"Der Erhalt und die Rückgewinnung fruchtbarer Böden sind eine globale Aufgabe."

Gesunde, ertragreiche Böden sind eine Grundvoraussetzung für die weltweite Ernährungssicherung – einer der Schwerpunkte in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Staatssekretär Jochen Flasbarth über die deutschen Bemühungen zur Unterstützung eines nachhaltigen Landmanagements, die Ergebnisse der UNCCD COP 15 und warum die „Freiwilligen Richtlinien zur verantwortungsvollen Verwaltung von Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern" (VGGT) heute wichtiger denn je sind.

©CIAT, Neil Palmer/2012

Jochen Flasbarth

Jochen Flasbarth ist Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Zuvor war er Staatssekretär im Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Präsident des des Deutschen Umweltbundesamtes und Präsident des Naturschutzbundes (NABU)

Dieses Interview erschien zuerst in Rural21 Vol. 56 No. 02/2022 zu Healthy Soil, Healthy People, Healthy Planet und ist Teil einer Medienkooperation zwischen Rural21 und weltohnehunger.org.

Herr Flasbarth, die Klima- und Umweltpolitik sind Schwerpunkt Ihrer gesamten beruflichen Laufbahn. Haben Sie den Eindruck, dass sich die Sichtweise auf die Rolle der Böden und der nachhaltigen Landnutzung in diesen eng verknüpften Politikbereichen im Laufe der Zeit verändert hat?

Jochen Flasbarth: Es ist vielleicht nicht so sehr die Sicht auf die Rolle, die sich verändert hat, sondern eher, dass die einzelnen Rio-Konventionen umfassender und integrativer geworden sind. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung ist das einzige verbindliche Abkommen über nachhaltiges Flächennutzungsmanagement. Daher muss dieses Abkomnmen im Zusammenspiel mit den Schwesterkonventionen zum Klimawandel und zur biologischen Artenvielfalt eine gleichberechtigte Rolle einnehmen. Die UNCCD vereint Umwelt- und Entwicklungsagenden durch einen gemeinsamen Nenner: Nachhaltige Landbewirtschaftung zum Wohle aller. Keines der Klima- und Biodiversitätsziele wird ohne eine nachhaltige Landbewirtschaftung erreicht werden. Land und Boden sind die zentrale Grundlage für Ernährung, Entwicklung und Wohlstand. Die Erhaltung und Wiederherstellung fruchtbarer Böden ist auch eine globale Verantwortung. Heute wird Land fast überall auf der Welt zu einem knappen Gut, und der Wettbewerb um dieses Gut führt zu Konflikten. Die Bodendegradation verursacht immense Kosten für unsere Gesellschaft und für künftige Generationen, die wir uns nicht leisten können. Mit dem Nachhaltigkeitsziel 15 wollen die internationale Gemeinschaft und die UNCCD ausdrücklich darauf hinarbeiten, den weltweiten Verlust an gesundem Land bis 2030 zu stoppen. Damit schließt sich der Kreis zu den anderen Konventionen.

 

Bekommen die Böden also in der heutigen internationalen Politik die Aufmerksamkeit, die sie verdienen?

 

Mehr als 95 Prozent unserer Nahrungsmittel werden auf der Grundlage von Böden erzeugt – sie sind also entscheidend für die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln.

 

Gleichzeitig ist ein Drittel der weltweiten Landfläche bereits stark degradiert. Davon sind 3,2 Milliarden Menschen direkt betroffen, insbesondere ländliche Gemeinden, Kleinbäuer*innen und die besonders Vulnerablen. Das Bewusstsein für diese Zusammenhänge wächst, aber es müssen schnell Maßnahmen folgen. Wir brauchen verbindliche Vereinbarungen und vor allem die Verpflichtung, günstige Bedingungen für eine nachhaltige und effiziente Landwirtschaft zu schaffen.

 

Was tut Deutschland, um dies zu erreichen?

