowohl im Hinblick auf die Umwelt als auch auf die Gesundheit. Unsere Autoren fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen in diesem Zusammenhang die Schlüsselrolle der Vielfalt.

Ein wesentliches Prinzip der Transformation unserer Ernährungssysteme lautet Fairness: Gemeint ist die Unterstützung einer menschenwürdigen und robusten Existenzgrundlage für alle an den Ernährungssystemen beteiligten Akteure. (c) Gaël Gellé

Emile Frison

Emile Frison ist Mitglied des Internationalen Expertenpanels für nachhaltige Ernährungssysteme (IPES-Food). Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Beitrag der Biodiversität zur Ernährungsqualität sowie der Nachhaltigkeit, Resilienz und Produktivität der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.

Nick Jacobs

Nick Jacobs ist Direktor des Sekretariats von IPES-Food.

Dieser Artikel erschien zuerst in Rural21 Vol. 55 No. 2/2021 zum Thema: Biodiversity und ist Teil einer Medienkooperation zwischen weltohnehunger.org und Rural 21.

Wenn sich der notwendige Umbau des Ernährungssystems in einem einzigen Wort zusammenfassen ließe, dann wäre es Vielfalt. Wir brauchen Vielfalt auf dem Feld, im Betrieb, in der Landschaft und in der gesamten Wirtschaft. Wir brauchen Bodenbiodiversität, Agrobiodiversität, Wildbiodiversität und Vielfalt in der Ernährung. Wir müssen den Wert vielfältiger Wissensformen schätzen – oder wie Vandana Shiva es formulierte, wir müssen die „Monokulturen des Geistes“ hinter uns lassen. Zum einen bedeutet dies eine Reise zurück zu der Vielfalt, die die Agrarökosysteme vor dem Aufkommen der industriellen Landwirtschaft kennzeichnete. Zum anderen ist es aber auch eine Reise in die Zukunft, die sich auf modernstes Wissen stützt, um hochproduktive, robuste, ressourceneffiziente und multifunktionale Landschaften zu schaffen.

 

Industrielle Landwirtschaft – eine existenzielle Bedrohung für sich selbst?

Nichts weniger als das verlangen die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Corona hat ein Drittel der Lebensmittelgrundlagen und bäuerlichen Existenzen in Mitleidenschaft gezogen. Die Zahl der Hungerleidenden hat sich durch die Krise um 100 Millionen erhöht – schon vor der Pandemie lag diese Zahl bei 750 Millionen. Darüber hinaus leiden 2 Milliarden Menschen an Mikronährstoffmangel und 1,9 Milliarden sind fettleibig oder übergewichtig. Weltweit sind es oft kleinbäuerliche Gemeinschaften, die von Armut und Mangelernährung betroffen sind.

 

Das Bild in Bezug auf die Umwelt ist noch düsterer. Mehr als die Hälfte des weltweiten Ackerlandes ist degradiert oder stark degradiert, und jedes Jahr kommt eine Fläche von der Größe des Ackerlandes der Philippinen dazu. Der Abfluss von Düngemitteln verschmutzt das Grundwasser und verursacht riesige Totzonen in Flussmündungen. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tiermast beschleunigt die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen, von denen prognostiziert wird, dass sie bis Mitte des Jahrhunderts eine häufigere Todesursache sein werden als chronische Krankheiten. Ernährungssysteme sind für ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

 

Am alarmierendsten ist vielleicht, dass die Landwirtschaft für 80 Prozent der Entwaldung und 70 Prozent des Verlustes an Biodiversität bei Land verantwortlich ist. Anstatt die Artenvielfalt zu fördern, auf die sie angewiesen ist, trägt die Landwirtschaft dazu bei, sie zu zerstören – und wird damit zu einer existenziellen Bedrohung für sich selbst.

