Geschlechtergerechtigkeit: Eine Bedingung für Ernährungssicherheit

Die Mehrheit der Produzierenden in Entwicklungsländern sind Frauen. Obwohl sie maßgeblich zur Ernährungssicherheit ihrer Familien beitragen, sind sie in der männerdominierten Landwirtschaft nach wie vor chronisch benachteiligt beim Zugang zu Land, Krediten, Technologien und Bildung.

 

Gemüsebäuerinnen in Burkina Faso. Foto: Michael Jooß, GIZ

Carsta Neuenroth

Carsta Neuenroth ist Gender Referentin in der Politikabteilung von Brot für die Welt. Sie arbeitet zu geschlechterpolitischen Themen in Kontext der Entwicklungszusammenarbeit und steht als Beraterin für die Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit in der Programmarbeit von Brot für die Welt zur Verfügung. Als Entwicklungshelferin lebte und arbeitete sie viele Jahre in Guatemala. Carsta Neuenroth ist Agraringenieurin und Entwicklungspolitologin.

Brot für die Welt (BfdW)

Brot für die Welt

 

Ernährungssicherheit, auf Englisch umfassender als food and nutrition security bezeichnet, bedeutet, dass für alle Menschen zu jeder Zeit der physische, soziale und wirtschaftliche Zugang zu Nahrungsmitteln gewährleistet ist, die sicher sind, quantitativ und qualitativ angemessen und dem Ernährungsbedarf und den Ernährungspräferenzen entsprechen. Ernährungssicherheit wird durch die Verfügbarkeit von monetärem Einkommen zum Kauf von Lebensmitteln und/oder die Produktion von Nahrungsmitteln in der Landwirtschaft erreicht. Welche der beiden Quellen was und wieviel zur Ernährungssicherheit beiträgt, ist abhängig von den jeweiligen Lebensumständen der Menschen. Ob auf dem Land oder in der Stadt, in Klein- oder Großfamilien, in der Jugend oder im Alter, Frauen spielen immer eine wichtige Rolle für die Ernährungssicherheit, sowohl als Verdienerinnen von Einkommen als auch als Nahrungsmittelproduzentinnen.

 

Frauen nutzen ihr Einkommen für die Ernährungssicherung ihrer Familien

Das von Frauen erwirtschaftete monetäre Einkommen wird immer wichtiger für die Ernährungssicherheit vieler Familien, besonders in den Städten. Städtische Haushalte sind viel stärker von gekaufter Nahrung abhängig als ländliche. Damit steigt die Abhängigkeit von monetärem Einkommen und den Möglichkeiten es zu erwirtschaften.

 

Die Einkommen, die Frauen erwirtschaften, sind meistens gering, aber unverzichtbar für die Ernährung der Familien, auch in Haushalten, in denen mehrere Personen arbeiten. Viele Männer können die ihnen gesellschaftlich zugeschriebene Rolle als alleinige Ernährer ihrer Familien immer häufiger aufgrund fehlender Arbeitsplätze und niedriger Löhne nicht mehr erfüllen. Weiteres, von Frauen erwirtschaftetes Einkommen, muss hinzukommen. Immer mehr Haushalte in Lateinamerika, Sub-Sahara Afrika und vielen Ländern Asiens sind nicht nur von der unbezahlten Sorgearbeit, sondern auch von dem Geld abhängig, welches Frauen verdienen. Die Situation spitzt sich in den Familien zu, in denen Männer auf diese Veränderungen, die ihre Rolle infrage stellen, mit Gewalt gegen Frauen und Kinder reagieren.