Seit mehr als zehn Jahren unterstützt Deutschland die Sensibilisierung von Entscheidungsträger*innen durch die Initiative „Ökonomie der Landdegradation", die die wirtschaftlichen Argumente für die Harmonisierung der nationalen Agrar- und Umweltagenden liefert. Im Rahmen der Partnerschaftsgruppe für Erdbeobachtung unterstützt Deutschland die Regierungen bei der Erkennung von Bodendegradation und der Entscheidungsfindung für eine integrative Landnutzungsplanung.

 

Die Prioritäten der deutschen Entwicklungspolitik orientieren sich an drei Kernanliegen:, Zunächst Krisenmanagement, insbesondere die Bekämpfung des Klimawandels und der Covid-19-Pandemie, sowie die Bewältigung ihrer Folgen. Zweitens, die Bekämpfung der Krise von Hunger und Armut. Wenn die Böden degradiert werden und fruchtbares Land verloren geht, verlieren die Menschen auch ihre Lebensgrundlagen.

 

Um niemanden zurückzulassen, muss in eine nachhaltige Landwirtschaft investiert werden, die den Boden schützt, mehr Menschen ernährt, Arbeitsplätze schafft und gegen die wachsende Zahl widriger Wetterbedingungen gewappnet ist.

 

Dazu gehört die Förderung gesunder Böden und funktionierender Ökosysteme als wichtiger entwicklungspolitischer Ansatz. Das dritte Anliegen ist die Förderung einer feministischen Entwicklungspolitik, in der Geschlechtergerechtigkeit ein starker Hebel für die Neutralität der Landdegradation ist. Ein gesicherter Zugang zu Land ist eine Voraussetzung für die Ermächtigung von Frauen und Mädchen. Zudem schaffen sichere Grundbesitzrechte Anreize für eine langfristige Landbewirtschaftung.

 

Welchen Einfluss hat Deutschland auf die internationale Agenda in diesem Bereich?

Deutschland ist einer der stärksten Unterstützer der UNCCD – nicht nur als strategischer Partner, wichtiger Beitragszahler und Gastgeber des UNCCD-Sekretariats in Bonn, sondern auch durch ein starkes Portfolio von UNCCD-Umsetzungsaktivitäten, die darauf abzielen, Landdegradationsneutralität zu erreichen. Die UNCCD wird oft als Wüstenkonvention bezeichnet. Es geht jedoch um viel mehr als nur um Wüsten. Vielmehr handelt es sich um eine Konvention zur nachhaltigen Landbewirtschaftung. Es geht um den Schutz des Zustands unserer Böden und Ökosysteme weltweit, einschließlich in Deutschland. Im Rahmen der G7-Präsidentschaft schmiedet Deutschland derzeit eine neue globale Allianz für Ernährungssicherheit, in der auch Bodenschutz und -sanierung eine wichtige Rolle spielen.

 

Und auf Projektebene?

Wir engagieren uns derzeit in mehr als 200 Projekten mit unseren Partnerländern und arbeiten zum Beispiel mit Gemeinden in Afrika zusammen, um sie dabei zu unterstützen, ihr Land vor Erosion zu schützen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Mit unseren Projekten fördern wir in vielen Ländern eine nachhaltige Landnutzung durch praktische Maßnahmen: Erosionsschutz, Anpflanzung von Bäumen, Einsatz von Kompost und anderen Mitteln zur Bodenverbesserung, aber auch die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landbewirtschaftung. Im Rahmen der Sonderinitiative "Eine Welt  ohne Hunger" wurden in sechs afrikanischen Ländern und in Indien mehr als eine halbe Million Hektar Land rehabilitiert und eine Million Menschen profitieren von Ertragssteigerungen von durchschnittlich 40 Prozent sowie höheren Einkommen. Noch wichtiger ist, dass die Landwirte und die lokalen und nationalen Entscheidungsträger*innen davon überzeugt werden, dass die Degradierung rückgängig gemacht werden kann, um gemeinsam mehr Nahrungsmittel und Einkommen für eine bessere Zukunft zu erzeugen.

