Die Buschfleisch-Krise gemeinsam mit lokalen Gemeinden lösen

Buschfleisch stellt seit Millionen von Jahren eine wichtige Proteinquelle und Lebensgrundlage in den Tropen dar. Nun belastet der rapide Anstieg des Konsums Wildtierpopulationen, befeuert Krisen wie den Ausbruch von Zoonosen und stört das ökologische Gleichgewicht. Das Projekt „Domestication of Small Monogastric and Ruminant Animals‟ (DSMR) des Waldforschungsinstituts in Nigeria (FRIN) arbeitet gemeinsam mit lokalen Gemeinden an einer Lösung des Problems.

Der Experte (in grau) der Abteilung für Wildtiere und Ökotourismus erklärt Bauern und Bäuerinnen, wie Hasen gehalten werden. © FRIN/Titilope Olarewaju

Titilope Olarewaju

Dr. Olarewaju ist sozio-ökonomische Wissenschaftlerin und leitende Angestellte am Waldforschungsinstitut Nigeria (FRIN). In ihrem Institut steht sie dem Kontakt Komitee für Märkte und Gemeinden vor. Olarewaju arbeitet an einer aktiven Einbeziehung ländlicher Gemeinden in Klima Aktionen, „Gender mainstreaming‟, verbessertem Zugang zu Märkten und gesicherten Lebensgrundlagen für Bauern und Bäuerinnen.

Oluseyi Olutoyin Olugbire

Dr. Olugbire arbeitet am Waldforschungsinstitut Nigeria (FRIN) in der Abteilung für Forstökonomie und steht der Einheit für Verbreitung und Kontakt des Institutes vor. Sie koordiniert Aktivitäten zur Ausbreitung von Wäldern und Programme für Gemeinde-Entwicklung.

Oluwatosin Obanfunsho

Obafunsho forscht am Waldforschungsinstitute Nigeria (FRIN). Ihr Hauptziel ist es, bessere Lebensbedingungen für die ländlichen Bevölkerung durch gender-balancierte, Ressourcen generierende und ökologische Anbaumethoden zu schaffen.

Bolanle Olatunji

Als Senior-Wissenschaftlerin am Waldforschungsinstitut Nigeria (FRIN) arbeitet Olantunji in der Abteilung für Waldökonomie und Ausbreitungsdienste an der Bereitstellung technologischer Lösungen für Landwirte, der Evaluierung von Programmen und der Öffentlichkeitsarbeit.

Lucy Orumwense

Orumwese ist Wirtschaftswissenschaftlerin am Waldforschungsinstitut Nigeria (FRIN). Ihr Spezialgebiet ist die Klimawandelforschung. Als Verbreitungsbeamtin arbeitet sie gemeinsam mit verschiedenen Forschungsinstitutionen an der verbesserten Anbindung des Südwestens von Nigeria.

Die Erstveröffentlichung dieses Artikels erschien in der Rural21 Vol. 55 No. 4/2021, mit dem Titelthema Nachhaltige Fischerei und gehört zu einer Medienkooperation der Rural21 und weltohnehunger.org.

Buschfleisch ist der Sammelbegriff für Wildtiere, die zum Zweck des Verzehrs ihres Fleischs getötet werden, und ist integraler Bestandteil der afrikanischen Kultur. Die Jagd von Wildtieren ist eine von mehreren Bewältigungs- und Überlebensstrategien des Kontinents. Buschfleisch ist seit jeher eine wichtige Proteinquelle und Lebensgrundlage in den Tropenwäldern. Es wird genutzt, um die Nahrungsversorgung sicherzustellen und für eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu sorgen, Arbeitsplätze zu schaffen, Einkommen zu generieren und aus dem Ausland einfließende Gewinne zu erzielen. Es wird in der Medizin und Gesundheitspflege, der Arzneimittelentwicklung, der zeremoniellen und spirituellen Reinigung sowie für kulturelle und religiöse Praktiken genutzt. Veränderungen der Technologie, das Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Abschwung haben dazu beigetragen, dass die Nutzung von Wildtieren rapide zugenommen hat. Dies gilt ebenfalls für die zunehmende Urbanisierung, die mit höherem Einkommen und Lebensstandard, einer steigenden Vorliebe für Buschfleisch und einer erhöhten Fragmentierung von Wäldern einhergeht.