 

Marktverkäuferinnen bieten ihre Produkte an. Foto: Klaus Wohlmann, GIZ

Für Frauen ohne Partner oder Ehemann ist die wirtschaftliche Situation in der Regel noch schwieriger, besonders, wenn sie kleine Kinder haben. Sie tragen dann die alleinige Verantwortung für die Versorgung und Ernährungssicherheit ihrer Familien. Aufgrund geringer Bildungs- und Ausbildungschancen, dem daraus resultierenden schlechten Zugang zum formellen Arbeitsmarkt und der Verantwortlichkeit für die familiäre Haus- und Sorgearbeit sind sie, vor allem, wenn sie in der Stadt leben, auf Beschäftigung in dem von großer sozialer Unsicherheit geprägten informellen Sektor angewiesen. Laut ILO (2018) beträgt der Anteil weiblicher Beschäftigter im informellen Sektor in den afrikanischen Ländern bis zu 90 Prozent. In der Region Asien-Pazifik liegt der Frauenanteil bei zwei Drittel. Die strukturelle Benachteiligung, die u. a. dazu führt, dass Frauen und Mädchen im Vergleich zu Männern und Jungen einen niedrigeren Sozial-, Bildungs- und Wirtschaftsstatus haben, beeinträchtigen die Möglichkeiten von Frauen und Mädchen besonders, wenn sie arm sind, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und dabei auch ihr Recht auf ausreichende und ausgewogene Ernährung zu realisieren.

 

Frauen sorgen als Landwirtinnen für Ernährungssicherheit

In ländlichen Gebieten haben Frauen häufig die Möglichkeit, selbst Nahrungsmittel anzubauen und zu vermarkten, um ihre Familien zu versorgen. Frauen spielen eine wichtige Rolle als Landwirtinnen und Managerinnen natürlicher Ressourcen, besonders in Afrika. Sie stehen jedoch auch in diesem Bereich vielen Herausforderungen gegenüber. Wie gravierend die Auswirkungen sind, zeigt eine Analyse der FAO (2011): Wenn Landwirtinnen den gleichen Zugang zu produktiven Ressourcen hätten wie Männer, könnten sie ihre Produktivität um 20 - 30 Prozent steigern. Dadurch könnte sich die Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern um 2,5 - 4 Prozent erhöhen.

 

Landwirtschaft gilt jedoch weltweit als eine Domäne von Männern. In den meisten Kontexten ist die klassische geschlechtsspezifische Arbeitsteilung richtungsweisend: Frauen versorgen den bäuerlichen Haushalt und unterstützen die Männer als Helferinnen oder Arbeiterinnen, nicht als gleichberechtigte Landwirtinnen, obwohl sie über landwirtschaftliches Wissen, Expertise und Erfahrungen verfügen. Diese Einstellung bleibt erhalten, häufig auch bei den Frauen selber, die die gängige Rollenverteilung nicht hinterfragen, selbst wenn sich die Realität verändert und Männer außerhalb der Landwirtschaft beispielsweise auf dem Bau, im Bergbau, Handel oder Transportwesen beschäftigt sind.

 

Während Männer in besser bezahlten Jobs arbeiten und vielleicht sogar migrieren, bleiben die Frauen in der Landwirtschaft, die sich auf diese Weise feminisiert. Obwohl Frauen häufig die Verantwortung für die Ernährungssicherheit tragen, entscheiden Männer weitgehend über die Nutzung des Landes und verfügen über den Landbesitz. Frauen können ihr Potenzial als Landwirtinnen jedoch nur voll entfalten, wenn ihre landwirtschaftlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Kenntnisse sowohl von den Männern ihrer Familien und Gemeinden als auch von staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungsakteuren, die im ländlichen Raum präsent sind, anerkannt und gefördert werden. Dazu gehört eine Reduzierung oder Umverteilung der Arbeitslast von Frauen ebenso wie der gleichberechtigte Zugang zu und Kontrolle über Ressourcen.