 

Auf der UNCCD COP 15 wurden 38 Beschlüsse über die Zukunft der Landnutzung gefasst. Welche sind Ihrer Meinung nach die Wichtigsten?

Nachhaltige Landbewirtschaftung und die Wiederherstellung degradierter Flächen sind die wichtigsten Antworten auf den Krisen-Dreiklang aus Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Landdegradierung, denn Land steht im Mittelpunkt der Verwirklichung vieler der SDGs –- und die Konferenz hat darauf reagiert. Für mich sind dabei drei Aspekte von zentraler Bedeutung. Zum einen die Anerkennung der Tatsache, dass sichere Landbesitzrechte die Grundlage für eine nachhaltige Landbewirtschaftung sind. Des Weiteren die Nutzung von Synergien, das heißt: Zusammenbringen, was zusammengehört. Internationale Abkommen zum Klimawandel, zur biologischen Vielfalt, zum Schutz von Feuchtgebieten und zur Verringerung des Katastrophenrisikos betonen alle die nachhaltige Landbewirtschaftung und die Wiederherstellung und Erhaltung von Ökosystemen. Ihre Umsetzung erfordert Koordination in den betroffenen Ländern, aber auch eine bessere internationale Verankerung. Wenn wir in diesem Zusammenhang von einer effizienten Umsetzung sprechen, beispielsweise durch den Abbau institutioneller Hindernisse und Fehlanreize, dürfen wir die gemeinsame Planung, Umsetzung und Überwachung nicht außer Acht lassen. Der dritte zentrale Aspekt ist das Bewusstsein, dass nachhaltiges Landmanagement die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen Dürren macht. Deutschland setzt sich für ein international koordiniertes und proaktives Dürrerisikomanagement im Rahmen der UNCCD ein. Das bedeutet, dass wir uns mit unseren Partnern über Maßnahmen auf allen Ebenen abstimmen, um sicherzustellen, dass gesunde Böden und Ökosysteme zur Abschwächung und Anpassung an den Klimawandel beitragen. Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Bodenbewirtschaftung erfordern außerdem die Einbeziehung von Organisationen der Zivilgesellschaft. Diese sind durch die COP15 gestärkt worden.

 

Sie sind also zufrieden mit dem Ergebnis der COP15?

Wir haben wichtige Fortschritte bei der Frage erzielt, wie wir die Landwirtschaft weltweit nachhaltig gestalten können, um die Nahrungsmittelkrise, den Klimawandel und den Erhalt der biologischen Vielfalt zu bewältigen. Es gibt sicherlich immer Raum für mehr Ehrgeiz, aber alles muss im Konsens auf UN-Ebene geschehen. Am Verhandlungstisch ist viel Koordinierungsarbeit erforderlich, denn an den Rio-Konventionen sind fast 200 Parteien beteiligt, die alle unterschiedliche Strukturen und nicht immer gemeinsame Vorstellungen haben. Dennoch ist es uns zum ersten Mal gelungen, das Konzept der naturbasierten Lösungen im Verhandlungsprozess zu verankern und damit den Grundstein für künftige Verhandlungen über die biologische Vielfalt zu legen. Der Ball liegt nun im Feld der Biodiversitätskonvention. Es liegt an den einzelnen Vertragsstaaten, die Beschlüsse umzusetzen.

 

Auch wir in Deutschland müssen viel nachhaltiger werden, denn wir sind nicht nur einer der Verursacher des Klimawandels, sondern haben in den letzten Jahren auch unter dessen Folgen gelitten.

 

In diesem Jahr feiern die VGGT ihr zehnjähriges Bestehen. Sind sie eine Erfolgsgeschichte?

