Das Gesicht der afrikanischen Landwirtschaft ist weiblich

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Afrika hat hervorragende Voraussetzungen, Landwirtschaft zu seinem Wirtschaftsmotor zu entwickeln. Doch das Potential dafür wird bei weitem nicht ausgeschöpft, unter anderem weil Frauen bei der Ausübung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit auf erhebliche Hindernisse treffen. Die Organisation AWAN Afrika will diesen Umstand ändern.

 

Teilnehmerin des CARI Training-Projets in Suru/Nigeria. Foto: GIZ / Thomas Imo

Beatrice Gakuba

Beatrice Gakuba ist die Geschäftsführerin des African Women Agribusiness Network Afrika (AWAN-AFRIKA), einer gemeinnützigen Organisation, mit dem Ziel, von Frauen geführten Agrarunternehmen Zugang zu nachhaltigen Märkten, Handelsinformationen, innovativen Finanzierungslösungen und Technologien zu verschaffen. Beatrice Gakuba gründete 2004 eines der erfolgreichsten Gartenbauunternehmen Ruandas und wurde von internationalen Führungspersönlichkeiten als Vorbild für den potenziellen Erfolg des Unternehmertums bei der wirtschaftlichen Wiederbelebung der Wirtschaft in afrikanischen Ländern gepriesen. Beatrice Gakuba ist Expertin für Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung, Senior Content Adviser in der Agrarindustrie, soziale Innovatorin und eine erfahrene Unternehmerin.

AWAN

Dieser Artikel erschien zuerst in Rural21 Vol. 54 No. 2/2020 zum Thema: Employment for rural Africa und ist Teil einer Medienkooperation zwischen weltohnehunger.org und Rural 21.

 

Wenn Sie auf einer der großen Fernstraßen Afrikas unterwegs sind, wird Ihnen nicht entgehen, wie sich Frauen an Bushaltestellen drängen, ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse in den Händen halten und mögliche Käufer für ihre Waren suchen. Unübersehbar kontrollieren Frauen einen beträchtlichen Teil des Handels mit Agrarprodukten in Afrika, etwa in der Produktion, wo nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) 50 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Arbeitskräfte Frauen sind, die fast 70 Prozent der afrikanischen Nahrungsmittel anbauen und damit etwa 21 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der afrikanischen Länder südlich der Sahara erwirtschaften.

 

Diese Zahlen belegen eindeutig, dass Frauen wesentlich zur Wirtschafts- und Ernährungssicherheit Afrikas beitragen. Dennoch verwehrt die Politik in den afrikanischen Ländern Frauen nach wie vor die vollen Rechte über das Land, das sie bewirtschaften, oder sogar den Verdienst, den sie mit ihren Produkten erzielen. Nach Angaben des Center For Women's Land Rights unterliegen 65 Prozent des Landes in Kenia dem Gewohnheitsrecht, wonach Männer beim Landbesitz Vorrang vor Frauen haben und das in verschiedenen Formen in ganz Afrika Anwendung findet. Demnach können die Frauen, die das Land bewirtschaften, dieses nicht als Sicherheit verwenden, falls sie einen Bankkredit benötigen.

 

 

Frauen wird ein Platz am Verhandlungstisch verweigert, an dem über Landrechte und die Agrarpolitik entschieden wird.

 

Darüber hinaus wird Frauen ein Platz am Verhandlungstisch verweigert, an dem sowohl über Landrechte als auch über die Agrarpolitik entschieden wird. Zahlreiche Forschungsprogramme haben jedoch gezeigt, dass die landwirtschaftlichen Erträge in Afrika um bis zu 4 Prozent steigen würden, wenn Frauen den gleichen Zugang zu Ressourcen wie Männer hätten, was wiederum die Zahl der hungernden Menschen um 17 Prozent reduzieren würde. Obwohl Afrika über 20 Prozent des globalen Agrarlandes verfügt, betragen die aktuellen Kosten für Nahrungsmittelimporte in Afrika 35 Milliarden US-Dollar und werden bis 2030 voraussichtlich auf 110 Milliarden ansteigen. In dieser Dekade des Handelns hat Afrika eine enorme Chance, die Landwirtschaft zu seinem wirtschaftlichen Motor auszubauen.