 

Eingeschränkter Zugang zu und Kontrolle über Land – eine besondere Herausforderung für Landwirtinnen

Aufgrund ihrer schwachen gesellschaftlichen Position haben Frauen oft nur eingeschränkten Zugang zu und Kontrolle über Land, Wasser und anderen Ressourcen. In Uganda beispielsweise leisten Frauen den Großteil der Feldarbeit. Es befindet sich jedoch kaum Ackerland in Frauenhand. Nur 14 Prozent der Frauen im Vergleich zu 46 Prozent der Männer besitzen Land. Immerhin 40 Prozent der Frauen und Männer besitzen ihr Land gemeinsam (FAO, 2017). Rechtliche Ungleichheit beispielsweise im Erbrecht oder auch im Kontext lokaler Rechtssysteme verhindert oder schränkt in vielen Ländern des globalen Südens den Zugang zu und die Kontrolle über Land beispielsweise in Form von Landbesitz von Frauen ein. Um ihre Familien zu ernähren, ist für Frauen nicht nur individueller Landbesitz von Bedeutung, sondern auch der Zugang zu öffentlichem oder Gemeindeland, um Wasser, Brennholz, Viehfutter, Kräuter und Früchte zu sammeln. Das Recht zur Nutzung dieses Landes wird häufig durch lokale Landrechtssysteme geregelt, die Männer in der Regel privilegieren. Verwitwete, geschiedene oder verlassene Frauen müssen damit rechnen, dass ihnen der Zugang zu diesem Land verwehrt wird.

 

Um den klimabedingten Herausforderungen für die kleinbäuerliche Landwirtschaft zu begegnen, müssen Frauen und Männer ihre Perspektiven gleichberechtig einbringen und so nach Lösungen suchen.

 

Weiterhin lässt sich beobachten, dass Frauen häufig weniger fruchtbares Land bewirtschaften, was zu niedrigen Erträgen führt, während Männer auf fruchtbareren Parzellen Kulturen (cash crops) anbauen, deren Vermarktung der Erwirtschaftung von Einkommen dient. Da Frauen für die Versorgung ihrer Familien zuständig sind, wählen sie im Gegensatz zu Männern meistens einen diversifizierten Anbau von Nahrungspflanzen, die für eine vielfältige und gesunde Ernährung sorgen und zur Biodiversität auf den Feldern beitragen. Frauen halten außerdem häufig Tiere wie Hühner, Ziegen oder Schweine, die das Nahrungsangebot ergänzen oder durch Vermarktung zum Einkommen beitragen. Die bäuerlichen Familien leben die geschlechtsspezifische Ressourcen- und Arbeitsteilung je nach Region und Kontext mit mehr oder weniger Flexibilität und Durchlässigkeit.

 

Frauen bei der Ernte. Foto: Dorothea Hohengarten/GIZ

Mangelnde Gleichberechtigung gefährdet Ernährungssicherheit

Der beschränkte Zugang zu und die Kontrolle über Land sind nicht die einzigen Herausforderungen, der sich Landwirtinnen stellen müssen. Frauen werden auch bezüglich ihres Zugangs zu Krediten, Technologien, einschließlich digitalen Technologien, Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Landwirtschaft und Vermarktung sowie Beratung, die meistens von Männern für Männer geleistet wird, benachteiligt. Mit der Feminisierung der Landwirtschaft hätte schon längst eine Feminisierung der landwirtschaftlichen Beratung erfolgen müssen, sowohl konzeptionell und inhaltlich als auch personell.

 

Die Benachteiligung von Frauen hat außerdem negative Folgen für die Ernährungssicherheit in Zeiten des Klimawandels. Frauen und Männer verfügen über lokales Wissen, auf dem die bäuerliche Produktion basiert. Frauen nutzen ihre Erfahrungen und ihr Wissen, um sich bestmöglich an den Klimawandel anzupassen. Aufgrund ihres eingeschränkten Zugangs zu Kapital, Information und Wissen über den Klimawandel und entsprechende Anpassungsstrategien leiden sie jedoch besonders stark und anders als Männer unter seinen Folgen. Um die Herausforderungen, vor die der Klimawandel die kleinbäuerliche Landwirtschaft stellt, in vollem Umfang zu verstehen, müssen Frauen und Männer ihre Perspektiven gleichberechtig einbringen und genauso gleichberechtigt nach Lösungen suchen. Wenn das nicht geschieht, besteht die Gefahr, dass sich die Benachteiligung von Frauen fortschreibt mit negativen Folgen für das Klima, die kleinbäuerliche Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit.