Ja, die VGGT sind eine Erfolgsgeschichte und Deutschland unterstützt ihre Umsetzung im Rahmen der UNCCD. Sichere Landrechte sind die Grundlage für gesunde Böden. Landwirte werden nur dann in Land investieren, wenn sie Rechtssicherheit haben. Nur wenn die Parteien legitime Landbesitzrechte berücksichtigen und Landnutzungskonflikte lösen, ist Landdegradationsneutralität möglich, effektiv und gewinnbringend für die Betroffenen, wie Kleinbäuer*innen. Ohne gesicherte Landrechte kann es keine Neutralität bei der Landdegradation geben. Es ist erwähnenswert, dass die Leitlinien im Zusammenhang mit der Nahrungsmittelkrise im Jahr 2008 als Reaktion auf die immer weiter verbreitete Landenteignung entstanden sind. Der Ausschuss für Welternährungssicherheit hat sie weiterverfolgt und in der aktuellen Krise sind sie aktueller denn je. Deshalb halte ich es für einen großen Fortschritt, dass die Leitlinien nun in die UNCCD-Beschlüsse zur Erreichung der Neutralität der Landdegradation aufgenommen wurden.

 

Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und der Befürchtung einer neuen Nahrungsmittelkrise wird die Diskussion um Zielkonflikte in der Landnutzung wieder an Fahrt gewinnen. Wird sich dies auf die Politik des BMZ zu Fragen der Landnutzung auswirken?

Die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums, des Rückgangs der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen sowie des Klimawandels erfordern ein grundsätzliches Umdenken in unseren derzeitigen Ernährungssystemen. Dazu setzen wir uns für einen Ausstieg aus der Flächennutzung für Agrotreibstoffe sowie für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit in den globalen Lieferketten ein. Wir sollten das Bewusstsein für Konsummuster schärfen, denn hoher Fleischkonsum beispielsweise, belastet die Böden vor allem durch die globale Futtermittelproduktion. So können Verbraucher*innen bewusst nachhaltige Kaufentscheidungen treffen, die auch dem Boden und der Lebensgrundlage von Landwirten in aller Welt zugutekommen.

 

 

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Wie bekämpfen wir den Hunger in Zeiten der Klimakrise?

Ein Interview mit Martin Frick (WFP)

Die Klimakrise wirkt als Brandbeschleuniger des Hungers. Was muss sich ändern im Kampf gegen den Hunger, und welchen Stellenwert hat humanitäre Hilfe für internationalen Entwicklungszusammenarbeit?

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GFFA wirbt für neuen Blick auf Böden

Ein Beitrag von Journalist Jan Rübel

Auf dem Welternährungsforum (GFFA) 2022 in Berlin dreht sich für fünf Tage alles um Strategien für nachhaltigere Bodennutzung.

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„Die Türen sind offen - wir Farmer sind bereit‟

Ein Interview mit Shamika Mone (INOFO) und Elizabeth Nsimadala (EAFF)

Auf dem „UN Food Systems Summit‟ im September 2021 waren landwirtschaftliche Verbände zum ersten Mal bis auf die höchste Ebene vertreten. Zwei Vertreterinnen sprechen über die Verbindung von persönlichen Aufgaben mit der Repräsentation regionaler Bedürfnisse und internationalen Verhandlungen.

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Die Schwarzmeer-Kornkammer in der Krise: Zahlen und Fakten

Eine Infografik von EINEWELT ohne Hunger

Steigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise, physische Zerstörung und Lieferketten-Engpässe: Warum die Schwarzmeer-Region eine entscheidende Rolle spielt, und welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine auf die globale Ernährungssicherheit hat.

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Wie der Krieg gegen die Ukraine die globalen Getreidemärkte destabilisiert

Ein Beitrag der GIZ

Seit Februar 2022 befinden sich zwei der größten Getreide- und Ölsaatenexporteure im Krieg. Ein Überblick, welche Länder von den destabilisierten Getreidemärkten am meisten betroffen sind, und, was jetzt zu tun ist.