 

Wie Einheitlichkeit die Welt eroberte

Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, wie es zu dieser Situation gekommen ist. Im Laufe der Geschichte hat der Mensch mehr als 7.000 Pflanzenarten und zahlreiche Tierarten verzehrt, von denen die meisten in der freien Natur gesammelt und gejagt wurden. In den letzten 10.000 Jahren wurde eine bedeutende Anzahl von Arten domestiziert und damit Teil verschiedener landwirtschaftlicher Systeme. Doch im 20. Jahrhundert wurden die Produktionssysteme grundlegend umgestaltet. Als sich vor etwa 50 Jahren die „Grüne Revolution“ durchsetzte, konzentrierten sich die Systeme der Nahrungsmittelproduktion zunehmend auf eine kleine Anzahl von Grundnahrungsmittelsorten und Tierzüchtungen. Sie waren auf die Produktion in einheitlichen, intensiven und hochspezialisierten Systemen ausgelegt. Anstatt auf Vielfalt zu setzen, um die Böden gesund zu halten und Risiken zu mindern, setzte man auf synthetische Düngemittel, Pestizide und Antibiotika. Während die industriellen Ernährungssysteme die Produktion steigerten, hinterließen sie als Erbe Bodendegradation, Wasser- und Luftverschmutzung, Treibhausgasemissionen und drastische Verluste an biologischer Vielfalt – und scheiterten dabei, Hunger und Mangelernährung zu stoppen.

 

Zeit für einen Wandel

In den letzten zehn Jahren ist immer deutlicher geworden, dass dieser Weg nicht nachhaltig ist. Ein tiefgreifender Wandel – ein neues Paradigma – ist dringend erforderlich. Zu diesem Schluss kommen die bahnbrechenden Berichte des Weltklimarats IPCC, des Weltbiodiversitätsrats IPBES, der Hochrangigen Sachverständigengruppe für Ernährungssicherheit und Ernährung und vieler anderer. Die Vielfalt steht bei diesen Aufrufen zum Umbau des Ernährungssystems im Vordergrund. Dies entspricht den weltweit zunehmenden Erkenntnissen darüber, was Vielfalt erreichen kann, vom Bodenmikrobiom bis hin zum fertigen Gericht auf dem Teller:

  • Die biologische Vielfalt im Boden, einschließlich einer großen Vielfalt an Mikroben, Arthropoden und Regenwürmern, ist der Schlüssel zu gesunden und produktiven Böden durch Stickstofffixierung, Nährstoffmobilisierung, Abbau und Umwandlung organischer Stoffe in Humus, Verbesserung der Bodentextur zur Erleichterung der Durchwurzelung, Wasserspeicherung und Kohlenstoffbindung.
  • Die Kombination verschiedener Arten mit unterschiedlichen Wurzelsystemen und Ernährungsbedürfnissen ermöglicht eine bessere Ausnutzung von Bodennährstoffen und Wasser und kann Synergien nutzen, wie z.B. die Kombination von Leguminosen und Getreide, bei der die Leguminosen mehr Stickstoff fixieren als beim Anbau in Reinbeständen.
  • Vielfältige pflanzlich-tierische Mischkulturen und agrarökologische Praktiken wie Leguminosen-Zwischenfruchtanbau und permanente Bodenbedeckung erhöhen die Biodiversität im Boden und ermöglichen es, synthetische Düngemittel durch organische Düngemittel aus lokaler Produktion zu ersetzen.
  • Für die Nahrungsmittelproduktion ist ein breites Spektrum an bestäubenden Insekten notwendig. Fast 75 Prozent der weltweit angebauten Obst-, Gemüse- und Saatgutkulturen für den menschlichen Verzehr hängen zumindest teilweise von Bestäubern ab, um die Produktion, den Ertrag und die Qualität aufrecht zu erhalten. Andere parasitäre oder räuberische Insekten sowie Vögel tragen zur Schädlingsbekämpfung bei.
  • Vielfältige Felder und Landschaften, kombiniert mit agrarökologischen Praktiken, stellen natürliche Systeme zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung wieder her, die keine Pestizide benötigen. Die Verwendung von komplementären Arten in und um die Felder, wie z. B. in Push-Pull-Systemen, ermöglicht die Schädlings- und Unkrautbekämpfung.
  • Diversifizierte Produktionssysteme sorgen für eine gesunde, vielfältige Ernährung. Die Wiedereinführung vernachlässigter und wenig genutzter Arten – insbesondere solcher, die reich an Vitaminen, Mineralien, gesundheitsfördernden Antioxidantien und Polyphenolen sowie anderen Mikronährstoffen sind – trägt dazu bei, die Ernährung zu diversifizieren und die Qualität der Ernährung in landwirtschaftlichen Gemeinschaften und darüber hinaus zu verbessern.
  • Die Diversifizierung von Produktionssystemen führt auch zu einer Diversifizierung bei den Einkommensquellen und stärkt die Resilienz gegenüber Erschütterungen. Erstens verringert sie die Anfälligkeit der bäuerlichen Haushalte gegen Preisschwankungen bei Handelsgütern. Zweitens ermöglicht sie eine Verteilung der Arbeitslast über das ganze Jahr und bietet sicherere Arbeitsplätze. Und drittens sind vielfältige Produktionssysteme widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse. So erholten sich zum Beispiel nach dem Hurrikan Mitch 1998 die vielfältiger angelegten Felder der Kleinbauern in Honduras wesentlich schneller von den Schäden als die benachbarten Bananenfelder in Monokultur. Als der Hurrikan Ike 2008 Kuba schwer traf, waren die Verluste in den diversifizierten Betrieben nur halb so groß wie in den benachbarten Monokulturen.

