Schranken wegen der Pandemie: Antworten der Kleinbauern

Anfang 2020, als die Corona-Pandemie begann, sich weltweit auszubreiten, waren zahlreiche Länder von Kontakt-, Reise und/oder Handelsbeschränkungen, Ausgangssperren oder sogar einem vollständigen Lockdown betroffen. Um die Herausforderungen, denen Kleinbauern ausgesetzt waren, und ihre während der Anfangsphase der Pandemie entwickelten Strategien zu ihrer Bewältigung zu analysieren, startete das Seminar für ländliche Entwicklung der Humboldt-Universität zu Berlin eine gemeinsame Forschungsstudie mit Partnern in Indonesien, Mosambik, Südafrika und Simbabwe.

Marktverkäuferinnen in Sunyani © GIZ / Folke Kayser, Ghana

Dr. Silke Stöber

Silke Stöber ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin und verfügt über langjährige Erfahrung in der akademischen Forschung, Beratung und Lehre in den Bereichen Ernährungssicherung und Anpassung an den Klimawandel. Ihre Forschung und Ausbildung ist geprägt von Transdisziplinarität und Co-Forschung mit Kleinbauern. Sie ist erfahren in der Kommunikation und im Management von Nachwuchsteams und betreut bis zu drei Master- oder Bachelor-Arbeiten pro Jahr. Sie hat sich auf Forschungsmethoden und -designs mit dem Mixed Method Ansatz spezialisiert, einschließlich repräsentativer Haushaltsbefragungen, historischer Wetteranalysen, randomisierter Feldexperimente, Vergleichsversuche zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und partizipativer Co-Forschung mit Kleinbauerngruppen.

 

Dr. Judith Henze

Judith Henze ist Post-Doc-Beraterin für nachhaltige Innovationen in der Landwirtschaft mit Fokus auf IKT. Sie erforscht derzeit, wie KI eingesetzt werden kann, um Landwirte und Nahrungsmittelsysteme zu unterstützen und Mensch-Wildtier-Konflikte zu minimieren.

 

Prof. Dr. Markus Hanisch

Prof. Dr. Markus Hanisch ist der Direktor des Zentrums für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat in Agrar- und Ressourcenökonomie promoviert und langjährige Erfahrung als Lehrstuhlinhaber, Projektleiter und Universitätsdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine besondere Expertise liegt im Bereich ländlicher Genossenschaften, international/national. Außerdem hat er Berufserfahrung als Berater und Experte für verschiedene internationale Organisationen, u.a. GIZ, FAO, Weltbank, Conservation International und UN-DESA.

Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE)

Welthungerhilfe

Mithilfe des Open-Access-Tools KoboToolbox wurde eine smartphone-basierte digitale Umfrage mit mehr als 700 (peri-)urbanen Landwirten in Kapstadt (Südafrika) und Maputo (Mosambik) sowie Landwirten im ländlich-geprägten Masvingo (Simbabwe), Java und Toraja, Süd-Sulawesi, Indonesien, durchgeführt. Die Landwirte spielten eine aktive Rolle als Forschungspartner, engagierten sich bei der Datenerhebung und -analyse und teilten ihre Erfahrungen und Lösungen zum Umgang mit der Pandemie und seiner Beschränkungen. Das Team versendete zwischen April und Juni fünfmal einen Fragebogen.

 

Kleinbauern beantworteten im Rahmen der Befragung Aspekte zu Lebensmittelsicherheit, den Herausforderungen der Landwirtschaft und Vermarktung sowie ihrem Umgang mit der Krise. Darüber hinaus berichteten sie über Lebensmittelpreisentwicklung, deren Auswirkungen auf die Ernährung in den Haushalten und ihre Hauptalltagssorgen während der Einschränkungen.