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Fünf Fragen an Dirk Meyer

Fünf Fragen an Dirk Meyer

Ein Interview mit Dirk Meyer (BMZ)

Entwicklungszusammenarbeit muss Good Governance und eine Transformation hin zu nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystemen in den Mittelpunkt stellen: Abteilungsleiter Dirk Meyer aus dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ) über Ziele, Leitlinien und priorisierte Handlungsfelder der neuen Leitung.

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Deutsche G7-Präsidentschaft – Mit aller Macht gegen den Hunger 

Ein Beitrag der Welthungerhilfe

Im Vorfeld des G7-Gipfels diskutierten Expert:innen aus Politik und Zivilgesellschft nachhaltige und effektivere Handlungsoptionen der G7-Staaten zur Hungerbekämpfung.

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Ernährungssicherheit ist mehr als nur Produktionsmengen und hohe Erträge

Ein Beitrag von Adrian Muller, Catherine Pfeifer und Jürn Sanders (FiBL)

Die Reduzierung von Schwerpunkten der Biodiversität oder die Aufgabe von ertragsärmeren, extensiveren Produktionssystemen ist der falsche Ansatz zur Bewältigung der drohenden globalen Nahrungsmittelkrise, meinen die Autor*innen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

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Fünf Tipps zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung

Ein Listicle gegen Lebensmittelverschwendung

Ob Bananenbrot aus braunen Bananen, bewusste Einkaufspläne oder Foodsharing: Wir geben euch fünf Tipps wie ihr eure alltägliche Lebensmittelverschwendung reduzieren könnt.

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Was braucht es für einen echten Paradigmenwechsel der Ernährungssysteme?

Ein Interview der GDPRD

Warum sind kurz- und langfristige Antworten wichtig, um aktuelle und zukünftige globale Krisen zu bewältigen? Sebastian Lesch, Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Bundesentwicklungsministerium (BMZ), gibt im Gespräch mit der Global Donor Platform for Rural Development (GDPRD) Antworten auf diese und weitere Fragen und erklärt, wie sehr Deutschland es begrüßt, wenn alle Geber an einem Strang ziehen und gemeinsam handeln.

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Und in der Mitte ein Semikolon

Ein Beitrag von Jan Rübel

Nach zwei Jahren Corona-Pause öffnen sich wieder die Türen zur Internatinalen Grünen Wochen (IGW) in Berlin. Für die Besucher*innen aus aller Welt heißt es vom 20. bis 29. Januar dort: Entdecken, Bestaunen und Probieren. Doch die Veranstaltung ist nicht nur Schlemmerei und Spaß. Der BMZ-Stand stellt Fragen nach dem Woher & Wohin von Nahrung – und entwickelt sich dabei zum Crashtest für manche Gewohnheit.

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Von der Reaktion zur Aktion

Ein Beitrag der GIZ

2022, ein Jahr voller Krisen: Der Krieg Russlands gegen die Ukraine, extreme Wetterereignisse, hohe Energie- und Düngemittelpreise und Nahrungsmittelengpässe. Das alles hatte schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit und die Landwirtschaft weltweit – besonders in Subsahara-Afrika. Daraus folgt: Wir müssen die Agrar- und Lebensmittelsysteme ändern.

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(c) GIZ

Kosten-Nutzen Analysen für mehr Bodenschutz

Mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden können Böden geschützt und wieder fruchtbar gemacht werden. Entsprechende Investitionen lohnen sich auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Ein Projekt der GIZ

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Wieviel verschwenden wir tatsächlich, Herr McFeely?

Ein Interview mit Peter McFeely (WWF)

Der WWF hat eine aufsehenerregende Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln erstellt. Im Fokus: Die Verluste in der Landwirtschaft. Was getan werden kann, erläutert Peter McFeely, globaler Leiter der Abteilung Kommunikation und strategische Planung

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Noch neun Ernten bis 2030: Wie stellt sich das BMZ zukünftig auf?

Ein Interview mit Dirk Schattschneider (BMZ)

Die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ (SEWOH) wird eins der fünf Kernthemen im BMZ . Dirk Schattschneider, Beauftragter der SEWOH im BMZ über bisherige Ansätze, zukünftige Aktionsfelder und den politischen Willen, den Hunger zu beenden.