Diese Ansätze stärken sich gegenseitig. Diversität auf dem Feld schafft Vielfalt in den sie umgebenden Ökosystemen und Landschaften. Es besteht eine enge Korrelation zwischen der Vielfalt der Pflanzen und der Vielfalt und Fülle des Bodenmikrobioms und der Fauna. Die Wiedereinführung von mehr Biodiversität in Landschaften, z. B. durch die Einbindung von Baumkulturen und anderen mehrjährigen Pflanzen, bringt auch die Wildbiodiversität in diese zurück.

 

 

Ein Rahmen für den Umbau des Ernährungssystems, der Vereinheitlichung schafft und die Vielfalt in den Mittelpunkt stellt

Es werden unterschiedliche Begriffe verwendet, um den notwendigen Wandel zu beschreiben. Aber es besteht ein zunehmender Konsens darüber, dass Produktionssysteme umgestaltet und wieder in der Vielfalt verwurzelt werden müssen. Diese Ansätze sind in den 13 Prinzipien der Agrarökologie (siehe Kasten) festgehalten, die von der Hochrangigen Sachverständigengruppe für Ernährungssicherheit und Ernährung 2019 identifiziert wurden und auf den zehn Elementen der Agrarökologie aufbauen, die zuvor von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) verabschiedet wurden. Diese Prinzipien können für alle Situationen und Betriebsgrößen gelten. Ihre praktische Anwendung ist jedoch ortsspezifisch und erfordert eine kontinuierliche Ko-Innovation zwischen Landwirten und Wissenschaftlern. Sie bieten einen Rahmen zur Vereinheitlichung für all diejenigen, die ihre landwirtschaftlichen Systeme neu gestalten und diversifizieren, unabhängig davon, ob sie sich selbst als agrarökologisch, regenerativ, biologisch oder permakulturell bezeichnen.