 

Die Mitglieder der Kufuna Kwefaako Farmers Group in Uganda visualisieren die geschlechterspezifische Arbeitsteilung in ihren Familien. Foto: Carsta Neuenroth/Brot für die Welt

Das nachhaltige Entwicklungsziel 2 adressiert die beschriebene Problematik in einem Unterziel. Bis 2030 sollen sich die landwirtschaftliche Produktivität und das Einkommen von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen durch besseren Zugang zu Land, Märkten und anderen produktiven Ressourcen verdoppeln (UN, 2015). Angesichts der Corona-Pandemie, die die Zahl der von Ernährungsunsicherheit betroffenen Kinder, Frauen und Männer im globalen Süden stark ansteigen lässt, müssen die Anstrengungen, die nötig sind, um das Ziel zu erreichen, erheblich erhöht werden.    

 

Den von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen fehlt es an politischem Einfluss, den technischen und finanziellen Möglichkeiten, konstruktive Lösungen umzusetzen sowie an Einkommenssicherheit, um ihre Situation zu verbessern. Letztlich muss ihre wirtschaftliche, soziale und politische Marginalisierung überwunden werden, damit sie Ernährungssicherheit erreichen und ihr Recht auf Nahrung verwirklichen können. Warum das nicht ohne die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen geschehen darf, hat der Artikel aufgezeigt.

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Ein Wegweiser: Wo geht es denn hier zum Markt?

Ein Beitrag des World Food Programme

Bis 2050 müssen neun Milliarden Menschen genügend zu essen haben. Als Weltbevölkerung müssen wir mehr Nahrungsmittel produzieren und weniger verschwenden. Das ist auch die oberste Priorität des UN World Food Programme (WFP).

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Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit

Ein Beitrag von Michael Kühn (WHH)

Der Klimawandel ist für die Menschen im Globalen Süden längst im Alltag angekommen. Mit welchen Auswirkungen kämpfen die Betroffenen und welche Forderungen ergeben sich daraus für die Klimakonferenz?

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Ein Klima des Hungers: Wie die Klimakrise den Hunger befeuert

Eine Fotoreportage der Agentur Zeitenspiegel

Jeder Temperaturanstieg um einen Grad Celsius erhöht das Konfliktrisiko um zwei bis zehn Prozent. Die Klimakrise ist eine humanitäre Krise, wie die Fotos von Christoph Püschner und Frank Schultze zeigen.

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Was läuft bei der Ernährung in Deutschland schief, Herr Plagge?

Ein Interview mit Jan Plagge (Bioland)

Vitaminarme Ernährung muss teurer werden, In-Vitro-Fleisch ist kein Allheilmittel und Agrarsysteme sollten dezentraler aufgestellt werden. Bioland Präsident Jan Plagge im Interview über die Herausforderung der (zukünftigen) Welternährung.

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Wie gelingt Welternährung in Zeiten der Klimaveränderung?

Ein Beitrag von Jan Grossarth

Genveränderte Bakterien, die zu essbaren Proteinen werden. Kühe grasen auf dem Feld und in einer industrielle Kreislaufwirtschaft entsteht kein Abfall. Journalist Jan Grossarth sieht ein Silberstreifen am Horizont für die Zukunft der Welternährung.

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Der Umbau des Ernährungssystems beginnt und endet mit Vielfalt

Ein Beitrag von Emile Frison und Nick Jacobs (IPES-Food)

Die industrielle Landwirtschaft hat es bisher nicht geschafft, Probleme wie Hunger oder Mangelernährung zu lösen. Sie scheint vielmehr weitere Probleme zu verursachen. Emile Frison und Nick Jacobs fordern einen Umbau des Ernährungssystems und betonen die Schlüsselrolle der Vielfalt.

