Schulmahlzeiten: Eine Chance für Geschlechtergerechtigkeit

Corona-Maßnahmen wie Lockdowns haben nicht nur schwerwiegende Folgen für Erwachsene. Schulschließungen führten dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder nicht mehr die Schule besuchen konnten. Schulmahlzeiten sind jedoch vielerorts die einzige Mahlzeit für Kinder. Ohne Zugang zu diesem Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder und ihre Familien Hunger, Armut und Mangelernährung. Die langfristigen Folgen sind für Mädchen besonders gravierend.

Bei sozialen Schocks und nach Katastrophen sind Schulmahlzeiten ein starker Anreiz für Familien, ihre Mädchen weiterhin zur Schule zu schicken. © WFP/Nyani Quarmyne
Bei sozialen Schocks und nach Katastrophen sind Schulmahlzeiten ein starker Anreiz für Familien, ihre Mädchen weiterhin zur Schule zu schicken. © WFP/Nyani Quarmyne

Carmen Burbano de Lara

Frau Burbano de Lara ist WFP-Expertin für Schulmahlzeitenprogramme weltweit und Mitglied des Technischen Ausschusses für Schulspeisungen der Partnerschaftsinitiative für die Entwicklung von Kindern am Imperial College in London. In dieser Funktion hat sie u.a. die Regierungen von China, Kolumbien und Kenia sowie Ghana beraten, oft in Partnerschaft mit der Weltbank. Carmen Burbano de Lara hat sich in ihrer 14-jährigen Tätigkeit bei WFP darauf spezialisiert, Regierungen bei der Stärkung ihrer nationalen Sicherheitsnetze und Programme zum Sozialschutz sowie bei der Bekämpfung von Mangelernährung und Hunger zu unterstützen.

UN World Food Programme (WFP)

World Food Programme

Im Februar 2020 brach COVID-19 aus und entwickelte sich schnell zu einer weltweiten Pandemie: Bis Mitte März hatten die meisten Regierungen auf der Welt Lockdowns verhängt. Neben den weithin bekannten Folgen der Corona-Maßnahmen für Erwachsene, führten Schulschließungen dazu, dass weltweit 90 Prozent der Kinder – 1,6 Milliarden Schüler*innen – die Schule nicht besuchen konnten.

 

Auf dem Höhepunkt der Schulschließungen verpassten fast 370 Millionen Schulkinder – die Hälfte von ihnen Mädchen – neben dem Unterricht auch ihre dringend benötigten Schulmahlzeiten. Die Folgen für die Zukunft dieser Kinder könnten verheerend sein. Aus vergangenen Pandemien wissen wir, dass viele Mädchen nicht mehr in die Schule zurückkehren, wenn sie sie einmal verlassen, weil ihre Familien die Kosten für die Ausbildung ihrer Töchter überdenken. Eine Untersuchung des „Malala Fund“ zeigt, dass bis zu 10 Millionen Mädchen im Sekundarschulalter möglicherweise nie wieder den Unterricht besuchen werden.

 

In den Ländern, in denen WFP arbeitet, sind Schulmahlzeiten oft das Einzige, was Kinder den ganzen Tag essen. Ohne Zugang zu diesem wichtigen Sicherheitsnetz verschärfen sich für hunderte Millionen Kinder und ihre Familien Hunger, Armut und Mangelernährung.

 

Als direkte Hilfe dagegen hat WFP gemeinsam mit UNICEF die Unterstützung für Regierungen ausgebaut, um 10 Millionen der gefährdetsten Kinder mit Gesundheits- und Ernährungspaketen zu unterstützen. Beide Organisationen bereiten sich auf die Wiedereröffnung der Schulen vor, damit die Kinder bei ihrer Rückkehr Zugang zu Ernährung und medizinischer Versorgung erhalten. Dies wird dazu beitragen, dass sich Kinder erholen können, deren Gesundheit unter den Schulschließungen gelitten hat.

 

Gesundheits- und Ernährungsdienste erhöhen das Humankapital – also die Summe aus Gesundheit, Fähigkeiten, Wissen und Erfahrungen ihrer Bevölkerung.