 

Die digitale Datenerhebung aus der Ferne war mit einigen Herausforderungen verbunden. Da viele der urbanen Landwirte in Maputo keine Smartphones besitzen, mussten letztendlich die Landwirte über Mitarbeiter der lokalen Nichtregierungs-Organisation per Telefon befragt werden. Die Daten wurden dann erst nach der Telefonbefragung eingespeist. Aufgrund der instabilen und schwachen Internetverbindung antworteten Landwirte in Simbabwe und der abgelegenen Bergregion Toraja per WhatsApp an einen regionalen Koordinator, der die Daten anschließend in KoboToolbox übertrug.

 

Nomonde Kweza, Südafrika

Die Ergebnisse zeigen, dass das Maß der auferlegten Beschränkungen entsprechende Auswirkungen auf die Kleinbauern hatte. In Südafrika und Simbabwe wurde ein strenger Lockdown verhängt. Da Kleinbauern nicht als „systemrelevant“ angesehen wurden, erhielten sie oftmals keinen Zugang zu ihren Farmen. Die südafrikanische Regierung führte Genehmigungen ein, um die eigenen Gärten und Felder betreten zu dürfen. Diese waren jedoch schwer zu erlangen. Aus diesem Grund konnten 46 % der an der Umfrage teilnehmenden Landwirte in Kapstadt ihre Felder während des Lockdowns nicht betreten. Gleichermaßen meldete ein Drittel der Befragten in Simbabwe Probleme bei dem Zugang zu ihren Feldern. Der eingeschränkte Zugang zu ihren Feldern in Kombination mit geschlossenen Märkten und Grenzen führte dazu, dass die Städte einerseits weniger Zugang zu Nahrungsmitteln und andererseits einem Anstieg der Preise bestimmter Lebensmittel und einer sich ausbreitenden Hungersnot ausgesetzt waren. In Masvingo beeinflusste eine längere Dürreperiode die Maisernte und verschärfte so noch einmal die Lebensmittelkrise.

 

Im Gegensatz hierzu wurden Kleinbauern in Indonesien und Mosambik als systemrelevant angesehen und nahezu alle Befragten hatten Zugang zu ihren Feldern und konnten ihre Erzeugnisse verkaufen. Da die geschlossenen Grenzen reguläre Nahrungsmittelimporte verhinderten, verzeichnete Maputo, das grundsätzlich stark von Nahrungsmittelimporten aus Südafrika abhängig ist, eine wachsende Nachfrage nach lokalen Gemüseprodukten und lokalem unraffiniertem Zucker.

 

In Indonesien spielen Kleinbauern üblicherweise eine wichtige Rolle in den lokalen Nahrungssystemen. Diese bedeutende Rolle behielten sie auch während der Beschränkungen und die meisten Landwirte hatten weiterhin Zugang zu ihren Feldern. Jedoch schlossen die Bauernmärkte in Sulawesi, sodass 38 % der Befragten keine Lebensmittelerzeugnisse kaufen und verkaufen konnten. In Java wurde die Vermarktung frischer Produkte wie etwa Kohl zu einem großen Problem, da die Nachfrage und die Transportsysteme in die Hauptstadt Jakarta zusammenbrachen. Die Landwirte hatten bereits Erfahrung mit früheren Epidemien wie SARS und fürchteten die gesundheitlichen Konsequenzen von Covid-19. Aus diesem Grund entschieden sich viele Einwohner von Toraja bei gleichzeitig steigenden Fleischpreisen für eine gesündere Ernährung mit mehr Vitaminen und verzehrten mehr Gemüse und Obst.