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Stadt, Land, Meer: 6 Innovationen gegen den Klimawandel

Ein Listicle für klimaneutrale Landwirtschaft

Vertikal wachsende Pflanzen, magnetische Baumwolle und düngende Haarreste: Wir stellen Ihnen sechs Ideen vor, die zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Landwirtschaft beitragen können.

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Fairer Handel und Klimagerechtigkeit: Alles hängt zusammen

Ein Beitrag der Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA)

Organisationen des Fairen Handels und die Initiative für nachhaltige Agrarlieferketten (INA) haben zur Cop 26 die #ichwillfair-Kampagne gestartet, um die Verbindung von globalen Lieferketten und dem Klimawandel aufzuzeigen.

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Die Buschfleisch-Krise gemeinsam mit lokalen Gemeinden lösen

Ein Beitrag des Waldforschungs-Instituts Nigeria

Bei dem Projekt „Domestizierung kleiner monogastischer und wiederkäuender Tiere‟ (DSMR), arbeitet ein nigerianisches Forschungsinstitut zusammen mit lokalen Gemeinden an Lösungsansätzen für die Buschfleisch-Krise.

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Côte d’Ivoire: Nachhaltigem Kakao auf der Spur

Eine Reportage der GIZ

Bis Ostern 2022 wird alle zwei Wochen eine neue Folge veröffentlicht, in der die GIZ Menschen vorstellt, die sich für fairen und nachhaltigen Kakao in Côte d’Ivoire und Deutschland engagieren.

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Zusammenarbeit und wirksame Anreize für nachhaltige Landnutzung

Ein Beitrag der GIZ

Das zweite GFFA Expertenforum unterstreicht die Notwendigkeit politischer Führungsaktion, um globale Trends der Landdegradation umzukehren.

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Digitalisierung: Die Zukunft der Landwirtschaft?

Ein Beitrag der GIZ

Digitale Instrumente für eine klimaintelligente Landwirtschaft einsetzen: Auf der ICTforAg Konferenz im März 2022 diskutierte die digitale Landwirtschafts-Community die Herausforderungen und Chancen der nächsten Grünen Revolution.

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Organischen Kohlenstoff im Boden fördern – durch traditionelle und innovative Praktiken

Ein Beitrag der GIZ

Indische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbinden traditionelle mit innovativen Praktiken, um organischen Kohlenstoff im Boden zu rehabilitieren. Ein Fallbeispiel wie Politik, Landwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit dem Klimawandel entgegenwirken können.

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JETZT NEU: BMZ-Strategie "Leben ohne Hunger"

Eine BMZ-Kernthemenstrategie

Ein Leben ohne Hunger innerhalb der planetaren Grenzen ist möglich! Mit diesem Leitgedanken tritt ab sofort die neue BMZ-Strategie zu unserem gemeinsamen Thema, Leben ohne Hunger, in Kraft. Erfahren Sie hier mehr.

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Wie Bäuerinnen und Bauern sich gegen die Krise stemmen

Ein Beitrag der GIZ

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf Nahrungsmittel-, Energie- und Düngemittelpreise beschäftigt Landwirt*innen in aller Welt. Junge Landwirt*innen, Bauernorganisationen und Politiker aus Kenia, dem Tschad und der Ukraine erzählen, wie es ihnen ergangen ist und was sie trotzdem in der Landwirtschaft hält.

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„Menschen werden für den Wandel der afrikanischen Wirtschaft eine wesentliche Rolle spielen“

Ein Beitrag von Ben Leyka

Das Potenzial des afrikanischen Nahrungsmittelsektors ist immer noch viel zu eng mit den natürlichen Ressourcen des Kontinents verbunden, behauptet Ben Leyka. Er möchte dies mit dem African Agri Council ändern.