 

Über 70 Länder haben ihre Schulmahlzeitenprogramme angepasst, damit Kinder während der Schulschließungen statt Schulmahlzeiten Nahrungsmittelrationen zum Mitnehmen, Gutscheine oder Bargeldtransfers erhalten.

 

Warum bauen so viele Länder Gesundheits- und Ernährungsdienste in den Schulen in ihre Krisenhilfe ein? Programme, die über Schulen die Gesundheit und Ernährung der Kinder fördern, fördern in vier wichtigen Bereichen den Aufbau ihrer Gemeinschaften und Wirtschaft: Erstens erhöhen sie das Humankapital – also Summe der Gesundheit, der Fähigkeiten, des Wissens und der Erfahrung ihrer Bevölkerung. Zweitens bieten sie Sicherheitsnetze für arme Kinder und ihre Familien. Drittens fördern sie die lokale Wirtschaft, insbesondere die Erwerbskraft von Frauen. Viertens können sie den Frieden fördern, weil sie Gemeinschaften widerstandsfähiger machen und künftige Konflikte verhindern.

 

Ein essenzielles Sicherheitsnetz für arme Kinder und ihre Familien

Bereits auf frühere Krisen – etwa die Finanzkrise 2008 – reagierten Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit der Ausweitung von Schulmahlzeitenprogramme. Auch in Konfliktländern wie Syrien, Jemen und Südsudan können die Programme sicherstellen, dass Kinder zu essen haben. Der Grund, warum sich Schulmahlzeiten so gut gegen Krisen und Konflikte bewährt haben, ist, dass sie direkt armen Gemeinschaften und Kindern zugutekommen. Eine einzige Schulmahlzeit bedeutet für Familien, dass sie sich die oft etwa 10 Prozent des Familieneinkommens sparen, die sie sonst für das Essen jedes Kindes aufwenden müssen.

 

Bei sozialen Schocks und nach Katastrophen liefern Schulmahlzeiten einen starken Anreiz für Familien, ihre Mädchen weiterhin zur Schule zu schicken, anstatt sie zur Arbeit mitzunehmen oder noch drastischere Maßnahmen zu ergreifen. Mädchen zu helfen bis ins Jugendalter in der Schule zu bleiben, ist ein wirksames Mittel, um eine frühe Heirat zu verhindern und die erste Schwangerschaft hinauszuzögern – beides treibt Frauen nämlich in Armut und chronische Krankheiten.

 

Die COVID-19-Pandemie hatte große Auswirkungen auf Schulkinder – etwa 1,6 Milliarden Kinder und Jugendliche sind von Schulschließungen betroffen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Bildung, Gesundheit und Ernährung von Schulkindern. © WFP/Damilola
Die COVID-19-Pandemie hatte große Auswirkungen auf Schulkinder – etwa 1,6 Milliarden Kinder und Jugendliche sind von Schulschließungen betroffen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Bildung, Gesundheit und Ernährung von Schulkindern. © WFP/Damilola

Schulmahlzeitenprogramme sind besonders für Kinder in fragilen Regionen mit Konflikten und Gewalt wichtig. Weltweit leiden rund 150 Millionen Menschen akut Hunger. COVID-19 könnte diese Zahl bis Ende 2020 voraussichtlich um 80 Prozent – auf 270 Millionen Menschen – explodieren lassen. Selbst in informellen Bildungseinrichtungen bieten Schulmahlzeitenprogramme ausreichende Ernährung und ermöglichen den gefährdetsten Kindern der Welt eine Zukunft. Sie können zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau von konfliktgebeutelten Gemeinschaften beitragen und Kinderheirat, Teenagerschwangerschaften, sowie Menschenrechtsverletzungen in Konflikten vorbeugen.

 

Eine Investition in die lokale Wirtschaft

Für Schulmahlzeiten benötigt man eine regelmäßige Versorgung mit großen Mengen an Nahrungsmitteln, was eine gute Gelegenheit bietet, die lokale Wirtschaft zu stärken. Das „Home Grown School Feeding Programme“ in Nigeria benötigt zum Beispiel jede Woche 6,8 Millionen Eier, 70 Tonnen Fisch und entsprechende Mengen an Hülsenfrüchten und Gemüse. Fast alle Zutaten werden dort produziert, wo sich die Schulen befinden. Auch in Syrien beispielsweise werden alle in den Schulen verteilten Snacks vor Ort beschafft und produziert.