Aus dieser Studie lassen sich fünf Erkenntnisse ziehen:

 

  • Die Schärfe der nationalen Corona-Beschränkungen korrelierte mit den Auswirkungen in allen fünf Nahrungsregionen. Je stärker die Beschränkungen, desto schwerwiegender waren die von den Landwirten gemeldeten Auswirkungen. Durch die Auswirkung auf die Nahrungsmittelunsicherheit, die zunehmende Armut und Arbeitslosigkeit führte die Situation zu Hunger und einer steigenden Kriminalitätsrate in Kapstadt sowie Lebensmittelengpässen, Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und einer Zunahme der Diebstahlsdelikte in Masvingo. Landwirte in Ländern mit weniger strengen Beschränkungen verzeichneten weniger schwerwiegende Auswirkungen. Dennoch gaben einige Landwirte in Maputo an, dass die Corona-Interventionen ihre Einkommen durch eine sinkende Kundenzahl reduziert hätten. In Java meldeten Landwirte ein geringeres landwirtschaftlichen Einkommen aufgrund der steigenden Düngemittelpreise. Auch die Vermarktung wurde durch Reisebeschränkungen in andere Regionen des Landes beeinträchtigt.
  • Die Landwirte passten sich an die Marktbeschränkungen an. Befragte Landwirte in Kapstadt gaben an, ihre Produkte häufiger in ihrer Nachbarschaft zu verkaufen, um den Rückgang der Nachfrage und Verkäufe an Restaurants und Luxusmärkte aufgrund der Corona-Eindämmungsmaßnahmen auszugleichen. Gleichermaßen reagierten urbane Landwirte auf die vorübergehende Schließung der NGO-Einzelhandelsmärkte durch die Einrichtung lokaler WhatsApp-Vermarktungsgruppen und warben mit Mundpropaganda für ihre Erzeugnisse. Landwirte in Masvingo wendeten eine ähnliche Strategie an und glichen den reduzierten Verkauf an Restaurants, Luxusmärkte sowie auf Bauernmärkten durch eine um 37 % höhere Vermarktung in lokalen Gemeinden aus.
  • Landwirte im ländlichen Raum mit mehreren Vermarktungskanälen und einer Vielzahl unterschiedlicher Anbauerzeugnisse hatten weniger Probleme, ihre Erzeugnisse zu vermarkten. Landwirte, die von nur einem Produkt und einem Händler abhängig waren, wie etwa im Falle der Vermarktung von Kohl nach Jakarta, hatten hingegen ernsthafte Probleme. Dies führte dazu, dass Landwirte ihre Ernte auf dem Feld verderben lassen mussten.
  • Auf der Verbraucherseite waren arme Stadtbewohner in den Armen- oder Elendsvierteln am meisten betroffen. Viele verloren ihr geringes Einkommen als Tagelöhner und/oder hatten nur geringe oder gar keine finanziellen Reserven, um während des Lockdowns Lebensmittel zu lagern oder in großen Mengen zu kaufen. Durch die Schließung offizieller und inoffizieller Märkte wurde der Zugang zu Nahrungsmitteln eingeschränkt und die meisten Stadtbewohner waren nicht darauf vorbereitet und verfügten nicht über die Ressourcen (z. B. Land), um Lebensmittel anzubauen oder Kleinvieh wie etwa Hühner zu halten, um sich und ihre Familien selbst zu versorgen (anders als die meisten armen ländlichen Landwirte).
  • Mobiltelefone und Smartphone-Apps waren ein wichtiger Teil der lokalen Strategien im Umgang mit den Corona-Beschränkungen. Kommunikations-Apps wie WhatsApp verbanden Landwirte mit den Verbrauchern und ermöglichten den Zugang zu neuen Märkten. Jedoch hinderten unzureichende oder teure lokale mobile Datennetzwerke und Smartphone-Anschaffungskosten viele Kleinbauern daran, ihre Produkte digital zu verkaufen.
Wir haben Kleinbauern aus fünf Nahrungsmittel-Regione gebeten, uns ihre Eindrücke darüber mitzuteilen, was sie während der COVID-19-Beschränkungen auf ihre Teller legen. Manche waren wenig vielfältig und manche Teller blieben an diesen Tagen sogar leer.