 

Allerdings gibt es mehrere Hürden, die den Erfolg von Frauen im Agribusiness behindern, obwohl sie 70 Prozent der landwirtschaftlichen Aktivitäten Afrikas ausmachen. Frauen fehlt der Zugang zu Kapital, landwirtschaftlichen Produktionsmitteln und Wissen über neue Technologien für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und lokale, regionale und globale Markttrends, um nur einige Einschränkungen zu nennen. Wertschöpfung wird auf dem Kontinent immer noch nicht voll ausgeschöpft - die meisten afrikanischen Länder exportieren ihre Nahrungsmittel, zum Beispiel Kakao, Tee und Kaffee, weiterhin als Rohstoffe und importieren sie anschließend als veredelte Endprodukte. Afrikanische Märkte sind nach wie vor stationäre Gebilde, zu denen die Bauern nur über ein schlecht ausgebautes Straßennetz gelangen können, wobei die Mobilität wetterabhängig ist, so dass viele Lebensmittel nicht auf die Märkte gelangen und in Betrieben mit schlechter Infrastruktur und schlechten Lagermöglichkeiten verderben. Während der elektronische Handel auf dem Kontinent langsam an Bedeutung gewinnt, ist er nach wie vor einigen wenigen technisch versierten Bauern vorbehalten, vor allem der Jugend, die leider keinen Zugang zu Land und Kapital hat, um Unternehmen zu gründen.

 

Rückenwind für Frauen und junge Agrarunternehmen

Als gemeinnütziges Netzwerk mit begrenzter Garantie wurde das Africa Women Agribusiness Network (AWAN) mit der Vision gegründet, eine Plattform für afrikanische Frauen und Jugendliche im Agribusiness zu schaffen, um ihnen Zugang zu Finanzmitteln, Märkten und Handelsinformationen zu verschaffen. Ziel ist es, ihre Unternehmen zu fördern und voranzutreiben, indem sie die Möglichkeiten regionaler Märkte nutzen und die neu geschaffene Kontinentalafrikanische Freihandelszone Afrikas (AfCFTA) sowie globale Märkte erschließen. Es handelt sich um ein Netzwerk, das die Einzelunternehmen der Mitglieder bestehend aus Erzeugern, Verarbeitern, Aggregatoren, Exportunternehmen und Inputlieferanten aus 38 afrikanischen Ländern umfasst.

 

Um Landwirtschaft profitabel zu machen, müssen wir uns Technologie zunutze machen. AWAN stellt den von Frauen und Jugendlichen geführten Agrarunternehmen ein E-Hub zur Verfügung, in dem Informationen über landwirtschaftliche Tätigkeiten entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten gespeichert werden und das gleichzeitig den Zugang zu neuen landwirtschaftlichen Technologien erleichtert. #AWANAfrikaUnder30 - Sieger sind afrikanische Jugendliche jeden Geschlechts, die im Agrobusiness tätig sind. Seit unserer Gründung haben wir in 42 Ländern 1.500 Unternehmen und Gruppen im Besitz von Frauen und Jugendlichen in unserem Netzwerk registriert, wobei wir über eine Million kleine Agrarunternehmen (mama fish, mama mboga) im Besitz von Frauen durch regelmäßiges Coaching beeinflusst haben.

 

African Cashew Initiative in Ghana. Foto: Michael Drexler, GIZ

Einige der erwähnten wesentlichen Hindernisse für Afrikas Agrarindustrie wären gelöst, wenn Frauen und Jugendliche Zugang zu Finanzmitteln und Finanzdienstleistungen hätten. Doch für die meisten Banken und Kreditgeber sind Frauen in der Landwirtschaft nach wie vor ein riskantes Geschäft, weshalb sie ihnen keine Kredite für landwirtschaftliche Aktivitäten gewähren. Bei AWAN Afrika arbeiten wir mit Finanzinstitutionen zusammen, die sich für innovative Finanzierungsmodelle für unsere Mitglieder einsetzen, sei es durch digitale Kredite oder die Nutzung anderer Sicherheiten anstelle von Grund und Boden. Außerdem setzen wir uns bei Regierungen dafür ein, eine Strategie zu erarbeiten, die es ihnen erleichtert, Kreditgeber zu unterstützen, die Frauen und Jugendlichen im Agrarsektor den Vorrang geben.