 

Tsoko Misette gehört zu einer Frauengruppe „Bidi Bi Buala“ (Essen des Dorfes) in der Rebublik Kongo. Sie produzieren einen gesunden und nährstoffreichen Snack, der regional erzeugt und dann an die Schulen verteilt wird. © WFP/Alice Rahm
Tsoko Misette gehört zu einer Frauengruppe „Bidi Bi Buala“ (Essen des Dorfes) in der Rebublik Kongo. Sie produzieren einen gesunden und nährstoffreichen Snack, der regional erzeugt und dann an die Schulen verteilt wird. © WFP/Alice Rahm

Lokalen Anbau mit lokalem Konsum zu verbinden, schafft einen stabilen und zuverlässigen Markt für Bäuer*innen vor Ort, von denen 70% Frauen sind und die Mütter der Schulkinder. Dadurch wird Geld in die ländliche Wirtschaft gesteckt und Einkommensmöglichkeiten für Bäuerinnen entstehen.

 

Auch Geschäftsmöglichkeiten für Frauen entstehen. Als Zulieferer für das Schulmahlzeitenprogramm in Nigeria haben circa 95.000 Frauen jetzt ein regelmäßiges Einkommen, die bisher auf unsichere lokale Märkte angewiesen waren. Viele von ihnen können auch durch Catering für Gemeinschaftsveranstaltungen ihr Einkommen aufbessern.

 

Eine wichtige Investition in die Menschen

In vielen einkommensschwachen Ländern machen Kinder und Jugendliche im Schulalter 40% der Gesamtbevölkerung aus. Sie zu unterstützen, ist der Schlüssel für die Gesundheit und das zukünftige Wohlergehen einer Gesellschaft und die Bildung und die Entwicklung lebenslanger gesunder Verhaltensweisen – einschließlich guter Ernährungsgewohnheiten – der Kinder. Eine kürzlich von der UNESCO durchgeführte Studie über Schulmahlzeiten hebt zudem hervor, dass sie nachweislich positiv auf Geschlechtergleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und Integration in der Bildung wirken.

 

Wirtschaftlich gesprochen sind Investitionen in junge Menschen als Humankapital die Grundlage zukünftiger Produktivität von Ländern auf der ganzen Welt. Die dramatischen Ungleichheiten im Humankapitalindex der Weltbank in den verschiedenen Wirtschaftsregionen der Welt machen deutlich, wie wichtig es heute ist, in junge Menschen zu investieren. Länder, die zwar in Lernangebote investieren, aber nicht in die Ernährung und Gesundheit der Lernenden, könnten dadurch ihr Wachstums- und Entwicklungspotenzial verspielen.

 

Nesma ist 9 Jahre alt und will Lehrerin werden, wenn sie groß ist. © WFP/Mohammad Gamal
Nesma ist 9 Jahre alt und will Lehrerin werden, wenn sie groß ist. © WFP/Mohammad Gamal

Die COVID-19 Krise macht all das noch schlimmer. Durch Schulschließungen hatten 1,6 Milliarden Kinder keinen Zugang zu Bildung – insbesondere diejenigen Kinder waren betroffen, die in einkommensschwachen Ländern und armen Haushalten leben. Probleme wie fehlender Zugang zum Internet, niedriges Bildungsniveau der Eltern und die begrenzte Fähigkeit der Bildungssysteme, Schuldbildung zuhause umzusetzen, verschärfen bestehende Ungleichheiten noch weiter.

 

Jugendliche Mädchen und andere Gruppen, die bei der Bildung systematisch benachteiligt werden, sind besonders betroffen. Ohne das schulische Umfeld steigt das Risiko für Kinder und besonders für Mädchen, vernachlässigt, misshandelt oder ausgebeutet zu werden. Die extremen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Pandemie können die ohnehin schon hohen Risiken einer frühen Heirat, einer frühen und ungewollten Schwangerschaft und geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen erhöhen. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Rekrutierung durch nichtstaatliche Akteure in Konflikten steigt.