Die digitale Erhebung war eine wesentliche Voraussetzung, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor Ort zu beurteilen. Diese Art der Untersuchung wird wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen nun vermehrt eingesetzt werden und für Nahrungs- und Lebensmittelsicherheitsprojekte nicht nur in Krisenregionen genutzt werden: Neue Software hat mobile Umfragen zu einer kostengünstigeren und skalierbaren Option werden lassen, Echtzeitdaten können zu schnellen Reaktionen auf politische Maßnahmen und zu neuen Entscheidungsfindungen führen, oftmals ungehörte Parteien wie etwa Kleinbauern erhalten eine Stimme und die Teilnehmer profitieren von dem Austausch mit anderen Teilnehmern, wenn sie die Ergebnisse erhalten (in diesem Fall fand ein digitaler Süd-Süd-Austausch aus, der einen gemeinsamen Lernprozess ermöglichte).

 

Da sich viele Projekte der SEWOH-Initiative mit der Entwicklung des Marktzugangs und der Rolle von Kleinbauern entlang der Wertschöpfungskette befassen, müssen die Erfahrungen mit lokalen Nahrungsmittelsystemen in der Pandemie weiter verglichen und analysiert und sehr ernst genommen werden. Weitere Projekte sollten Landwirte stärken und ihnen helfen, ihre eigenen Mittel und Instrumente weiterzuentwickeln, um Nahrungsmittelsysteme robuster zu gestalten und widerstandsfähiger gegen Einflüsse von außen zu machen. Lokale und staatliche Regierungen müssen als Partner solcher Projekte auf die „systemische Relevanz“ und allgemeine Bedeutung von Kleinbauern für die Aufrechterhaltung der hochwertigen Ernährung und Nahrungssicherheit, aber auch die Lebensmittelgerechtigkeit in Krisenzeiten aufmerksam gemacht werden.

 

Die Autoren möchten allen Landwirten danken, die als Forschungspartner für die Initiierung der Studie, die Erfassung der Daten und zur Datenanalyse mitgearbeitet haben. Wir bedanken uns bei den Kollegen im südlichen Afrika und Indonesien die Daten in den Kontext einzubetten. Wir danken der Stiftung fiat panis und Freunde und Förderer des SLE e.V. für die finanzielle Unterstützung.

 

Dieser Text ist eine Zusammenfassung der folgenden Publikationen:

  • Paganini, N., Adinata, K., Buthelezi, N., Harris, D., Lemke, S., Luis, A., Koppelin, J., Karriem, A., Ncube, F., Nervi, E., Ramba, T., Raimundo, I., Sulejmanović, N., Swanby, H., Tevera, D., Stöber, S. (2020). Growing and Eating Food during the COVID-19 Pandemic: Farmers' Perspectives on Local Food System Resilience to Shocks in Southern Africa and Indonesia. In:Sustainability. 12. 8556. 10.3390/su12208556.
  • Henze, J., Paganini, N., Stöber, S. (2020). Kapitel 8. Switching over instead of Switching Off: A Digital Field Research Conducted by Small-scale Farmers in Southern Africa and Indonesia. In dem Buch: Researching in the Age of COVID-19 Volume I: Response and Reassessment. Verlag: Policy Press and Bristol University Press.
  • Buthelezi, N., Lemke, S., Karriem, A., Paganini, N., Stöber, S., Swanby, H. (2020). Invisible Urban Farmers and a Next Season of Hunger -Participatory Co-research during Lockdown in Cape Town, South Africa. In:Critical Food Studies Collection. 10.13140/RG.2.2.34845.54247/1.
  • Stöber, S., Adinata, K. Ramba, T. Paganini, N. Sulejmanović N. (in Überprüfung). Coping with COVID-19 containments: insights from smallholder farmers on food security and farming in Indonesia. AFJAND, Nairobi, Kenya.

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Eine Investition in die Zukunft Afrikas

Ein Beitrag von Essa Chanie Mussa (University of Gondar)

Junge Menschen brauchen reale Chancen zur Entwicklung, um der Armut zu entkommen und ihre Ziele zu verwirklichen. Regierungen, politische Entscheidungsträger, internationale Entwicklungspartner und Spender stehen in der Verantwortung, neue Strategien zu entwickeln.