 

Weiterhin schulen wir unsere Mitglieder hinsichtlich der Notwendigkeit einer marktorientierten Landwirtschaft, wodurch ihnen Absatzmärkte für ihre Produkte gesichert werden. Dies knüpft nahtlos an unsere beiden weiteren Schwerpunkte Technologie und Handelserleichterung an - hier sorgen wir dafür, dass unsere Mitglieder über unser E-Hub-Repository für Agrarinformationen über Handel, einschließlich Vereinbarungen zwischen Handelsblöcken, sowie Normen und Zertifizierungen auf dem Laufenden gehalten werden. Zurzeit engagieren wir uns für die Gewährleistung, dass unsere Mitglieder nicht von der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone ausgeschlossen werden, die einen größeren Markt und die Chance für Afrikaner*innen bieten wird, mehr Handel untereinander zu treiben.

 

Es liegt auf der Hand, dass die Landwirtschaft der nächste Jugend-Arbeitgeber sein wird.

 

Wir arbeiten gerade an der Vollendung einer Plattform, die unsere kontinentale digitale Plattform anknüpfen wird mit dem Ziel, weibliche Agrarunternehmen mit Käufern, Exporteuren, Investoren, Agritech-Unternehmen und anderen Akteuren der Wertschöpfungskette zu verbinden, um eine integrative Teilnahme an den kontinentalen und globalen Märkten zu erleichtern.

 

Fortschritte erzielen

Wir haben bislang nur an der Oberfläche gekratzt, und es muss noch viel mehr getan werden, wenn Frauen von ihrer landwirtschaftlichen Arbeit profitieren sollen. Gemeinsam mit Entwicklungspartnern müssen afrikanische Regierungen bewusst Schulungen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette einführen, die sich gezielt an Frauen und Jugendliche richten. Es liegt auf der Hand, dass die Landwirtschaft der nächste Jugend-Arbeitgeber sein wird. Doch von den elf Millionen Jugendlichen, die jedes Jahr in Afrika in den Arbeitsmarkt drängen, finden nur drei Millionen eine Erwerbstätigkeit. Regierungen und Entwicklungspartner sollten Initiativen wie AWAN Afrika fördern, damit unsere Aktivitäten ausgeweitet werden können und mehr Frauen und Jugendliche erreicht werden.

 

Welche Bedeutung hat COVID-19?

Angesichts der ersten afrikanischen Rezession seit 25 Jahren, verursacht durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, ist internationale Solidarität mit dem Kontinent erforderlich, um die Wirtschaft über Wasser zu halten. Die ersten Opfer der anhaltenden Lockdowns und Restriktionen der Bewegungsfreiheit, die ergriffen wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind Kleinbäuerinnen und junge Agrarunternehmerinnen. Frauen werden durch die zusätzliche Arbeit infolge der Abriegelung bis auf die Haushaltsebene betroffen sein.

 

Frauen verwenden ihre Mobiltelefone um Wetterdaten per Sms zu erhalten. Foto: Klaus Wohlmann, GIZ

Nach COVID-19 liegt die internationale Gemeinschaft am Boden, und die traditionellen Kreditgeber werden sich mit ihren eigenen innenpolitischen Herausforderungen auseinandersetzen müssen. Während Großunternehmen einen Mangel an Konjunkturpaketen beklagen werden, stellen diese Pakete für informelle Händler und Kleinbauern womöglich keine Lösung dar. Wir müssen vielmehr nach Lösungen suchen, die das Leben von Millionen gefährdeter Bauernfamilien verbessern werden.

 

AWAN Afrika arbeitet zurzeit an einer Umfrage über die Auswirkungen von COVID-19 auf kleine und mittlere Unternehmen. Unser Ziel ist es, ihre Bewältigungsmechanismen zu verstehen und herauszufinden, wie ihre Geschäftstätigkeit in acht Monaten aussehen wird. Frauen werden doppelt betroffen sein, weil sie neben den Einkommensverlusten nun auch noch für ihre Kinder sorgen müssen, die aufgrund von Schulschließungen zu Hause sind, es ihnen an Arbeitskräften für die Bewirtschaftung ihrer Betriebe mangelt und häusliche Gewalt zunimmt.