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(c) Simon Veith

Neue Chance

Interview mit Lutz Hartmann

Lutz Hartmann hat sich mit der Pacht einer dreihundert Hektar großen Obstplantage in Äthiopien einen lang gehegten Traum verwirklicht: In Afrika ein eigenes Unternehmen zu führen. Nun geht ihn die Frage, wie sich Afrika entwickelt, auch persönlich an.

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Neue Kampagane: "Armut ist sexistisch"

Interview mit Stephan Exo-Kreischer

Das ist der Maßstab für alle: Mehr Rechte für Frauen bilden einen entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen extreme Armut und Hunger weltweit, sagt der Deutschland-Direktor von ONE. Die Organisation ist auf politische Kampagnen als Hebel für nachhaltige Veränderung spezialisiert.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Eine Welt ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Eine Welt ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Eine Welt ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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(c) Katapult/GIZ

Afrikas digitale Disruption

Grafiken

Was Afrika im Zuge der Digitalisierung erlebt, ist eine Disruption. Hier werden drei Schritte in einem genommen, dort verharrt man. Die Veränderungen sind jedenfalls enorm und bergen manche Überraschung. Ein grafischer Spaziergang.

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Exklusivvideo: Vier Fragen an Claudia Makadristo

Ein Video-Beitrag von  Seedstars

Startups in der afrikanischen Landwirtschaft boomen seit einigen Jahren. Die Digitalisierung des Agrarwesens beschleunigt sich damit. Welche sind die aktuellen Trends, wo liegen die Herausforderungen – und was können andere Regionen davon lernen? Ein Video-Interview mit Claudia Makadristo, Regionalleiterin Afrika des Inkubators Seedstars 

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Nicht auf einen Retter warten

Ein Beitrag von Lidet Tadesse

Während Afrika bislang die am wenigsten von Covid-19 betroffene Region war, steigen jetzt die bestätigten Infektionszahlen und Todesfälle schnell. Ungeachtet der enormen Herausforderungen, mit denen viele afrikanische Länder weiterhin kämpfen, zeugt die afrikanische Antwort auf die Coronavirus-Pandemie von Innovativität und Einfallsreichtum.

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(c) Thomas Trutschel/BMEL/photothek

Wie neu finanziert wird

Ein Beitrag von Anna Sophia Rainer (GAA)

Kleinbäuer*innen scheitern meist am Bonitätsrahmen von Banken. Dabei würden Investitionen ihnen nachhaltig helfen, um auch Geld zu verdienen. Nun werden digitale Lösungen angedacht und intensiv diskutiert.

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(c) Katapult/GIZ

Wenn es klickt und surrt: Der digitalisierte Hof

Eine interaktive Grafik von Jan Rübel

Unmengen an Apps und anderen Entwicklungen drängen auf den Markt, aber was macht wirklich Sinn? Ein kritischer Überblick: So könnte ein kleinbäuerlicher Hof in Afrika aussehen - mit Hilfe von Smartphone, Internet und Strom.

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"Landwirtschaft kann ein Jobmotor werden"

Interview mit Reiner Klingholz

Wie kann sich die Landwirtschaft in Afrika modernisieren? Und führt der Weg in die Städte wirklich raus aus der Armut? Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung im Gespräch mit Jan Rübel .

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Eine Chance für den Kontinent

Ein Beitrag der Bill & Melinda Gates Foundation

Afrikas Bevölkerung ist jung und bereit, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die Landwirtschaft bietet dafür große Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bill & Melinda Gates Foundation will die kommende Generation auf diesem Weg unterstützen.

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Frank Schultze / Agentur_ZS

Der Kommunikator

Ein Bericht von Jan Rübel

Was haben Elektrotechnik, Telekommunikation und Landwirtschaft gemeinsam? Sie wecken die Leidenschaft von Strive Masiyiwa: Vor 30 Jahren startete er mit 75 Dollar eine Elektroinstallationsfirma, surfte später als Pionier auf der Telekommunikationswelle – und engagiert sich heute für die Transformation afrikanischer Landwirtschaft.