 

Gemeinsam für eine wirksame globale Lösung: Ein integrierter Ansatz für Gesundheit und Ernährung in Schulen – wenn sie wieder öffnen

Die Länder haben jetzt die Chance, diese Krise zu nutzen, um integrativere, effizientere und widerstandsfähigere Bildungssysteme aufzubauen. In diese Bildungssysteme sollten umfangreiche Gesundheits- und Ernährungspakete in Schulen integriert werden. Andere bildungspolitische Maßnahmen werden nötig sein, damit Bildungssysteme die unmittelbaren Auswirkungen der Schulschließungen bewältigen, und das Lernen aufrechterhalten, verbessern und beschleunigen können.

 

Für Mädchen können transformative Schulmahlzeiten- programme der Wendepunkt hin zu einer Zukunft ohne Hunger, dafür mit Bildung und Einkommen sein.

 

Gemeinsame, abgestimmte Bemühungen sind notwendig, damit Kinder in ein sicheres schulisches Umfeld mit verbesserter Bildungsinfrastruktur, funktionierenden Datensystemen und besseren schulischen Gesundheits- und Ernährungsdiensten zurückkehren können. Viele dieser Kinder erhielten zwar vor der Krise teilweise diese integrierten Pakete für schulische Gesundheit und Ernährung, aber diese Maßnahmen erreichten selten die ärmsten Kinder, die sie am meisten benötigen. Aus Schätzungen aus der Zeit vor der Pandemie wissen wir, dass die erforderlichen Investitionen in ein essentielles Schulgesundheitspaket für alle bedürftigen Kinder nur etwa 2,5 Prozent der derzeitigen jährlichen Ausgaben für die Grundschulbildung ausmachen würden – wobei das volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Verhältnis bei atemberaubenden 10 Euro für jeden investierten Euro steht.

 

Wenn man bedenkt, wie viele Billionen die Bildung von Mädchen erwirtschaften kann, ist dies eine bemerkenswert kluge Investition in die Zukunft der globalen Gemeinschaft. Natürlich kämen die Vorteile sowohl Mädchen als auch Jungen zugute, aber für gefährdete und benachteiligte Mädchen können transformative Schulmahlzeitenprogramme der Wendepunkt hin zu einer Zukunft ohne Hunger, dafür mit Bildung und Einkommen sein.

 

Anmerkung

Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist für WFP zu einem der wichtigsten Partner geworden, um die Widerstandsfähigkeit und Entwicklung gefährdeter Bevölkerungsgruppen insbesondere in der MENA-Region und auf dem afrikanischen Kontinent zu stärken. Im Rahmen mehrjähriger Unterstützung durch das BMZ, etwa für den Jemen oder Jordanien, konnte WFP Schulmahlzeiten für bedürftige Kinder bereitstellen. Gleichzeitig wurde durch die Unterstützung von sogenannten „Home Grown“ Schulmahlzeitenprogrammen etwa in Uganda nicht nur sichergestellt, dass die Kinder eine gesunde Mahlzeit erhielten, sondern gleichzeitig auch Kleinbäuer*innen unterstützt, weil sie ihre Produkte an die Schulmahlzeitenprogramme verkaufen konnten. In vielen von der Covid-19-Pandemie betroffenen Ländern wie Mosambik konnte WFP dank der Unterstützung durch das BMZ und andere Geber seine Programme anpassen und Schulkindern nach den Schulschließungen mit Alternativen zu den Schulmahlzeiten versorgen, damit sie sich ausreichend ernähren konnten.

 

Darüber hinaus unterstützt das BMZ im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ seit 2016 die Ernährungs- und Resilienzmaßnahmen von WFP mit mehrjährigen Zuwendungen, die die Schulmahlzeitenprogramme ergänzen und so sicherstellen, dass die Ernährungsbedarfe bedürftiger Haushalte nachhaltig gedeckt werden und schwangere/stillende Frauen und ihre Kleinkinder angemessene Ernährungshilfe erhalten. Das ist besonders in den ersten 1.000 Tagen im Leben eines Kindes von zentraler Bedeutung für seine Zukunft.

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Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten

Der Jemen erlebt zurzeit eine der schlimmsten Katastrophen, durch anhaltende Kriege, Hunger und Krankheitsausbrüche. Die GIZ versucht die Ernährungssituation und Widerstandskraft der Jemeniten vor Ort zu verbessern.