 

Wir von der AWAN-Afrika-Initiative rufen zur Unterstützung unseres Projekts auf, dessen Geschäftsmodell auf einer flexiblen Finanzierung beruht, um unseren kleinen und mittleren Unternehmen beim Überleben der wirtschaftlichen Schocks von COVID-19 zu helfen. Die Betriebe brauchen Barmittel, und unsere Frauen haben keinen Zugang zu Finanzquellen. Wie uns viele dieser Frauen berichtet haben, ist für sie der Hunger näher und gefährlicher als COVID-19.

 

Dieser Artikel erschien zuerst in Rural21 Vol. 54 No. 2/2020 zum Thema: Employment for rural Africa und ist Teil einer Medienkooperation zwischen weltohnehunger.org und Rural 21.

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Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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Zusammenarbeit und wirksame Anreize für nachhaltige Landnutzung

Ein Beitrag der GIZ

Das zweite GFFA Expertenforum unterstreicht die Notwendigkeit politischer Führungsaktion, um globale Trends der Landdegradation umzukehren.

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„Die Türen sind offen - wir Farmer sind bereit‟

Ein Interview mit Shamika Mone (INOFO) und Elizabeth Nsimadala (EAFF)

Auf dem „UN Food Systems Summit‟ im September 2021 waren landwirtschaftliche Verbände zum ersten Mal bis auf die höchste Ebene vertreten. Zwei Vertreterinnen sprechen über die Verbindung von persönlichen Aufgaben mit der Repräsentation regionaler Bedürfnisse und internationalen Verhandlungen.

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Was muss sich für Afrikas Jugend ändern, Kah Walla?

Ein Interview mit Kah Walla

Ein Gespräch mit der Aktivistin und Unternehmerin Kah Walla darüber, was sich für junge Menschen in Afrikas ländlichem Raum ändern muss.

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Organischen Kohlenstoff im Boden fördern – durch traditionelle und innovative Praktiken

Ein Beitrag der GIZ

Indische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbinden traditionelle mit innovativen Praktiken, um organischen Kohlenstoff im Boden zu rehabilitieren. Ein Fallbeispiel wie Politik, Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit dem Klimawandel entgegenwirken können.

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Wie der Krieg gegen die Ukraine die globalen Getreidemärkte destabilisiert

Ein Beitrag der GIZ

Seit Februar 2022 befinden sich zwei der größten Getreide- und Ölsaatenexporteure im Krieg. Ein Überblick, welche Länder von den destabilisierten Getreidemärkten am meisten betroffen sind, und, was jetzt zu tun ist.

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“Corona entlarvt die Schwächen unserer Ernährungssysteme”

Interview mit Arif Husain (WFP)

Die Vereinten Nationen planen einen Gipfel zu Ernährungssystemen - und nun diktiert das Corona-Virus die Agenda. Der Chefökonom des UN-Welternährungprogramms zieht eine aktuelle Bilanz. Ein Gespräch mit Jan Rübel über Pandemien, die Chromosomen der Entwicklung – und über die Konflikte, die sie hemmen.

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© GIZ

Lokale Lösungen für globale Herausforderungen

Interview mit Sebastian Lesch (BMZ)

Eine Welt ohne Hunger, genügend und gesunde Ernährung, klimafreundliche Landwirtschaft, das wird möglich, wenn Ideen in Innovationen kommen - Ein Gespräch mit Referatsleiter Sebastian Lesch zur Innovation Challenge des Agrarinnovationsfonds.

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Ebay gegen den Hunger - eine App hilft Kleinbauern in Sambia, ihre Ernten zu verkaufen

Weltweit sind Kleinbauern gezwungen, ihre Ernten aufgrund fehlender Marktinformationen unter Preis zu verkaufen. Eine neue App von UN World Food Programme (WFP) will das ändern.

Ein Projekt des WFP

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(c) Foto Privat

Exklusive Kurzgeschichte: Der Blockchain Blues

Ein Beitrag von Solomon King Benge

Ein Bauernhof in Afrika, im Jahr 2080. Alles ist digitalisiert. Die Blockchain ist allmächtiger Bezugspunkt, die Farm gedeiht. Und dann geht alles schief. Eine dystopische Kurzgeschichte - exklusiv aufgeschrieben für SEWOH.