 

Die Jagd nach Buschfleisch verbreitet Krankheiten

Während ganz Afrika von dieser neuen Krise betroffen ist, trifft sie West- und Zentralafrika am stärksten. Der zunehmende Konsum von Buschfleisch ist mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Wenn die aktuelle Jagdrate anhält, werden sich der Ausbruch von Zoonosen und die Beeinträchtigungen des ökologischen Gleichgewichts zu einem noch größeren Problem entwickeln.

 

Die wachsende Nachfrage nach Buschfleisch unter der urbanen Bevölkerung führt zu einer erhöhten Übertragung von Zoonosen wie Ebola und COVID-19 und zur Bedrohung der Wildtierpopulation in Nigeria und seinen Nachbarländern.

 

In einer in nigerianischen Großstädten umgesetzten Studie gaben 98 Prozent der urbanen Buschfleischkonsumenten an, dass geeignete Alternativen zu Buschfleisch bestehen. 75 Prozent der Befragten beabsichtigen, trotz der Corona-Pandemie und des Zusammenhangs zwischen Buschfleischhandel und der Ausbreitung von Zoonosen weiterhin Buschfleisch zu verzehren. Die Wildtierjagd in ländlichen Gemeinden wird jedoch weitgehend durch begrenzte Ernährungsoptionen und die wirtschaftlich lohnende Nachfrage aus den Städten beeinflusst. Die Produktion alternativer Protein- und Einkommensquellen ist eine mögliche Strategie zur Handhabung der Buschfleischkrise in ländlichen Gemeinden. Die Wildtierjagd gilt als einer der Hauptgründe für die Ausbreitung von Zoonosen. Der Ebola-Ausbruch 2013 und die aktuelle Corona-Pandemie haben gezeigt, dass die Reduzierung des Lebensraums und die unregulierte Wildtierjagd unseren Kontakt mit Tierlebensräumen erheblich erhöhen und das Risiko von Krankheitsübertragungen wesentlich steigern. Aus diesem Grund hat das Forestry Research Institute of Nigeria (FRIN), das für den Erhalt der Umwelt zuständig ist, ein Domestizierungs- und Zuchtprogramm für kleine monogastrische Tiere und Wiederkäuer gestartet.

 

Die Alternative: Hasen

Das Projekt „Domestication of Small Monogastric and Ruminant Animals“ (DSMR) zielt vornehmlich auf ländliche Gemeinden ab, da Wildtiere hauptsächlich in diesen Regionen gejagt werden und das Buschfleisch an die Städte geliefert wird. Die Verbreitung von Produktionstechnologien für bestimmte kleine monogastrische Tiere und Wiederkäuer ist dabei die Hauptaktivität dieses Projekts. In Anbetracht der Ressourcenbeschränkungen und Bedingungen in diesen Regionen schienen Rohrratten oder Grasnager und Kaninchen geeignete Tiere für diesen Zweck zu sein. Beide Tiere können sich von einer großen Vielfalt an Gräsern, Laub, Knollengewächsen, Früchten, Getreide und Küchenabfällen ernähren. Die Zucht dieser kleinen monogastrischen Tiere bietet alternative Einkommensquellen für Landwirtschaft Betreibende durch den Verkauf und verbessert außerdem deren Zugang zu tierischen Proteinen als Teil der Ernährung bei Verzehr im eigenen Haushalt. Ihr Fleisch ist sehr gut vermarktbar und wird von allen Gesellschaftsschichten in den städtischen und ländlichen Gemeinden in Westafrika akzeptiert. Hinsichtlich des Nährwerts dienen sie dank ihrer Schlankheit und einzigartigen organoleptischen Eigenschaften als wichtige Quellen für hochgeschätztes tierisches Protein. Rohrratten und Kaninchen können in Hinterhöfen gezüchtet werden. The DSMR project started in 2019 and is fully funded by the FRIN under the Ministry of Environment.