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Landwirt*innen die Kontrolle über ihre Daten ermöglichen

Ein Beitrag der GIZ

Eine neue Studie zur Datensouveränität in der Landwirtschaft rückt Landwirt*innen zurück in den Mittelpunkt ihres eigenen Sektors, identifiziert Marktlücken und gibt Empfehlungen zur Unterstützung der Akteure.

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Priscilla Impraim und ihr Schokoladengeschäft

Ein Portrait von Jan Rübel

Priscilla Impraim ist eine der ersten Frauen in Ghana, die in das Schokoladen-Business eingestiegen ist. Trotz einiger Hürden gründete sie 2006 das Unternehmen Ab Ovo Confectionery Limited mit sechs fest angestellten Mitarbeiter*innen und 25 saisonal beschäftigten Mitarbeiter*innen.

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"Ein gesunder Boden erbringt reichlich und gute Frucht"

Interview mit Ben Sekamatte und Boaz Ogola

Afrikas Baumwollanbau hat eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Armut. Die Initiative “Cotton Made in Africa” fördert den nachhaltigen Anbau. Ein Element davon: die Anwendung biologischer Pestizide. Insektenkundler Ben Sekamatte und der Baumwollgesellschaftsmanager Boaz Ogola sprachen mit Jan Rübel über bessere Böden und höhere Ernten.

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Förderung für nachhaltig wirtschaftende Start-Ups

Unternehmen in Afrika, die Finanzierungen zwischen 20.000 $ und 200.000 $ benötigen, finden relativ wenige Investoren, da dieser Bereich zu groß für Mikrokredite und zu klein für institutionelle Investoren ist. Hierdurch entsteht eine „Lücke in der Mitte“, in der Unternehmen nur begrenzte Optionen haben. Ein Projekt des World Ressource Institute schafft mit dem Landaccelerator 2020 Abhilfe.

Ein Projekt des World Resources Institute

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Herr Samimi, was macht der Umweltwandel mit Afrika?

Interview mit Cyrus Samimi (IAS)

Der Umweltwandel prägt den afrikanischen Kontinent besonders stark. Dessen Landschaften sehen dabei negative und positive Prozesse. Wie ist der Blick der Wissenschaft darauf? Ein Gespräch mit Cyrus Samimi über Mobilität zur Lebenssicherung, Urban Gardening und den Umgang mit der Natur.

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Synthetische Pestizide – Segen oder Fluch?

Ein Streitgespräch zwischen Lena Luig und Ludger Weß.

Was sind die Folgen des Einsatzes von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft? Wo helfen, wo schaden sie? Über dieses Reizthema globaler Bandbreite diskutieren Lena Luig, Referentin bei der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA, und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß.

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Frau Rudloff, was bringt ein Lieferkettengesetz?

Interview mit Bettina Rudloff

Die Bundesregierung feilt an einer Verpflichtung privater Akteure zur Einhaltung von Menschenrechten – ein Lieferkettengesetz. Was sind die Folgen für den Agrarsektor? Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Verkettung von Politikfeldern und Wertschöpfung.

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© GIZ

One Health – Was wir aus der Corona-Krise lernen

Ein Beitrag von Dr. May Hokan und Dr. Arnulf Köhncke (WWF)

Durch die Corona-Krise erlangt die Verbindung von Mensch-Tier-Gesundheit neue Aufmerksamkeit. Politik und Wissenschaft propagieren nun die Lösung: One Health. Was steckt hinter dem Konzept? Und kann man damit auch die Ernährungssicherheit für alle Menschen weltweit garantieren?

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(c) Privat

Ein Klassenzimmer im Garten Eden

Ein Beitrag von Iris Manner (World Vision)

Waldrodungen schaden Mensch und Umwelt. Mit Baumschulen können Bauern Geld verdienen und dabei Gutes tun. Man muss nur wissen, wie es geht. Iris Manner, Medienreferentin bei World Vision Deutschland, gibt einen Einblick.

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Können wir das Rennen gegen die Abholzung gewinnen?