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Kleine Fische mit großem Potenzial

Ein Beitrag von Paul van Zwieten

Die afrikanische Binnenfischerei ist zunehmend auf den Fang kleiner Fischarten angewiesen, die sonnengetrocknet über weite Distanzen gehandelt werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag gegen "versteckten Hunger": Im Ganzen verzehrt sind Kleinfische eine wichtige Quelle für Mikronährstoffe. Nur hat dies die Politik leider noch nicht erkannt.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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Uli Reinhardt/Zeitenspiegel

Bittere Frucht

Ein Beitrag von Frank Brunner

Wieso wird Schokolade nicht dort in Tafeln gegossen, wo auch der Kakao angebaut wird? Autor Frank Brunner analysiert die brüchige Wertschöpfungskette der Branche von der Plantage bis in den Supermarkt.

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(c) Christoph Püschner

Der Preis ist nicht alles

Ein Beitrag von Bettina Rühl

Einheimischer Reis kostet in Togos Hauptstadt Lomé fast doppelt so viel wie die importierte Ware aus Thailand. Doch es gibt gute Gründe, das lokale Produkt zu bevorzugen.

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(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Sklaven stellen keine Qualität her

Interview mit Alfred Ritter

Ritter Sport kennt jedes Kind in Deutschland. Die meisten Kinder, die auf westafri-kanischen Plantagen Kakao ernten, haben dagegen noch nie Schokolade gegessen. Kann ein Schokoladenfabrikant die Welt ändern? Ein Gespräch mit Alfred Ritter über Macht und Ohnmacht eines Unternehmers.

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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Hier steht eine Bildbeschreibung

Erklärung der Ko-Vorsitzenden: GAFSP und die COVID-19-Pandemie

Ein Beitrag von GAFSP

COVID-19 hat beispiellose Auswirkungen auf die Welt. Wie immer sind die Schwächsten am härtesten betroffen, sowohl zu Hause als auch – und dort besonders – im Ausland. Ein gemeinsamer Aufruf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und des Department for International Development (DFID).

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(c) Privat

Kleine Farmen, großes Geld

Ein Beitrag von Agnes Kalibata (AGRA)

Agnes Kalibata, seit 2014 Präsidentin der AGRA und ehemalige Ministerin für Landwirtschaft und Wildbestände in Ruanda, ist davon überzeugt, dass Afrikas Wirtschaft nur dann nachhaltig wachsen wird, wenn auch kleinteilige Landwirtschaft als Chance begriffen wird.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Der Reissektor in Westafrika: Eine politische Herausforderung

Neue Einblicke zur Entwicklung des Handels und der Reiswertschöpfungskette in Westafrika

Niedrige Importzölle, Schmuggelaktivitäten, unvorhersehbare Steuerbefreiungen und eine schwache Durchsetzung von Lebensmittelsicherheitsnormen: Das Potenzial lokaler Reis-Wertschöpfungsketten wird in westafrikanischen Ländern untergraben.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Müssen wir ein neues Ernährungssystem wagen?

Ein Beitrag von Dr. Felix zu Löwenstein (BÖLW)

Ausbleibende Saisonarbeitskräfte und Virenexplosion in Schlachthöfen, steigende Gemüsepreise, Klimakrise - all das macht deutlich, was eigentlich schon seit Jahrzehnten klar ist: unser Ernährungssystem ist zwar hoch produktiv. Es ist aber nicht resilient.

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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Die Zukunft der Entwicklungspolitik: Das sagen die Bundestagsfraktionen

Ein Beitrag von Journalist Jan Rübel

Sechs Fraktionsvertreter legen dar, wie Entwicklungszusammenarbeit zukünftig aussehen könnte.

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Côte d’Ivoire: Nachhaltigem Kakao auf der Spur

Eine Reportage der GIZ

Bis Ostern 2022 wird alle zwei Wochen eine neue Folge veröffentlicht, in der die GIZ Menschen vorstellt, die sich für fairen und nachhaltigen Kakao in Côte d’Ivoire und Deutschland engagieren.

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Côte d’Ivoire: Zukunft fängt beim Essen an

Ein Beitrag der GIZ

Wie Ernährungstrainerin Edwige ivorische Kakaobäuerinnen und Kakaobauern fit für eine gesündere Zukunft macht.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Katapult/GIZ

Afrikas digitale Disruption

Grafiken

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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(c) Klara Palatova/WFP

Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Investitionen in gesunde Böden: Fluch oder Segen?