Ein Projekt der GIZ

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Aufbruchsvisionen

Ein Video-Beitrag Frank Schultze und Jan Rübel

Anfang Dezember 2018 traf sich der Vorstand von AGRA zu einer Sitzung in Berlin - das Spitzengremium der "Alliance for a Green Revolution in Africa" besprach die nächsten Schritte ihrer Politik. Doch wie soll das Agrarwesen Afrikas in zehn Jahren aussehen? Eine Frage - viele Antworten von Experten.

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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Quinoa could have a huge potential in Central Asia, where the Aral Sea Basin has been especially hard-hit by salinisation.

"Wir müssen alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren"

Ein Beitrag von Ismahane Elouafi (ICBA)

Süßwasserdefizite betreffen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Um dem entgegenzuwirken, wird sich unser globales Ernährungssystem ändern müssen, so unsere Autorin. Ein Plädoyer für mehr Forschung zu alternativen Nutzpflanzen und intelligenten Wasserlösungen.

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© GIZ

Resiliente Kleinlandwirtschaft: Ein Schlüssel bei globalen Krisen

Ein Beitrag von Kerstin Weber und Brit Reichelt-Zolho (WWF)

Biologische Vielfalt und nachhaltige Landwirtschaft sichern die Ernährung von Gesellschaften. Und sie schützen auch besser vor dem Ausbruch von Pandemien. Der Erhalt von Ökosystemen wird so zur globalen Überlebensfrage.

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5 Fragen an den SEWOH-Beauftragten Dirk Schattschneider

Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Seit rund einem Jahr ist Dirk Schattschneider Beauftragter für die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" (SEWOH) des BMZ. Im Interview blickt er auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres zurück und wirft gleichzeitig einen Blick in die Zukunft.

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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Indonesien / Borneo, März 2000: Nördlich von Palangkaraya liegen inmitten der verwüsteten Landschaft die Basislager illegaler Holzfäller.(c) Christoph Püschner/Zeitenspiegel

Gesundheit ist ohne gesunde Ernährung nicht möglich

Ein Beitrag von Heino von Meyer (SEWOH)

Corona erschwert das Ziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 noch mehr. Damit diese Perspektive nicht aus dem Blickfeld gerät, muss Deutschland international eine stärkere Rolle spielen - eine Zusammenfassung des Strategischen Begleitkreises der SEWOH.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Extreme is the New Normal

Ein Bericht von Alexander Müller und Jes Weigelt (TMG)

Während sich das Klima wandelt, wächst die Bevölkerung in Afrika, werden fruchtbares Land und Arbeitsplätze knapper. Neue Wege führen zur Landwirtschaft in der Stadt und einem neuen Mittelstand auf dem Land.

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© GIZ / Angelika Jacob

So passen sich Entwicklungsländer besser an Dürren an

Ein Beitrag von Michael Brüntrup (DIE) und Daniel Tsegai (UNCCD)

Dürren sind die Naturkatastrophen mit den weitreichendsten negativen Folgen. Während auch reiche Länder von Dürre noch empfindlich getroffen werden, sind Hungersnöte dort nicht mehr anzutreffen.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Der Waldmacher und sein Regisseur

Doppelinterview mit Tony Rinaudo und Volker Schlöndorff

Tony Rinaudo sorgt mit traditionellen Wiederaufforstungsmethoden für Abermillionen von Bäumen in Afrika – und Volker Schlöndorff dreht eine Kinodokumentation über den Australier. Ein Zwischenergebnis: Ein Lehrfilm im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Wie kann die Privatwirtschaft Lebensmittelverschwendung verhindern?

Interview mit David Brand (GIZ)

Vom Kreislaufsystem in Rwanda bis zur funktionierenden Kühlkette in Kenia: Das lab of tomorrow entwickelt mit einem Open-Innovation Ansatz Lösungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

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Vom Verlust zum sicheren Produkt - Innovationen aus Sambia

Ein Beitrag der GIZ

In Sambia begegnet man dem Problem der Nachernteverluste in der Erdnuss-Wertschöpfungskette mit innovativen Ansätzen. Das Rapid Loss Appraisal Tool (RLAT) der GIZ kann dabei helfen, weitere solcher Ansätze zu entwickeln.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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