 

Politische Entscheidungsträger, die auf der Suche nach „Win-Win-Win“-Lösungen für soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit oder für Tiere, Menschen und den Planeten sind, sollten nur noch auf diversifizierte agrarökologische Systeme achten. Dies ist die umfassende Antwort auf die industrielle Landwirtschaft und der Weg aus dem mit ihr verbundenen Teufelskreis. Die Vorteile für die Artenvielfalt liegen auf der Hand, aber das Potenzial für die Bekämpfung des Klimawandels ist nicht weniger groß: Die Kombination aus Kohlenstoffbindung in den Böden und vielfältiger Vegetation, einschließlich Bäumen, hat das Potenzial, unsere Ernährungssysteme vom größten Treibhausgasemittenten zu kohlenstoffneutralen Systemen zu machen. Diversifizierte agrarökologische Systeme werden tatsächlich praktisch alle Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) erreichen. Wir selbst müssen uns auf sie zubewegen, unabhängig davon, ob der Ausgangspunkt eine leistungsschwache Subsistenzwirtschaft oder eine nicht nachhaltige industrielle Landwirtschaft ist.

 

In anderen Worten ist es höchste Zeit, die biologische Vielfalt nicht länger als notwendiges Opfer von Ernährungssystemen zu betrachten. Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt – und die Zeit für den Wandel ist jetzt.

 

Prinzipien für die Transformation von Landwirtschaft und Ernährungssystemen

  • Recycling. Bevorzugte Nutzung lokaler erneuerbarer Ressourcen und weitestgehende Schließung der Ressourcenkreisläufe von Nährstoffen und Biomasse.
  • Inputreduzierung. Reduzierung oder Beendigung der Abhängigkeit von zugekauften Inputs und Erhöhung der Selbstversorgung.
  • Bodengesundheit. Sicherung und Verbesserung der Bodengesundheit und -funktion für ein verbessertes Pflanzenwachstum, insbesondere durch den Umgang mit organischen Stoffen und die Steigerung der biologischen Aktivität des Bodens.
  • Tiergesundheit. Sicherstellung der Tiergesundheit und des Tierwohls.
  • Biodiversität. Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt, der funktionalen Vielfalt und der genetischen Ressourcen und dadurch Erhaltung der gesamten Biodiversität des Agrarökosystems in Zeit und Raum auf Feld-, Betriebs- und Landschaftsebene.
  • Synergie. Förderung von positiver ökologischer Interaktion, Synergie, Integration und Komplementarität zwischen den Elementen von Agrarökosystemen (Tiere, Pflanzen, Bäume, Boden und Wasser).
  • Wirtschaftliche Diversifizierung. Diversifizierung des Einkommens im Betrieb, wobei eine größere finanzielle Unabhängigkeit der Kleinbauern und Möglichkeiten zur Wertschöpfung gewährleistet und sie gleichzeitig in die Lage versetzt werden, auf die Nachfrage der Verbraucher zu reagieren.
  • Ko-Kreation von Wissen. Verbesserung der gemeinsamen Schaffung und des horizontalen Austauschs von Wissen, einschließlich lokaler und wissenschaftlicher Innovationen, insbesondere durch den Austausch von Landwirt zu Landwirt.
  • Soziale Werte und Ernährungsweise. Aufbau von Ernährungssystemen, die auf der Kultur, Identität, Tradition, sozialen und geschlechterbezogenen Gleichberechtigung lokaler Gemeinschaften basieren und eine gesunde, abwechslungsreiche, saisonal und kulturell angemessene Ernährung ermöglichen.
  • Fairness. Unterstützung einer menschenwürdigen und robusten Existenzgrundlage für alle an den Ernährungssystemen beteiligten Akteure, insbesondere für Kleinproduzenten von Nahrungsmitteln, auf der Grundlage von fairem Handel, fairer Beschäftigung und fairer Behandlung von geistigen Eigentumsrechten.
  • Konnektivität. Sicherstellung von Nähe und Vertrauen zwischen Erzeugern und Verbrauchern durch die Förderung fairer und kurzer Vertriebswege und durch die Wiedereinbettung von Ernährungssystemen in die lokale Wirtschaft.
  • Land- und Ressourcen-Governance. Stärkung der institutionellen Regelungen für Verbesserungen, einschließlich der Anerkennung und Unterstützung von Familienbetrieben, Kleinbauern und bäuerlichen Nahrungsmittelproduzenten als nachhaltige Manager von natürlichen und genetischen Ressourcen.
  • Partizipation. Förderung der sozialen Organisation und stärkeren Beteiligung von Lebensmittelproduzenten und Verbrauchern an der Entscheidungsfindung, um eine dezentrale Steuerung und ein lokales adaptives Management von Agrar- und Ernährungssystemen zu unterstützen.