Ein Beitrag von WWF

Wie Investitionen in gesunde Böden Anreize für eine nachhaltigere Landwirtschaft schaffen und zugleich den Bedarf an umfassenden Veränderungen im Agrarsektor aufzeigen.

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Erfolgreiche Geschäftsmodelle für Afrikas Landwirtschaft

Ein Beitrag der GIZ

Auf dem 8. Deutsch-Afrikanischen Landwirtschaftsforum (GAAF) drehte sich alles um Investitionsmodelle zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika.

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Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung: Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Eine Multimedia-Toolbox der GIZ

Wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung durch verantwortungsvolle Investitionen in den Agrar- und Ernährungssektor verwirklicht werden können.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

Bestandsaufnahme: Was es jetzt wirklich braucht

Ein Beitrag von Heike Baumüller

Künstliche Intelligenzen, Big Data und Blockchains sind in aller Munde. Auch die  Digitalisierung der afrikanischen Landwirtschaft steht in den Startlöchern. Was braucht es, damit die technische Zukunft im großen Stil durchstarten kann?

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(c) Christoph Mohr/GIZ

Mikroversicherungen gegen Klimawandel

Ein Beitrag von Claudia Voß

Der Klimawandel zerstört vielerorts Entwicklungsfortschritte. Im klugen Zusammenspiel schützen Digitalisierung und Versicherungswirtschaft betroffene Kleinbauern. Claudia Voß ist Pressesprecherin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.

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Stimmen von der Basis

Ein Beitrag von Sarah D´haen & Alexander Müller, Louisa Nelle, Bruno St. Jaques, Sarah Kirangu-Wissler und Matteo Lattanzi (TMG)

Einblicke junger Landwirte in die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Ernährungssysteme in Subsahara-Afrika @CovidFoodFuture und Videotagebücher aus Nairobis informellen Siedlungen.

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(c) Privat

Landflucht? Landleben!

Ein Beitrag von Dorothea Hohengarten (GIZ)

Eine Gruppe Landloser in Äthiopien verarbeitet Lebensmittel und schafft sich damit eine Zukunft. Dorothea Hogengarten berichtet, wie die GIZ Menschen im nordäthiopischen Bundesstaat Tigray dabei unterstützt, sich besser zu ernähren.

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(c) Christoph Pueschner/Zeitenspiegel

Eine Welt ohne Hunger mit Hilfe der Digitalisierung?

Ein Bericht von Stig Tanzmann (BfdW)

Um tatsächlich die Möglichkeit zu haben vom technischen Fortschritt zu profitieren, braucht es einen festen Rechtsrahmen. Doch der fehlt bisher weitgehend. Stattdessen wächst die Macht internationaler Konzerne.

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(c) Privat

Wie viel Privatinvestition kann Landwirtschaft vertragen?

Ein Beitrag von Pedro Morazán

Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen ihre Anbaumethoden modernisieren. Doch falsch verstandene Reformen könnten Armut verstärken, statt sie zu lindern.

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Aus vielem wird Eins: CGIAR-Netzwerk baut um

Ein Beitrag von Jan Rübel

Die internationale Agrarforschung reagiert auf neue Herausforderungen: Deren Beratungsgruppe unterzieht sich einem tiefgreifenden Reformprozess und vereint Wissen, Partnerschaften und Infrastrukturen zu OneCGIAR.

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(c) Joerg Boethling/GIZ

"Wir sind eben doch kein Uber für Traktoren"

Interview mit Jehiel Oliver

Jehiel Oliver arbeitete erfolgreich im Consulting. Dann stieg er aus dem Investmentbanking aus und wurde Sozialunternehmer. Seine Mission: Traktoren für Afrika, und zwar auf Miete! Wie kam er darauf? Das beantwortet im Gespräch mit Jan Rübel.

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Silicon Valley für Afrikas Agrar-Start-ups

Ein Beitrag von Michel Bernhardt (GIZ)

Das Vorhaben “Skalierung von digitalen Agrarinnovationen durch Start-ups" (SAIS) unterstützt afrikanische Start-ups im Agrar- und Ernährungsbereich dabei ihre digitalen Innovationen zu skalieren und so eine größere Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zu erreichen.

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