Interview mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou (World Resources Institute)

Weltweit führt die Entwaldung zu einer Verknappung von Ressourcen. Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Ein Gespräch mit Bernadette Arakwiye und Salima Mahamoudou über Renaturierung und die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz

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Wie eine gerechtere EU-Handelsagenda möglich ist

Ein Bericht von Dr. Jan Orbie (Universität Gent)

„Gerecht“ und „nachhaltig“ sind Schlüsselworte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig strebt Deutschland eine „Modernisierung“ der WTO und „zügige Fortschritte“ bei Freihandelsabkommen an. Sind diese Ziele wirklich kompatibel? Dürfen wir uns Gedanken um Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit machen, während wir so weitermachen wie bisher?

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Von Berlin nach Yen Bai: 10.000 Bäume für Vietnam

Ein Beitrag von GIZ und BMZ

Es begann mit Klicks auf einer Messe und endet mit konkreter Aufforstung: Eine Aktion auf der Grünen Woche in Berlin bereichert nun die Wälder der Yen-Bai-Provinz in Vietnam. Chronik einer Aufklärung über klimatische Relevanzen bis hin zur konkreten Tat beim Umweltschutz - und über die kurzen Wege auf unserem Planeten.

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Landrechte, Gender und Bodenfruchtbarkeit in Benin

Ein Beitrag von Dr. Karin Gaesing und Prof. Dr. Frank Bliss (INEF)

Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten führt Landdruck zu einer Übernutzung der verfügbaren Flächen und einem Mangel an Konservierung. Das westafrikanische Benin mit vielerorts stark ausgelaugten Böden bildet hierbei keine Ausnahme.

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Im Kampf gegen illegale Fischerei

Eine Reportage

Meere sind wichtig für die Ernährung. Doch sie sind überfischt. Um diesen Trend aufzuhalten geht die Weltgemeinschaft nun gegen illegale Fischerei vor. Journalist Jan Rübel hat dazu unter anderem mit Francesco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei „Brot für die Welt“, gesprochen.

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Innovate2030: Digitale Ideen gegen urbanen Klimawandel

Ein Aufruf des BMZ und Partner

Die Innovate2030 sucht kreative Köpfe aus aller Welt, um digitale innovative Lösungen gegen die Klimakrise in Städten zu entwickeln. Eine Initiative der Make IT-Allianz.

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"Keine der drei Ampelparteien ist nahe am Pariser Abkommen."

Ein Interview mit Leonie Bremer (FFF)

Bei der Klimakonferenz in Glasgow demonstrierten Aktivist:innen zahlreicher Gruppen – mit dabei Leonie Bremer von „Fridays for Future“. Wie können Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit zusammengehen?

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„Vielfalt ist das Grundprinzip, das es zu nutzen gilt“

Ein Interview mit Shakuntala Thilsted

Die Aquaforscherin Shakuntala Thilsted über die lange vernachlässigten Vorteile einer aquatischen Ernährung, ihre Erfahrungen und Erfolge auf diesem Gebiet, und das emanzipierende Potenzial einer nachhaltigen Transformation solcher Ernährungssysteme.

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Stärkung der Lebensmittelmärkte entlang des Stadt-Land-Kontinuums

Ein Artikel von Thomas Forster

Wie können funktionierende Lebensmittelmärkte in globalen Lebensmittelversorgungsketten angesichts von Anfälligkeit und Störungen aufrechterhalten werden? Märkte, die lokale und territoriale Lebensmittelsysteme unterstützen, sind Teil der Lösung. Thomas Forster präsentiert Vorschläge zur Stärkung dieser Märkte, um mit künftigen Schocks umgehen zu können.

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Neues UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt

Ein Beitrag von Rural 21

Die Vereinten Nationen haben vier Ziele und 23 Zielsetzungen für 2030 zur Förderung des Erhalts der Biodiversität und Eindämmung des globalen Verlusts der Vielfalt der Arten im Rahmen der UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) beschlossen.

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