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Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein, Michael Kühn und Christel Weller-Molongua gemeinsam Bilanz.

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Innovate2030: Digitale Ideen gegen urbanen Klimawandel

Ein Aufruf des BMZ und Partner

Die Innovate2030 sucht kreative Köpfe aus aller Welt, um digitale innovative Lösungen gegen die Klimakrise in Städten zu entwickeln. Eine Initiative der Make IT-Allianz.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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“Corona entlarvt die Schwächen unserer Ernährungssysteme”

Interview mit Arif Husain (WFP)

Die Vereinten Nationen planen einen Gipfel zu Ernährungssystemen - und nun diktiert das Corona-Virus die Agenda. Der Chefökonom des UN-Welternährungprogramms zieht eine aktuelle Bilanz. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Pandemien, die Chromosomen der Entwicklung – und über die Konflikte, die sie hemmen.

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„Die Corona-Pandemie erhöht Gewalt gegen Frauen“

Interview mit Léa Rouanet

In afrikanischen Ländern besteht nach wie vor ein enormes geschlechtsspezifisches Gefälle beim Zugang zu Arbeit und Kapital. Was sind die Folgen von Covid-19 für die dortigen Frauen? Jan Rübel befragte Léa Rouanet zu Lockdowns und genderbasierter Gewalt. Die Ökonomin arbeitet im Africa Gender Innovation Lab der Weltbank.

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KLAUS WOHLMANN / GIZ

Bauern sind schlau

Von Jan Rübel

Aus dem Labor für die Massen: Maria Andrade züchtete neue biofortifizierte Süßkartoffeln, welche in Afrika breit angebaut werden. Sie setzt ihre Hoffnung auf eine Transformation afrikanischer Landwirtschaften.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Der Mensch verursacht Hunger, nicht das Klima

Interview mit Jacob Schewe

Eine Studie der Weltbank sagt voraus, dass Millionen Menschen in Subsahara-Afrika wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen. Wir sprachen mit einem Autoren vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

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Podcast: Den Hunger in der Welt gemeinsam bekämpfen

Kanzlerin Angela Merkel im Podcast

Zum Auftakt der Welternährungswoche rund um den Welternährungstag am 16. Oktober eine eindeutige Botschaft: Kanzlerin Angela Merkel betont, dass der Kampf gegen den weltweiten Hunger nur mit internationaler Verantwortung und Solidarität erfolgreich sein wird.

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"Landwirtschaftliche Forschung löst den gordischen Knoten"

Interview mit Weltbank-Vize Jürgen Vögele

Die Agrarforschungsorganisation CGIAR stellt sich systematisch neu auf. Wir sprachen mit Jürgen Vögele, Vice President for Sustainable Development der World Bank, über die bisherigen Fortschritte - und erörtern, was gebündelt getan werden muss, um in zehn Jahren weltweiten Hunger zu stoppen.

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Schranken wegen der Pandemie: Antworten der Kleinbauern

Eine Studie des SLE

Der Lockdown wegen COVID-19 traf die Wirtschaft stark - darunter besonders die Landwirtschaft mit ihren Lieferketten und Absatzmärkten. Welche kreativen Umgangsstrategien haben die Betroffenen dabei gefunden? Das Seminar für ländliche Entwicklung hat hierzu eine Forschungsstudie begonnen.

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„Wir müssen uns auf das Unvorhergesehene vorbereiten“

Interview mit Dr. Maria Flachsbarth (BMZ)

Die Pandemie hat gezeigt, dass Gesundheit und Ernährung eng zusammenhängen. Die One-Health-Initiative stärkt das Engagement und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesen Feldern. Welche Rolle die deutsche Politik dabei spielt und wo die Herausforderungen liegen, erklärt D. Maria Flachsbarth im Interview.