 

Ziel des Projekts ist es, die übermäßige Ausbeutung von Forstressourcen durch den Einsatz dauerhaft anwendbarer Systeme zu verhindern.

 

Bei diesem Projekt werden Schulungen von den „Forest Economics and Extension“-Abteilungen als verlängerter Arm in Zusammenarbeit mit Fachkräften des Amts für Wildtiere und Ökotourismus organisiert.

 

Ich bin ein Alternativtext
Training in der Hasenzucht für Arowojeka-Farmer der Oyegun community, Ibadan Oyo Staat, Nigeria. © FRIN/Titilope Olarewaju

Von der Forschung in die Gemeinden

35 Gemeinden, zu denen das FRIN Beziehungen unterhält, wurden kontaktiert und über die Möglichkeit informiert, kostenlose Schulungen und vergünstigte Starter-Kits für Gruppen oder Einzelpersonen zu erhalten. Landwirtschaft Betreibende konnten dem FRIN ihr Interesse an dem Projekt bekunden. Insgesamt 20 Gruppen von Landwirtschaft Betreibenden meldeten sich und das Projektteam besuchte und schulte sie in Methoden der Rohrratten- und Kaninchenzucht. Die Schulung behandelte Bereiche wie Unterbringung, Beschaffung von Grundmaterial, Futter, Geschlechtsbestimmung, Aufbewahrung und Paarung der Tiere in Käfigen, Fortpflanzung, Trächtigkeit und Entbindung, Abstillen, Verarbeitung und Konservierung von Fleisch sowie Marketing. Die an der Zucht eines dieser Tiere interessierten Landwirtschaft Betreibenden und Gruppen mussten Raum und Unterbringungsmöglichkeiten für die entsprechenden Tiere vorweisen können.

 

Im Anschluss erfolgten Besuche im Vorfeld und Erkundungsbefragungen, um die Verfügbarkeit und Eignung der Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere in diesen Gemeinden zu ermitteln. Landwirtschaft Betreibende oder Gruppen von Landwirtschaft Betreibenden, die diese Bedingungen erfüllten, erhielten anschließend Tier-Starterkits zu vergünstigten Bedingungen, um das Engagement der Adressat*innen sicherzustellen. In den Gemeinden rund um den Ballungsraum Ibadan haben fünf Gruppen von diesen Maßnahmen profitiert, und es ist geplant, dieses Projekt im Umland der großen Städte der sechs geopolitischen Zonen des Landes zu replizieren. Die Berichte von Adressat*innen zeigen, dass die Tiere eine hervorragende Proteinquelle sind und zu weniger Jagd geführt haben. Darüber hinaus erzielten Mitglieder der Gemeinden regelmäßige Einkommen durch den Verkauf der Tiere.

 

Berichten zufolge verfügt eine Gruppe, die zunächst drei männliche und ein weibliches Tier besaß, jetzt über 18 Tiere. 22 weitere wurden verzehrt, verschenkt oder verkauft.

 

Technisches Know-how, vergünstigtes Ausgangsmaterial, routinemäßige Nachkontrolle und Betreuung haben bisher geholfen, das Erreichte zu festigen. Das FRIN plant, mindestens zwei große Städte pro geopolitischer Zone abzudecken und mindestens fünf Gruppen pro Stadt zu unterstützen. Erwartungsgemäß sollten so zehn Gruppen oder Personen pro Zone und insgesamt 60 Gruppen in den sechs Zonen des Landes unterstützt werden. Derzeit erweisen sich Finanzierung, Unsicherheit und eifriges Engagement der Landwirtschaft Betreibenden als wesentliche Herausforderungen des Projekts. Das Projekt befindet sich noch in seiner Frühphase, sodass eine Bilanzierung seiner Auswirkung auf die Jagd und den Verzehr von Buschfleisch noch nicht möglich ist.

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