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Das Leben ihrer Träume – Was sich Kinder wünschen

Ein Interview mit Gnininkaboka Dabiré und Innocent Somé

Später einmal selbst Landwirt werden, oder doch lieber einen anderen Beruf ergreifen? Zwei Jugendliche aus Burkina-Faso sprachen mit Vertretern der Dreyer-Stiftung über die Höfe ihrer Eltern, das Berufsbild Bauer und die eigenen Zukunftspläne.

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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„Aus Soja lässt sich mehr machen, als nur Mehl“

Ein Bericht von Johanna Steinkühler (GIZ)

Die Sojabohne ist eine natürliche Ackerfrucht, aus der man ein Menge Lebensmittel herstellen kann. Also startete Tata Bi erst alleine, dann mit einigen anderen Frauen einen kleinen Weiterverarbeitungsbetrieb, der den Frauen ganzjährig eine zusätzliche Einnahmequelle neben dem Verkauf der Sojabohnen bietet.

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Die Demografie und die Megatrends der Zukunft

Ein Beitrag von Jan Rübel

Was passiert, wenn junge Leute den Ländlichen Raum verlassen? Wie erreicht eine Region den so genannten demografischen Bonus – und wie erntet sie die demografische Dividende? Eine Reise in die Welt der Bevölkerungswissenschaft zeigt: Am wichtigsten ist die Stärkung von Frauenrechten und Bildung. 

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MarkIrungu /AGRA

Geistiger Mörtel für die junge Generation

Ein Beitrag von Jan Rübel

Fred Swaniker arbeitet an der Bildung einer neuen Ära von Anführern. Und was ist mit der Landwirtschaft? „Die muss sexy werden!“

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Die menschliche Finca

Interview mit Marvin Antonio Garcia Otero

Im Osten El Salvadors kultivieren Campesinos ein Selbstbild, das auch die Jugend auf dem Land halten soll. Mit Hilfe der Caritas haben sie die Anbaumethoden ihren Böden und Traditionen angepasst - die beste Versicherung gegen Landflucht und Kriminalität, sagt Marvin Antonio Garcia Otero, der stellvertretende Direktor der Caritas in der Diözese San Miguel.

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(c) Nina Schroeder/World Food Programme

Police gegen Katastrophen

Interview mit Thomas Loster

Versicherungen könnten in Afrika Schutz während Dürren bieten. Wie genau, versucht die Branche herauszufinden. Erste Erfahrungen liegen vor. Ein Interview mit dem Geschäftsführer der Münchner Rück Stiftung, Thomas Loster

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Ist die Weltgemeinschaft im Kampf gegen Hunger noch auf Kurs?

Interview mit Miriam Wiemers (Welthungerhilfe)

Der Welthunger-Index (WHI) 2020 zeigt: Die globale Gemeinschaft ist nicht auf Kurs, um das international gesteckte Ziel “Kein Hunger bis 2030” zu erreichen. Bei dieser derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit werden etwa 37 Länder bis 2030 nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen.

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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©WFP/Rein Skullerud

Revolution der humanitären Hilfe

Ein Beitrag von Ralf Südhoff

Ralf Südhoff, Direktor in Berlin für das Welternährungsprogramm, erklärt, warum Finanz-Innovationen Katastrophen zu Krisen reduzieren können. Die Existenz der Betroffenen hängt zunehmend von der rechtzeitigen Intervention oder Risiko-Fonds ab.

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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(c) Christoph Püschner/Brot für die Welt

Der Norden trägt die Verantwortung, der Süden die Last

Ein Bericht von Susanne Neubert (SLE)

Anpassung an den Klimawandel kann durch eine Ökologisierung der Landwirtschaft gelingen - und wenn die reichen Länder ihre Emissionen reduzieren

 

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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