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(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Ein Beitrag von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern. Claudia Voß ist Pressesprecherin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Grünes aus dem Wachstumscontainer

Ein Beitrag von Maria Smentek (WFP)

Wenn es an fruchtbaren Böden und Regen mangelt, bricht schnell Hunger aus. Maria Smentek vom World Food Programme (WFP) erklärt, wie Bäuerinnen und Bauern sowie Viehhirt*innen dem Klimawandel mit Hydrokulturen begegnen können.

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(c) Kate Holt / Africa Practice

Investitionen mit Hebeleffekt

Ein Beitrag von Heike Baumüller, Christine Husmann, Julia Machovsky-Smid, Oliver Kirui und Justice Tambo

Wer Armut in Afrika verringern will, muss bei der Landwirtschaft ansetzen. Welche Investitionen die größte Wirkung erzielen, lässt sich durch wissenschaftliche Kriterien definieren.

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Stimmen von der Basis

Ein Beitrag von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

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Karel Prinsloo/Arete/Rockefeller Foundation/AGRA

"Ernährung ist ein Menschenrecht"

Interview mit Joe DeVries (AGRA)

Joe DeVries ist Züchter – und Vizepräsident von AGRA (Alliance for a Green Revolution in Africa). Was sind die Chancen und Risiken einer „Grünen Revolution“ in Afrika? Ein Gespräch zwischen Jan Rübel und ihm über Produktivität, Bedarf und Paternalismus.

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

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(c) Thomas Lohnes / Brot für die Welt

Hype um Urban Gardening: Landwirte oder Hobbygärtner?

Ein Beitrag von Stig Tanzmann (Brot für die Welt)

Urban Gardening findet immer mehr Anhänger. Menschen, die sich als Teil einer grünen Bewegung sehen, legen auf städtischen Flächen Nutzgärten an. In Gegenden großer Armut im globalen Süden ist urbane Landwirtschaft Teil einer Ernährungsstrategie.

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Geschlechtergerechtigkeit: Eine Bedingung für Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Carsta Neuenroth (BfdW)

Die Mehrheit der Produzierenden in Entwicklungsländern sind Frauen. Obwohl sie maßgeblich zur Ernährungssicherheit ihrer Familien beitragen, sind sie in der männerdominierten Landwirtschaft nach wie vor chronisch benachteiligt beim Zugang zu Land, Krediten, Technologien und Bildung.

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"Es war noch nie so möglich"

Interview mit Carin Smaller (Ceres2030) über die Macht der Zahlen

Zwei Jahre lang erforschte das Ceres2030-Team Antworten auf die Fragen, wie viel es kostet, SDG 2 zu erreichen - und wo das Geld am effektivsten eingesetzt werden sollte. IISD Senior Advisor und Ceres2030 Co-Direktorin Carin Smaller über Kleinbauern, maschinelles Lernen und die Teilhabe von Frauen.

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Auf die Seuche darf kein Hunger folgen!

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE)

Auch wenn COVID-19 die Gesundheit der Menschheit bedroht, dürfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht mehr Leid verursachen als die Krankheit selbst. Das gilt besonders in armen Entwicklungsländern, wo die Bedeutung der Coronakrise für die Ernährungssicherung weitaus gravierender ist!

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Globale Verantwortung: Ohne Hungerbekämpfung kein Fortschritt

Ein Beitrag von Lisa Hücking (WHH)

Kanzlerin Merkel ist als Ratspräsidentin in ein ambitioniertes europapolitisches Programm gestartet: Kompromisse in den Budgetverhandlungen, ein geordneter Brexit sowie eine angemessene Antwort auf die Corona-Krise. Leider sucht man vergeblich nach jener Position, die sie noch vor kurzem vertrat: Afrikas Wohlstand liegt im Interesse Europas.