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© GIZ

Mit den Krisen kamen die Heuschrecken

Ein Bericht von Bettina Rudloff und Annette Weber (SWP)

Corona verschärft bestehende Krisen durch Konflikt, Klima, Hunger und Heuschrecken in Ostafrika und am Horn von Afrika. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, müssen all diese Krisen in ihrem regionalen Kontext erfasst werden.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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(c) Christof Krackhardt/Brot für die Welt

Vorteil Vielfalt: Ideenreich gegen den Hunger und Armut

Ein Beitrag von Brot für die Welt

Ein Blick durchs Brennglas - der weltweite Klimawandel bringt auch in Äthiopien das Klima durcheinander. Die Antwort von Kleinbauern in der nördlichen Region heißt: Diversifizieren!

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Herr Marí, was war los beim Alternativgipfel?

Ein Interview mit Francisco Marí (Brot für die Welt)

Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt beteiligte sich nicht am UNFSS Pre-Summit in Rom. Stattdessen nahm die Organisation an einem Gegengipfel teil, der zeitgleich stattfand. Ein Gespräch mit Francisco Marí über die Gründe, den Ablauf – und wie es nun weitergeht.

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Wie führt man eine Kampagne zu „Ernährungssystemen“ durch?

Interview mit Paul Newnham, den Direktor des Sustainable Development Goal (SDG) 2 Advocacy Hub.

Auf dem Vorgipfel in Rom ging es um die Umgestaltung der Ernährungssysteme. Wie bringt man das einer breiten Öffentlichkeit nahe? Fragen an Paul Newnham, der als Direktor des SDG 2 Advocacy Hub die Öffentlichkeitsarbeit der Gipfel betreut.

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Armut Macht Hunger

Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability

Die Weltgemeinschaft scheitert im Kampf gegen Hunger, Mangelernährung und Fehlernährung. Das zeigt das der Tiny Atlas „Armut Macht Hunger“ der von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem TMG ThinkTank for Sustainability veröffentlicht wurde. Neben Zahlen und Fakten werden auch die Gründe für Hunger und Fehlernährung dargestellt und erklärt.

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UNFSS Pre-Summit: Was hat er gebracht?

Interview mit Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ)

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Zum ersten Mal richten die Vereinten Nationen einen Summit zu Ernährungssystemen aus. Im Interview ziehen Martina Fleckenstein (WWF), Michael Kühn (WHH) und Christel Weller-Molongua (GIZ) gemeinsam Bilanz.

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Was erwarten Sie von diesem Pre-Summit, Herr Haddad?

Interview mit Lawrence Haddad (GAIN)

In Rom kommen aus aller Welt Ernährungsexperten zusammen. Sie destillieren nicht nur 2000 Ideen, um Ernährungssysteme zu verbessern – sie bereiten auch den großen UN-Gipfel im September in New York vor. Was muss getan werden, damit dieser Gipfel nicht scheitert? Ein Gespräch.  

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Herr Campari, wie schaffen wir nachhaltige Ernährungssysteme?

Interview mit Joao Campari (WWF)

Journalist Jan Rübel hat sich mit Joao Campari im Vorfeld des UNFSS Vorgipfel ausgetauscht. Der Vorsitzende von Action Track 3 blickt auf wesentliche Herausforderungen bei der Transformation bestehender Ernährungssysteme hin zu einer naturverträglichen Produktion und teilt seine Erwartungen an den Gipfel.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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Biodiversität und Landwirtschaft - Rivalität oder eine neue Freundschaft?

Ein Beitrag von Irene Hoffmann (FAO)

Irene Hoffmann beschreibt, was wir über die Zusammenhänge wissen, welche Rolle die Landwirtschaft bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der Biodiversität spielen muss und wie der notwendige Wandel der Agrarsysteme aussehen könnte.

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