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Das Corona-Virus trifft die Entwicklungsländer doppelt

Ein Beitrag von Gunther Beger (BMZ)

Die Virus-Infektion COVID-19 wird in den meisten afrikanischen Ländern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Gesundheits- und Lebensmittelkrise auslösen. Um diese zu bewältigen, ist es nach Ansicht unseres Autors wichtiger denn je, die Politik konsequent an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) auszurichten.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

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(c) Michael Bruentrup/DIE

Ein Stabwechsel

Ein Bericht von Michael Brüntrup (DIE)

Subsahara-Afrika steht vor Entwicklungsschüben in der Landwirtschaft, ganze technologischen Entwicklungen könnten übersprungen werden. Doch wie sollen diese gelingen?  Über mögliche Rollen digitaler Dienste und ihre Potenziale.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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JOERG BOETHLING / GIZ

Kontinent im Aufwärtstrend

Ein Bericht von Dr. Agnes Kalibata (AGRA)

Partnerschaften für Afrikas Jahrhundert: Innovation und Führung als Treiber für Wachstum und Produktivität in ländlichen Gebieten.

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© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Ein Bericht von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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Der Reissektor in Westafrika: Eine politische Herausforderung

Neue Einblicke zur Entwicklung des Handels und der Reiswertschöpfungskette in Westafrika

Niedrige Importzölle, Schmuggelaktivitäten, unvorhersehbare Steuerbefreiungen und eine schwache Durchsetzung von Lebensmittelsicherheitsnormen: Das Potenzial lokaler Reis-Wertschöpfungsketten wird in westafrikanischen Ländern untergraben.

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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Wie führt man eine Kampagne zu „Ernährungssystemen“ durch?

Interview mit Paul Newnham, den Direktor des Sustainable Development Goal (SDG) 2 Advocacy Hub.

Auf dem Vorgipfel in Rom ging es um die Umgestaltung der Ernährungssysteme. Wie bringt man das einer breiten Öffentlichkeit nahe? Fragen an Paul Newnham, der als Direktor des SDG 2 Advocacy Hub die Öffentlichkeitsarbeit der Gipfel betreut.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an Shenggen Fan: Wo sind die neuen Wege?

Interview mit Shenggen Fan

Kurz vor dem Ausscheiden aus seinem Amt als Generaldirektor des IFPR spricht Shenggen Fan über nötige Reformen und Vorgehensweisen, um die globale Ernährungssicherheit im kommenden Jahrzehnt zu erreichen. Für SEWOH zieht der Agrarexperte Bilanz - was ist nun zu tun?

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(c) Welthungerhilfe

5 Fragen an F. Patterson: Warum mehr Hungernde?

Interview mit Fraser Patterson

Jeden Oktober veröffentlicht die Organisation „Welthungerhilfe“ den Welthunger-Index, mit dem die Hungersituation erfasst wird. Was sind die Trends – und was muss unternommen werden? Fraser Patterson ist Referent für Welternährung und beschäftigt sich mit dem Index.

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Michael Kühn (WHH)

Der Klimawandel ist für die Menschen im Globalen Süden längst im Alltag angekommen. Mit welchen Auswirkungen kämpfen die Betroffenen und welche Forderungen ergeben sich daraus für die Klimakonferenz?

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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© Klaus Wohlmann/GIZ

...und was ist mit deutschen Unternehmen?

Interview mit Stefan Liebing

Stefan Liebing ist Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Der Manager fordert eine bessere Struktur von afrikanischen Agrarbetrieben. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Kleinbauern, die Chancen für deutsche Start-Ups und einen neuen Fonds.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Der Norden trägt die Verantwortung, der Süden die Last

Ein Bericht von Susanne Neubert (SLE)

Anpassung an den Klimawandel kann durch eine Ökologisierung der Landwirtschaft gelingen - und wenn die reichen Länder ihre Emissionen reduzieren

 

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